Die Dillsorte „Alligator“ gilt als eine der vielversprechendsten Sorten. Viele Gärtner schätzen sie wegen ihres hohen Ertrags und des üppigen, saftigen Laubs. Sie ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Anbau.
Beschreibung der Sorten, Vorteile und Nachteile
Die Sorte „Alligator“ ist relativ neu und wurde 2002 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Sie kann in ganz Russland in Privatgärten und auf kleinen landwirtschaftlichen Betrieben angebaut werden. Diese Dillsorte reift spät: Wird sie nur wegen ihres Grüns angebaut, kann die volle Ernte nach 42–45 Tagen eingebracht werden; werden die Pflanzen zur Gewinnung von Dolden und reifen Samen angebaut, dauert die Ernte 110–115 Tage.
Merkmale der Sorte:
- Buschkompakte Form;
- Die Höhe einer ausgewachsenen Pflanze beträgt bis zu 1,6 m;
- Die Rosette ist groß, erhaben, 30-40 cm hoch;
- dichtes Laubwerk;
- Die Blätter sind grün, aber mit einem bläulichen Überzug, tief eingeschnitten;
- Der Duft ist stark;
- mittelgroßer Regenschirm;
- Der Ertrag des Buschdills 'Alligator' beträgt 1,45-2,60 kg pro Quadratmeter bei der Ernte des Grüns und 2,8 kg pro Quadratmeter bei der Ernte am Ende der Vegetationsperiode.
Vorteile von Alligatordill:
- hoher Ertrag;
- Die Blätter vergilben lange Zeit nicht: Bei Aussaat im Freiland im Frühjahr kann das Grün 25 Tage lang ununterbrochen geerntet werden;
- Die Pflanze ist beim Gießen lagerfest;
- Die Pflanze bildet lange Zeit keine Blütenstängel aus, weshalb die Sorte Alligator als eine der besten Sorten für den Anbau von Dill für Blattgemüse gilt;
- Die Aussaat kann vom frühen Frühling bis in den Sommer hinein erfolgen, in Gewächshäusern sogar das ganze Jahr über.
Baustellenvorbereitung
Dill gedeiht am besten in voller Sonne, wächst aber auch problemlos im Halbschatten. Er kann nicht nur auf offenen Flächen, sondern auch in der Nähe von Bäumen, Gebäuden und Zäunen gepflanzt werden. Dies ist besonders vorteilhaft für die Dillsorte „Alligator“, die wegen ihres Laubs geschätzt wird: Im Halbschatten bleibt ihr Laub länger saftig und grün, und die Blütenstände erscheinen später.
- ✓ Der optimale pH-Wert des Bodens sollte für eine maximale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 7,5 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Der Anbau von Dill beginnt mit der Vorbereitung des Bodens in den Beeten. Dies geschieht im Herbst (vorzugsweise) oder im Frühjahr.
Zur Vorbereitung des Bodens benötigen Sie:
- Entferne alles, was von der vorherigen Kultur übrig geblieben ist;
- Unkraut entfernen;
- Graben Sie die Stelle mindestens 30 cm tief aus.
Der nächste Schritt ist das Düngen. Dillblätter sind sehr begehrt, daher kann reichlich Humus oder stickstoffreicher Dünger ausgebracht werden. Als organische Düngemittel eignen sich kompostierter Mist von Haustieren oder Vögeln; im Herbst kann auch frischer Mist verwendet werden. Verteilen Sie 1–1,5 Eimer organisches Material pro Quadratmeter und geben Sie 0,3–0,5 kg Asche pro Quadratmeter hinzu. Saure Böden sollten gekalkt werden, um den pH-Wert zu neutralisieren.
Wenn Sie die Beete im Herbst vorbereiten, vermeiden Sie es, die Erdklumpen aufzubrechen, damit sie im Winter nicht gefrieren. Im Frühjahr sollten Sie den Boden mindestens eine Woche vor dem Pflanzen umgraben und düngen.
Saatgutvorbereitung
Dillsamen keimen aufgrund ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen, die die Keimung hemmen, nur schwer. Um diese Öle zu entfernen, weichen Sie die Samen 24 Stunden lang in lauwarmem Wasser (40 °C) ein. Da das Wasser abkühlt, muss es regelmäßig gewechselt werden.
Nach der Verarbeitung muss der Dill getrocknet werden. Eingeweichte Samen keimen in etwa drei Tagen, während nicht eingeweichte Samen in warmem Boden erst nach 1,5 Wochen und in kaltem Boden noch später keimen.
Aussaat in Beete
Dill ist eine frühe Pflanze. Man kann ihn aussäen, sobald der Schnee geschmolzen ist, aber es ist besser, zu warten, bis sich der Boden etwas erwärmt hat.
Alligator-Dill kann das ganze Frühjahr über ausgesät werden, am besten jedoch, bevor der Boden durch die Winterfeuchtigkeit austrocknet. Danach müssen die Beete während der Aussaat bewässert werden. Bei der Planung der Frühjahrspflanzung ist zu beachten, dass die optimale Wachstumstemperatur für diese Pflanze bei etwa 20 Grad Celsius liegt.
Die Samen können auch im Herbst ausgesät werden – sie überwintern gut. Der Zeitpunkt ist jedoch entscheidend: Die Samen sollten nicht vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit keimen.
Dillsamen werden in flache Furchen mit einem Abstand von 10–15 cm ausgesät. Innerhalb der Furchen werden die Samen im Abstand von 0,5–1 cm gesät. Anschließend werden sie mit einer Schicht Erde oder Torf bedeckt. Bei noch kalten Temperaturen kann die Erde mit Plastikfolie abgedeckt werden, die erst nach dem Keimen entfernt wird.
Dill kann nicht nur in einem separaten Beet, sondern auch als Untersaat für Frühkulturen ausgesät werden. Dadurch lässt sich auf derselben Fläche eine größere Ernte erzielen.
Pflege der Pflanzen während des Anbaus
Dill ist kein schwer anzubauendes Gemüse. Allerdings hat er seine Eigenheiten, die Gärtner kennen sollten, um ein optimales Wachstum und eine gute Ernte an Kräutern oder Samen zu gewährleisten.
- ✓ Die Blätter behalten auch bei schwachem Licht ihre Saftigkeit und Farbe, wodurch sich die Sorte ideal für den Anbau im Halbschatten eignet.
- ✓ Die Sorte weist eine erhöhte Standfestigkeit auf, was insbesondere bei reichlicher Bewässerung wichtig ist.
Bewässerung
Dill benötigt als Gründüngung viel Wasser. Die Erde sollte stets leicht feucht sein. Bei heißem Wetter ist Bewässerung unerlässlich. Bevor die Sämlinge aufgehen, gießt man die Beete am besten mit einer Gießkanne mit Brause, um die Samen nicht wegzuspülen.
Topdressing
Dill, der wegen seines grünen Laubs angebaut wird, muss nicht zusätzlich gedüngt werden, wenn er vor der Aussaat gedüngt wurde. Bei Bedarf kann man die Pflanzen düngen. Komplexe Dünger mit mineralischen Bestandteilen eignen sich hierfür gut.
Dillsamen werden vor der Blüte gedüngt. Düngen Sie die Beete mit Salpeter oder Harnstoff, angereichert mit einer kleinen Menge Kalium- und Phosphordünger. Für Blattgemüse lösen Sie einfach 1 Esslöffel Stickstoffdünger in 1 Eimer Wasser auf.
Für organischen Dünger können Sie eine 1:10-Mischung aus Gülle und Asche verwenden. Lassen Sie diese 2-3 Tage stehen, verdünnen Sie sie erneut auf ein Verhältnis von 1:10, geben Sie 0,5 Tassen Asche pro Eimer hinzu und gießen Sie die Beete.
Lockern und Jäten
Unkraut kann das Dillwachstum stark beeinträchtigen, daher ist regelmäßiges Jäten unerlässlich. Besonders in den frühen Wachstumsstadien der Pflanzen sollte der Unkrautbekämpfung große Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Durch das Auflockern des Bodens wird dieser atmungsaktiver, was auch den Pflanzen zugutekommt.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Alligatordill ist recht resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Blattläuse sind der häufigste Schädling. Sie lassen sich durch Besprühen der Pflanzen mit Tabak-, Asche- oder Knoblauchaufgüssen bekämpfen. Von chemischen Mitteln wird abgeraten: Viele dieser Produkte sind lange haltbar, wodurch das Grünzeug ungenießbar wird.
Ernte und Lagerung
Man kann das Grünzeug schneiden, sobald es eine Höhe von 10 cm erreicht hat. Bei dichter Aussaat ist es am einfachsten, überschüssiges Grün zu entfernen oder die unteren Blätter abzureißen, sodass das Innere weiterwachsen kann.
Man muss Dill nicht übereilt schneiden. Erfahrene Gärtner haben festgestellt, dass er sein charakteristisches Aroma erst entwickelt, wenn die ersten vier bis fünf Blätter erscheinen. Je älter die Pflanze, desto duftender ist sie.
Frischer grüner Dill sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Er ist nur kurz haltbar – maximal eine Woche. Überschüssiger Dill kann getrocknet, gesalzen, eingefroren oder Konserven beigemischt werden.
Pflanzen, von denen Samen benötigt werden, werden geerntet, sobald sie vollreif sind. Dies ist nach dem Ende der Wachstumsperiode der Fall, erkennbar an gelben und vertrockneten Blättern sowie dunklen Dolden. Die Samenreife lässt sich ebenfalls leicht feststellen: Pflücket man eine Dolde, fallen die Samen leicht heraus, sind sie reif. Nach der Ernte müssen sie gründlich getrocknet werden. Dazu werden Dillpflanzen ausgegraben oder oberirdisch abgeschnitten und zum Trocknen an einen halbschattigen Ort gestellt.
Getrocknete Samen sollten in kleinen Gläsern, Plastikdosen oder Leinensäckchen aufbewahrt werden. Sie sollten an einem dunklen, trockenen Ort gelagert werden. Die Samen können zum Kochen verwendet werden, solange sie ihr Aroma behalten. Zum Aussäen sind sie 2–3 Jahre haltbar (am besten verwendet man die Samen des Vorjahres, da diese die höchste Keimrate aufweisen).
Eine Videorezension der Alligator-Variante finden Sie im folgenden Video:
Alligator-Dill lässt sich leicht aussäen und anbauen. Er benötigt lediglich die richtige Pflanzung, regelmäßiges Gießen, Düngen und das Auflockern des Bodens. Für eine regelmäßige Ernte an frischem Grün können Sie ab dem ersten Frühlingswetter bis zum Ende des Sommers alle zwei bis drei Wochen Samen aussäen.
