Unkräuter unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Schädlichkeit – manche Arten sind giftig, andere haben Heilwirkung. Daher ist es wichtig, dass Gärtner lernen, Unkräuter im Garten zu erkennen und sie richtig zu bekämpfen. Dies kann durch verschiedene Anbaumethoden, chemische Mittel und Hausmittel erreicht werden.
Klassifizierung von Unkräutern nach Vermehrungsmethode
Unkräuter vermehren sich hauptsächlich über Samen, es gibt aber auch mehrjährige Arten, die sich vegetativ, also ohne Samen (über Wurzeln, Knollen usw.), ausbreiten. Sie alle werden in biologische Gruppen eingeteilt. Genauer gesagt:
- kriechend;
- knollenartig;
- Rhizome;
- Wurzelausläufer;
- bauchiger Typ.

| Name | Reproduktionsart | Wurzeltiefe (cm) | Kältebeständigkeit |
|---|---|---|---|
| Kriechtiere | Ranken, Stängeltriebe | 10-60 | Niedrig |
| Knollenförmig | Zwiebeln, Samen | 10:30 | Durchschnitt |
| Knollenartig | Knollen, Samen | 20-50 | Hoch |
| Rhizome | Rhizome | 10-60 | Hoch |
| Wurzelausläufer | Wurzeltriebe, Samen | 20-70 | Durchschnitt |
Kriechtiere
Sie kommen selten auf landwirtschaftlichen Flächen vor, sind aber häufiger auf offenen, unbestellten Wiesen, Waldrändern und Weiden anzutreffen. Sie bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit und tiefliegende Gebiete. Dank häufiger Bewässerung und fruchtbarer Böden breiten sie sich auch in Gemüsegärten aus.
Besonderheiten:
- Die Vermehrung erfolgt mittels Ranken, den Sprossspitzen, die über die Knoten Wurzeln schlagen;
- Die Stängel sind mit zahlreichen Knospen besetzt, die sich nach der Bewurzelung in Blattrosetten verwandeln;
- Das kriechende Unkraut verträgt keine Kälte, daher stirbt es im Winter ab, allerdings nur der oberirdische Teil, während die Wurzeln erfolgreich bis zum Frühjahr überwintern.
Diese Unkräuter breiten sich rasch im gesamten Garten aus und verdrängen andere Unkräuter und Nutzpflanzen. Zu den häufigsten Arten zählen Kriechender Hahnenfuß, Silberkraut, Efeublättriger Gundermann, Ackerwinde und andere.
Knollenförmig
Die Vermehrung erfolgt ausschließlich über Brutzwiebeln, die sich im unterirdischen Teil des Beetes bilden. Die Brutzwiebeln zeichnen sich durch ein besonders fleischiges Gewebe aus, was ein schnelles Wachstum ermöglicht. Am Ende der Vegetationsperiode erfolgt die Vermehrung durch Aussaat.
Woraus besteht eine Zwiebel?
- Boden (verkürzter, unterentwickelter Stängel);
- Dicht aneinander stehende Blätter gehen davon aus;
- Der Stängel trägt an den Seiten und an der Spitze Achselknospen.
Zwiebelgewächse wachsen auf Wiesen, Weiden und unberührten Böden zwischen Hülsenfrüchten und Getreide. Sie sind vor allem in Zentralrussland und den südlichen Regionen verbreitet.
Knollenartig
Diese Pflanzen bilden fleischige Verdickungen aus Internodien (ein oder mehrere). Diese Stammknollen befinden sich an den unterirdischen Triebteilen (Ausläufern). Anstelle von Blättern bilden sich Schuppen. Diese Schuppen können mikroskopisch klein, kaum sichtbar, auffällig, abfallend oder dauerhaft sein.
Die unterirdischen Stängel tragen ebenfalls Knospen (in den Blattachseln). Aus diesen Knospen entwickeln sich Stängelknollen. Das Unkraut kann außerdem Wurzelknollen bilden, denen die reduzierten Schuppen fehlen, da diese Knollen aus Seitenwurzeln oder Adventivwurzeln entstehen.
Rhizome
Die Vermehrung über Rhizome ist bei den meisten Unkräutern üblich. Sie sind schwer zu bekämpfen, da sie sich schnell über große Flächen ausbreiten. Sie gedeihen in allen Bodentypen und an verschiedenen Standorten und können Feldfrüchte stark schädigen.
Unterirdische Stängel mit verkürzten Internodien unterstützen die Wurzeln bei der Vermehrung. Vereinfacht gesagt, dienen sie als Reserveorgane für die vegetative Vermehrung. Außerdem speichern sie große Mengen an Nährstoffen.
Weitere Merkmale:
- Die Wurzelausläufer befinden sich je nach Art und Sorte des Unkrauts in einer Tiefe von 10 bis 60 cm;
- Die Internodien enthalten reduzierte Schuppenblätter, apikale und laterale Knospen sowie Adventivwurzeln.
Wurzelausläufer
Diese Pflanzen vermehren sich besonders gut vegetativ – die Wurzeln bilden zahlreiche Ausläufer, die sich über weite Strecken in verschiedene Richtungen ausbreiten. Das geschieht folgendermaßen:
- Vertikale Wurzeln reichen tief;
- Hinzu kommt, dass sie horizontale Wurzeln ausbilden, die das Wachstum nach oben lenken;
- Sie enthalten Knospen, aus denen sich Wurzeltriebe bilden.
Die Bekämpfung von Unkräutern mit Wurzelausläufern ist sehr schwierig. Verschärft wird die Situation durch ihre hohe Samenproduktionsrate. Die meisten Unkräuter produzieren flüchtige Stoffe, die es dem Wind ermöglichen, die Samen schnell im ganzen Garten zu verbreiten.
Wie bekämpft man Unkraut?
Zur Unkrautbekämpfung werden verschiedene Methoden eingesetzt. Jede Pflanzenart hat ihre spezifischen Bekämpfungsmethoden, es gibt aber auch allgemeine Vorgehensweisen. Diese werden bei allen Pflanzen gleichermaßen angewendet.
- ✓ Berücksichtigen Sie die Bodenart und ihren Feuchtigkeitsgehalt, bevor Sie sich für eine Bekämpfungsmethode entscheiden.
- ✓ Achten Sie auf die Wachstumsphase des Unkrauts, um den effektivsten Behandlungszeitpunkt zu bestimmen.
Volksheilmittel
Industrielle Unkrautvernichtungsmittel gelten als unsicher, daher greifen viele Gärtner und Gartenbauer auf Hausmittel zurück. Deren Hauptvorteil ist die Sicherheit. Allerdings ist nicht jedem bewusst, dass auch diese Methoden Gefahren bergen können.
Beispielsweise dürfen folgende Verbindungen nicht zur Bodenbehandlung verwendet werden:
- Salzlösung Es kommt gut mit Unkraut zurecht, aber nach ein bis zwei Jahren Behandlung keimt keine Ernte mehr.
- Alkohol gilt als ineffektiv und gefährlich für den Boden.Manche Gärtner empfehlen die Verwendung einer Lösung dieser Chemikalie zur Unkrautbekämpfung. Dies führt jedoch auch zu Verbrennungen des Bodens, was dessen Zustand negativ beeinflusst. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Gras trotzdem schnell wieder nachwächst.
- Man kann Gras nicht verbrennen.Da sich die Bodenmikroflora dadurch erheblich verändert, ist der Anbau von Gemüse für die nächsten zwei Jahre verboten.
- Coca-Cola verwenden Es gilt als sinnlose und viel zu teure Idee, also sollte man diesen Lifehack niemals anwenden.
Es gibt wirksame und sichere Heilmittel, die es wert sind, in Betracht gezogen zu werden:
- Tafelessig 9%. Vorsicht ist geboten, da es nicht nur Unkraut, sondern auch Gemüsepflanzen abtötet. Experten empfehlen daher, diese Methode nur nach der Ernte oder vor der Aussaat anzuwenden. Empfehlungen:
- Zutaten: 10 Liter Wasser, 600 ml Essig;
- Den Boden nicht gießen, sondern besprühen;
- Wenn Sie Gras während der Wachstumsperiode vernichten müssen, richten Sie den Sprühstrahl aus der Sprühflasche direkt auf das Gras und vermeiden Sie dabei Gemüsepflanzen.
- Um den Boden zu entsäuern (er wird nach der Essigzugabe sauer), geben Sie etwa 80-100 g Holzasche pro Quadratmeter hinzu;
- Für eine höhere Wirksamkeit können Sie ein beliebiges Reinigungsmittel hinzufügen.
- Herbizidseife. Es ist selbstgemacht: Man mischt gleiche Teile Salz, Essig, Wasser und fein geriebene braune Waschseife. 2–3 Stunden ziehen lassen, dann auf das Unkraut sprühen.
- Soda. Für die Anwendung der Lösung 1 Liter Wasser, 250 g Natron und 0,5 Stück Waschmittel vermischen. 2 Stunden ziehen lassen und anschließend besprühen. Der Boden wird dadurch leicht sauer. In diesem Fall Kompost oder Torfmoos untermischen.
Produkte zur Unkrautbekämpfung im Handel
Im Handel erhältliche Produkte sind zwar wirksamer als traditionelle Heilmittel, gelten aber als schädlich für Boden und Nutzpflanzen sowie für die menschliche Gesundheit. Daher wird empfohlen, beim Versprühen bestimmter Chemikalien Schutzausrüstung wie Handschuhe, Masken und Schutzbrillen zu tragen.
Die Produkte funktionieren einfach: Nach der Anwendung sterben Wurzelwerk und Laub nach einer gewissen Zeit ab. Der Gärtner sammelt das Material einfach ein und entsorgt es.
Diese Produkte sind nicht gerade billig, vor allem wenn man große Behandlungsflächen betrachtet. Daher empfiehlt es sich, den Rasen vor der Anwendung zu mähen, um den Verbrauch der Anwendungslösung zu reduzieren.
Herbizide werden zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Man unterscheidet zwei Arten:
- kontinuierliche Wirkung - diese Mittel vernichten jede Art von Unkraut (sie sind teurer);
- selektiver Einfluss, d. h. selektive Präparate, die nur auf bestimmte Pflanzenarten wirken.
Die am häufigsten gekauften Produkte:
- Imazapir
- Glyphosat
- Dicamba
- Chisalofop-P-ethyl
- Metribuzin
- Lintur
- Boden
- Aufrunden
- Miura
- Glyphos
- Bewerter
- Hurrikan Forte
- Agrokiller
- Tornado Extra
- Lapislazuli
Die Präparate müssen unbedingt gemäß den Anweisungen verwendet werden, andernfalls können irreparable Schäden an Nutzpflanzen und Boden entstehen.
Man kann Wildpflanzen auch mit EM-Produkten bekämpfen: Zuerst gießt man eine gebrauchsfertige Lösung auf die betroffene Fläche und deckt sie anschließend mit dicker schwarzer Plastikfolie ab (alternativ kann auch Agrartextil verwendet werden). Dieser Vorgang wird im Herbst durchgeführt, die Abdeckung im Frühjahr entfernt. Zusätzlich wird der Boden kompostiert.
Mechanische Methoden
Dies ist zwar eine arbeits- und zeitintensive Methode der Unkrautbekämpfung, aber die sicherste und effektivste. Was genau beinhaltet die mechanische Unkrautbekämpfung?
- rechtzeitiges Ausdünnen des Grases von Hand;
- Unkraut jäten mit einer Hacke, damit die Wurzeln herausgerissen werden können;
- obligatorisches Umgraben der Fläche im Frühjahr und Herbst, anschließend werden die restlichen Unkräuter eingesammelt;
- Zur Zerstörung wird tief gegraben und anschließend mit dunklem Material (Agrofaser) abgedeckt;
- Den Boden mit Holzschnitzeln und Laub mulchen;
- Aussaat von Gründüngung im Herbst – Roggen, Senf usw.
Die häufigsten Unkräuter
Es gibt eine Reihe von Unkräutern, die in Gärten in unserem Land besonders häufig vorkommen. Diese müssen von Gärtnern, Landwirten und Sommergästen bekämpft werden:
- Bärenklau. Es handelt sich sowohl um eine einjährige als auch um eine mehrjährige Pflanze, da verschiedene Arten vorkommen. Trotz ihres appetitlichen Namens gilt der Riesenbärenklau als giftig und sogar gefährlich. Aufgrund dieser Giftigkeit wird er in der Volksmedizin häufig zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt.
Nicht alle Arten sind giftig; nur der Sosnowski-Bärenklau, der Wilde Bärenklau und der Mantegazzi-Bärenklau sind giftig. Die anderen Bärenklauarten (Herings- und Sibirischer Bärenklau) sind völlig harmlos. Allgemeine Merkmale der Pflanze: Höhe – 20 bis 250 cm; Blüten – sehr klein, meist weiß (manchmal mit rosa, grünem oder gelbem Schimmer), in Dolden mit bis zu 40 cm Durchmesser.
- Quinoa. Eine andere Bezeichnung für diese Pflanze ist Gemeiner Gänsefuß. Dieses Unkraut verträgt niedrige Temperaturen gut, wächst bis zu 1,50 Meter hoch und wird zur Zubereitung von Abkochungen und Aufgüssen verwendet. Seine Wurzeln sind flach, wodurch es sich leicht ausreißen lässt. Da die Samen jedoch früh und in großer Menge abfallen, müssen sie vor der Blüte entfernt werden.
- Kriechendes Weizengras. Es handelt sich um ein mehrjähriges Gras, das bis zu anderthalb Meter hoch wächst. Es gibt viele Arten – einige sind essbar, andere giftig. Diese Gattung ist sehr widerstandsfähig, daher sollten Sie Ihren Garten häufiger umgraben und Pflanzenschutzmittel verwenden.
- Ackerwinde. Die auch als Birken- oder Seide bekannte Pflanze zeichnet sich durch tiefe Wurzeln (bis zu 3 m) und schnelles Triebwachstum aus. Um das Wurzelsystem zu schwächen und die Samenbildung zu verhindern, muss der Triebspitzenbereich fünfmal pro Vegetationsperiode vollständig zurückgeschnitten werden.
- ✓ Das Vorhandensein flüchtiger Stoffe auf den Samen zur Bestimmung der Ausbreitungsmethode.
- ✓ Wurzeltiefe zur Auswahl der Entfernungsmethode.
Welche anderen Unkräuter findet man im Garten?
Etwas seltener, aber dennoch in unseren Gärten anzutreffen, sind einige andere Unkräuter. Diese sind:
- Schachtelhalm. Als Heilpflanze ist sie nicht vollständig auszurotten. Weitere Namen sind Stelzengras und Ausläufergras. Es handelt sich um eine sporenbildende, mehrjährige krautige Pflanze, die 30–50 cm hoch wächst. Sie vermehrt sich durch knollenartige Ausläufer.
Von der Verwendung von Chemikalien zur Unkrautbekämpfung wird abgeraten. Die beste Option ist daher das Anpflanzen von Gründüngung, Umgraben und Jäten.
- Blaue Kornblume. Die Pflanze vermehrt sich ausschließlich über Samen, gilt als Heilpflanze und wächst typischerweise im Herbst. Es handelt sich um eine einhäusige, noch nicht ausgewachsene Art mit bis zu 1 m langen Stängeln. Die Früchte enthalten Voluten, sodass die Samen vom Wind verbreitet werden. Zur Bekämpfung werden Herbizide eingesetzt.
- Fuchsschwanz (Palmate). Sie gilt als eine der widerstandsfähigsten Kräuter und ist unempfindlich gegenüber Trockenheit und kargen Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Wurzelausläufer, da die Pflanze ein sehr kräftiges Wurzelsystem besitzt. Schon geringfügige Beschädigungen der Wurzeln genügen, um neues Wachstum auszulösen.
Das Unkraut lässt sich weder von Chemikalien noch von Hausmitteln beeindrucken und kann daher nur durch Pflügen aus den Beeten entfernt werden (Wurzeltiefe - 25 cm).
- Shchiritsa (oder Amarant). Diese mehrjährige Pflanze erreicht eine Höhe von 90–100 cm und wird durch Samen vermehrt. Ein einzelner Samen bleibt nach der Aussaat 15–20 Jahre lang keimfähig. Der Fuchsschwanz wächst dicht und bildet einen geschlossenen Teppich.
Zur Beseitigung werden Unkraut jäten und umgraben, und es ist notwendig, dreimal mit Herbiziden zu sprühen.
- Wildhafer. Obwohl es dem gewöhnlichen Hafer ähnelt, kann dieses Unkraut große Mengen an Nährstoffen aufnehmen und so Gartenkulturen schädigen. Eine andere Bezeichnung für diese einjährige Pflanze ist „leerer Hafer“. Zur Bekämpfung werden im Handel erhältliche Pestizide eingesetzt.
- Gemeiner Raps. Diese zweijährige Pflanze besitzt eine Pfahlwurzel und erreicht eine Höhe von 70–80 cm. Sie zeichnet sich durch ihre gelben Blüten und ihr komplexes Laub aus. Sie findet häufig Verwendung in der Medizin und Küche. Die Vermehrung erfolgt durch Samen.
Zur Bekämpfung werden Herbizide empfohlen, jedoch nur im frühen Wachstumsstadium. Anschließend empfiehlt sich das Mähen der oberirdischen Pflanzenteile und das Pflügen des Bodens.
- Schmerle. Dieses Unkraut besitzt ein sehr kräftiges Wurzelsystem, das 5–6 Meter tief reicht. Es zählt zur Ackerwinde und findet in der Volksmedizin Verwendung. Die optimale Bekämpfungsmethode ist die dichte Aussaat von Gründüngung. Charakteristisch für dieses Unkraut sind die zahlreichen Knospen an den Wurzeltrieben. Bei Berührung treibt es sofort aus.
- Gemeiner Wermut. Es handelt sich um eine mehrjährige Heilpflanze, die bis zu 2 Meter hoch wächst. Ein anderer Name ist Beifuß. Sie wird mit Herbiziden bekämpft.
- Einjähriges Rispengras. Es sieht aus wie Rasengras, hat aber zu Beginn der Blüte deutlich sichtbare Flecken. Es bevorzugt tiefer gelegene Gebiete. Da es kriechend wächst, breitet es sich schnell aus. Zur Bekämpfung werden Herbizide eingesetzt und die oberirdischen Pflanzenteile, beginnend im jungen Stadium, gemäht.
- Feldbrand. Dieses lästige Unkraut gedeiht auf fruchtbaren Böden, erreicht eine Höhe von 40–100 cm und ist ein- oder zweijährig. Es besteht aus länglichen Blättern und behaarten Ährchen, die in einem einzigen Büschel zusammengefasst sind. Es wird empfohlen, die Flächen vor der Aussaat zu behandeln.
- Hackmesser. Diese bekannte Pflanze, deren Borsten leicht an Kleidung und Tierfell haften bleiben, ist der Grund für ihre Verbreitung. Außerdem beginnt der Strauch bereits aus einem einzigen abgefallenen Blütenblatt zu wachsen.
Sie lässt sich leicht durch Ausreißen bekämpfen, da ihr Wurzelsystem sehr schwach ist und sich leicht aus dem Boden ziehen lässt. Eine besondere Eigenschaft der Pflanze ist ihre Tendenz, sich mit Nutzpflanzen zu verflechten.
- Knöterich. Die Stängel dieser einjährigen Pflanze erreichen eine Länge von bis zu einem Meter und kriechen über andere Pflanzen, wodurch diese umstürzen. Die kleinen Blüten sind in einem einzigen Blütenstand angeordnet. Die Pflanze wird mit Herbiziden bekämpft.
- Ambrosia-Wermut. Es ähnelt Wermut im Aussehen, hat aber nicht dessen stechenden Geruch. Die größte Gefahr besteht in der Auslaugung des Bodens, da das Unkraut aktiv Nährstoffe aufnimmt. Daher trocknen Nutzpflanzen in der Nähe von Ambrosia schnell aus.
Die Unkräuter sind ziemlich hoch – etwa 2 m – und stellen aufgrund der allergischen Reaktion eine Gefahr für den Menschen dar.
Die wichtigste Voraussetzung ist, den Rasen vor der Blüte zu mähen, da der Strauch sonst weiterwächst. Herbizide und rechtzeitiges Mulchen sind ebenfalls hilfreich.
- Galinzoga tetraradiata (oder Americana). Sie zeichnet sich durch ihre dornigen Blätter aus, die 10 bis 70 cm hoch werden, und durch ihre verkürzten Blütenblätter (weiß mit gelblichem Schimmer). Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze mit einem vielwurzeligen System, wodurch sie sich schnell vermehren kann.
Herabfallende Samen sind sehr keimfähig – sie keimen sogar unter ungünstigen Bedingungen. Daher ist es am besten, Gründüngung in der Nähe anzubauen und eine Schicht Sägemehl zwischen die Reihen zu legen.
- Knöterich (oder einfach Knöterich). Sie gilt als Heilpflanze, erreicht eine Höhe von bis zu 100 cm, ist gut trockenheitsverträglich, breitet sich schnell aus und besitzt ein starkes Wurzelsystem. Nur der Einsatz von Herbiziden hilft bei der Bekämpfung.
- Portulak. Charakteristisch für diese Pflanze sind ihre rotbraunen Stängel und hellgrünen, wachsartig überzogenen Blätter. Sie keimt bis zu viermal pro Saison und passt sich schnell an alle Bedingungen an. Die Blätter werden gelegentlich in Salaten verwendet. Zur Bekämpfung reichen starke Herbizide (z. B. Lazurit, Roundup) aus.
- Hühnerhirse (oder Hühnerhirsegras). Sie befällt vorwiegend Wurzelgemüse und Sonnenblumen. Sie erreicht eine Höhe von 100–150 cm und bevorzugt hohe Luftfeuchtigkeit. Der Strauch produziert zahlreiche Samen, die schnell keimen. Da er schwer zu bekämpfen ist, ist das Besprühen mit einem Insektizid und das Ausreißen der Pflanze notwendig.
- Klee. Am häufigsten findet man sie in Rasenflächen; sie verträgt keine hohen Stickstoffwerte. Ihre Triebe breiten sich flächendeckend aus. Um das Unkraut zu entfernen, wässern Sie den Boden zunächst gründlich und ziehen Sie den Strauch dann samt Wurzeln heraus.
Gartenunkräuter Sibiriens und des Urals
Auch in kalten Klimazonen gibt es Unkräuter. Dazu gehören typischerweise folgende Arten:
- Gemeiner Waldsauerklee (auch Kuckucksklee oder Hasenkohl genannt). Wuchshöhe bis zu 12 cm, kriechende Wurzel, mehrjährige Art, gekennzeichnet durch erhöhte Resistenz gegen Herbizide, daher ist die einzige Möglichkeit, das Gras loszuwerden, Ausgraben und Jäten.
- Acker-Hellerkraut. Weitere Namen sind Pfennigkraut und Wassernabelkraut (aufgrund der Blattform). Es ist sowohl eine Heilpflanze als auch ein lästiges Unkraut und wächst bis zu 40 cm hoch. Seine Besonderheit ist, dass es keine Schädlinge anzieht, da es knoblauchartig duftet.
- Ackerdistel (oder rosa Gänsedistel). Das Wurzelsystem reicht bis zu 7 Meter tief und macht die Pflanze daher unmöglich auszureißen. Stattdessen vermehrt sie sich durch Samen, weshalb regelmäßiges Mähen notwendig ist. Besonders gefährlich für Nutzpflanzen ist die Pflanze, da sich Rüsselkäfer darauf einnisten. Sie lässt sich mit Herbiziden bekämpfen.
- Hanf. Unter günstigen Bedingungen erreicht sie eine Höhe von 2–3 Metern und kommt ausschließlich im südlichen Sibirien vor. Sie lässt sich durch Bodenbearbeitung und Unkrautbekämpfung eindämmen.
- Veronica filamentosa. Fadenförmige Unkräuter breiten sich mit ihren langen Trieben rasch aus und überwuchern die gesamte Fläche. Sie sind frostbeständig, aber empfindlich gegenüber Trockenheit. Sie lassen sich schwer ausreißen und reagieren nach der Knospenbildung nicht mehr auf Pestizide.
- Gundermann (auch bekannt als Kriechender Gundermann, Hunde- und Katzenminze). Die Wurzeln sind kräftig, aber flach; die Pflanze ist giftig für Nutzpflanzen, wenn sie in großer Zahl vorkommt. Sie wird in der Volksmedizin verwendet. Die einzige Möglichkeit, sie zu entfernen, besteht darin, die Wurzeln auszugraben.
Nützliche und essbare Wildkräuter
Es gibt eine Reihe von Kräutern, die zwar nicht schädlich sind, aber viele Vorteile bieten (und in der Pharmakologie und Volksmedizin Anwendung finden). Sie sind folgende:
- Steinklee. Es wird zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege, des Urogenitalsystems und der Gelenke eingesetzt. Es wird auch bei Immun- und Hormonstörungen empfohlen.
- Kriechendes Weizengras. Wird am häufigsten bei Erkältungen, Osteochondrose und Gelenkerkrankungen verschrieben.
- Giersch. Es wird nicht nur zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten verwendet, sondern auch zur Zubereitung von grüner Kohlsuppe.
- Kellerassel (oder Gemeine Vogelmiere). Es besitzt entzündungshemmende, harntreibende, gallentreibende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkungen.
- Ivan-Tee. Stärkt das Immunsystem, wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, normalisiert die Psyche und den Schlaf und reinigt den Körper.
- Krauser Sauerampfer. Es wirkt hervorragend auf den Magen, hemmt die Lebensfähigkeit der Würmer, stoppt Blutungen und lindert Entzündungen und Juckreiz.
- Brennnessel. Es wird zur Verbesserung der Blutzusammensetzung, zur Reduzierung von Entzündungen, zur Normalisierung des Fettstoffwechsels und zur Behandlung von Herzerkrankungen, Magenproblemen, Rheuma, Prostatitis, Asthma usw. eingesetzt.
- Borretsch. Eine andere Bezeichnung ist Borretsch; er wird in der Kosmetik, beim Kochen, zur Linderung von Entzündungen und zur Bekämpfung von Erkältungsviren und -bakterien eingesetzt.
- Seidenpflanze (Distel). Es hat ein breites Wirkungsspektrum, von der Behandlung von Erkältungen bis hin zu Neurosen und Warzen.
- Dorfmeerrettich. Es findet breite Anwendung in Lebensmitteln. Es ist wirksam gegen Wurminfektionen, Husten, Magenbeschwerden, Gelenkerkrankungen sowie Leber- und Nierenprobleme.
- Feldminze. Es wirkt gut schleimlösend bei Erkältungen und hat eine desinfizierende, entzündungshemmende, gallentreibende, beruhigende und schmerzlindernde Wirkung.
- Wegerich. Sie behandeln gewöhnlichen Husten sowie Rippenfellentzündung, Tuberkulose, Magengeschwüre, E. coli, Gastritis, Enteritis, Furunkel, offene Wunden und Entzündungsprozesse.
- Löwenzahn (Löwenzahn officinalis). Es senkt den Blutdruck, entfernt Cholesterin aus dem Blut, beseitigt schädliche Substanzen aus der Leber, wirkt antioxidativ, normalisiert den Blutzuckerspiegel, fördert die Gewichtsabnahme und hemmt das Wachstum von Tumorzellen.
Allgemeine Tipps zur Unkrautbekämpfung
Sollten auf Ihrem Grundstück Unkräuter auftauchen, müssen diese umgehend entfernt werden, da sie sich sonst schnell über die gesamte Fläche ausbreiten. Beachten Sie beim Umgang mit Unkraut einige Besonderheiten:
- Sind die Wurzeln stark verzweigt, sollte man den Strauch mit einer Mistgabel und nicht mit einem Spaten ausgraben – andernfalls bleiben abgeschnittene Triebe zurück, die neues Wachstum hervorbringen.
- Jäten Sie Unkraut, bis die Samen vollständig ausgebildet sind – sind sie erst einmal im Boden, lassen sie sich nicht mehr entfernen.
- Herbizide sollten an Tagen ausgebracht werden, an denen kein Regen zu erwarten ist, sonst ist die Maßnahme sinnlos.
- Das Wetter muss ruhig sein, sonst erreichen die flüssigen Lösungen nicht den vorgesehenen Bestimmungsort.
- Die behandelte Stelle darf nach der Anwendung der Präparate nicht bewässert werden.
Präventive Maßnahmen
Um Unkrautprobleme zu vermeiden, sollten Sie frühzeitig, am besten im frühen Frühling, mit der Behandlung beginnen. Dies sollte erfolgen, sobald der Schnee geschmolzen ist und sich das trockene Wetter stabilisiert hat. Zusätzlich zur Anwendung von Herbiziden können Sie Folgendes tun:
- Unmittelbar nach dem Ausheben der Grube. Decken Sie die Beete für etwa 15–20 Tage mit schwarzer Plastikfolie ab; dadurch werden die Unkräuter geschwächt und abgetötet. Wenn Sie sie mit transparentem Material abdecken, sprießt das Gras schnell, was ebenfalls von Vorteil ist, da Sie es zu Beginn der Wachstumsperiode durch Ausreißen entfernen können.
- Unmittelbar nach der Aussaat. Bedecken Sie die Beete mit Mulch – so wird es dem Gras schwerfallen, zu wachsen.
- Wenn es im Garten mehrjährige Unkräuter gibt. Schichtmulchen – zuerst Pappe (Naturgewebe, Papierstücke) auf den Boden legen und dann organisches Material (Laub, gemähtes Gras, Sägemehl) darauf verteilen.
- Mähen Sie das Gras, bevor sich Blüten bilden. Wenn sie nicht entwurzelt werden kann, können sich keine Samen bilden und es findet keine Ausbreitung statt.
- Pflanzen Sie Nutzpflanzen in umrandeten Beeten. Legen Sie Schieferplatten zwischen die Reihen oder errichten Sie erhöhte Holzzäune.
- Im Herbst, nach der Ernte, Gründüngung ausbringen. Beispielsweise Roggen, der Substanzen freisetzt, die für Unkräuter gefährlich sind.
- An Stellen mit großen Grasansammlungen. Pflanzen Sie gezielte Nutzpflanzen wie Zucchini, Rankgurken und Kürbisse, um die Entwicklung von Unkraut zu verhindern.
Unkraut im Garten zu bekämpfen ist schwierig, aber durchaus möglich. Dazu können Sie wirksame Produkte verwenden, Hausmittel anwenden und vor allem die Entstehung und Ausbreitung von Unkraut verhindern. Halten Sie sich unbedingt an die Dosierungsanleitung – überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis, da Sie sonst nicht nur das Unkraut, sondern auch den Boden schädigen.











































Ein sehr interessanter Artikel, informativ und lehrreich.