Die Zucht von Karauschen in einem speziellen Angelteich ist ein lukratives Geschäft und ein interessantes Hobby. Diese karpfenähnlichen Fische mit Strahlenflossern besitzen ein starkes Immunsystem und sind pflegeleicht. Ihr Fleisch ist schmackhaft und begehrt. Die Haltung und der Fang dieser Süßwasserfische im Winter bergen jedoch besondere Herausforderungen, die durch das veränderte Verhalten der Fische in der kalten Jahreszeit bedingt sind.
Wann begeben sich Karauschen in den Winterschlaf?
Karauschen ändern mit dem Einsetzen der kalten Jahreszeit ihr Verhalten. Diese Fische halten nicht immer Winterschlaf. Sie verbringen den Winter typischerweise im Schlamm vergraben und führen ein eher sesshaftes Leben.
Wird der Karpfenvertreter sich hinlegen? für den Winter Ob man den Winter wach verbringt, hängt davon ab:
- Tiefe und Fläche des Teichs;
- untere Merkmale;
- Grad der Sauerstoffsättigung des Wassers;
- Wetterbedingungen;
- Klima der Fischzuchtregion;
- und andere.
Mit Beginn des Winters vergraben sich kleine Karauschen im Schlamm des Gewässergrunds. Größere Exemplare lassen sich von der Kälte weniger beeinträchtigen und schwimmen weiterhin im freien Wasser.
Das Verhalten der Karausche in der kalten Jahreszeit hängt weitgehend von der Wassertemperatur ab:
- Sinkt die Wassertemperatur auf +8 °C, verlangsamen sich die Lebensfunktionen der Fische. Sie werden weniger aktiv und haben weniger Interesse am Fressen.
- Bei Wassertemperaturen unter +5 °C sinken Atmung und Herzfrequenz der Karausche um ein Vielfaches. Die Fische sparen Energie, indem sie nahezu bewegungslos verharren und in einen Zustand nahe dem Anabiotikum eintreten.
Kann man Karauschen im Winter fangen?
Das Angeln auf Karauschen im Winter ist eine Herausforderung. In manchen Gebieten lassen sie sich den ganzen Winter über fangen, während sie in anderen nur während der Eisdrift beißen oder den Köder gar nicht erst annehmen. Erfolgreiches Karauschenangeln in der kalten Jahreszeit hängt von den Eigenschaften des jeweiligen Gewässers ab.
Karpfen findet man in:
- Vertiefungen im schlammigen Grund;
- Haken;
- abgelegene Gewässer.
Sofern kein Sauerstoffmangel herrscht, bleiben Karauschen auch im Winter aktiv. Sie verbringen den Tag im tiefen Wasser, verlassen gelegentlich ihren Unterschlupf, um nach Nahrung zu suchen, und schwimmen dabei sogar in flachere Gewässer.
Unter den rauen Winterbedingungen beißt dieser Süßwasser-Strahlenflosser schlecht. Er ist passiv und zeigt wenig Interesse an Ködern.
Ein guter Tag zum Karauschenangeln in den Wintermonaten erfüllt folgende Anforderungen:
- windstill;
- leicht frostig;
- Solar.
Karauschen beißen bei Schneefall, Schneestürmen oder starkem Frost nicht. Unter solchen Wetterbedingungen stellen die Fische die Nahrungsaufnahme ein.
Entstehung einer Eisdecke
Wenn man Karauschen in einem kleinen Angelteich hält, muss dieser im Winter isoliert werden. Eine Schutzhülle aus den folgenden Materialien trägt dazu bei, günstigere Überwinterungsbedingungen für die karpfenartigen Teichbewohner zu schaffen:
- Bretter;
- Schilf.
Die Bretter werden übereinandergestapelt, um eine Schutzwand zu bilden, mit der dann der Teich abgedeckt wird.
Schilfstängel sind die beste Option zur Teichisolierung. Bündel von Schilf werden in die Eisdecke eingefroren. Die so entstehende Eisdecke schützt die Karauschen nicht nur vor eisigem Wind und Frost, sondern sorgt auch für gute Belüftung.
Videorezension. Inspektion eines Überwinterungsteichs auf Karauschen:
Karauschen können in einem Angelteich oder Zierteich (sofern kein Luftkompressor oder keine Pumpe vorhanden ist) überwintern, wenn dieser folgende Eigenschaften aufweist:
- Die schützende Eisdecke auf der Oberfläche des Stausees ist bei Frost mindestens 0,7 m dick.
- Die Schicht aus nicht gefrorenem Wasser unter dem Eis ist mindestens 1 m dick;
- Die Tiefe des Stausees beträgt an den tiefsten Stellen 6-7 m;
- Teichfläche - 20-30 m²;
- Am Grund befindet sich eine dicke Schlammschicht;
- Das Wasser ist ausreichend mit Sauerstoff gesättigt.
- ✓ Die Mindesttiefe des Stausees für die Überwinterung sollte mindestens 1,5 m betragen, um ein vollständiges Zufrieren zu vermeiden.
- ✓ Um die Vitalität der Karauschen zu gewährleisten, muss die Sauerstoffkonzentration im Wasser mindestens 4 mg/l betragen.
Besonderheiten des Fischverhaltens unter dem Eis
Mit Beginn des Winters sind Karauschen noch recht aktiv. Sie fressen oft besonders viel, sobald das Eis schmilzt. Im tiefsten Winter hingegen werden die Fische träge und bewegen sich nur noch langsam in Gebieten mit stabilem Sauerstoffgehalt und ausreichendem Nahrungsangebot.
Das Verhalten von Karauschen während der Überwinterung variiert in verschiedenen Klimazonen:
- In Stauseen mit warmem Wasser. Wo das Wasser in den kalten Monaten nicht zufriert, sind Karauschen ganzjährig aktiv und halten keinen Winterschlaf. Dieses Winterverhalten ist typisch für Fische, die in tiefen Teichen in milden Klimazonen leben.
- In nördlichen Regionen mit rauem Klima. In solchen Regionen neigen Karauschen dazu, zu überwintern, indem sie sich in Bodensedimenten vergraben und die kalte Jahreszeit schlafend verbringen.
- Bei mäßigen Winterbedingungen. Dieser Süßwasserkarpfen sucht sich ein geeignetes Winterquartier mit warmem Wasser. Dort verbringt er den Großteil des Tages dösend und kommt nur gelegentlich aus seinem Versteck, um nach Nahrung zu suchen.
Die Angewohnheit der Karausche, zum Überwintern auf den Grund zu sinken, ist nicht nur dem Bedürfnis nach einem wärmeren Platz im Wasser geschuldet, sondern auch der Nahrungssuche. In der kalten Jahreszeit, wenn die Fische weniger aktiv sind, bevorzugen sie tierische Nahrung. Karauschen fangen Mückenlarven und andere Mückenlarven, indem sie sich im Bodensediment eingraben.
Welche Probleme können im Zusammenhang mit der Überwinterung von Karauschen auftreten?
Bei der Haltung von Karauschen in einem Angel- oder Zierteich während der kalten Jahreszeit können Schwierigkeiten auftreten, wenn:
- Kranke Fische wurden zur Überwinterung geschickt. Kranke, verletzte oder von Parasiten befallene Fische haben kaum eine Überlebenschance im Winter. Nur gesunde Fische überleben bis zum Frühling.
- Der hygienische Zustand des Teichs ist unzureichend. Das bedeutet, der Teich ist sumpfig, verschlammt, mit Algen überwuchert und voller Futterreste. Für Karauschen ist das Überwintern unter solchen Bedingungen schwierig.
Wird das Wasser in einem Stausee nicht für den Winter abgelassen, werden vor dem Winter Reinigungs- und Vorbereitungsarbeiten durchgeführt, damit die Zersetzung organischer Stoffe nicht den von den Fischen benötigten Sauerstoff verbraucht. - Die Fische blieben den Winter über am Boden, um dort nach Nahrung zu suchen. Die Karauschen nehmen nicht an Gewicht zu und magern ab. Im Herbst werden sie auf den Winter vorbereitet. Alle Karpfen werden auf proteinreiches Futter umgestellt.
In einem 50 m² großen Teich werden nicht mehr als 0,5 kg Fische mit natürlichem Futter gehalten. Bei einer großen Anzahl von Karauschen in einem Teich ist vor dem Winter eine erhöhte Fütterung notwendig, damit die Fische an Gewicht zunehmen. - Es ist zu kalt. Die Wassertemperatur sinkt in geringen Tiefen auf 2–3 °C. Dies stellt eine Gefahr für Jungfische dar. Sie sind anfällig für Kälteverbrennungen an Körper und Kiemen. Verletzte Fische überleben den Frühling nicht.
Das Problem des niedrigen Sauerstoffgehalts im Wasser und Lösungsansätze
Der häufigste Fehler bei der Überwinterung von Karauschen in einem künstlichen Teich ist das vollständige Zufrieren des Teichs. Dies führt zu Sauerstoffmangel, was den Fischen schadet.
Im Winter findet keine Photosynthese statt und hat daher keinen Einfluss auf den Sauerstoffhaushalt des Wassers. Sauerstoff wird im Winter ausschließlich durch den Kontakt zwischen Wasseroberfläche und Luft zugeführt.
Das Problem der niedrigen Sauerstoffkonzentration in der aquatischen Umwelt kann vermieden werden durch:
- Störung der Integrität der Eiskruste, die ein Gewässer bedeckt, durch Schaffung und Aufrechterhaltung eines eisfreien Lochs;
- Ein Loch ins Eis schlagen und dann 20 cm Wasser herauspumpen.
Damit Karauschen im Winter unter dem Eis frei atmen können, benötigen sie einen ausreichend tiefen und großen Zierteich (Tiefen bis zu 6-7 m, Fläche 20-30 m²).
Karpfenhaltung In einem flachen Teich (ab 0,8 m) ist dies nur mit spezieller Ausrüstung möglich, wie z. B. elektrischen Wasserpumpen und Luftkompressoren.
Video-Anleitung: Belüftung eines Angelteichs mithilfe eines Kompressors:
Ohne elektrische Geräte sind Löcher in der Eisdecke des Teichs unerlässlich. Diese werden mit einem Hammer gebohrt, nicht gestanzt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Teichbewohner durch die Druckwelle verletzt werden.
Man kann auch mit einem Topf, der mit kochendem Wasser gefüllt ist, ein Loch machen. Man stellt ihn einfach auf das Eis und lässt ihn eine Weile stehen, damit das Eis schmilzt.
Interessant zu wissen
Für die Karausche ist der Winter in Gewässern, die bis auf den Grund zufrieren, sehr schwierig. Sie meiden es, sich in den Schlamm einzugraben, da dort kein Sauerstoff vorhanden ist. Verglichen mit ihren Artgenossen, die in künstlichen Teichen für kommerzielle Zwecke gezüchtet werden, ist das Überwintern der Karausche in freier Wildbahn oft extrem.
Wenn die Lufttemperaturen sinken, friert ein kleiner, stehender Teich oder flacher See vollständig zu. Unter diesen Bedingungen überwintern die Karauschen am Grund, bis die Temperaturen wieder steigen.
Oftmals friert das Strahlenflossertier im Eis ein und stirbt. Erstaunlicherweise erholen sich einige Exemplare jedoch von solch extremen Überwinterungsbedingungen.
Ihre größeren und aktiveren Verwandten, die Karpfen, verbringen die Wintermonate oft zusammen mit den Karauschen.
Die Zucht von Karauschen erfordert eine sorgfältige Vorbereitung auf den Winter. Gehen Sie dabei gewissenhaft und gewissenhaft vor. Die Schaffung optimaler Winterbedingungen für die Fische ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Überwinterung der Karauschen ohne nennenswerte Verluste.
