Die Dillsorte „Umbrella“ wurde von russischen Züchtern entwickelt und zeichnet sich durch ihren hervorragenden Geschmack aus. Diese wunderbare Sorte hat aromatische Blätter und zahlreiche Dolden und eignet sich daher ideal zum Einmachen.
Beschreibung und Geschichte der Dillsorte Umbrella
Die Pflanze bildet eine halboffene Rosette von bis zu 100 cm Höhe. Die Blätter sind mittelgroß, grün und mäßig eingeschnitten. Es gibt 3–5 Verzweigungen. Die zentrale Dolde ist vielstrahlig, gewölbt und hat einen Durchmesser von 17–21 cm.
Die Sorte „Regenschirm“ wurde 1992 am Allrussischen Forschungsinstitut für Gemüsepflanzenzüchtung und Saatgutproduktion entwickelt. Autoren: E.M. Khomyakova, Yu.I. Mukhanova, K.A. Trebukhina, L.S. Leonova. Die Sorte wurde 1995 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Empfohlen für den Anbau in den Regionen Zentralrussland und Wolga-Wjatka.
Eigenschaften
Dill 'Umbrella' ist eine mittelfrühe Sorte. Vom Auflaufen bis zur Ernte vergehen 33 bis 40 Tage. Diese Sorte ist nach 60 bis 85 Tagen erntereif für die Gewürzverarbeitung.
Ertrag der Dill-Schirmblume:
- Für Grüns - 2-2,2 kg pro 1 m².
- Für Gewürze - 3-3,4 kg pro 1 m².
Das Gewicht einer Pflanze bei der Ernte für Blattgemüse beträgt 13-15 g, für Gewürze 70-80 g.
Geschmack und Anwendung
Die Blätter der Dilldolde sind zart und saftig und verströmen ein unverwechselbares Dillaroma. Die frischen Blätter haben einen würzigen, leicht süßlichen Geschmack. Sie eignen sich ideal zum Frischverzehr, für Salate, Suppen sowie zu Fleisch- und Fischgerichten.
Dillblätter behalten ihr Aroma gut beim Einmachen, Trocknen und Einfrieren. Die Samen sind sehr aromatisch und werden als Gewürz zum Einlegen von Gemüse und Pilzen sowie in verschiedenen Gerichten verwendet.
Für und Wider
Die Dillsorte „Umbrella“ besitzt viele Eigenschaften, die Gärtner als vorteilhaft betrachten. Bevor Sie sie jedoch in Ihrem Garten anpflanzen – sei es als Kräuter- oder Gewürzpflanze – sollten Sie sich nicht nur mit den Vorteilen, sondern auch mit den Nachteilen dieser Sorte vertraut machen.
Landung
Für eine gute Dillernte ist die richtige Aussaat entscheidend. Geschmack, Aussehen und Ertrag hängen maßgeblich von den Wachstumsbedingungen, der Saatgutqualität und den korrekten Pflanzmethoden ab.
Anforderungen an den Landeplatz:
- Der Standort sollte gut beleuchtet und vor starkem Wind und Zugluft geschützt sein. Dill benötigt viel Licht; im Schatten gedeiht er schlecht und kann keine volle grüne Dichte entwickeln.
- Dill gedeiht am besten auf leichten, fruchtbaren Böden, da seine Samen in schweren Lehmböden schlecht keimen. Der Pflanzboden sollte locker, neutral oder leicht sauer (pH-Wert 6–7) sein. Ist der Boden sauer (pH-Wert unter 6,3), sollte Dolomitmehl hinzugefügt werden.
- Die Pflanze verträgt kein stehendes Wasser und wird daher nicht in Tieflagen oder Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel angebaut.
- Am besten sät man Dill jedes Jahr an einem neuen Standort aus, maximal jedoch 3-4 Jahre lang auf demselben Beet.
- Die besten Vorpflanzen für Dill sind Gurken, Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse, Paprika und Auberginen. Es wird nicht empfohlen, Dill nach Sellerie, Petersilie, Fenchel, Karotten und Kümmel zu pflanzen.
Dill sollte nicht in Gebieten angebaut werden, denen Dolomitmehl oder Kalk zugesetzt wurde.
Wie bereitet man Samen vor?
Dillsamen werden zur Desinfektion und Beschleunigung der Keimung für die Aussaat vorbereitet.
Wie man Saatgut für die Aussaat vorbereitet:
- Kalibrierung. Die Samen in eine Salzlösung geben (1 Esslöffel Salz auf 250 ml Wasser). Alle Samen, die an die Oberfläche steigen, aussortieren, da sie nicht keimfähig sind. Die keimfähigen Samen unter fließendem Wasser abspülen und trocknen.
- DesinfektionDie Samen werden eine halbe Stunde lang in eine Lösung von Kaliumpermanganat (1 g pro 1 Liter Wasser) eingelegt und anschließend mit sauberem Wasser gewaschen.
- VernalisationDiese Methode verkürzt die Wachstumsperiode und härtet den Dill ab. Die Samen werden in Wasser eingeweicht und nach einiger Zeit, wenn sie aufgequollen sind, für etwa zwei Wochen in den Kühlschrank gestellt.
- EinweichenDie Samen werden in Wasser eingeweicht, gerade so viel, dass sie bedeckt sind. Sie bleiben 2–3 Tage in diesem Zustand, wobei das Wasser alle 3–4 Stunden gewechselt wird. Sobald die Samen ausreichend gequollen sind, werden sie getrocknet und sofort ausgesät.
Bei der Vorbereitung von Dillsamen ist es wichtig, die Anweisungen genau zu befolgen. Fehler bei der Vorbereitung (z. B. zu heißes Wasser, falsche Samengröße, zu langes Einweichen) können die Keimfähigkeit um 50 % oder mehr reduzieren.
Bodenvorbereitung
Der Boden für die Dillpflanzung wird im Herbst vorbereitet. Über den Winter sättigt sich der Boden mit Wasser, und jegliche zugegebenen Düngemittel lösen sich auf und werden von den Pflanzen leicht aufgenommen.
Merkmale der Baustellenvorbereitung:
- Die für die Bepflanzung vorbereitete Fläche wird von Unkraut und Pflanzenresten befreit.
- Der Boden wird tief umgegraben, um seine Struktur zu verbessern und ihn lockerer und atmungsaktiver zu machen. Ist der Boden schwer und lehmig, wird Sand hinzugefügt (10 kg pro Quadratmeter).
- Beim Umgraben werden organische Düngemittel hinzugefügt – Kompost oder Humus (4-5 kg pro 1 m²).
- Im Frühjahr, 2–3 Wochen vor der Aussaat, wird der Boden erneut umgegraben. Mineraldünger – jeweils etwa 30 Gramm Stickstoff, Phosphor und Kalium – kann hinzugegeben werden. Der Boden wird tiefgründig aufgelockert und eingeebnet.
Dill verträgt stehendes Wasser nicht gut, daher ist es bei lehmigen Böden notwendig, zusätzlich eine 5-7 cm dicke Drainageschicht aus feinem Kies und Sand anzulegen.
Aussaattermine
Dill kann während der gesamten Saison im Freien ausgesät werden – vom frühen Frühling bis zum späten Herbst. Die Aussaatzeiten hängen vom regionalen Klima ab.
Ungefähre Pflanztermine für Dill (Sonnenhut):
- Süden — von Ende März bis Mitte April.
- Zentrale Schwarzerde-Region — von Mitte April bis Anfang Mai
- Mittlere Zone — die ersten zehn Tage im Mai.
- Ural — Mitte Mai.
- Sibirien — die letzten zehn Tage im Mai.
- Fernost — Anfang Juni.
Dill verträgt leichte Kälteeinbrüche und Temperaturschwankungen gut, Frost hingegen ist schädlich. Bei plötzlichem Frost wird Dill bereits bei Temperaturen von -3 bis -4 °C geschädigt.
Aussaat in die Erde
Dill kann alle 10-14 Tage ausgesät werden, um während der gesamten Saison frische Kräuter zu gewährleisten.
Merkmale der Dillpflanzung:
- Die optimale Saattiefe beträgt 1-2 cm. Wird Dill tiefer gepflanzt, behindert dies die Keimung.
- Der Reihenabstand beträgt 20 cm. Es ist wichtig, dem Dill genügend Platz zum Wachsen und für die Belüftung zu bieten.
- Auf ebenem Boden werden flache Furchen gezogen. Ist der Boden trocken (normalerweise wird er im Frühjahr nach der Schneeschmelze und im Sommer nach Regenfällen wieder feucht), werden die Furchen bewässert.
- Die Samen werden in Furchen gestreut. Die Aussaatmenge beträgt im Frühjahr 1 g pro Quadratmeter, im Herbst 2 g pro Quadratmeter. Die Samen werden mit Erde bedeckt und leicht angedrückt.
Die Samen können auch breitwürfig ausgesät werden. Dazu lockert man den Boden auf und streut die Samen auf der Oberfläche aus. Anschließend harkt man die Samen in den Boden ein und gießt das Wasser.
Aussaat im Gewächshaus
Dill kann im Gewächshaus ausgesät werden, sobald die Temperatur 16–18 °C erreicht hat. Die Samen werden in 1,5–2 cm tiefe Furchen gestreut, mit warmem Wasser befeuchtet und anschließend mit trockener Erde bedeckt. Danach ist kein weiteres Gießen nötig; die Feuchtigkeit in den Furchen reicht für die Keimung der Samen aus.
Für optimales Wachstum und Gedeihen muss Dill im Gewächshaus alle 3–4 Tage gegossen werden. Die ideale Lufttemperatur liegt zwischen 16 und 20 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60–70 % gehalten werden.
Sämlingsmethode
Dill 'Umbrella' lässt sich aus Sämlingen ziehen. Diese Methode eignet sich, wenn man besonders frühes Grün oder Dolden ernten möchte.
Merkmale des Dill-Sämlingswachstums Schirm:
- Die Aussaat erfolgt in Kassetten oder Kisten etwa Anfang April.
- Der Raum oder das Gewächshaus, in dem die Sämlinge gehalten werden, wird auf einer Temperatur von mindestens +20 °C gehalten. Eine Woche nach der Keimung werden die Gefäße für 2–3 Tage an einen kühleren Ort mit einer Temperatur von +10 bis +12 °C gestellt. Anschließend wird die Temperatur wieder auf +18 bis +20 °C erhöht.
- Sobald das erste richtige Blatt erscheint, werden die Jungpflanzen geerntet und in separate Töpfe umgepflanzt, wobei die zentrale Wurzel abgeknipst wird.
- Sobald es wärmer wird und keine Frostgefahr mehr besteht, werden die Sämlinge ins Freiland verpflanzt. Sie werden vorsichtig aus ihren Anzuchttöpfen genommen und in vorbereitete Pflanzlöcher gesetzt, wobei die gleiche Vorgehensweise wie bei der Direktsaat angewendet wird.
Pflege
Dill 'Umbrella' benötigt, wie andere Sorten auch, regelmäßige Pflege. Der Ertrag hängt direkt von der Qualität und der Regelmäßigkeit des Wachstums ab.
Bewässerung
Gießen Sie den Schirmdill mäßig, aber regelmäßig, besonders in Trockenperioden. Die Gießhäufigkeit hängt vom Wetter und der Jahreszeit ab. Wassermangel führt stets zu Vergilbung und Welken der Blätter, während Staunässe die Entwicklung von Pilzkrankheiten begünstigen kann.
Merkmale des Dill-Schirms:
- Der optimale Wasserverbrauch beträgt 8–12 l/m², bei heißem Wetter 20–30 l/m².
- Im Frühling muss Dill nur einmal pro Woche gegossen werden; im Sommer, bei normalem Wetter, genügt 1-2 Mal pro Woche; bei heißem Wetter 2-3 Mal.
- Am besten gießt man Dill am Abend, 2 Stunden vor Sonnenuntergang.
Verdünnung
Dill muss regelmäßig ausgedünnt werden, da er sonst zu dicht wächst. Lassen Sie etwa 10 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Das erste Ausdünnen erfolgt, wenn der Dill eine Höhe von 2–3 cm erreicht hat.
Düngung
Dill Umbrella benötigt keine zusätzliche Düngung, wenn das Beet ausreichend mit Kompost, Asche, Phosphor- und Kaliumdünger gedüngt wurde.
Eigenschaften der Düngung von Dill-Schirmchen:
- Ist der Boden nährstoffarm, was sich durch das langsame Wachstum der Pflanzen zeigt, dann werden im Stadium von 2-3 echten Blättern Nitrophoska oder Harnstoff zugegeben - 10-15 g / qm.
- Der Dünger sollte so ausgebracht werden, dass die Lösung nicht mit den Pflanzen in Berührung kommt. Anschließend die Pflanzen großzügig gießen.
- Mineralische Düngemittel sollten mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden, da ein Stickstoffüberschuss ein schnelles Blattwachstum hervorrufen kann, was Aroma und Geschmack beeinträchtigt.
- Düngemittel sollten am Rand der Pflanze ausgebracht werden, damit sie nicht auf die Blätter gelangen, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann.
Lockern und Jäten
Die Kulturpflanze reagiert sehr empfindlich auf Konkurrenz durch Unkraut, und besonders im Anfangsstadium, wenn der Dill noch klein ist, ist dies gefährlich.
Nach dem Auflaufen der Sämlinge wird der Boden bis zu einer Tiefe von 5-7 cm aufgelockert. Anschließend wird er erneut bis zu einer Tiefe von 8-10 cm aufgelockert.
Krankheiten und Schädlinge
Dill 'Umbrella' besitzt ein starkes Immunsystem, kann aber bei unsachgemäßer Kultivierung und ungünstigen Wachstumsbedingungen anfällig für Schwarzbeinigkeit, Echten Mehltau, Cercospora-Blattflecken und andere Pilzinfektionen werden. Zur Bekämpfung dieser Krankheiten kommen biologische Produkte wie Fitosporin-M und Fundazol zum Einsatz.
Zu den gefährlichsten Schädlingen des Dills zählen Schirmkäfer, Möhrenfliegen, Blattläuse und die Italienische Stinkwanze. Zur Bekämpfung dieser Insekten werden vorwiegend Hausmittel eingesetzt, wie beispielsweise das Besprühen mit einem Sud aus Kartoffelgrün oder Aufgüssen aus Schöllkraut, Senf, Chili und Tabak.
Ernte
Dill wird geerntet, sobald die Pflanze eine Höhe von 15–20 cm erreicht hat. Man kann entweder die Blätter oder die ganze Pflanze abschneiden. Sobald die Pflanzen zu blühen beginnen, werden die Blätter grob und zäh. Dann werden die Samendolden geerntet.
Am besten erntet man Dill morgens, nachdem der Morgentau getrocknet ist. Auch bei bewölktem Wetter kann geerntet werden. Von einer Ernte tagsüber, insbesondere bei heißem Wetter, ist abzuraten, da Dillblätter in der Sonne schnell welken.
Rezensionen
Die Dillsorte „Umbrella“ ist duftend und ideal für den Anbau als Kräuter, Gewürz und zur Weiterverarbeitung. Wenn Sie frühen Dill mit gleichmäßigem Laub, köstlichem Geschmack und hohem Ertrag suchen, ist die Sorte „Umbrella“ genau das Richtige für Sie.











