Kaiserdill ist eine spätblühende Buschdillsorte aus Russland, die von Gärtnern wegen ihrer späten Stängelbildung, ihres schnellen Laubwachstums und ihres hervorragenden Geschmacks geschätzt wird. Dieser Dill eignet sich ideal für Hausgärten und kann auch kommerziell angebaut werden.
Beschreibung des Dill-Kaisers
Die Pflanze ist kompakt und buschig. Das Laub ist dicht. Die Blätter sind dunkelgrün, mit einem leichten Wachsfilm überzogen und in einer grundständigen Rosette angeordnet. Sie sind lang, mäßig eingeschnitten und ihre Segmente mittellang und breit, abgeflacht und fadenförmig.
Der Stängel der Pflanze ist dunkelgrün ohne Blaustich. Er ist mittellang und hat einen mittleren Durchmesser. Er besitzt eine mitteldicke, wachsartige Schicht.
Während der Blütezeit erreicht die Pflanze eine Höhe von 100–115 cm. Das durchschnittliche Erntegewicht der Pflanze beträgt für die Verwendung als Blattgemüse 25 g, für die Verwendung als Gewürz 50–55 g.
Wer hat die Kaiser-Sorte wann entwickelt?
Die Sorte „Emperor“ wurde von Züchtern der Poisk Agroholding entwickelt. Autoren: S.V. Maksimov, N.N. Klimenko, A.N. Kostenko, O.A. Elizarov.
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Eigenschaften
Dill Emperor ist eine spät reifende Sorte. Vom Auflaufen bis zur Ernte (für Blattgemüse) vergehen 55 bis 60 Tage. Gewürzdill wird nach 75 bis 80 Tagen geerntet.
Kommerzieller Ertrag der Dillsorte Emperor:
- für Grüns - 3–3,3 kg/m²
- für Gewürze - 4 kg/m².
Die Sorte Emperor eignet sich für den Anbau in allen Regionen des Landes.
Geschmack und Anwendung
Das Kraut hat einen angenehmen, erfrischenden Geschmack – würzig und ohne Bitterkeit. Es eignet sich für Salate und andere Gerichte. Dillblätter sind sehr aromatisch, reich an ätherischen Ölen und können Suppen, Hauptgerichten und verschiedenen Füllungen beigefügt werden.
Kaiserdill ist ein hervorragendes Gewürz für Fleisch- und Fischgerichte. Gehackter Dill eignet sich auch zum Garnieren von Backwaren. Er kann frisch, getrocknet, gefroren oder in Pickles und Konfitüren verwendet werden.
Für und Wider
Der Kaiserdill trägt seinen imposanten Namen zu Recht; er verdient wahrlich die Aufmerksamkeit selbst anspruchsvollster Gärtner. Diese Sorte scheint eine wahre Fundgrube an Vorzügen zu sein.
Vorteile:
Bei der Sorte „Emperor Dill“ wurden keine Mängel festgestellt. Gärtner bemängeln lediglich die Keimfähigkeit der Samen, was jedoch in der Regel auf die Haftung des jeweiligen Herstellers zurückzuführen ist.
Landung
Kaiserdill wird üblicherweise durch Direktsaat angebaut. Für eine gute Ernte ist es wichtig, ihn korrekt und vor allem zum richtigen Zeitpunkt auszusäen.
Saatgutvorbereitung
Dillsamen sind mit ätherischen Ölen überzogen, die die Keimung verlangsamen. Daher empfiehlt es sich, sie vor der Aussaat einzuweichen, um den Prozess zu beschleunigen.
Dillsamen können eingeweicht werden:
- In normalem Wasser. Das Wasser sollte anfangs warm sein – etwa 50 °C. Die Einweichzeit beträgt 24 Stunden. Warmes Wasser weicht die Samenschale auf und erleichtert so die Keimung.
- In 40%iger Alkohollösung. Die Samen werden beispielsweise 15–20 Minuten in Wodka eingeweicht. Der Alkohol löst die ätherischen Öle schnell und desinfiziert die Samen gleichzeitig. Nach dieser Behandlung wird das Pflanzgut unter fließendem Wasser abgespült und getrocknet.
- In einer 3%igen Wasserstoffperoxidlösung. 20 Minuten einweichen lassen. Dieser Vorgang entfernt ätherische Öle und regt die Keimung an.
Pflanztermine
Dill wird ausgesät, sobald keine Frostgefahr mehr besteht oder diese zumindest minimal ist, da die Pflanze Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht verträgt. Zum Zeitpunkt der Aussaat sollte der Boden 10–15 °C warm sein – dies lässt sich mit einem Bodenthermometer überprüfen.
Der Pflanzzeitpunkt für Kaiserdill hängt von spezifischen klimatischen Bedingungen ab:
- In Zentralrussland wird Dill frühestens Mitte April, vorzugsweise Ende April oder Anfang Mai ausgesät.
- Im Süden des Landes wird Dill viel früher ausgesät – Anfang April oder sogar Ende März, wenn das Wetter günstig ist.
- In Sibirien und im Ural kann Dill ab Ende Mai ausgesät werden.
Auswahl eines Standorts
Kaiserdill gedeiht gut in voller Sonne oder im Halbschatten. Ein Standort mit Süd- oder Ostausrichtung ist empfehlenswert. Bekommt die Pflanze nicht genügend Licht, streckt sie sich, welkt und vertrocknet, wodurch der Ertrag sinkt.
Dill gedeiht am besten auf leichten, lockeren und fruchtbaren Böden. Schwere Lehmböden sind aufgrund ihrer schlechten Wasser- und Luftdurchlässigkeit ungeeignet. Auch auf sehr leichten und trockenen Sandböden, die Feuchtigkeit und Nährstoffe nicht speichern können, wächst Dill schlecht.
Der ideale Boden für Kaiserdill ist leichter, fruchtbarer Lehm mit hohem Humusanteil. Er ist durchlässig und speichert gleichzeitig gut Feuchtigkeit. Der optimale pH-Wert für Dill liegt zwischen 6,5 und 7,0; der Boden sollte leicht sauer oder neutral sein.
Günstige Nachbarn für Dill:
- Karotte;
- Petersilie;
- Zwiebel;
- Salat;
- Rettich.
Bodenvorbereitung
Dill sollte nicht in unvorbereiteten Boden gesät werden. Wenn man die Samen einfach so in die Erde legt, trocknet diese schnell aus. Es bildet sich eine harte Kruste, die das Keimen verhindert.
Merkmale der Bodenvorbereitung für die Aussaat von Kaiserdill:
- Die Vorbereitung des Beetes erfolgt am besten im Herbst. Geben Sie beim Umgraben 10 Liter organisches Material – verrotteten Mist oder Kompost – hinzu.
- Im Frühjahr wird dem Boden ein komplexer Mineraldünger mit allen essentiellen Elementen – Stickstoff, Phosphor und Kalium (NPK) – zugegeben. 50 g dieses Düngers pro Quadratmeter sind ausreichend; beispielsweise können Sie Diammophoska, Azofoska (Nitroammophoska) usw. verwenden.
- Liegt der pH-Wert des Bodens außerhalb des für Dill günstigen Bereichs, muss er angepasst werden. Ist der Boden zu sauer, sollte Dolomitmehl oder Holzasche hinzugefügt werden.
Falls die Bodenentsäuerung im Herbst nicht erfolgreich war, kann gesiebte Asche oder Kreide direkt vor der Aussaat in die Pflanzfurchen eingearbeitet werden. Bei leicht saurem (alkalischem) Boden empfiehlt sich die Zugabe von unverdünntem Hochmoortorf.
Aussaat in die Erde
Vor der Dillsaat den Boden mit einem Rechen ebnen und Furchen ziehen. Das Bewässerungswasser sollte ebenfalls im Voraus vorbereitet werden; es sollte warm und abgestanden sein.
Merkmale der Dill-Kaisersaat:
- Die Furchen sind 1-1,5 cm tief. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt etwa 20 cm.
- Ist der Boden trocken, wässern Sie die Furchen. Die Aussaat beginnt, sobald das Wasser vollständig aufgenommen wurde. Setzen Sie die Samen im Abstand von 10 cm. Die Aussaatmenge beträgt 15–20 g pro Quadratmeter.
- Bedecken Sie die Samen mit Erde und drücken Sie diese leicht an. Alternativ können Sie auch Humus oder Kompost verwenden. Sollte die Erde (Kompost oder Humus) trocken sein, gießen Sie die Pflanzen erneut.
- Es wird empfohlen, die Pflanzen zunächst mit Plastikfolie abzudecken, um Gewächshausbedingungen zu schaffen und die Keimung zu beschleunigen. Sobald die Keimung erfolgt ist, wird die Abdeckung sofort entfernt.
Anbau im Gewächshaus
Kaiserdill kann im Gewächshaus angebaut werden, allerdings müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 18 und 22 °C. Höhere Temperaturen erhöhen das Risiko des Schossens, was die Qualität des Dills erheblich beeinträchtigt.
Die optimale Luftfeuchtigkeit für Dill im Gewächshaus liegt bei 50–65 %. Unter Gewächshausbedingungen ist die Bodenpflege besonders wichtig. Gießen Sie den Dill alle 3–4 Tage leicht, aber vermeiden Sie Staunässe. Besprühen Sie ihn mehrmals wöchentlich mit Wasser.
Dill wird im Winter in Gewächshäusern angebaut, vorausgesetzt, der Boden friert in den kalten Monaten nicht. Andernfalls werden die Samen in tiefe, mit Erde gefüllte und zur Drainage eingelochte Kisten gesät.
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Pflege
Kaiserdill benötigt die übliche Pflege, einschließlich Gießen, Auflockern und anderer Anbautechniken. Qualität und Quantität des daraus gewonnenen Grüns hängen von regelmäßiger und sachgemäßer Pflege ab.
Bewässerung
Kaiserdill benötigt regelmäßiges Gießen. Bekommt er nicht genügend Feuchtigkeit, werden seine Blätter kleiner und rau. Gießen Sie mäßig; Kaiserdill verträgt Staunässe nicht gut.
Bewässerungseinrichtungen:
- Bei normalem Wetter werden Dillbeete alle 5–7 Tage gegossen; bei heißem Wetter 2–3 Mal pro Woche. Wenn die Hitze mit Trockenheit einhergeht, muss Dill täglich oder sogar zweimal täglich gegossen werden.
- Die empfohlene Wassermenge für Dill beträgt 8–12 Liter. Bei heißem Wetter sollte die Wassermenge etwa verdoppelt werden, da die Feuchtigkeit unter solchen Bedingungen sehr schnell aufgenommen und verdunstet.
- Bei heißem Wetter gießt man Dill am besten früh morgens oder abends nach Sonnenuntergang. In der prallen Sonne zu gießen, ist nicht empfehlenswert, da die Pflanzen dadurch verbrennen können. Bei kühlerem Wetter gießt man Dill am besten morgens und nachmittags, damit die Erde vor Einbruch der Dunkelheit abtrocknen kann.
- Zum Bewässern verwenden Sie abgestandenes und von der Sonne erwärmtes Wasser oder Regenwasser.
- Gießen Sie erst, wenn die obersten 2–3 cm der Erde ausgetrocknet sind. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen.
Verdünnung
Kaiserdill zeichnet sich durch späte Blütenbildung aus und muss daher ausgedünnt werden. Haben die Pflanzen nicht genügend Platz zum Wachsen und Gedeihen, werden sie geschwächt und anfällig für Krankheiten. Durch das Ausdünnen wird zudem eine ausreichende Belüftung gewährleistet, was wiederum das Krankheitsrisiko erhöht.
Die erste Ausdünnung des Dills erfolgt 15–20 Tage nach dem Auflaufen. Pflanzen Sie benachbarte Dillpflanzen im Abstand von 10–15 cm. Bei sehr dichtem Bestand kann eine zweite Ausdünnung 5–7 Tage später erforderlich sein. Entfernen Sie dabei die schwächsten Pflanzen. Anschließend lockern Sie die Beete auf.
Lockerung
Um den Boden mit dem für die Pflanzen notwendigen Sauerstoff anzureichern, werden die Zwischenräume zwischen den Reihen regelmäßig aufgelockert. Die erste Auflockerung erfolgt, sobald die Sämlinge auflaufen. Die optimale Tiefe beträgt 5–7 cm. Anschließend wird der Boden bis zu einer Tiefe von 8–12 cm aufgelockert.
Lockern Sie den Boden nach dem Gießen oder Regen, um Krustenbildung zu verhindern, und entfernen Sie gleichzeitig eventuell vorhandenes Unkraut.
Topdressing
Für eine gute Ernte benötigt Kaiserdill Dünger. Eine Kombination aus mineralischen und organischen Düngemitteln wird empfohlen. Das optimale Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium in Mehrnährstoffdüngern beträgt 2:1:2.
Insgesamt werden drei Düngevorgänge durchgeführt: einer beim Umgraben, ein zweiter im Frühjahr bei der Beetvorbereitung und ein dritter während der Wachstumsperiode, und zwar nur bei Bedarf, falls ein Nährstoffmangel festgestellt wird. Weitere Informationen zum Düngen von Dill im Garten finden Sie hier. HierDie
Bekämpfung von Krankheiten
Kaiserdill ist sehr widerstandsfähig, doch unter ungünstigen Wachstumsbedingungen steigt das Schadensrisiko. Gute Anbaumethoden und Fruchtfolge können Krankheiten wie Phoma, Verticillium-Welke, Mehltau und andere verhindern.
Treten Krankheitssymptome auf, empfiehlt es sich, die Bewässerungshäufigkeit und -menge zu reduzieren und den Boden mit Kaliumpermanganat zu behandeln. Behandeln Sie die Pflanzen mit Fungiziden wie Fitosporin oder Baktofit. Weitere Informationen zu Dillkrankheiten und deren Behandlung finden Sie im Folgenden. HierDie
Nach dem Besprühen die oberste Bodenschicht vorsichtig auflockern, dabei darauf achten, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Schädlingsbekämpfung
Dill 'Imperator' ist im Allgemeinen nicht anfällig für Schädlinge, kann aber bei starkem Schädlingsbefall betroffen sein. Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse, Dillmotten und Möhrenfliegen. Dill kann außerdem von Blattflöhen, Thripsen, Schirmkäfern und verschiedenen Raupen befallen werden.
Zur Schädlingsbekämpfung können Sie Hausmittel wie Seifen- oder Holzaschelösungen, Kräuteraufgüsse und -abkochungen sowie Essig verwenden. Bei starkem Befall können Sie biologische Produkte wie Fitoverm, Iskra Bio, Bitoxibacillin, Entobacterin und andere einsetzen.
Ernte
Dill wird in verschiedenen Wachstumsstadien geerntet. Blattdill wird 30–35 Tage nach der Keimung geerntet, Gewürzdill 75–80 Tage später. Bei der Blatternte werden die Blätter nach und nach gepflückt. Am besten erntet man morgens, wenn noch Tau auf den Pflanzen liegt; so erhält man frischeres und aromatischeres Blattdill.
Dill wird geerntet, sobald die Blattrosette 20–25 cm lang ist. Drei bis vier große Blätter werden von jeder Pflanze abgebrochen und zu Bündeln zusammengebunden. Wichtig ist, nicht zu viel von einer einzelnen Pflanze abzuschneiden, da dies ihr Wachstum beeinträchtigen kann.
Rezensionen
Kaiserdill ist eine ausgezeichnete Wahl für Gärtner, die kompakte, buschige Sorten bevorzugen. Wenn Sie diesen Dill in Ihrem Garten anpflanzen, erhalten Sie garantiert üppiges, zartes und aromatisches Grün, das sich für vielfältige Zwecke eignet.










