Beiträge werden geladen...

Essbare und ungenießbare Baumpilze: ihre Beschreibungen und Fotos

Pilze, die auf Bäumen und Baumstümpfen wachsen, sind entweder essbar oder ungenießbar. Sie nutzen Holz als Nährstoffsubstrat. Einige dieser Pilzarten sind parasitär und schädigen lebendes Gewebe; andere verstoffwechseln totes Holz und dienen so Vögeln und Tieren als Nahrung. Manche holzbewohnende Pilzarten werden zur Herstellung von Heilmitteln verwendet.

Baumpilze

Essbare Baumpilze

Auf Baumstümpfen und Bäumen findet man eine Vielzahl essbarer Pilze. Dazu gehören:

  • Wilde AusternpilzeSie werden weiter in Arten wie den Lungenpilz, den Orangenpilz und den Hornpilz unterteilt. Sie wachsen in Laubwäldern. Wilde Austernpilze findet man von Mai bis September auf Ebereschen- und Eichenstümpfen.
  • Winterlicher HallimaschDiese Pilze haben einen gewölbten, braunen Hut und behaarte Stiele. Man findet sie auf beschädigten Laubbäumen. Der Hallimasch besiedelt häufig abgestorbene Pappeln und Weiden. Er trägt von Herbst bis Frühling Fruchtkörper und kann sogar unter einer Schneedecke überwintern.
  • LebermoosDieser Baumpilz verdankt seinen Namen seiner blutroten Farbe und seinem dichten, fleischigen Fruchtfleisch: Im Schnitt ähnelt er roher Leber. Seine Form erinnert an einen Zunderpilz. Der Hut des Lebermooses ist rotbraun. Dieser Pilz wächst auf lebenden Bäumen, vorwiegend auf Kastanien, Eichen und seltener auf anderen Laubbäumen. Lebermoose sollten nur im jungen Stadium verzehrt werden.
  • Echte (oder Herbst-)HonigpilzeDiese Pilze variieren in der Farbe: hellbraun, bräunlich und rötlich. Sie wachsen auf Akazien- und Pappelstümpfen. Ihre dünnen Stiele weisen stets einen hellen, häutigen Ring auf. Dies ist das charakteristische Merkmal des essbaren Hallimaschs.
  • Krausköpfiger Gänseblümchenpilz (oder Widderpilz)Der Fruchtkörper dieses Pilzes ist verzweigt und besteht aus mehreren Hüten. Der Pilzstrauch kann einen Durchmesser von 80 cm erreichen und bis zu 10 kg wiegen. Der Gemeine Knollenblätterpilz (Crassula grifola) ist die größte auf Bäumen wachsende Pilzart. Seine Farbe ist grau, braun oder gelblich-braun. Er wird im August und September in Laubwäldern gesammelt. Man findet ihn am Fuße von Ahorn und alten Eichen, Buchen und Kastanien.
  • Tiger-SägeblattDieser holzbohrende Pilz ist weiß bis leicht gelblich. Seine Oberfläche ist mit schwarzen und dunkelbraunen Schuppen bedeckt. Das Fleisch ist zäh. Der Sägeblattpilz ist reich an Eiweiß. Er wird von Mitte Sommer bis Oktober geerntet.
  • Korallenblättriger HeringDieser Pilz hat ein unverwechselbares Aussehen: Er besitzt einen großen, gut entwickelten oberirdischen Teil. Sein Fruchtkörper ähnelt einem Korallenbusch mit vielen kurzen Tentakeln. Die Farbe der Brombeere variiert von Schneeweiß bis Cremeweiß mit einem leicht gelblichen Schimmer. Dieser Pilz wächst auf umgestürzten Bäumen und in alten Baumhöhlen. Bevorzugte Baumarten sind Ulme, Eiche, Linde und Buche. Er kann verschiedenen Gerichten beigefügt und auch zur Herstellung von Heilmitteln verwendet werden.
  • Essbare ZunderpilzeSie wachsen sowohl auf lebenden Bäumen als auch auf den Stümpfen von Nadel- und Laubbäumen. Manchmal findet man Zunderpilze auch in Gärten und auf Obstbäumen. Die häufigste essbare Zunderpilzart ist der Bunte Zunderpilz (auch Baumzunderpilz genannt). Auch der Gelbe Zunderpilz (auch Schwefelgelber Zunderpilz genannt) kommt vor. Sie wachsen von Mai bis September. Optisch ähneln sie großen, flachen, überreifen Champignons. PfifferlingeDer Kappendurchmesser variiert zwischen 10 und 40 cm.
  • Pilzart Erntezeit Wirtsbäume Besonderheiten
    Wilde Austernpilze Mai-September Eberesche, Eiche 3 Unterarten: Lungen-, orange- und hornförmig
    Winterlicher Hallimasch Oktober-April Pappel, Weide Überwintert unter dem Schnee
    Lebermoos Juli-Oktober Eiche, Kastanie Nur junge Exemplare
    Grifola crispa August-September Eiche, Ahorn, Buche Gewicht bis zu 10 kg
    Tiger-Sägeblatt Juli-Oktober Laubbäume Hoher Proteingehalt

Von Bäumen gepflückte Pilze müssen gründlich durchgegart werden. Sie eignen sich für die Zubereitung verschiedener Gerichte und können auch zur Behandlung bestimmter Beschwerden verwendet werden. Vor dem Verzehr von Baumpilzen ist es wichtig, deren Essbarkeit von erfahrenen Pilzsammlern bestätigen zu lassen.

Heilpilze

Folgende Baumpilze besitzen besondere Eigenschaften, die ihre Verwendung zu medizinischen Zwecken ermöglichen:

  • Reishi-Pilz (lackierter Zunderpilz)Seine Zusammensetzung bewirkt eine ausgeprägte Antitumorwirkung. Daraus werden verschiedene Tinkturen hergestellt, die den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken und die Energiereserven des Körpers wieder auffüllen.
  • Birken-ChagaDieser Pilz ist parasitär und kann jahrzehntelang auf Holz wachsen. Er wird zur Behandlung von Geschwüren, Gastritis und Krebstumoren eingesetzt. Birken-Chaga verbessert zudem die Funktion des Kreislaufsystems. Aus ihm wird ein Heiltee zubereitet, der die Gesundheit der inneren Organe fördert.
  • LärchenschwammDieser Pilz verbessert den Schlaf und wirkt blutstillend. Der Schwamm reduziert zudem das Schwitzen.
  • Abgeschrägter ZunderpilzDiese Sorte zerstört pathogene Mikroorganismen und beschleunigt den Prozess der Zell- und Geweberegeneration.

Regeln für das Sammeln von Heilpilzen

  • ✓ In ökologisch sauberen Gebieten sammeln
  • ✓ Auf Schimmel und Schädlinge prüfen
  • ✓ Bei einer Temperatur von maximal 50 °C trocknen.
  • ✓ In einem Glasbehälter mit dicht schließendem Deckel aufbewahren
  • ✓ Die Haltbarkeit von getrockneten Pilzen beträgt maximal 2 Jahre.

Holzpilze sind vorteilhaft für Menschen mit Diabetes, Übergewicht, Anämie und Bluthochdruck. Sie schützen den Körper außerdem vor schädlichen Substanzen und helfen beim Abbau von Abfallstoffen und Giftstoffen.

Heilpilze werden zur Zubereitung von Präparaten verwendet, die den Zustand des Patienten verbessern. Folgende Rezepte sind bekannt:

  • Lackierter Polypor-TeeZur Zubereitung die Pilze trocknen und zu Pulver mahlen. Zwei Esslöffel des Pulvers in 400 ml kaltes Wasser geben. Die Mischung fünf Minuten kochen lassen, dann in eine Thermoskanne füllen und 10–12 Stunden ziehen lassen. Dreimal täglich zwei Esslöffel des Suds 40 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen. Die Kur dauert drei Wochen, gefolgt von einer einwöchigen Pause. Anschließend kann die Kur wiederholt werden.
  • Birken-Chaga-AufgussEinen großen Chaga-Pilz in kaltem Wasser einweichen und 5 Stunden ziehen lassen. Anschließend pürieren und mit heißem Wasser aufgießen (Verhältnis: 1 Teil Chaga-Aufguss zu 5 Teilen Wasser). Den Aufguss 2 Tage lang an einem dunklen Ort ziehen lassen. Täglich 3 Gläser davon trinken.

Präparate auf Basis dieser Holzpilze haben eine positive Wirkung auf die Blutgefäße und den Herzmuskel, beseitigen die Symptome der Herzischämie, normalisieren die Durchblutung der Hirngefäße und verbessern außerdem das Gedächtnis.

Ungenießbare, giftige Pilze, die auf Bäumen und Baumstümpfen wachsen

In diesen Gebieten können auch ungenießbare Parasitenpilze wachsen. Sie sind nicht zum Verzehr geeignet und können schwere Vergiftungen verursachen. Einige sind zwar ungiftig, sollten aber dennoch nicht verzehrt werden.

Zu diesen Pilzen gehören folgende Arten:

  • Ganoderma australisEr wächst auf Holz. Dieser Pilz hat praktisch keinen Stiel und einen flachen Hut. Der breite Teil des Ganoderma wächst am Holz oder am Boden fest. Das Fleisch ist dunkel, weich und zart.
  • TruthahnschwanzDieser ungenießbare, im Holz wachsende Pilz hat eine graue Oberfläche und ledriges Fleisch. Er wächst häufig auf Nadelbäumen, insbesondere Birken, und ist typischerweise auf Baumstümpfen zu finden.
  • Pyptoporus-EicheDer Pilz besitzt einen großen Fruchtkörper. Der Hut hat einen Durchmesser von 10–15 cm und ist samtig. Seine Farbe variiert von weißgelb bis braun. Piptoporus wächst am häufigsten auf Eichenrinde.

Diese Pilzarten sollten nicht verzehrt werden, auch nicht nach gründlichem Kochen. Ist die Pilzart unbekannt, lässt man sie am besten am Baum.

Besonderheiten beim Anbau von Pilzen auf Baumstümpfen

Pilze, die auf Baumstümpfen wachsen, lassen sich zu Hause züchten, wobei möglichst naturnahe Bedingungen geschaffen werden. Am besten ist es, Baumpilze im eigenen Garten anzubauen.

Für Baumstümpfe benötigen Sie Holzabschnitte von Laubbäumen oder echte Baumstümpfe, die von kürzlich gefällten Bäumen übrig geblieben sind.

Austernpilze werden am häufigsten im Garten angebaut. Für ein optimales Wachstum und eine gesunde Entwicklung eignen sich Pappel-, Birken- und Ahornholz. Nadelhölzer sollten vermieden werden, da sie große Mengen ätzender Harze enthalten, die das Myzel zerstören können.

Frisches Holz muss nicht vorher eingeweicht oder befeuchtet werden. Alte Baumstümpfe sollten einige Tage in einem Behälter mit kaltem Wasser eingeweicht werden.

Sobald die Baumstämme vorbereitet sind, können Sie das Myzel des von Ihnen gewählten holzbohrenden Pilzes hinzufügen. Dazu bohren Sie versetzte Löcher in den Baumstumpf. Die Löcher sollten nicht tiefer als 6 cm und nicht größer als 1 cm im Durchmesser sein.

Diese Löcher sollten mit Myzel gefüllt werden. Anschließend sollten sie mit Moos bedeckt oder mit Klebeband abgedichtet werden.

Die mit Myzel bewachsenen Baumstämme sollten im Keller platziert werden. Sie sollten pyramidenförmig gestapelt und mit Jute abgedeckt werden.

Die Stecklinge sollten so lange im Haus bleiben, bis das Myzel gekeimt ist. Danach können sie in die Erde gesetzt werden. Dies empfiehlt sich im Mai, wenn wieder normale Temperaturen herrschen.

Wählen Sie zum Einpflanzen der Baumstümpfe einen schattigen Standort. Graben Sie ein maximal 15 cm tiefes Loch und bedecken Sie den Boden mit feuchten Blättern oder Sägemehl. Setzen Sie den Baumstumpf in das Loch. Lassen Sie zwischen den Stümpfen mindestens 35 cm Abstand. Gießen Sie die Stümpfe nach Bedarf.

Eine weitere Methode besteht darin, Holzpilze in einem Graben zu züchten. So geht's:

  1. Graben Sie einen bis zu 15 cm tiefen Graben.
  2. Streuen Sie trockene Perlgraupen auf den Boden, um das Myzel mit guten Nährstoffen zu versorgen.
  3. Desinfiziertes Myzel daraufgeben. Jeder Stumpf sollte 300 g Saatgut erhalten.
  4. Die angefeuchteten Stümpfe auf das Myzel legen und leicht mit Erde bestreuen.

Nach dem Einpflanzen der Baumpilze sollte die Erde gegossen werden. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, da Staunässe dem Wachstum der Pilze schadet. Am besten eignet sich eine Sprühflasche. Gießen Sie in Trockenperioden.

Fehler beim Anbau

  • • Verwendung von Nadelholz
  • • Überwässerung des Substrats
  • • Direkte Sonneneinstrahlung auf Baumstümpfe
  • • Unzureichende Pflanztiefe (weniger als 10 cm)
  • • Zu dichte Bepflanzung (weniger als 35 cm Abstand zwischen den Baumstümpfen)

Im Winter sollte der Pilzgarten mit einer Schicht Stroh oder Laub abgedeckt werden. Auch Baumstümpfe sollten damit bedeckt werden, um die Pilze vor dem Erfrieren zu schützen.

Die erste Ernte kann, sofern alles richtig gemacht wurde, innerhalb eines Monats nach dem Anpflanzen des Myzels eingebracht werden.

Baumstümpfe in den Schützengräben

Kann man Baumpilze essen?

Pilze, die auf Bäumen wachsen und als bedingt essbar gelten, dürfen verzehrt werden, jedoch nur unter einer Bedingung: Sie müssen jung sein. Außerdem müssen sie die erforderliche Wärmebehandlung durchlaufen.

Aus Grifola crispa (Widderzunge) lässt sich Suppe zubereiten. Dieser Pilz hat positive gesundheitliche Eigenschaften: Er regt die körpereigenen Entgiftungsprozesse an und kann Kopfschmerzen, sogar Migräne, lindern.

Für die Zubereitung der Vorspeise aus Waldpilzen benötigen Sie:

  • 300 g Widderpilze;
  • 7 Kartoffeln;
  • eine Zwiebel und eine Karotte;
  • ein Glas Weizenmehl;
  • 2 Hühnereier;
  • Salz;
  • schwarze Pfefferkörner;
  • Dill und Petersilie nach Geschmack.

Gemüse muss gewaschen und geschält werden.

Hausgemachte Suppennudeln aus Mehl und Wasser zubereiten. 0,5 Teelöffel Salz zu 0,5 Tassen Mehl geben und zwei Eier unterrühren. Den Teig mit den Händen zu Krümeln verreiben. Nach und nach das restliche Mehl unterrühren. Die Nudeln trocknen lassen.

Die Pilze waschen, in Scheiben schneiden und in kochendes Salzwasser geben. Mindestens eine Stunde kochen lassen.

Kartoffeln und Karotten schälen und fein hacken. Zwiebel schälen und fein hacken.

Geben Sie schwarzen Pfeffer und gehacktes Gemüse zu den gekochten Pilzen. Sie können auch 2–3 Lorbeerblätter hinzufügen. Lassen Sie alles eine weitere halbe Stunde köcheln. Geben Sie die hausgemachten Nudeln hinzu, lassen Sie alles 10 Minuten köcheln und schalten Sie den Herd aus. Zum Schluss fein gehackte Kräuter unterrühren.

Es ist gut, jeder Pilzsuppe saure Sahne hinzuzufügen.

Vorbereitungsphasen für die Verwendung

  1. Gründliche Reinigung der Holzpartikel
  2. 2-3 Stunden in kaltem Wasser einweichen.
  3. Primärkochen (30-40 Minuten)
  4. Wasser wechseln und erneut kochen (20 Minuten).
  5. Endzubereitung gemäß Rezept

Es muss auf jedem Teller separat platziert werden.

Bei der Zubereitung essbarer Holzbohrpilze ist zu beachten, dass sie keinen ausgeprägten Eigengeschmack haben. Einige sind zwar durchaus genießbar, verströmen aber beim Kochen einen unangenehmen Geruch.

Pilze, die auf Bäumen und Baumstümpfen wachsen, können sowohl essbar als auch ungenießbar sein. Man kann sie im eigenen Garten anbauen. Sie eignen sich zur Zubereitung von Speisen, wobei Baumpilze häufiger für die Herstellung von Heilmischungen verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bäume werden am häufigsten von essbaren holzbohrenden Pilzen befallen?

Wie kann man ein altes Lebermoos von einem jungen unterscheiden?

Kann man Widderpilze zu Hause züchten?

Welcher Baumpilz kann den Winter unter dem Schnee überleben?

Welche essbaren Baumpilze sind reich an Proteinen?

Welcher Pilz ähnelt Meereskorallen?

Auf welchen Bäumen wachsen Herbsthonigpilze NICHT?

Welcher Pilz kann ein Gewicht von 10 kg erreichen?

Warum sind Austernpilze auf Baumstümpfen häufiger anzutreffen als auf lebenden Bäumen?

Welcher essbare Baumpilz ist am gefährlichsten, wenn er falsch gesammelt wird?

Welcher Pilz wird in der Medizin verwendet?

Kann man Sägekraut roh essen?

Welcher Pilz wächst nur auf lebenden Bäumen?

Was ist die Fruchtbildungsperiode der Tigerschuppenpflanze?

Warum steht der Widderpilz in einigen Regionen auf der Roten Liste?

Kommentare: 0
Formular ausblenden
Einen Kommentar hinzufügen

Einen Kommentar hinzufügen

Beiträge werden geladen...

Tomaten

Apfelbäume

Himbeere