Miniatur-Hochlandrinder gelten als die robustesten Rinderrassen. Sie finden bei jedem Wetter Futter, selbst unter Schnee und Steinen, und sind äußerst widerstandsfähig. Selbst außerhalb eines warmen Stalls gedeihen sie prächtig. Einziger Nachteil: Sie geben wenig Milch, dafür ist ihr Fleisch unglaublich schmackhaft.
Beschreibung und Aussehen der Rasse
Das charakteristische Aussehen der Highland-Rinder ist auf die raue Umgebung ihrer Herkunft zurückzuführen – Nordschottland, eine Hochlandregion mit viel Regen und heftigen Winden. Ihr langes Fell schützt sie vor der Kälte, und ihre gebogenen Hörner helfen ihnen, in felsigem Gelände Nahrung zu finden. Obwohl ihre Vorfahren vermutlich große Tiere waren, stammt diese Rasse von den Miniaturrindern ab, die zu einem Symbol Schottlands geworden sind.
Hochlandrinder werden auch in anderen Ländern gerne gezüchtet, allerdings meist als exotische Rasse. Diese kleinen Kälber sehen aus wie niedliche Plüschtiere und haben ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen.
Erscheinungsbild der schottischen Rasse:
- Rahmen. Diese Kühe wirken zwar unproportioniert, haben aber trotz ihres kräftigen Körperbaus kurze Beine. Ihre gute Stabilität ist genetisch bedingt und ermöglicht es ihnen, Berge agil und schnell zu erklimmen.
- Kopf. Die Schnauze ist groß, die Kiefer sind kräftig, die Augen stehen weit auseinander.
- Nacken. Gerade, kleine Größe, bei Bullen mit deutlich sichtbarem Kamm.
- Brust. Breit und tief, aber ohne Kehlwamme.
- Zurück. Kraftvoll, abgerundet.
- Hörner. Riesig, mit spitzen Enden, hervorragender Schutz vor wilden Tieren, insbesondere vor Pumas und Wölfen.
- Wolle. Es wirkt sehr dicht und gekräuselt. Seine Besonderheit liegt in der zweischichtigen Anordnung, die ebenso wirksamen Schutz vor Feinden bietet wie scharfe Hörner. Die äußere Schicht besteht aus steifen Haaren, während die innere Schicht sehr weich ist. Dank dieser Wollart benötigen Kühe keine Fettschicht unter der Haut. Das bedeutet auch, dass sie keine teuren, isolierten Ställe oder Weideunterstände brauchen. Diese Kühe können problemlos im Schnee schlafen.
- Farbe. Es gibt verschiedene Arten:
- Schwarz;
- braun;
- grau;
- Gelb;
- rotbraun;
- bunt zusammengewürfelt;
- Silber;
- graubraun;
- gelbbraun.
- Knall. Die Hochländer tragen einen langen, wallenden Mantel, der über die Stirn fällt. Er erfüllt mehrere Funktionen:
- schützt die Augen vor Infektionen, die von Insekten übertragen werden können;
- schützt vor Schnee und Regen;
- Vertreibt Fliegen, Mücken und Bremsen von Tieren.
- Beine. Kurz, aber sehr kräftig, bewältigen schottische Rassetiere mühelos Bergpfade und lange Passagen.
- Gewicht. Schwankt zwischen 400 und 800 kg.
- Höhe. Im Durchschnitt erreichen ausgewachsene Tiere eine Größe von 110-120 cm, Zuchtbullen können aber bis zu 130 cm groß werden.
Hochlandrinder besitzen viele Talgdrüsen; das Fett bedeckt das Fell und bietet zusätzlichen Schutz vor Kälte.
Herkunft und Verbreitung
Diese Rasse entstand in den schottischen Highlands und den Äußeren Hebriden durch die Kreuzung zweier Rassen: schwarzer Rinder von den Inseln und roter Rinder aus den Highlands. 1885 wurden sie als Rinder registriert; die Einheimischen nannten diese Kühe „Kyle“. Ursprünglich wurden sie wegen ihrer hohen Milchleistung gezüchtet, später stellte man jedoch fest, dass ihr Fleisch deutlich besser war. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich Highland-Rinder weltweit verbreitet und erfreuen sich insbesondere in Nordamerika und Australien großer Beliebtheit.
Interessante Fakten:
- Im Jahr 2013 wurden diese Rassen versuchsweise im Berliner Herzbergpark angesiedelt. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen, und die friedlichen, sanftmütigen Tiere wurden schnell zur Liebling von Kindern und Erwachsenen.
- Heute besitzt sogar die Königin von Großbritannien ihre eigene kleine Herde – etwa 100 Hochlandpferde. Sie werden auf den Weiden von Schloss Balmoral gehalten.
- Sie gehören zu den Zwergrassen, obwohl sie große Hörner und massige Muskeln haben.
Wissenschaftler glauben, dass Hochlandrinder ideal für die Zucht in russischen Klimazonen geeignet sind.
Wie hoch ist die Produktivität von Highland?
Obwohl Hochlandrinder klein sind, können sie beträchtlich an Gewicht zunehmen.
| Boden | Gewicht |
| Stier | 750 kg |
| Kuh | 500 kg |
| Kalb | 11-20 kg |
Da es sich um eine Fleischrinderrasse handelt, liegt das ideale Alter für einen Bullen zwischen 1 und 3 Jahren. In diesem Alter erreichen sie ein gutes Gewicht und ihr Fleisch bleibt zart. Mit 10 Jahren wird das Fleisch jedoch zäh und verliert viele seiner Eigenschaften.
Diese Rasse wird vor allem wegen ihres Fleisches gezüchtet, da die Kühe nur sehr wenig Milch produzieren – bis zu 5 Liter pro Tag, wobei der Höchstwert bei der Kälberfütterung erreicht wird.
Merkmale von Hochlandfleisch:
- Unglaublicher Geschmack, ein bisschen wie Wildfleisch.
- Enthält sehr wenig Fett, es bildet sich aufgrund der warmen Wolle nicht.
- Aufgrund des niedrigen Cholesterinspiegels gilt das Produkt als Nahrungsergänzungsmittel für Herzpatienten.
- Enthält viel Eisen und Proteine.
Tiere dieser Rasse nehmen langsam an Gewicht zu, daher eignen sie sich nicht für die intensive Mast zur schnellen Schlachtung.
Kühe halten
Alle Landwirte bestätigen, dass die Haltung dieser Rasse sehr rentabel und unkompliziert ist. Ein kleiner Hof genügt, da sie klein sind und sich auf Gras wohlfühlen. Sie geben genug Milch für eine kleine Familie und spielen bemerkenswerterweise sehr gern, was diese charmanten Kühe bei Kindern sehr beliebt macht. Außerdem pflegen sie Rasenflächen optimal und liefern hervorragenden Dünger.
Zusammenfassend:
- Es ist pflegeleichter.
- Sie nehmen wenig Platz ein.
- Benötigt weniger Futter als gewöhnliche Rassen.
- Es werden keine speziellen Vorrichtungen zum Schutz vor Regen, Wind und Sonne benötigt.
- Sie vertragen sich gut mit anderen Haustieren und können sogar mit Wildtieren zusammenleben, solange keine Lebensgefahr für sie besteht.
- Ein ausgeprägter Mutterinstinkt gewährleistet eine hohe Fruchtbarkeit der Nachkommen. Kälber dieser Rasse sterben selten.
- ✓ Ausreichend Platz zum freien Begehen.
- ✓ Verfügbarkeit einer Vielfalt an Vegetation, darunter robuste Gräser und Sträucher.
- ✓ Kein zusätzlicher Schutz vor schlechtem Wetter erforderlich.
Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Tiere ausreichend Auslauf haben; idealerweise eine große Koppel, die Platz für eine große Herde bietet. Ist die Weidefläche groß und das Gelände bewaldet, müssen sie im Winter möglicherweise gar nicht gefüttert werden. Nur die Jungtiere benötigen Aufsicht, und zwar nur bei kaltem Wetter mit starkem Frost und Schnee.
Hochlandrinder vertragen es nicht, angebunden zu werden, und beginnen sofort an Gewicht zu verlieren.
Alles über Pflege
Das Erste, was Landwirte beim Kauf dieser Rasse beachten sollten, ist die Verfügbarkeit von Weideland. Bei Weideknappheit ist es ratsam, andere Tiere zu wählen. Auch die sehr geringe Milchleistung sollte bedacht werden: Hochlandrinder produzieren bis zu 1.500 Liter Milch pro Jahr, und fast die gesamte Milch geht an die Kälber.
- Beurteilen Sie die klimatischen Bedingungen und die Verfügbarkeit geeigneter Weideflächen.
- Kaufen Sie Tiere nur bei vertrauenswürdigen Anbietern.
- Organisieren Sie die minimal notwendige Infrastruktur (Unterstände, Tränken, Futtertröge).
- Entwickeln Sie einen Fütterungsplan, der die Jahreszeit berücksichtigt.
- Untersuchen Sie Ihre Haustiere regelmäßig auf Gesundheitszustand und Fellbeschaffenheit.
Pflegetipps:
- Auf dem Gelände des Bauernhofs sollten spezielle Unterstände errichtet werden. Diese bieten der Herde Schutz vor Regen und Sonne und sorgen für eine komfortable Übernachtungsmöglichkeit.
- Stellen Sie Tränken und Futtertröge bereit. Die Anzahl richtet sich nach der Zusammensetzung der Tiere.
- Bürsten Sie das Fell und den Pony regelmäßig, um Verfilzungen vorzubeugen.
- Hufe von Schmutz, Steinen und Ablagerungen befreien.
- Für die Kühe, die kalben, gibt es einen speziellen Stall. Die Tiere kommen zwar ohne menschliche Hilfe zurecht, aber eine Aufsicht ist dennoch notwendig, insbesondere im Winter.
Neugeborene Kälber sind recht frostresistent; wenn ihnen kalt ist, verstecken sie sich unter dem langen Fell ihrer Mutter.
Fütterung
Professionelle Landwirte raten von der Intensivmast von Hochlandrindern ab; diese Methode ist für diese Rasse ungeeignet. Zwar nehmen sie an Gewicht zu, jedoch nicht so schnell wie gewünscht. Entscheidend ist, dass die Herde sich selbst pflegt: Indem sie auf der Suche nach Futter die Grasnarbe aufwühlt, trägt sie zum Wachstum von neuem, saftigem Gras bei. Ihre breiten Schnauzen und scharfen Hörner erleichtern ihnen dies. Daher sparen Landwirte bei dieser Rasse deutlich Futterkosten.
Fressgewohnheiten von Hochlandschafen:
- Sie fressen selbst das zäheste Gras und dornige Büsche, und ihre Verdauung kommt mit den gröbsten Fasern zurecht.
- Im Sommer gibt es genügend Gras zum Beweiden.
- Im Winter reicht es, Heu zuzubereiten, obwohl erfahrene Landwirte dennoch empfehlen, zusätzliches Futter bereitzustellen.
- Für die Beweidung werden große Flächen benötigt.
Die Zusatzfütterung umfasst:
- Silage;
- Zellstoff;
- Futtermischung;
- Kuchen;
- Kleie;
- Mahlzeit;
- Futterwurzelpflanzen.
Hochlandrinder wurden sogar so angepasst, dass sie von Ziegen und Schafen zerstörte Weideflächen wiederherstellen können. Diese Tiere fressen zähes Laub und ermöglichen so das Graswachstum. Schon seit vielen Jahren nutzen die Tschechen schottische Rassen zur Renaturierung geschützter Wiesen.
Bei Vitaminmangel Rinder kann viel Gewicht verlieren.
Krankheiten
Diese Rasse ist bekannt für ihre Krankheitsresistenz und ihre gute Anpassungsfähigkeit an kalte Bedingungen. Ihre Immunität ist resistent gegen Viren, was Hochlandrinder zu einer sehr rentablen Anschaffung für große landwirtschaftliche Betriebe macht.
Dies lässt sich dadurch erklären, dass sie:
- Interagieren selten mit anderen Tieren.
- Sie verfügen über einen starken genetischen Schutz: Wolle und ein kompakter Körperbau schützen vor Kälte und fördern die Wärmeregulierung.
Zucht von Hochlandrindern
Hochlandrinder bieten zudem den Vorteil, robuste und selbstständige Kälber hervorzubringen. Die Färsen ziehen ihre Jungen selbst auf und benötigen nur bei extremer Kälte die Aufsicht des Landwirts.
Was wichtig zu wissen ist:
- Kühe bekommen ihr erstes Kalb mit etwa 3 Jahren und gebären bis zum Alter von 20 Jahren immer wieder Kälber.
- Sie bringen ihre Jungen schnell und unkompliziert zur Welt, praktisch ohne Komplikationen, was für die Zucht von enormer Bedeutung ist.
Manche Bauern haben sich nicht auf Fleisch, sondern auf Milch spezialisiert, obwohl die Hochlandbewohner nur wenig Milch produzieren. Das Produkt ist jedoch äußerst wertvoll, da es aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften zur Behandlung von Herz, Blutgefäßen, Magen und Darm beiträgt.
Die Milch schottischer Kühe zeichnet sich durch ihren hohen Gehalt an Phospholipiden aus. Dabei handelt es sich um Ester mehrwertiger Alkohole, Träger von Phosphorsäure, die sehr vorteilhaft ist für:
- Gehirnfunktion;
- Wiederherstellung des Nervensystems.
Vor- und Nachteile der Rasse
Trotz all ihrer Vorzüge weisen schottische Kühe nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile auf, die von denjenigen berücksichtigt werden müssen, die sich für die Zucht dieser Rasse entscheiden.
Vorteile:
- Geringer Pflegeaufwand. Es werden keine besonderen Einrichtungen, Geräte oder Futtermittel benötigt. Ein guter Unterstand, Tränken und Futtertröge genügen.
- Minimale Futterkosten.
- Ausgezeichneter Gesundheitszustand, resistent gegen Viren.
- Sie vertragen Kälte gut.
- Sie vermehren sich gut, und Verluste unter den Kälbern sind äußerst selten.
- Alle Jungtiere überleben.
- Sie leben lange – bis zu 20 Jahre.
- Das Fleisch ist nahrhaft und sehr schmackhaft.
- Heilmilch.
- Sie sind von ruhigem Gemüt und kinderfreundlich. Nur Kühe können aggressiv werden, wenn ihre Kälber bedroht werden.
- Sie stellen verlorene Weideflächen wieder her.
Nachteile:
- Sie produzieren nur sehr wenig Milch.
- Sie vertragen Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit schlecht. Daher sollten sie nicht in tropischen oder subtropischen Klimazonen gehalten werden.
- Sie benötigen große Weideflächen. Eine Haltung ausschließlich im Stall mit anschließender Weidehaltung ist für diese Rasse absolut ungeeignet.
- Sie dulden es nicht, gefesselt zu werden.
Es wird empfohlen, Hochlandrinder in Herden zu halten, da ihnen dies hilft, sich besser an das Leben im Freien anzupassen.
Preis
Heute zeigen Züchter in Sibirien, im Ural und im Fernen Osten großes Interesse an dieser Rasse. Man kann dieses charmante, flauschige Kalb in Russland kaufen, aber es ist recht teuer: ab 7.000 €. In Europa hingegen kostet ein vergleichbares Tier bis zu 1.000 €. Zoll- und Versandkosten müssen allerdings noch hinzugerechnet werden. Dennoch ist es deutlich günstiger: Ein Scottish-Fold-Kalb kostet dort etwa 4.000 €.
Bewertungen der Landwirte
Hochlandrinder sind zwar eine teure, aber äußerst profitable Rasse. Da keine Kosten für Stallungen und Futter anfallen, lassen sich die Ausgaben durch den Verkauf von Fleisch, Milch oder Kälbern innerhalb weniger Jahre wieder einspielen. Manche Landwirte verpachten ihre Herden sogar, um Weideflächen und Wiesen zu renaturieren. Die Gewinnspanne ist also enorm. Entscheidend ist, die Weidekapazitäten und das Klima der jeweiligen Region zu berücksichtigen.




