Flusskrebse gelten als schmackhafte und begehrte Delikatesse. Im Sommer kann man sie selbst fangen. Doch nicht jeder weiß, wie. Es gibt viele Methoden, Flusskrebse zu fangen, die alle in diesem Artikel erläutert werden.
- ✓ Verfügbarkeit von sauberem Wasser ohne Anzeichen chemischer Verunreinigung.
- ✓ Das Vorhandensein eines felsigen oder sandigen Untergrunds, was auf günstige Lebensbedingungen für Flusskrebse hinweist.
- ✓ Fehlen starker Strömungen, die das Fangen von Flusskrebsen erschweren können.
Gewohnheiten von Flusskrebsen
Flusskrebse bevorzugen sauberes Wasser. Findet man sie in einem Gewässer, deutet das auf eine saubere Umwelt hin. Flusskrebse sind eine begehrte Beute und genauso beliebt wie Fische. Ihr Geschmack ist allgemein bekannt; sie sind ein beliebter Snack zum Bier. Außerdem werden sie als Angelköder verwendet.
Ein großes Exemplar ohne Scheren kann bis zu 20 Zentimeter lang werden und wiegt ausgewachsen zwischen 150 und 200 Gramm. Einen solchen Flusskrebs zu fangen, ist ein Glücksfall. Meistens gelingt es Anglern jedoch, mittelgroße Exemplare von 10 bis 12 Zentimetern Länge zu fangen.
Lebensräume von Flusskrebsen
Flusskrebse gelten als Einzelgänger. Sie bevorzugen felsige Böden, wo sie leicht einen geschützten Platz finden, oder trockene Oberflächen, wo sie problemlos eine Höhle graben können. Flusskrebshöhlen befinden sich in Ufernähe; es sind schmale Behausungen mit einem langen Gang von maximal einem Meter Länge.
Tagsüber hält sich der Flusskrebs in seinem Bau auf und verschließt den Eingang mit seinen Scheren. Nachts oder an bewölkten Nachmittagen kommt er zur Nahrungssuche heraus. Seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigt er bei der Jagd.
Als die erfolgreichsten Orte zum Fangen von Flusskrebsen gelten folgende:
- Muschelgestein. Dies ist ein Ort, an dem sich Flusskrebse oft ansiedeln.
- Schilfdickichte. Dort schwimmen keine Menschen und es gibt auch keine Tiere, sodass die Flusskrebse sich problemlos ansiedeln können.
- Sandiger Grund. Es ist ein ideales Angelrevier. Der saubere Grund und der feine Sand erleichtern es, die Beute zu erkennen.
- Ein ruhiger, abgelegener Winkel mit Baumstümpfen und Wurzeln. Für den Flusskrebs ist es sehr praktisch, sich hier zu verstecken, aber auch für den Flusskrebsfischer, der sich in dem Gebiet gut auskennt, ist es leicht, ihn zu fangen.
- Felsiger Grund. Hier bauen Flusskrebse ihre Höhlen, daher findet man hier viele Beutetiere.
Zeit
Für jeden Flusskrebsfischer, der auf die Jagd geht, ist es entscheidend, den richtigen Zeitpunkt zum Fangen zu kennen. So lässt sich keine Zeit verschwenden. Flusskrebse lassen sich am besten nachts fangen, wenn sie auf Beutejagd sind – von 22:00 Uhr bis 3:00 Uhr. Es gibt aber auch Gewässer, in denen Flusskrebse frühmorgens zur Nahrungssuche erscheinen.
Es ist schwierig, eine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem besten Fangzeitpunkt für Flusskrebse zu geben, da die Fangzeiten regional variieren. Allgemein gilt der Herbst als besonders schmackhaft. Von Ende August bis Ende Oktober liefern Flusskrebse das schmackhafteste und fettreichste Fleisch. Der Fang von Flusskrebsen im Frühjahr während der Laichzeit ist jedoch gesetzlich verboten.
Wann ist das Fangen von Flusskrebsen verboten?
Die Fangverbote für Flusskrebse in den verschiedenen Regionen Russlands werden von der jeweiligen Regierungsbehörde festgelegt. Nachfolgend einige Beispiele für Beschränkungen der Süßwasserfischerei:
- Von April bis Juni dürfen keine Flusskrebse gefangen werden, da dies gesetzlich verboten ist. Dies ist die Laichzeit.
- Das Fangen von Arthropoden ist in Krasnodar und allen umliegenden Flüssen strengstens verboten.
- Von Oktober bis Juni gilt in der Region Wladimir ein Verbot des Langustenfangs.
- Von Oktober bis Juni ist die Krebsfischerei in der Kirow-Region verboten.
- In der Region Moskau und den umliegenden Gebieten ist das ganzjährige Krebsfischen nicht möglich.
- In der Region Orenburg gilt vom 5. Juni bis zum 15. Juli ein Fangverbot für Arthropoden.
- In der Region Kursk ist die Jagd von Anfang Oktober bis Ende Juni verboten.
- In der Region Pskow ist das Fangen von Arthropoden vom Zeitpunkt der Eisschmelze bis Mitte Juli verboten.
Fangmethoden
Da das Fangen von Flusskrebsen mit Netzen heutzutage so beliebt ist, werden andere Fangmethoden kaum noch angewendet oder geraten sogar in Vergessenheit. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, diese Gliederfüßer zu fangen. Nicht alle Methoden sind einfach, aber genau das macht die Flusskrebsjagd so interessant und spannend.
Krebse fangen mit einer Krebsfalle
Das Fangen von Flusskrebsen mit der Hand ist gesetzlich verboten. Daher empfiehlt sich die Verwendung einer Flusskrebsfalle, die recht einfach zu bedienen ist. Um die Fangchancen zu erhöhen, werden üblicherweise mehrere Arten von Flusskrebsfallen gleichzeitig eingesetzt. Die Fallen sind so konstruiert, dass sie die Flusskrebse fangen und am Entkommen hindern. Köder werden verwendet, um die Flusskrebse anzulocken.
Da Flusskrebse bevorzugt steile, felsenartige Uferböschungen zum Bau ihrer Höhlen nutzen, wird die Konstruktion in Ufernähe installiert. So funktioniert es:
- Sie nehmen einen langen, stabilen Stock mit einer Steinschleuder an einem Ende.
- Die Schnur der Krebsfalle wird mit einer Steinschleuder verbunden, um die Konstruktion anzuheben.
- Die Krebsfalle wird langsam ins Wasser hinabgelassen, bis sie den Grund berührt.
- Die Schnur wird an Schilfrohr, einem in den Hang gesteckten Stock oder einem beliebigen stabilen Baum befestigt.
Nachts kommen die Krebse näher ans Ufer, deshalb sollten Sie Ihre Krebsfalle nicht zu weit auswerfen.
Wie angelt man mit einer Angelrute?
Diese Methode ist nicht ganz einfach, da Flusskrebse keine Fische sind und nicht einfach so anbeißen. Außerdem ist das Anbringen von Ködern nachts schwierig. Daher gibt es nur eine Lösung: das Angeln auf Flusskrebse mit der Angelrute tagsüber, aber möglichst kurz vor Sonnenuntergang. Als Köder eignen sich Regenwürmer, Mistwürmer, verdorbenes Fleisch oder Fisch. Die beste Zeit zum Flusskrebsangeln mit der Angelrute ist von September bis Oktober.
Während der Fresszeit lassen sich Flusskrebse leichter mit einer klassischen Angelrute fangen. Für einen größeren Fang empfiehlt es sich, mehrere Haken gleichzeitig an die Rute zu binden, um die Wahrscheinlichkeit mehrerer Bisse zu erhöhen. Flusskrebse beißen zwar sehr langsam, spüren einen Biss aber sofort: Sie schnappen sich den Köder und ziehen daran, wobei sich der Schwimmer zunächst sanft zur Seite bewegt, dann absinkt und im Wasser verschwindet. Da der Griff des Flusskrebses am Köder nicht sehr fest ist, sollte die Rute vorsichtig eingeholt werden.
Bildschirmeffizienz
Eine beliebte Methode, Krebse zu fangen, ist die Verwendung eines Siebs. Dabei handelt es sich um eine runde oder quadratische Konstruktion mit Seitenwänden, die verhindern, dass die Krebse beim Herausnehmen aus dem Wasser herausfallen. Zwei bis fünf Siebe reichen für einen guten Fang aus. Das Design eines Siebs ähnelt einer herkömmlichen Krebsfalle, ist jedoch rechteckig.
Man nehme Stahldraht, forme zwei Quadrate daraus und befestige sie im Abstand von 20–30 cm. Anschließend bedecke man Boden und Seiten des Siebs mit Drahtgeflecht. Krebse kriechen durch die Öffnung oben hinein, um den Köder zu fangen. Das Sieb wird an einer dicken Stange befestigt, die als Angelrute dient. Der Köder wird in die Mitte gelegt, und das Sieb selbst wird vorsichtig ins Wasser gehalten.
Womit soll man die Flusskrebse füttern?
Die Wahl des Köders für Krebse richtet sich nach der Jahreszeit. Im Frühling und Sommer sind pflanzliche Köder wirksam. Im Herbst und Winter werden Krebse mit tierischen Ködern angelockt. Folgende Köder werden zu diesem Zweck verwendet:
- Fleischabschnitte, Geflügel- oder Fischinnereien;
- Fisch;
- Würmer;
- Schalentiere;
- Frösche;
- Fleisch;
- Schnecken.
Fisch kann frisch oder leicht verdorben verwendet werden. Um das Aroma des Köders zu verbessern, wird er vorher in der Sonne getrocknet. Krebse bevorzugen Brassen, Rotaugen und Karauschen. Als Fleischköder eignen sich Geflügel oder ein Stück Rindfleisch. Auch die Verwendung von altem Fleisch ist möglich. Frösche, Schnecken und Weichtiere fängt man am besten im selben Gewässer, in dem man auch Krebse fangen möchte. Würmer sind die letzte Option; sie werden in Gaze gewickelt, damit sie nicht kriechen.
Aus pflanzlichen Nahrungsmitteln gelten folgende als wirksam:
- Mais;
- Dill;
- Erbsen;
- Schwarzbrot;
- Ölkuchen;
- Knoblauch.
Erbsen und Mais werden vorgekocht, gedämpft oder aus der Dose verwendet. Die Jahreszeit spielt bei der Köderwahl eine Rolle. Bei kälterem Wetter werden Arthropoden mit verrottetem Fleisch oder Erbsen angelockt. Im Frühling verwendet man Fisch oder pflanzliche Köder. Im Sommer, bei extremer Hitze, gelten Leber, Fleisch oder Hühnerinnereien als beste Wahl. Etwas Fischöl wird hinzugefügt, um den Geruch zu verstärken.
Die Wahl des richtigen Angelplatzes ist für das Krebsfischen ebenso wichtig, da sie die Auswahl des passenden Köders ermöglicht. Beispielsweise verwendet man beim Krebsfischen in Teichen mit schlammigem Grund verdorbene Fische als Köder. Für die dort lebenden Gliederfüßer stellen diese eine natürliche Nahrungsquelle dar. Sie kriechen unwissend in die Falle. Bei dicht bewachsenem Grund greifen Krebsfischer zu Erbsen oder Mais als Köder.
Bei der Jagd in Unterwasserhöhlen oder in Ufernähe empfiehlt sich ein stark riechender Köder, beispielsweise verdorbenes Fleisch oder eine Mischung mit Knoblauch. In flachen Gewässern sind Mais, Würmer oder Schalentiere wirksam.
Als bester Köder zum Fang von Flusskrebsen gilt selbstgemachter Köder. Es gibt mehrere wirksame Rezepte, die von erfahrenen Flusskrebsfischern verwendet werden:
- Knoblauchköder. Den Knoblauch reiben oder zerdrücken. Das Roggenbrot in Stücke schneiden und nach Belieben in Öl anbraten. Den Knoblauch in das Brot drücken und die Kruste damit einreiben. Knoblauchbällchen sind genauso lecker. Dafür Knoblauch und Roggenbrot fein hacken und zu kleinen Bällchen formen. Diese in Nylon- oder Mulltücher geben, damit sie im Wasser nicht durchweichen.
- Vom Kuchen. Die gepressten Sonnenblumenkerne in mittelgroße Stücke schneiden, dann frischen oder getrockneten Dill und Roggenbrot hinzufügen. Gründlich vermischen und die Mischung in das Mulltuch geben.
- Fischköder. Vor der Köderzubereitung werden Fische aus einem Gewässer gefangen, in dem Gliederfüßer vorkommen. Auch frisch gefrorener, im Handel erhältlicher Fisch kann verwendet werden. Entlang der Wirbelsäule wird ein Schnitt gemacht, um die Schwimmblase des Fisches herauszudrücken oder anzustechen. Die Schuppen werden leicht abgezupft und bei Karauschen vollständig entfernt. Kleine Fische werden im Ganzen verwendet, größere in Stücke geschnitten.
Lesen Sie mehr über die Fütterung von Flusskrebsen, ihre Ernährung und Köder – Hier lesenDie
Hilfreiche Tipps
Erfahrene Langustenfischer empfehlen einige Tipps, die beim Langustenfang helfen.
Sie sollten folgende Merkmale kennen:
- Flusskrebse besitzen einen hochentwickelten Geruchssinn und bevorzugen daher Köder mit besonders starkem Duft. Knoblauchgeruch ist für Flusskrebse besonders anziehend. Viele Flusskrebsfischer reiben ein Stück Ziegelstein mit Knoblauch ein und legen es in die Falle. Nach einer Weile werden die Flusskrebse vom Knoblauchduft angelockt. Reicht der Geruch nicht aus, insbesondere bei pflanzlichen Ködern, empfiehlt es sich, diese mit Knoblauchsaft zu aromatisieren.
- Die beste Zeit zum Krebsefangen ist von Juli bis Dezember, wenn die Tiere an Gewicht zunehmen und die Weibchen mit dem Laichen beginnen. Als Köder eignen sich tierische Produkte. Alternativ kann man Brot mit Knoblauch einreiben, in ein Mulltuch wickeln und in die Falle legen.
- Der Köder (außer Schalentiere) wird fest am Boden der Krebsfalle befestigt. Eine Nylontasche ist in den Boden der Falle eingenäht. Manchmal wird ein großer Köder verwendet, der mit einem Gummiband fixiert wird.
- Wenn man frischen Fisch als Köder verwendet, wird dieser zunächst der Länge nach aufgeschnitten. Dies ist notwendig, um Arthropoden mit dem Geruch von Fischfleisch und -blut anzulocken.
- Es empfiehlt sich, in Gebieten mit Teichen in der Nähe von Geflügelfarmen nach Flusskrebsen zu fischen. Diese Teiche enthalten oft Abfälle aus der Fleischproduktion, was zu einer großen Anzahl von Flusskrebsen führen kann.
Das Krebsfischen gilt als äußerst interessantes und spannendes Unterfangen, da es die Leidenschaft und den Wunsch des Anglers weckt, möglichst viele Krebse als Delikatesse zu fangen. Wer weiß, wo und wann Krebse zu finden sind und welche Fallen und Köder man verwenden sollte, dem ist der Erfolg sicher.



