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Übersicht über bedingt essbare Pilze

Bedingt essbare Pilze sind solche, die erst nach einer gewissen Verarbeitung zum Verzehr geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise Einlegen, Kochen, Braten, Trocknen, Blanchieren oder Einweichen. Der Grund dafür ist, dass bedingt essbare Pilze leicht giftige Substanzen oder einen bitteren, milchigen Saft enthalten.

Röhrenförmig

Die Gattung der Röhrenpilze zeichnet sich durch einen breiten, fleischigen Hut aus. Die Sporen tragende Schicht ähnelt einem porösen Schwamm mit Löchern in Form winziger Röhren.

Name Kappendurchmesser (cm) Beinhöhe (cm) Kappenfarbe
Wolfspilz 15-20 4-9 Rot, Orange, Rosa
Eichenhuhn 2-25 2-10 Hellgelb, braun
Gemeiner Steinpilz 18-19 4-8 Gelbbraun, graubraun
Geflecktes Eichenkraut 3-8 4-16 Braun, dunkelbraun
Rubin-Butterpilz 4-8 5-8 Ziegelrot, schmutziggelb, rot
Butterkopfziege 7-12 6-10 Rötlich, braun
Sibirischer Butterpilz 4-10 5-10 Hellgelb mit braunen oder roten Flecken
Tannenröhrling 3-6 4-8 Schmutziges Gelb, schmutziges Braun
Grauer Butterpilz 5-10 5-8 Grau mit einem violetten oder grünen Schimmer
Rotporiger Porphyr 5-10 4-8 Braun, bräunlich-rot
Porphyr-Scheinbirke 5-10 4-12 Braun, graubraun
Holzröhrling 2-8 3-10 Orangebraun

Wolfspilz

Der Hut ist gewölbt, anfangs rau und wird später glatt. Seine Breite beträgt 15–20 cm. Die Farbe hängt direkt vom Alter des Steinpilzes ab.

  • Nur die gekeimten Exemplare haben hellbraune oder hellgraue Kappen und kleine, gelbe Poren;
  • Bei den ausgewachsenen Exemplaren sind die Kappen rot, orange oder rosa, die Poren sind groß und rot.

Das Fruchtfleisch ist fleischig, wachsartig oder gelblich, und verfärbt sich blau, wenn es angeschnitten oder beschädigt wird.

Die Beine sind gelb mit braunroten Flecken, fleischig, im Durchmesser 1,5 bis 7 cm und in der Höhe 4 bis 9 cm.

Der Wolfspilz bevorzugt kalkhaltige Böden, warmes Klima sowie Eichen- und Buchenwälder. Die Erntezeit ist November/Dezember.

Wolfspilz

Eichenhuhn

Hut Eichenpilz Der Pilz kann einen Durchmesser von 2 bis 25 cm erreichen. Anfangs ist er halbkugelförmig, mit zunehmendem Alter wölbt er sich jedoch nach innen und seine Ränder rollen sich ein. Seine Farbe ist hellgelb oder braun, und bei Beschädigung verfärbt er sich blau. Das Fleisch ist fest und leicht trocken.

Der Stiel ist länglich, verdickt sich an der Basis und dunkelbraun. Er ist in der Mitte gelb und färbt sich zum Hut hin rot. Er weist ein rotes Netzmuster auf. Das Fleisch ist locker und manchmal hohl. Die Stiellänge variiert zwischen 2 und 10 cm.

Dieser Pilz bevorzugt Eichenhaine, wächst aber auch in anderen Laubwäldern. Man findet ihn meist an Waldrändern oder auf Lichtungen. Er kann von Juni bis September und in milden Herbsten bis November gesammelt werden.

Eichenhuhn

Gemeiner Steinpilz

Der Hut des Gemeinen Steinpilzes ist fleischig, gewölbt und rau. Er kann einen Durchmesser von 18–19 cm erreichen. Seine Farbe ist gelbbraun bis graubraun. Das Fleisch ist fest und gelb, verfärbt sich beim Anschneiden blaugrün und später schwarz.

Die Poren des Hutes sind klein, bei jungen Eichenpilzen ockerfarben, bei jungen Exemplaren orange oder rot und bei ausgewachsenen und großen Exemplaren dunkelgraugrün.

Der Stiel scheint mit einem braunen Netz überzogen zu sein, seine Farbe ist abgestuft – gelb am Hut, schmutziggelb in der Mitte und olivgrün in der Nähe der Basis.

Der Gemeine Eichenpilz (Calcium ulnaris) wächst sowohl in Laub- als auch in Mischwäldern und ist am häufigsten an den Wurzeln von Eichen und Linden zu finden. Die Erntezeit ist August/September.

Gemeiner Steinpilz

Geflecktes Eichenkraut

Der Hut dieser Art ist halbkugelförmig und bräunlich bis dunkelbraun. Das Fleisch ist gelb und verfärbt sich beim Anschneiden blaugrün. Bei Regen wird der Hut schleimig und färbt sich bei Druck schwarz.

Die Poren junger Pilze sind gelb, die reifer Pilze orange und rot. An beschädigten Stellen verfärben sie sich blau. Die Sporen sind schmutzig olivfarben.

Der Stiel ist dick und breit – bis zu 4 cm im Querschnitt, 4–16 cm hoch. Beim Austrieb ist der Pilz rundlich, nimmt später eine zylindrische Form an. Seine Farbe ist gelb-orange mit zahlreichen leuchtend roten Sprenkeln.

Die Fleckeneiche bevorzugt Nadelwälder sowie Gebiete, in denen Eichen und Buchen wachsen. Sie wird von Mai bis Oktober geerntet.

Geflecktes Eichenkraut

Rubin-Butterpilz

Der Hut des Rubinroten Röhrlings kann ziegelrot, schmutziggelb oder rot sein. Er hat einen Durchmesser von 4 bis 8 cm. Im jungen Zustand ist der Hut gewölbt; mit zunehmendem Alter senkt er sich ab, und die Ränder rollen sich nach oben. Das Fleisch ist gelb und färbt sich am röhrenförmigen Rand rosa.

Der Stiel ist an der Basis verdickt. Er ist in der Nähe des Hutes violett, wird zum Boden hin gelb, und auch das Fleisch ändert seine Farbe.

Der Rubin-Röhrling kann auf teilweise verrottetem Eichenholz keimen, bevorzugt aber den Boden. Er wächst typischerweise in Eichenwäldern, ist aber auch in Laubmischwäldern oder Nadel-Laub-Mischwäldern anzutreffen. Die Fruchtreife erfolgt im August und September.

Rubin-Butterpilz

Butterkopfziege

Der Hut ist glatt, 7–12 cm im Durchmesser und rötlich, wobei die Farbe mit der Zeit zu Braun nachdunkeln kann. Mit zunehmendem Alter sackt er ein und nimmt eine tellerartige Form an. Das Fleisch ist gummiartig, hellgelb, kann aber beim Anschneiden einen rötlichen Schimmer annehmen.

Der Stängel ist hellorange, dünn (nicht dicker als 2 cm), oft gebogen, zylindrisch und verdickt sich in Bodennähe. Die Höhe variiert zwischen 6 und 10 cm.

Die Erntezeit dauert von Juli bis September. Kozlyak bevorzugt Kiefernwälder mit feuchtem Boden.

Ziegenbutterpilz

Sibirischer Butterpilz

Der Hut ist schleimig, höckerig und hellgelb mit braunen oder roten, erhabenen Flecken. Mit zunehmendem Alter rollen sich seine Ränder nach oben. Der Querschnitt misst 4–10 cm. Das Fleisch, die Röhrenschicht und die Poren sind gelb und verfärben sich bei Verletzung rot. Reife Pilze tragen braune Sporen. Die Röhrenschicht junger Pilze ist von einem leichten, flaumigen Belag bedeckt, der sich mit zunehmender Reife ablöst und herabhängen kann, sodass ein ringförmiger Stiel zurückbleibt.

Der Stängel ist 5–10 cm lang. Er ist zylindrisch, leicht gebogen und verjüngt sich zum Boden hin. Seine Farbe ist gräulich-gelb, manchmal färbt er sich an der Basis rötlich.

Der Pilz bevorzugt Nadelwälder und kann von Juli bis Mitte September geerntet werden.

Sibirischer Butterpilz

Tannenröhrling

Der Steinpilz hat einen breiten, leicht abfallenden, gewölbten Hut mit gezacktem Rand. Er ist schmutziggelb oder schmutzigbraun, nach oben hin dunkler und zu den Rändern hin heller. Der Hut ist beschuppt, die Beschuppung wird im trockenen Zustand rauer und dunkler. Die Poren sind etwas heller als der Hut, die Sporen hingegen kräftig gelb. Das Fleisch ist zart und hellgelb. Druck oder extrem trockene Luft führen dazu, dass der Steinpilz braun wird.

Der Stamm ist dünn (1–2 cm Durchmesser), gelb, zylindrisch, nach unten hin dicker werdend und mit dunklen Auswüchsen bedeckt. Die Höhe beträgt 4 bis 8 cm.

Der Pilz wächst in Tannenwäldern und trägt von Juli bis September Früchte.

Tannenröhrling

Grauer Butterpilz

Das charakteristische Merkmal dieses Butterpilzes ist seine graue Farbe mit einem violetten oder grünen Schimmer. Der Hut ist groß, schleimig, bis zu 10 cm im Durchmesser, gewölbt und mit einem Höcker in der Mitte versehen; er verjüngt sich zu den Rändern hin. Das Fleisch ist wässrig. Es ist weiß, verfärbt sich mit der Zeit braun und färbt sich beim Brechen oder Anschneiden blau.

Der Stiel besitzt einen Ring, der mit zunehmendem Alter verschwindet, und erreicht eine Höhe von bis zu 8 cm. Sein Fruchtfleisch ist fest und gelb. Der Durchmesser beträgt 1–2 cm.

Der Graue Steinpilz kann sowohl in Laubwäldern als auch in Kiefernwäldern wachsen. Die Fruchtbildung erfolgt von Juli bis September.

Grauer Butterpilz

Rotporiger Porphyr

Der Hut dieses Pilzes weist unregelmäßige Konturen und Unebenheiten auf und hat einen Durchmesser von etwa 5–10 cm. Seine Farbe variiert von braun bis rötlich-braun und ist matt. Beim Anschneiden kann das Fleisch des Rotporigen Porphyrs grün, blau oder schwarz werden. Ein charakteristisches Merkmal dieses Pilzes sind seine Sporen, die eine leuchtend rotbraune, fast violette Farbe aufweisen.

Die Form des Stiels hängt vom Standort des Pilzes ab. In feuchtem Boden wird er länglich, in trockenem Boden hingegen breit und kurz. Die Stiele können glatt oder schuppig sein.

Dieser Pilz wächst von August bis September in Laubwäldern.

Rotporiger Porphyr

Porphyr-Scheinbirke

Der Hut ist rund, kissenförmig, trocken und braun bis graubraun. Sein Durchmesser beträgt bis zu 10 cm. Die Röhrenschicht ist heller als der Hut: schmutziggrau oder cremefarben. Die Sporen sind rotbraun.

Der Stiel ist 4 bis 12 cm hoch und 1 bis 3 cm im Durchmesser. Er verdickt sich in der Mitte und ist an der Basis und am Hut etwas dünner. Der Stiel ist dunkelbraun. Das Fruchtfleisch ist weiß, färbt sich beim Anschneiden rot und wird mit der Zeit braun.

Der Falsche Birkenporphyr wächst in Nadel- oder Mischwäldern. Die Fruchtbildung erfolgt von Juli bis Oktober.

Porphyr-Scheinbirke

Holzröhrling

Der Hut ist orangebraun und kissenförmig. Er ist deutlich breiter als der Stiel und hat einen Durchmesser von 2–8 cm. Die Sporen sind olivfarben, die Poren weichgelb. Der Hutrand ist an der Unterseite ziegelrot. Das Fleisch ist gelb und fest.

Der Stiel ist länglich und zylindrisch und misst 3 bis 10 cm in der Höhe. Er kann sich mitunter krümmen und ist entweder in der gleichen Farbe wie der Hut oder etwas heller.

Diese Pilze wachsen auf Bäumen, morschen Baumstümpfen und umgestürzten Stämmen. Sie tragen von Juli bis September Früchte.

Holzröhrling

Plattenförmig

Lamellenpilze zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Sporen tragende Schicht (Hymenophor) auf den Lamellen des Hutes befindet. Diese Lamellen erstrecken sich von der Mitte zu den Rändern und ragen nach unten.

Name Kappendurchmesser (cm) Beinhöhe (cm) Kappenfarbe
Weißer Milchpilz 5-20 2-6 Weiß
Schwarzer Milchpilz 7-20 3-8 Olivgrün, dunkeloliv
Filzmilchdeckel 7-18 2-8 Weiß, kann gelb werden
Rosa Volnuschka 5-15 5-7 Blassrosa mit dunklen Ringen
Gemeiner Milchling 7-12 5-15 Dunkelbraun-grau, hellgrau mit bläulichem, blauem und lilafarbenem Schimmer
Süßmilchkapsel 3-8 4-8 Hellorange, Ziegelrot
Brauner Milchling 3-7 5-8 Dunkelbraun, braun
Seidenpflanze 3-6 5-8 Beige mit einem grauen Schimmer
Champignon tabular 5-20 3-7 Weiß
Tiger-Sägeblatt 2-10 3-5 Weiß
Gemeine Schuppenklauen 5-15 5-15 Beige, Gelb, Hellbraun
Goldschuppenkappe 5-18 5-15 Leuchtend gelb
Purpur-Eberesche 5-15 4-8 Lila, Flieder
Pappel-Eberesche 5-12 5-10 Hellorange
Winterlicher Hallimasch 4-8 5-8 Bernstein
Garten-Entomola 3-6 5-12 Weiß, Grau, Braun

Weißer Milchpilz

Der Pilz zeichnet sich durch seine satte weiße Farbe aus, kann aber gelegentlich gelblich werden. Der Hut hat einen Durchmesser von 5 bis 20 cm und ist mit Schleim bedeckt. Er ist trichterförmig (mit einer zentralen Einbuchtung), die Ränder sind abgerundet und spitz zulaufend und manchmal mit faserigen, haarigen Auswüchsen besetzt. Die Sporen sind farblos, die Lamellen weiß mit einem leicht gelblichen Rand. Das Fleisch ist fest, aber brüchig. Der Pilz enthält einen weißen, milchigen Saft mit starkem Geruch; er verfärbt sich an der Luft gelb.

Der Stiel ist 2 bis 6 cm lang und 1 bis 4 cm im Durchmesser. Mit zunehmendem Alter wird der Pilz hohl.

Weiße Milchlinge bevorzugen Birkenhaine. Zusammen mit Birkenwurzeln bilden sie eine Mykorrhiza. Die Fruchtkörperbildung dauert von Juli bis September.

Weißer Milchpilz

Schwarzer Milchpilz

Der Hut ist schleimig, an den Rändern olivfarben und in der Mitte dunkeloliv, fast schwarz. Er erreicht einen Durchmesser von 7 bis 20 cm und ist trichterförmig mit nach unten gebogenen Rändern. Das Fleisch ist fest und weiß und verfärbt sich beim Anschneiden grau. Der Pilz sondert einen milchig-weißen Saft mit charakteristischem Geruch ab. Die Sporen sind beige.

Der Stiel ist 3 bis 8 cm hoch und 1 bis 3 cm im Durchmesser. Mit zunehmendem Alter wird er hohl. Stiel und Hut haben die gleiche Farbe und sind zylindrisch geformt, wobei er sich leicht zum Boden hin verjüngt.

Der Schwarze Milchling bevorzugt Birken, ist aber auch in anderen Laubwäldern zu finden. Da er Licht benötigt, trägt er seine Früchte oft an Wegrändern und auf Lichtungen. Erntezeit: Juli bis Mitte Oktober.

Schwarzer Milchpilz

Filzmilchdeckel

Der Pilz ist weiß, kann aber mit zunehmendem Alter gelb werden oder Flecken bekommen. Der Hut eines jungen Milchlings ist abgerundet und gefranst; später verlängern sich die Ränder und bilden in der Mitte einen Trichter. Der Durchmesser kann zwischen 7 und 18 cm variieren. Die Lamellen sind spärlich und gelblich und dunkeln mit zunehmender Reife zu Braun nach.

Der Stiel ist zylindrisch und 2–8 cm hoch. Das Fleisch ist identisch mit dem des Hutes: weiß, fest und dicht. Der Pilz sondert einen ätzenden, milchig-weißen Saft ab, der an der Luft farblos bleibt (erst beim Trocknen kann er rote oder braune Flecken hinterlassen).

Der Pilz kommt in Laub-, Nadel- und Mischwäldern vor, bevorzugt aber die Nähe von Birkenwurzeln. Er kann von Juli bis September oder Anfang Oktober gesammelt werden.

Filzmilchdeckel

Rosa Volnuschka

Der Rosa Milchling hat einen großen Hut (5 bis 15 cm Durchmesser). Er ist hellrosa mit dunkleren, vom Zentrum ausgehenden Kreisen. Bei feuchtem Wetter wird der Hut schleimig und rundlich mit einer trichterförmigen Vertiefung. Bei jungen Pilzen sind die Ränder abgerundet, bei reifen hingegen erhaben und geben den Blick auf beige Lamellen mit Sporen frei. Das Fleisch ist locker und hellgelb.

Der Stiel ist hellrosa, hohl, bis zu 2 cm im Durchmesser und bis zu 7 cm hoch. Das Fleisch des Stiels ist rosa.

Der Pilz sondert einen bitteren, weißen, milchigen Saft ab.

Der Rosa Milchling wächst bevorzugt in der Nähe der Wurzeln von Birken und Espen und bevorzugt feuchte Böden. Die Fruchtkörperbildung beginnt im Juni und dauert bis Ende Oktober, da dieser Pilz frostbeständig ist.

Rosa Volnuschka

Gemeiner Milchling

Der Hut ist groß, mit einem Durchmesser von 7 bis 12 cm, und wird in feuchtem Klima schleimig. Junge Pilze haben eingerollte Ränder und eine Vertiefung in der Mitte. Mit zunehmendem Alter begradigen sich die Ränder, wölben sich nach oben und werden dünner, sodass sich eine trichterförmige Mitte bildet. Die Farbe ist anfangs dunkelbraungrau, später hellgrau mit bläulichen, grauen und lilafarbenen Schattierungen. Blasse Kreise zieren den Hut. Das Fleisch ist gelb, fest und brüchig. Die Lamellen sind beige, die Sporen leuchtend gelb.

Der Stiel ist hohl, zylindrisch und etwas heller als der Hut. Er ist 5 bis 15 cm hoch und hat einen Durchmesser von 1 bis 3 cm.

Der Gemeine Milchling bevorzugt feuchte Gebiete und nistet in Birkenhainen oder Kiefernwäldern. Er kann von Juli bis September geerntet werden.

Gemeiner Milchling

Süßmilchkapsel

Die Farbe variiert von Hellorange bis Ziegelrot. Der Pilz enthält einen ätzenden, milchig-weißen Saft. Er ändert seine Farbe nicht an der Luft.

Der Hut des Süßen Milchlings hat einen Durchmesser von 3–8 cm. Er ist fleischig und trichterförmig, trägt aber in der Mitte einen kleinen Höcker. Das Fleisch ist locker und brüchig. Die Lamellen variieren in der Farbe von hellbeige bis rosa.

Der Stiel ist 4 bis 8 cm lang und 1 bis 3 cm im Durchmesser. Er ist etwas heller als der Hut und kann leicht gebogen sein.

Die Duftende Seidenpflanze (Physalis sylvestris) wächst in Laubwäldern. Die Fruchtbildung erstreckt sich von August bis Ende September.

Süßmilchkapsel

Brauner Milchling

Die Farbe des Pilzes variiert von dunkelbraun bis braun, wobei Stiel- und Hutrand etwas dunkler und die Mitte heller sind. Die Oberfläche fühlt sich samtig an. Das Fleisch ist hellgelb, fast weiß, verfärbt sich aber an Verletzungen rot oder ockerfarben. Junge Braune Milchlinge haben einen kissenförmigen Hut, der mit zunehmendem Alter trichterförmig wird, aber einen kleinen Höcker in der Mitte behält. Sein Durchmesser beträgt 3 bis 7 cm. Die Lamellen sind groß, dicht und weiß und reichen bis zum Stiel hinunter. Die Sporen sind schmutziggelb.

Der Stiel hat einen Durchmesser von 1-3 cm und eine Länge von 5-8 cm. Er ist zylindrisch geformt und kann sich an der Basis biegen und verjüngen.

Der Braune Milchling bevorzugt Nadelwälder. Er kann von August bis Ende September gesammelt werden.

Brauner Milchling

Seidenpflanze

Hut und Stiel sind beige mit einem gräulichen Schimmer. Der Pilz verströmt einen kokosnussartigen Duft, der vom weißen, milchigen Saft stammt. Er ist nicht stechend und verfärbt sich an der Luft nicht.

Der Hut ist trocken, gerundet, mit dünnen Rändern und einer zentralen Vertiefung, die sich mit zunehmendem Alter vertieft. Sein Durchmesser beträgt 3–6 cm. Die Lamellen sind dicht und dünn, etwas heller als der übrige Pilz. Die Sporen sind hellcremefarben. Das Fleisch ist weiß und locker.

Seidenpflanze

Der Stiel ist 5–8 cm lang und 1–3 cm breit. Er verdickt sich in Bodennähe. Der Stiel ist glatt und wird mit zunehmender Reife des Pilzes hohl.

Die duftende Seidenpflanze findet man am häufigsten in Laubwäldern unter einer Schicht herabgefallenen Laubs. Sie wird von August bis Oktober geerntet.

In diesem Video erfahren Sie mehr darüber, wie bedingt essbare Milchdeckel aussehen und wie man sie für den sicheren Verzehr zubereitet:

Champignon tabular

Der Hut ist weiß, fleischig, mit nach unten gebogenen Rändern und einem Durchmesser von 5 bis 20 cm. Seine Spitze spaltet sich in tafelförmige Lamellen. Diese dunkeln oft nach und verfärben sich grau oder braun. Bei Druck kann der Hut gelb werden. Bei älteren Pilzen glätten sich die Ränder und geben die Lamellen frei. Diese Lamellen sind anfangs so weiß wie der Hut selbst, dunkeln aber später durch die bräunlich-braunen Sporen nach.

Der Stiel ist kurz und dicht, 3–7 cm lang und 1–3 cm im Durchmesser. Hut und Stiel sind fleischig: weiß und sehr zart.

Ein junger Pilz bildet einen Ring, der sich allmählich vom Stiel löst und in Büscheln herabhängt.

Der Tafelpilz bevorzugt Gebiete mit trockenem Klima und Steppenzonen.

Champignon tabular

Tiger-Sägeblatt

Der Pilz ist weiß. Der Hut ist trocken, bis zu 10 cm im Durchmesser, anfangs gewölbt und rollt sich dann an den Rändern nach oben. Die Oberfläche ist mit kleinen braunen Schuppen bedeckt. Das Fleisch ist weiß, die Lamellen sind hellorange.

Der Stiel ist 3 bis 5 cm lang und etwa 1 cm im Durchmesser. Er ist ebenfalls mit Schuppen bedeckt, die zur Basis hin dicker und etwas dunkler sind.

Die Tigerblattwespe ernährt sich von morschem Holz. Dieser Pilz ist am häufigsten in feuchten Laubwäldern, in der Nähe von Sümpfen, auf Baumstümpfen oder umgestürzten Bäumen zu finden. Er bevorzugt Weiden und Pappeln.

Die Fruchtbildung erstreckt sich von Ende April bis Anfang November. Die Haupternte findet zwischen Juli und September statt, da in diesem Zeitraum das Traubenwachstum erfolgt.

Tiger-Sägeblatt

Gemeine Schuppenklauen

Der Pilz ist beige, gelb oder hellbraun. Er ist vollständig mit kleinen, dunklen Schuppen bedeckt. Sein Fleisch ist gelb und fest.

Der Hut ist trocken und hat einen Durchmesser von 5 bis 15 cm. Er ist abgerundet, mit nach unten gebogenen Rändern und einem kleinen Höcker in der Mitte. Die Lamellen sind dicht und können grau, rötlich oder braun sein. Die Sporen sind braun.

Der Stamm hat einen Durchmesser von bis zu 2 cm und erreicht eine Höhe von 5 bis 15 cm. Reste des Jahresrings sind noch vorhanden.

Die Gemeine Schuppenklauenpilz bevorzugt Laubwälder. Sie wächst an den Wurzeln oder Baumstümpfen von Laubbäumen. Da sie Licht benötigt, sucht sie sich oft sonnige Standorte. Sie kann von Juli bis September gesammelt werden.

Gemeine Schuppenklauen

Goldschuppenkappe

Diese Unterart lebt in großen Kolonien auf Baumstämmen. Jeder Pilz ist mit Schuppen bedeckt. Auf dem Hut sind die Schuppen jedoch weniger dicht verteilt und größer und dunkler als jene am Stiel.

Der Hut selbst ist leuchtend gelb, kissenförmig, 5–18 cm im Durchmesser, mit einem Höcker in der Mitte und nach unten eingerollten Rändern. Mit zunehmendem Alter flacht er ab. Die Lamellen sind breit, anfangs gelb und färben sich bei reifen Pilzen olivgrün. Das Fleisch ist cremefarben bis gelb.

Der Stiel ist an der Basis, wo er am Stamm ansetzt, gebogen. Er hat einen Durchmesser von 1–2 cm und kann bis zu 15 cm lang werden. Junge Pilze besitzen einen Ring, der später verschwindet.

Die Gold-Schuppenblume bevorzugt alte Laubwälder. Sie kann von Ende Mai bis Anfang November Früchte tragen.

Goldschuppenkappe

Purpur-Eberesche

Der junge Pilz hat eine violette Farbe, die mit zunehmendem Alter verblasst und er lila wird.

Der Hut ist rund, fleischig und gezackt. Sein Durchmesser beträgt 5–15 cm. Die Lamellen sind dicht, groß, aber dünn. Die Sporen sind rosa. Das Fleisch ist fest, hat die gleiche Farbe wie der Pilz und duftet fruchtig.

Der Stängel ist faserig, zylindrisch und in Bodennähe verdickt. Er ist 4–8 cm hoch und hat einen Querschnitt von 1,5–3 cm.

Sie wächst in Misch- oder Nadelwäldern. Sie trägt im Herbst bis zum ersten Frost Früchte.

Purpur-Eberesche

Pappel-Eberesche

Der Pilz ist hellorange. Sein Hut ist prall, weich und halbkugelförmig; mit zunehmendem Alter glätten sich die Ränder, und der Hut breitet sich aus. Sein Durchmesser beträgt 5–12 cm. Das Fleisch und die Lamellen junger Pilze sind zunächst weiß oder cremefarben und verfärben sich später rosa mit einem bräunlichen Schimmer.

Der Stiel ist 5–10 cm hoch und 2–4 cm breit und verbreitert sich zum Boden hin. Der Hut ist an der Basis hell, fast weiß.

Pappel-Eberesche – ein häufig vorkommender Pilz. Er wächst in Laubwäldern, Parks und Gärten. Bevorzugt wird er auf Pappeln. Die Erntezeit ist von August bis Oktober.

Pappel-Eberesche

Winterlicher Hallimasch

Der Pilz wächst in Gruppen auf Baumstümpfen und umgestürzten Stämmen. Der Hut ist gewölbt, glänzend und hat einen gezackten, gewellten Rand. Bei steigender Luftfeuchtigkeit ist er mit Schleim überzogen. Die Farbe ist bernsteinfarben, in der Mitte dunkler und an den Rändern heller, manchmal sogar blassgelb. Die Lamellen sind groß und beige. Die Sporen sind weiß. Das Fruchtfleisch ist sehr feucht und hat die gleiche Farbe wie die Lamellen.

Der Stängel ist hellbraun, dünn (bis zu 1 cm Durchmesser) und 5-8 cm hoch.

Diese in Laubwäldern häufig vorkommende Pflanze beginnt im November und kann sich während der Tauwetterperioden den ganzen Winter über fortsetzen.

Winterlicher Hallimasch

Garten-Entomola

Junge Pilze sind weiß mit einem leicht cremefarbenen Hut. Mit zunehmendem Alter werden sie grauer und können schließlich einen bräunlichen Schimmer annehmen.

Anfangs ist der Hut glockenförmig, doch mit der Zeit wölben sich die Ränder nach oben, werden dünner und manchmal gezackt. In der Mitte bleibt ein erhabener Höcker zurück. Die Lamellen sind spärlich und breit und verfärben sich von rosa zu braun mit einem rötlichen Schimmer. Die Sporen sind rosa. Das Fleisch ist weiß und fest.

Der Stiel ist lang (bis zu 12 cm), faserig, manchmal gedreht und gerillt; bei älteren Pilzen ist er hohl. Die Breite variiert zwischen 2 und 4 cm.

Entomola orchardiana ist in Laub- und Mischwäldern, Gärten und Parks anzutreffen. Die Fruchtreife erstreckt sich von Ende Mai bis Ende Juli.

Garten-Entomola

Beuteltiere

Schlauchpilze (Ascomyceten) enthalten ihre Sporen in Asci, daher ihr Name. Sie können auch gar keinen Fruchtkörper ausbilden, sodass die gesamte sichtbare Oberfläche des Pilzes aus Asci besteht. Bedingt essbare Schlauchpilze sind beispielsweise alle Morcheln und Gyromitra. Worin unterscheiden sie sich? Schau mal hierDie

Name Kappendurchmesser (cm) Beinhöhe (cm) Kappenfarbe
Morchel 4-9 8-9 Gelb, graugelb, fleischfarben
Dickbeinige Morchel 3-8 4-8 Grau, Graugelb, Orange
Kegelmorchel 3-10 5-10 Orange, braun
Morchel 5-10 5-15 Dunkelgrau, Schwarz
Morel 1-5 0-5 Beige, braun
Morchelkappe 2-5 5-10 Hellbraun, Dunkelbraun
Morchelkappe kegelförmig 2-3 5-10 Hellbraun, Dunkelbraun
Gemeine Morchel 1-2 2-3 Dunkelbraun mit einem burgunderroten Schimmer
Riesenmorchel 7:30 3-6 Nussig, sattes Braun
Spitzstich 3-10 8 Ocker, Braun, Rot

Morchel

Der Hut, 4–9 cm im Durchmesser, ist ein eiförmiges oder kugelförmiges Gebilde aus Pilzgewebe, das an eine runzelige, dünne Haut von gelber, graugelber oder fleischfarbener Farbe erinnert. Die Zellen sind unregelmäßig und zufällig länglich. Die Sporen sind gelb.

Der Stängel ist weiß, länglich und kann an verschiedenen Stellen Verdickungen aufweisen, am häufigsten jedoch in Bodennähe. Er erreicht eine Länge von 8–9 cm und eine Breite von 2–3 cm.

Das Fleisch ist leicht, zart und duftet angenehm. Aber es ist nicht viel davon da, denn Morcheln - hohl.

Dieser Pilz bevorzugt kalkhaltige Böden und kann in Laub- und Mischwäldern wachsen. Er erscheint von Ende April bis Anfang Juni.

Morchel

Dickbeinige Morchel

Der Hut ist eiförmig, grau, graugelb oder orange, seine Ränder sind mit dem Stiel verwachsen. Die Zellen sind unregelmäßig geformt und länglich. Der Hut ist 10 cm hoch und kann einen Durchmesser von 3–8 cm aufweisen. Die Sporen sind fleischfarben. Das Fruchtfleisch ist weich, brüchig und weiß.

Der Stängel ist weiß, erreicht einen Durchmesser von bis zu 8 cm und eine Länge von 4–8 cm. Er ist hohl, knollenförmig, mit Längsrillen und an der Basis breit.

Diese Morchel bevorzugt Schwarzerde und Laubwälder mit Moosbeständen. Sie trägt von Ende April bis Anfang Juni Früchte.

Dickbeinige Morchel

Kegelmorchel

Ein charakteristisches Merkmal dieser Morchel ist ihr länglicher Hut mit der dünnen Spitze. Er erinnert an die Mütze eines Märchenwichtels. Seine Farbe ist orange mit braunen Rändern um die Zellen. Er kann mit zunehmendem Alter nachdunkeln. Sein Durchmesser beträgt bis zu 3 cm und seine Höhe bis zu 10 cm. Die Sporen sind hellockerfarben.

Die Kegelmorchel ist ein hohler Pilz mit sehr weichem Fleisch, das leicht zerbricht. Der Stiel ist weiß, zylindrisch und längs gerillt; er verdickt sich zur Basis hin.

Sie gedeiht sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern, auf Lichtungen und in Gärten. Besonders bevorzugt sie jedoch sumpfige Böden und Bodenspalten – Schluchten, Erdrutsche, Kanäle und abgebrannte Waldflächen. Die Ernte kann bereits Mitte April erfolgen, und die Fruchtreife hält bis Anfang Juni.

Kegelmorchel

Morchel

Der Hut ist schmal, länglich, dunkelgrau mit schwarzen Zellrändern. Er kann bis zu 10 cm hoch und 5 cm im Durchmesser werden. Die Sporen sind cremefarben-gelb. Die Zellen sind stark länglich, unregelmäßig geformt und durch vertikale Falten abgegrenzt.

Der Stiel fühlt sich rau an, seine Höhe beträgt 5-15 cm. Die Farbe ist weiß oder cremefarben.

Die hohe Morchel gedeiht in Laub- und Mischwäldern, auf Lichtungen und in Gebirgen. Sie trägt von Ende April bis Mitte Juni Früchte.

Morchel

Morel

Das Hauptmerkmal dieses Pilzes ist das Fehlen eines Stiels oder nur ein rudimentärer Stiel. Der Hut ist gleich hoch und breit (1–5 cm), kugelförmig und hohl. Anfangs ist der Pilz hellbeige, färbt sich aber mit zunehmender Reife braun. Die Zellen haben sowohl innen als auch entlang der Rippen die gleiche Farbe wie der Hut. Das Fleisch ist gleichfarbig oder etwas heller.

Der Stiel ist, sofern vorhanden, weiß, zylindrisch und von einer Kappe bedeckt.

Die runde Morchel trägt von April bis Mai Früchte. Sie wächst auf alten Bäumen und Moos. Sie bevorzugt Laubwälder, kommt aber auch in Mischwäldern vor.

Morel

Morchelkappe

Eine Besonderheit dieser Morchel ist ihr Hut, dessen Ränder nicht mit dem Stiel verwachsen sind. Er sieht aus wie ein aufgesetzter Hut. Ihr Fleisch ist dünn, zart und wachsartig.

Der Hut ist kegelförmig, mit längsgefalteten Zellen und dünnen weißen Rändern. Höhe und Breite betragen maximal 5 cm. Die Farbe variiert von hell- bis dunkelbraun. Die Sporen sind farblos.

Der Stängel ist hohl, zylindrisch und verbreitert sich an der Basis. Anfangs ist er vollständig weiß. Mit zunehmendem Alter bilden sich beige oder ockerfarbene, ungleichmäßige Schuppen, die den Stängel umgeben.

Morchelkappe Da er Licht benötigt, bevorzugt er Laubwälder mit Lichtungen, Waldrändern und viel begangenen Wegen. Dieser Pilz kann Ende April und Anfang Mai geerntet werden.

Morchelkappe oder zarte Morchel

Morchelkappe kegelförmig (oder glatte Morchel)

Der Pilz hat einen kegelförmigen Hut, der an den Rändern nicht mit dem Stiel verwachsen ist. Er ist im jungen Zustand glatt und im reifen Zustand höckerig. Seine Farbe variiert von hell- bis dunkelbraun. Der Hut ist nicht höher als 3 cm und nicht breiter als 2 cm. Das Fleisch ist dünn und brüchig. Die Sporen sind farblos.

Der Stiel ist 5-10 cm hoch und nur 1 cm im Durchmesser. Er ist milchig gefärbt, zylindrisch geformt und länglich.

Der Kegelpilz wächst bevorzugt in der Nähe von Gewässern und in Laubwäldern. Man findet ihn oft an Gräben unter niedrigem Gebüsch. Die Erntezeit ist von Ende April bis Mai.

Morchelkappe kegelförmig

Gemeine Morchel

Der Hut hat eine einzigartige, gehirnartige Form. Er ist kugelförmig und mit zahlreichen großen Windungen bedeckt. Der Hut des Pilzes ist klein (1–2 cm hoch) und dunkelbraun mit einem burgunderroten Schimmer. Die Sporen sind hellgelb und können einen öligen Rückstand hinterlassen. Das Fleisch ist zart, brüchig und hat ein charakteristisches fruchtiges Aroma.

Der kurze Stiel (2–3 cm hoch) kann bis zu 6 cm breit werden. Er ist weiß mit einem rosa Schimmer, unregelmäßig geformt, glatt und innen hohl.

Diese Speisemorchel bevorzugt Sandstein und wächst in abgebrannten Waldgebieten oder an den Wurzeln von Nadelbäumen. Manchmal findet man sie auch unter Pappeln. Die Speisemorchel reift von Ende April bis Mai.

Gemeine Morchel

Riesenmorchel

Dieser Pilz ist für eine Morchel wahrlich groß. Der Hutdurchmesser variiert zwischen 7 und 15 cm, seltene Exemplare erreichen sogar 30 cm. Die Form ist unregelmäßig, gewellt und gefaltet. Junger Hut ist nussig und dunkelt mit zunehmendem Alter zu einem satten Braun nach. Die Sporen sind gräulich-gelb. Das Fleisch ist hellgrau bis hellgelb und von wachsartiger Konsistenz.

Der Stiel ist hohl, weiß und gerillt und eingekerbt. Seine Höhe beträgt 3-6 cm.

Die Riesenmorchel bevorzugt Sandstein, ist aber auch auf Schwarzerde zu finden. Sie wächst besonders gern in der Nähe von Birkenwurzeln. Die Erntezeit ist von Ende April bis Ende Mai.

Riesenmorchel

Spitzstich

Der Hut der Spitzmorchel ist hohl und hat eine sehr einzigartige Form – er ähnelt einem zerknitterten Blatt Papier mit hochgebogenen Ecken. Tatsächlich besteht der Hut aus drei gekräuselten Platten. Die Oberseite ist ockerfarben, braun oder rötlich; an den Stellen, wo sich die Platten kräuseln, wird das darunterliegende Weiß sichtbar. Das Fleisch ist dünn und leicht zu beschädigen.

Der Stiel ist milchig-farben, hohl und mit Warzen und Falten bedeckt. Er ist 8 cm hoch und 2–5 cm breit. Im Stiel sind während des Fruchtkörperwachstums Erdreste eingeschlossen. Das Fruchtfleisch ist fester als das des Hutes.

Die Morchel trägt von Anfang April bis Mai Früchte. Sie gedeiht auf verrottenden Baumstümpfen in Laubwäldern, insbesondere in Buchenwäldern.

Spitzstich

Warnhinweise beim Sammeln von bedingt essbaren Pilzen
  • × Vor dem Pflücken von Pilzen immer auf Anzeichen von Giftigkeit prüfen.
  • × Sammeln Sie keine Pilze in der Nähe von Industriegebieten oder Straßen.

Unsicher

Dieser Abschnitt umfasst Pilze, die gleichzeitig Merkmale mehrerer Arten aufweisen oder einzigartige Merkmale besitzen.

Kriterien für die Auswahl eines Ortes zum Pilzesammeln
  • ✓ Wälder mit minimaler Luftverschmutzung werden bevorzugt.
  • ✓ Meiden Sie Bereiche mit offensichtlichen Anzeichen chemischer Kontamination.

Buckelfuchs

Pfifferlinge besitzen eine gynämorphe Schicht auf den Pseudolamellen. Der Hut ist trichterförmig, aber flach, mit einer leichten Wölbung in der Mitte und nach unten gebogenen, erhabenen Rändern. Er ist grau mit einem deutlichen violetten oder purpurnen Schimmer. Die Hutmitte ist dunkler und erreicht einen Durchmesser von bis zu 7 cm. Pseudolamellen und Sporen sind weiß. Das Fleisch ist feucht, biegsam und weiß; wird der Pilz jedoch verletzt, verfärbt sich die beschädigte Stelle rot.

Tipps zur Verarbeitung von bedingt essbaren Pilzen
  • • Pilze vor dem Kochen immer vorkochen.
  • • Das Wasser nach dem Kochen abgießen und die Pilze gründlich abspülen.

Der Stiel ist dünn (1–1,5 cm breit) und hoch (6–9 cm). Er ist weiß oder grau, unterscheidet sich aber durch seine hellere Farbe vom Hut.

Buckelpfifferlinge wachsen in Kolonien. Sie bevorzugen feuchte Nadelwälder mit Moosbewuchs. Die Fruchtreife beginnt Mitte August und endet etwa im November.

Buckelfuchs

Hericium variegata

Der Hut ist anfangs kissenförmig, nimmt aber mit zunehmender Reife die Gestalt eines leicht abfallenden Trichters mit dünnen, herabhängenden Rändern an. Er fühlt sich trocken an und ist mit Schuppen bedeckt, die ein kreisförmiges Muster bilden. Der Durchmesser kann bis zu 25 cm erreichen. Der Hut ist bräunlich mit einem violetten Schimmer, während die Schuppen deutlich dunkler sind und dunkelbraun bis schwarz werden. Das Fleisch ist fest, biegsam und weiß. Die Stacheln sind lila-beige, die Sporen braun.

Der Stiel hat einen Durchmesser von bis zu 2 cm und kann 2–8 cm hoch werden. Er verbreitert sich nach unten hin und wird dunkler. Je älter der Pilz ist, desto hohler wird sein Stiel.

Der bunte Stachelannone bevorzugt trockene Nadelwälder und Sandsteinböden. Er kann von Mitte August bis Anfang November geerntet werden.

Hericium variegata

Hericium schuppig

Der Hut ist mit dunkelbraunen, teils miteinander verschmelzenden Schuppen bedeckt. Er ist hellbraun mit einem rötlichen Schimmer und hat einen Durchmesser von 3 bis 13 cm. Seine Form ist rundlich, gewölbt, mit einem gezackten Rand und einer leicht eingesenkten Mitte. Die Sporen tragenden Stacheln sind weiß und bis zu 1 cm lang. Die Sporen sind braun. Das Fleisch ist weiß mit einem bläulichen Schimmer, weich und fest und hat einen charakteristischen teigigen Geruch.

Der Stiel ist unmittelbar am Hut ockerfarben, geht nach unten in ein bräunliches Braun über und weist an der Basis einen schwarzblauen Schimmer auf. Stiel und Hut sind nicht voneinander abgegrenzt; sie gehen nahtlos ineinander über.

Der Rauhe Stachelbeerpilz wächst in Gruppen oder Ringen. Er ist typischerweise in Kiefernwäldern anzutreffen und trägt von August bis Ende September Früchte.

Hericium schuppig

Knollenartiger Zunderpilz

Der Hut ist rund und breit und erreicht einen Durchmesser von bis zu 20 cm. Er ist beigefarben und mit dunkelbraunen, ringförmigen Schuppen bedeckt. Hymenoform und Sporen sind weiß. Das Fruchtfleisch ist faserig und weiß.

Der Stiel ist etwas heller als der Hut und ebenfalls mit Schuppen bedeckt, allerdings mit kleineren. Er kann gebogen sein und verbreitert sich an der Basis deutlich auf 1–2 cm. Er ist flach, kann aber auch leicht trichterförmig sein. Seine Höhe beträgt bis zu 8 cm.

Der Knollenporling bevorzugt Baumstümpfe und alte Laubbäume auf alkalischen Böden. Er trägt von Mai bis September Früchte.

Knollenartiger Zunderpilz

Schwefelgelber Zunderpilz

Er wächst in Gruppen an lebenden Baumstämmen; die einzelnen Pilze lassen sich kaum voneinander trennen, da sie an der Basis mit Hüten verwachsen sind und keinen Stiel besitzen. Der Fruchtkörper ist an Unterseite und Rändern leuchtend gelb, die Oberseite färbt sich mit zunehmender Reife orange. Das Fleisch junger Pilze ist fest, verhärtet sich aber später. Die Sporen sind cremefarben.

Die Hutränder sind gewellt und überlappen sich zu einem Halbkreis oder einer fächerförmigen Struktur. Eine einzelne Kolonie kann etwa 10 kg wiegen.

Der Schwefelgelbe Porling kommt am häufigsten auf Eichen und Linden vor, kann aber auch andere Laubbäume und gelegentlich Fichten befallen. Die Fruchtbildung beginnt in der letzten Maiwoche und endet im September.

Schwefelgelber Zunderpilz

Schirmling

Ein Pilz, der in zahlreichen Familien vorkommt. Er hat ein charakteristisches, dillartiges Aroma. Die Hüte des Schirmporlings erreichen einen Durchmesser von 2–6 cm. Sie sind dünn, abgerundet, mit gezackten Rändern und einer Vertiefung in der Mitte. Charakteristisch ist ihre graubeige Farbe. Sporen und Fleisch sind cremefarben. Reife Pilze haben ein festes Fleisch, während junge Pilze ein sehr zartes Fleisch besitzen.

Die Stiele sind weiß, gebogen und dünn. Bei manchen Pilzen wachsen sie zusammen, sodass mehrere Stiele aus einem einzigen Stiel entspringen. Die Höhe beträgt maximal 2 cm.

Der Schirmporling wächst an den Wurzeln von Laubbäumen und seltener an Nadelbäumen. Er trägt von Juni bis November Fruchtkörper. Das Myzel bildet nicht jedes Jahr einen Fruchtkörper aus.

Schirmling

Dickblättriger Zunderpilz

Der Pilz wächst an den Wurzeln lebender, aber bereits verrottender Bäume und Baumstümpfe. Er besitzt praktisch keinen Stiel. Der Fruchtkörper besteht aus fächerförmig übereinanderliegenden Hüten mit gewellten Rändern. Junge Pilze sind typischerweise hellbeige; in diesem Stadium ist ihr Fleisch schmackhaft, weich und weiß mit einem einzigartigen nussigen Aroma. Mit zunehmendem Alter dunkelt der Pilz nach. Die Sporen sind weiß.

Der dichtblättrige Porling trägt von August bis September Früchte. Er bevorzugt häufig Laubbäume.

Dickblättriger Polypor oder Grifola crispa

Lockiger Zunderpilz

Ein parasitärer Baumpilz, der aus einem einzelnen wurzelartigen Stiel wächst, der sich an der Wurzel verankert. Es bilden sich zahlreiche Hüte. Diese haben gewellte, manchmal gezackte Ränder, die dem Pilz seine kugelförmige Gestalt verleihen. Die Sporen sind cremefarben oder grau. Das Fleisch ist fest, aber zart und duftet nussig. Junge Pilze sind hellgelb; reife nehmen einen hellen Rostton an, der sich manchmal zu Grau verdunkelt.

Krausblättrige Porlinge werden nicht anhand einzelner Pilze, sondern anhand des gesamten Fruchtkörpers gemessen. Dieser kann einen Durchmesser von 5 bis 60 cm erreichen. Das Gewicht kann bis zu 14 kg betragen, typischerweise wiegt ein ausgewachsener Krausblättriger Porling jedoch 5–7 kg.

Krauser Polypor oder Sparassis crispa

Der Krause Porling bevorzugt Nadelbäume und kann von August bis September geerntet werden.

Zusammenfließender Zunderpilz

Diese Pilze wachsen in kleinen Gruppen, deren Stiele oder Hüte zu einem einzigen Fruchtkörper verwachsen sind. Der Gesamtdurchmesser eines solchen verwachsenen Pilzes kann 40–45 cm erreichen.

Zusammenfließender Zunderpilz

Hüte gibt es in verschiedenen Formen:

  • gerundet;
  • fächerförmig;
  • willkürlich ungleich.

Junge Pilze sind cremefarben mit einem rosa Schimmer und verfärben sich mit zunehmendem Alter rot oder orange. Die Hüte sind anfangs glatt, werden später rau und bilden schließlich Schuppen. Die Deckhaut ist weiß und kann sich beim Trocknen des Pilzes rot färben.

Die Stiellänge beträgt 3-7 cm, sein Durchmesser 1-2 cm.

Dieser Pilz wächst am Boden und bevorzugt Nadelwälder, insbesondere solche mit hohem Fichtenbestand. Er wächst oft neben Moosen. Die Fruchtreife erstreckt sich von Mitte Juni bis August.

Bedingt essbare Pilze bilden eine äußerst vielfältige Gruppe innerhalb des Pilzreichs und zeichnen sich durch eine große Bandbreite an Formen und Farben aus. Sie umfassen sowohl bekannte als auch extrem seltene Arten und wachsen fast überall. Wichtig ist, dass bedingt essbare Pilze vor dem Verzehr ausreichend durchgegart werden müssen.

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