Milchlinge gehören zur Familie der Täublingsgewächse (Russulaceae), zur Gattung Lactarius (was bedeutet, dass beim Aufbrechen des empfindlichen Fruchtkörpers ein milchiger Saft austritt) und zur Ordnung der Lamellenpilze (Lamellata). In europäischen Ländern gelten alle Milchlinge aufgrund ihres bitteren Geschmacks als ungenießbar, manche halten sie sogar für giftig. In Russland hingegen galten Milchlinge schon immer als die begehrtesten Speisepilze. Dort werden sie in bedingt essbare und ungenießbare Arten eingeteilt.

Beschreibung des Aussehens
Der Hut aller Arten ist fleischig und erreicht typischerweise einen Durchmesser von 7–10 cm, selten bis zu 20 cm. Anfangs ist er flach mit einer eingesenkten Mitte und eingerollten, fransigen Rändern. Später nimmt er eine Trichterform an. Die Haut des Pilzes ist, bis auf wenige Ausnahmen, schleimig und klebrig. Daher ist er oft mit Kiefernnadeln, Grashalmen und anderen natürlichen Materialien bedeckt. Der Stiel ist hohl und glatt. Bei manchen Arten verdickt er sich zur Basis hin.
Alle Milchlingsarten sondern beim Aufbrechen einen milchig-weißen Saft ab; dieser gerinnt sofort an der Luft und verfärbt sich. Bei manchen Sorten ist dies ein charakteristisches Merkmal zur Bestimmung. Der Saft schmeckt meist bitter oder scharf. Je schärfer der Saft, desto länger muss er eingeweicht werden.
Nährwert
Obwohl die meisten Milchpilze nur bedingt essbar sind (sie müssen vor dem Verzehr gekocht oder eingeweicht werden; der Verzehr im frischen Zustand ist verboten), lassen sie sich in alle vier Nährwertkategorien einteilen. Zur ersten Kategorie gehört der Echte Milchpilz. Die zweite Kategorie umfasst den Eichen-, Blau-, Espen- und Gelben Milchpilz. Die dritte Kategorie beinhaltet den Schwarzen Milchpilz, und der Pfeffer- und der Pergament-Milchpilz gehören zur vierten Kategorie.
Nährwert von Milchpilzen
100 g rohe Champignons enthalten:
- Protein - 1,8 g;
- Fette - 0,8 g;
- Kohlenhydrate - 1,1 g;
- Faser - 1,5;
- Asche - 0,4 g;
- Wasser - 88 g.
Der Energiewert von 100 g Champignons beträgt nur 18,8 kcal.
Pilze sind reich an B-Vitaminen – Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Ascorbinsäure (C) – und enthalten eine geringe Konzentration an Niacin (Vitamin PP). Hinsichtlich des Mineralstoffgehalts rangieren Milchpilze jedoch im Vergleich zu anderen Pilzen an letzter Stelle, da sie praktisch keine Makro- oder Mikronährstoffe enthalten.
Wo findet man Pilze?
Jeder Milchling hat seine eigenen Ansprüche an Boden und Wald, daher ist sein Verbreitungsgebiet sehr groß. Man findet sie in ganz Europäisch-Russland, im Süden des Landes sowie in der Wolgaregion, Transbaikalien, Sibirien, im Ural und im Fernen Osten. Jede Region hat ihre eigenen Milchlingarten, und in manchen Gebieten sind sie durch verschiedene Arten stark vertreten. Einige Arten gedeihen ausschließlich in Eichenhainen, andere in Birken-, Nadel- oder Laubwäldern. Alle bevorzugen jedoch gut durchlässigen Boden. Daher findet man in Wäldern mit trockenem oder sandigem Boden keine Milchlinge. Die „stille Suche“ nach Milchlingen findet üblicherweise zwischen Juli und September statt.
Sorten
Es gibt verschiedene Sorten von Milchpilzen, von denen einige einander ähneln. Daher ist es sehr wichtig, sie korrekt voneinander zu unterscheiden:
| Objekt | Kappendurchmesser (cm) | Kappenfarbe | Eigenschaften von Milchsaft |
|---|---|---|---|
| Echter Milchpilz | 7-25 | Milchig weiß | Verfärbt sich gelb in der Luft |
| Pergament-Milchkappe | Bis zu 10 | Weiß, dann gelb | Ändert die Farbe nicht |
| Pfeffermilchpilz | Bis zu 10 | Weiß, dann gelb | Verfärbt sich blau in der Luft |
| Gelber Milchpilz | 10:30 | Leuchtend gelb | Verfärbt sich gelb in der Luft |
| Hundemilchpilz | Bis zu 10 | Gelb | Verfärbt sich in der Luft lila |
| Glaukose Milchkappe | Bis zu 10 | Samtig weiß | Verfärbt sich grün in der Luft |
| Sumpf-Milchpilz | Bis zu 10 | Rötlich, dann gelbbraun | Verfärbt sich gelb in der Luft |
| Rothaarige | Bis zu 10 | Orangebraun | Verfärbt sich an der Luft braun |
| Milchdeckel in der wässrigen Zone | Bis zu 10 | Weiß | Verfärbt sich gelb in der Luft |
| Eichen-Safran-Milchkappe | Bis zu 10 | Gelb-orange | Nicht angegeben |
| Pappelmilchkappe | Bis zu 30 | Grau und Weiß | Nicht angegeben |
| Bittermilchpilz | Bis zu 10 | Rotbraun | Nicht angegeben |
| Schwarzer Milchpilz | Bis zu 10 | Oliven oder schwarze Oliven | Nicht angegeben |
Echter Milchpilz
Der wertvollste Vertreter dieser Familie. Er trägt in verschiedenen Regionen unterschiedliche Namen – Roher oder Weißer Milchling, Pravsky oder Nasser Milchling oder Beljanka. Der Name spiegelt das markanteste Merkmal des Pilzes wider und macht ihn leicht erkennbar: den milchig-weißen Hut, der an Marmor erinnert. Ein weiteres, ebenso bemerkenswertes Merkmal ist der flaumige Rand am Hut.
Milchlinge variieren in ihrer Größe. Manche erreichen einen Hutdurchmesser von bis zu 25 cm, andere werden nur bis zu 9 cm groß. Der Pilz sitzt auf einem kleinen, zylindrischen und glatten Stiel, der weiß oder gelblich ist. Das Fleisch duftet fruchtig, und der milchige Saft verfärbt sich an der Luft gelb. Er bevorzugt Birkenhaine und seltener Mischwälder. In ganz Russland verbreitet, ist er von Anfang Juni bis September, in den südlichen Regionen von August bis September anzutreffen.
Pergament- und Pfeffermilchpilze
Sie ähneln sich sehr im Aussehen. Beide gelten als bedingt essbare, minderwertige Speisepilze. Sie lassen sich leicht anhand des Verhaltens ihres Milchsafts an der Luft unterscheiden. Der Milchsaft des Pergament-Milchpilzes bleibt unverändert, während sich der des Pfeffer-Milchpilzes sofort blau färbt. Auch das Fleisch des Pfeffer-Milchpilzes verändert sich beim Aufschneiden und nimmt eine bläulich-blaue Farbe an.
Die Hüte junger Pilze sind flach und leicht gewölbt, nehmen aber mit zunehmendem Alter eine trichterförmige Gestalt an. Die weiße Farbe verblasst allmählich und weicht einem gelblichen Farbton. Sie unterscheiden sich auch in der Stiellänge: Der Stiel des Pergamentpilzes ist länger (10 cm gegenüber 6 cm) und verjüngt sich nach unten.
Diese Arten treten im Sommer und Herbst gleichzeitig auf und bevorzugen Mischwälder. Die Hauptsaison für die Ernte ist jedoch August/September. Der Pfeffer-Reizker findet sich am häufigsten in Birken- und Eichenhainen auf gut durchlässigen Lehmböden in der gemäßigten Zone, während der Pergament-Reizker in Misch- und Nadelwäldern vorkommt.
Gelber Milchpilz
Er wächst in nördlichen Regionen und hat ein unverwechselbares Aussehen. Einheimische nennen ihn auch „Volnukhi“ oder „Podskrebysh“. Man sucht ihn in Tannen- oder Fichtenwäldern; mit etwas Glück findet man ihn gelegentlich auch in Mischwäldern. Diese leuchtend gelben Pilze mit ihren 10 Zentimeter großen Hüten sind selbst unter dunklem Pflanzenstreu gut zu erkennen. Es gibt aber auch rekordverdächtige Exemplare, deren Hüte bis zu 28–30 cm groß werden.
Der Hut ist behaart und sehr schleimig. Der Stiel ist kurz, kräftig und hat die gleiche Farbe wie der Hut. Beim Drücken dunkelt das Fleisch nach. Der milchige Saft verfärbt sich an der Luft gelblich und duftet leicht fruchtig.
Hunds- oder Blaumilchpilz
Dieser bedingt essbare Pilz ist unter Pilzsammlern nicht sehr beliebt. Er wird oft fälschlicherweise für einen Giftpilz gehalten und daher übersehen. Das mag daran liegen, dass Milchlinge typischerweise in Gruppen wachsen, während diese Art lieber einzeln gedeiht. Man findet ihn an feuchten Stellen unter Weiden und Birken. Der gelbe Hut ist behaart, und der milchige Saft verfärbt sich an der Luft violett oder lila. Seinen Namen verdankt der Pilz einer Beobachtung: Drückt man auf das Fleisch, entsteht an der Druckstelle eine Art Druckstelle auf der weißen Oberfläche.
Glaukose Milchkappe
Ein wetterempfindlicher Speisepilz. Die Wetterbedingungen beeinflussen seinen Geschmack maßgeblich. Der samtig-weiße, trichterförmige Hut ist auf kalkhaltigen Böden in Laubwäldern zu finden. Der milchige Saft gerinnt an der Luft sehr schnell und verfärbt sich grün. Auch das Fleisch färbt sich beim Anschneiden grün und verströmt ein angenehmes, holzig-honigartiges Aroma.
Sumpf-Milchpilz
Der Sumpf-Reizker wächst in Gruppen und bevorzugt Niederungen und feuchte Böden. Er wird vom Frühsommer bis zum Spätherbst geerntet. Die rötlichen Hüte mit einem zentralen Warzenfleck verfärben sich mit der Zeit gelbbraun. Der Stiel ist lang und behaart. Der milchige Saft verfärbt sich an der Luft gelb.
Roter Milchdeckel, Milchdeckel oder roter Milchdeckel
Anders als seine „Verwandten“ besitzt der Rotkopfige Pilz einen trockenen, orangebraunen Hut mit vielen Rissen. Der milchige Saft dieses Pilzes schmeckt süßlich; an der Luft verfärbt er sich schnell braun und wird zähflüssig, ähnlich wie Melasse. Diese seltene Art findet man von Juli bis Oktober in Nadel- und Laubwäldern.
Milchdeckel in der wässrigen Zone
Dieser Milchpilz hat einen fransigen, eingerollten Hutrand. Er wächst sehr dicht. Die Hutoberfläche ist mit etwas Schleim bedeckt. Je älter der Pilz wird, desto trichterförmiger nimmt er an. Das Fleisch hat ein kräftiges, angenehmes Aroma. Der milchige Saft verfärbt sich an der Luft schnell gelb. Dieser Milchpilz wird oft mit dem Weißen Volnuschka verwechselt, obwohl er deutlich größer ist als sein „Doppelgänger“, der Getrocknete Milchpilz, und der Geigen-Milchpilz. Letztere ähneln sich zwar im Aussehen, aber dem Weißen Milchpilz fehlt der milchige Saft und dem Geigen-Milchpilz die fransigen Hutränder.
Lesen Sie auch über die Milchkappe (auch bekannt als die violette Milchkappe) – HierDie
Als nächstes schauen wir uns die Pilze an, die kann nicht an der Farbveränderung des milchigen Saftes erkannt werden.Sie unterscheiden sich durch ihr Aussehen – die Farbe der Kappe und der Kiemen.
Eichen-Safran-Milchkappe
Dieser Milchling wächst in Eichen- und Haselnusshainen. Sein Hut ist von einem kräftigen Gelb-Orange mit sichtbaren braunen Ringen. Der Pilz reift im Boden und erscheint im September voll ausgereift. Daher ist sein Hut ständig mit Erde bedeckt.
Pappel- oder Espenmilchkapsel
Sie werden von Juli bis September unter Pappeln und Espen geerntet. Diese Art ist recht selten, aber leicht zu erkennen. Der Hut des Milchlings ähnelt einer großen, tiefen Platte (30 cm Durchmesser). Nach Regen sammelt sich darin meist Wasser; Waldbewohner wissen das und suchen gezielt diese Pilze auf, um sich zu tränken. Auf dem grauweißen Hut sind deutlich rosafarbene, wässrige Ringe zu erkennen. Charakteristisch für den Pappel-Milchling sind seine hellrosa Lamellen.
Bittermilchpilz oder Bittermilchpilz
Dieser Milchling hat einen rötlich-braunen Hut (eher ziegelrot) und gedeiht in sauren Nadelholzböden. Die Farbintensität hängt von den Lichtverhältnissen am Standort ab. Im jungen Zustand ähnelt der Hut einer Glocke, mit zunehmendem Alter nimmt er eine trichterförmige Gestalt an. Das Fleisch riecht nach Baumharz. Die Pilze erscheinen im Hochsommer und erfreuen Pilzsammler bis Mitte Oktober. Sie machen ihrem Namen alle Ehre – ihr Fleisch ist scharf und bitter.
Schwarzer Milchpilz
Er wächst im August und September in Birkenhainen. Er ist auch unter den Namen Schwarzer Pilz, Schwarzer Tschernukha oder Zigeunerpilz bekannt. Sein Hut ist jedoch nicht wirklich schwarz, sondern von einem satten Oliv- oder Schwarzolivgrün. Bei genauer Betrachtung erkennt man konzentrische Zonen auf der Oberfläche.
Vorteile von Pilzen
Milchpilze sind reich an Eiweiß und werden daher häufig von Vegetariern verzehrt. Pflanzliches Eiweiß wird vom Körper zudem besser aufgenommen. Sie helfen, Abfallstoffe, Toxine und Cholesterin aus dem Körper zu entfernen und Gefäßverstopfungen vorzubeugen. Außerdem können sie bei Tuberkulose und Nierensteinen Linderung verschaffen.
Pfefferpilze hemmen das Wachstum von Tuberkulosebakterien. Ein Extrakt aus dieser Pilzart besitzt antimykotische und antibakterielle Eigenschaften.
Experten glauben, dass Milchpilze beim Salzen chemische Verbindungen produzieren, die bei der Bekämpfung von Entzündungen und Multipler Sklerose helfen.
Schädliche Wirkungen von Pilzen
Milchpilze sind für Kinder nicht empfehlenswert, und Erwachsene sollten sie nur in Maßen verzehren. Rohe Milchpilze sind verboten, da sie gesundheitsschädliche Substanzen enthalten und Vergiftungen verursachen können. Personen mit Verdauungs-, Leber- oder Nierenproblemen sollten sie mit Vorsicht genießen. Auch bei Durchfall ist der Verzehr kontraindiziert.
Wie sammelt man Milchpilze?
Pilze verstecken sich gern unter Laub und Kiefernnadeln. Deshalb sollten Sie bei einer „stillen“ Suche unbedingt einen Stock mitnehmen. Er ist hilfreich, um im natürlichen Laub zu wühlen. Erfahrene Pilzsammler können Pilze auch am Geruch erkennen, da Milchlinge schon von Weitem einen intensiven Duft verströmen. Pilze findet man im niedrigen Gras; schneiden Sie den Stiel vorsichtig mit einem Messer ab. Sobald Sie einen gefunden haben, untersuchen Sie die Umgebung gründlich.
Leider gibt es giftige Doppelgänger des Milchpilzes, die für Menschen gefährlich sind. Wenn Sie Zweifel an der Essbarkeit eines Pilzes haben, schneiden Sie ihn nicht ab, sondern lassen Sie ihn stehen. Auch der Schwarze Milchpilz enthält giftige Substanzen. Durch richtiges Kochen und Einweichen wird er jedoch unschädlich.
Mit welchen Pilzen können Milchpilze verwechselt werden?
Trotz der vielen Sorten sind Milchlinge kaum zu verwechseln. Es gibt jedoch einige Doppelgänger, von denen manche giftig sein können.
- Das erste Doppel ist ViolineDie Der Geigenpilz ist zwar deutlich nährstoffärmer als der Echte Milchling, aber dennoch essbar. Ein geübter Pilzsammler kann die beiden Arten leicht unterscheiden. Dem Geigenpilz fehlt der Rand am Hut; seine Lamellen sind dichter, dicker und dunkler als der Hut. Sollten noch Zweifel bestehen, klärt das Verhalten des Milchsafts alle Fragen. Beim Geigenpilz ändert sich die Farbe nicht sofort an der Luft, sondern erst nach längerer Zeit. Trocknet der Saft, färbt er sich rot, während sich der Saft des Milchlings augenblicklich verfärbt.
Andere Pilze, die dem Milchling ähneln, sind ungenießbar und führen beim Verzehr aufgrund der darin enthaltenen großen Mengen an Toxinen zu Vergiftungen. Der Kampfer-Milchling und der Goldgelbe Milchling ähneln dem Milchling. - Kampfer-Seidenpflanze Jung verströmt der Pilz einen starken, charakteristischen, unangenehmen Geruch, der an Kampfer erinnert; mit zunehmendem Alter weicht dieser einem leichten Kokosduft. Der rote Hut erreicht eine Größe von bis zu 12 cm, sein Rand trocknet aus, hängt herab und wird von Schuppen bedeckt. Der Pilz wächst auf sauren Nadelholzböden und bevorzugt verrottendes Laub oder Holz.
- Gelbgoldener Milchling Wächst unter Kastanien und Eichen. Der gewölbte Hut wölbt sich allmählich nach unten. Im Gegensatz zu Milchlingen, die typischerweise Ringe aufweisen, ist der Hut mit dunklen Flecken bedeckt. Der milchige Saft verfärbt sich an der Luft schnell gelb. Manche Quellen stufen ihn als giftigen Pilz ein.
Wie kann man Milchpilze selbst züchten?
Milchpilze können auf zwei Arten zu Hause gezüchtet werden:
- Aus gekauftem Myzel — Es wird in ein vorbereitetes Substrat eingesetzt. Die erste Ernte erfolgt ein Jahr später, und das Myzel produziert fünf Jahre lang Pilze.
- Aus selbst gesammelten Sporen — Zuerst wird Myzel aus den Sporen gezüchtet, das dann ausgesät wird. Diese Methode ist kostengünstiger als die erste, aber die Ergebnisse sind unvorhersehbar, da die Züchtung von Myzel aus Sporen schwierig ist.
- ✓ Das Vorhandensein junger Bäume (Birke, Weide, Pappel, Hasel) bis zu einem Alter von 4 Jahren.
- ✓ Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.
- ✓ Der Boden sollte mit Kalklösung desinfiziert und mit Torf gedüngt werden.
Vorbereitungen für die Aussaat
Zuerst wählt man einen geeigneten Standort für das Myzel. Dieser sollte junge Bäume – Birke, Weide, Pappel oder Hasel – enthalten, die nicht älter als vier Jahre sind. Der Standort sollte außerdem vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Der Boden wird durch Bewässern mit einer Kalklösung (50 g Kalk in 10 Litern Wasser) desinfiziert und mit Torf gedüngt.
Bereiten Sie das Substrat vor. Es besteht aus:
- aus sterilisiertem Holzspänen (sie werden gekocht);
- desinfizierter Boden;
- Hergestellt aus Waldmoos und abgefallenen Blättern. Sie werden in Gebieten gesammelt, in denen Milchpilze wachsen.
- Desinfizieren Sie den Boden mit Kalklösung.
- Düngen Sie den Boden mit Torf.
- Bereiten Sie ein Substrat aus sterilisiertem Sägemehl, desinfizierter Erde, Waldmoos und Laub vor.
Die Aussaat im Freien erfolgt von Mai bis Oktober. Bei der Anzucht im Haus wird das Myzel ganzjährig gepflanzt.
Aussaat
Graben Sie Löcher in der Nähe der Baumwurzeln und füllen Sie diese bis zur Hälfte mit dem vorbereiteten Substrat. Verteilen Sie das Myzel gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche und füllen Sie das Loch vollständig auf. Verdichten Sie die Erde und bedecken Sie sie mit Laub und Moos.
In Innenräumen wird das vorbereitete Substrat mit Myzel vermischt und in Beutel gefüllt, in die ein Schachbrettmuster eingeschnitten wird.
Nach dem Einpflanzen wird die Plantage regelmäßig bewässert. Bei heißem Wetter werden mindestens 30 Liter Wasser pro Baum gegossen. Im Winter wird das Myzel mit Laub und Moos bedeckt.
Die Raumtemperatur wird anfänglich bei +20 °C gehalten und sobald die ersten Pilztriebe erscheinen, auf +15 °C gesenkt. Die Pilze werden gut beleuchtet und einer Luftfeuchtigkeit von 90-95 % ausgesetzt.
Milchpilze gelten als wertvolle Speisepilze. Sie werden nicht nur zum Kochen, sondern auch in der Volksmedizin verwendet. Aus ihnen werden Aufgüsse und Elixiere hergestellt, wobei man hierfür junge Pilze verwendet. Manche Heiler nutzen den milchigen Saft zur Warzenentfernung.












