Sellerie ist für seine gute Kältetoleranz bekannt. Seine Samen frieren im Winter nicht ein und keimen im Frühjahr deutlich früher. Um Sellerie vor dem Winter zu pflanzen und ihn während der Wachstumsperiode im frühen Frühjahr zu pflegen, müssen bestimmte Richtlinien beachtet werden.

Welche Selleriesorte eignet sich für die Winterpflanzung?
| Name | Krankheitsresistenz | Bodenanforderungen | Reifezeit |
|---|---|---|---|
| Blattsellerie | Hoch | Leicht, locker | Früh |
| Blattstiel Sellerie | Durchschnitt | Feucht, fruchtbar | Durchschnitt |
| Selleriewurzel | Niedrig | Tief, locker | Spät |
Sellerie kann in allen Sorten vor dem Winter ausgesät werden – Blatt, gestielt, WurzelDiese Methode empfiehlt sich besonders für die Aussaat von Wurzelgemüse, da diese Kulturpflanze eine relativ lange Wachstumsperiode von 5–6 Monaten hat. Im Herbst ausgesäte Pflanzen keimen 2–4 Wochen früher, was die Wachstumsperiode verlängert und eine größere Ernte ermöglicht.
Pflanztermine
Es ist entscheidend, den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat zu wählen. Die Gemüsesamen dürfen vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit nicht keimen, da sie sonst absterben.
Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat ist, wenn die Tagestemperaturen niedrig sind und Nachtfröste vermieden werden. In Zentralrussland ist dies im Oktober und November der Fall. Die Aussaat kann sogar im Schnee erfolgen, sofern bald Tauwetter erwartet wird.
Es ist praktisch, Sellerie zusammen mit Petersilie auszusäen. Diese Pflanzen sind verwandt und haben viele Gemeinsamkeiten, unter anderem auch hinsichtlich ihrer Wachstumsbedingungen.
Anforderungen an den Standort und seine Verarbeitung
Sellerie gedeiht am besten an offenen, sonnigen, nach Süden ausgerichteten Standorten mit guter Wärme und Belüftung. Schattige Plätze in der Nähe von Gebäuden oder unter großen Bäumen sind nicht empfehlenswert.
Die Beete sollten eben sein und nicht in einer Senke liegen. Dies ist besonders wichtig für Pflanzen, die im Winter ausgesät werden, da die Samen in feuchten, überschwemmten Gebieten ersticken können.
Der Boden für Sellerie sollte nährstoffreich, leicht, locker und durchlässig sein. Er sollte mindestens zwei Wochen vor der Aussaat vorbereitet werden. Zuerst entfernt man alle Pflanzenreste aus den Beeten, dann lockert man den Boden auf und gibt 6–8 kg Kompost, 10 g Phosphordünger und 5 g Kaliumdünger pro Quadratmeter hinzu. Anschließend ebnet man den Boden und lässt ihn bis zum Aussaattag ruhen.
Sellerie pflanzen
Saatgut für die Winteraussaat wird nicht behandelt oder eingeweicht; es sollte trocken sein. Es kann in Pillenform oder auf Band ausgesät werden. Es ist wichtig, frisches, in diesem Jahr geerntetes Saatgut zu verwenden, da dieses die höchste Keimrate aufweist.
Die Reihenfolge der Arbeiten ist wie folgt:
- Ziehen Sie flache Furchen auf der vorbereiteten Fläche.
- Säen Sie Sellerie 2–4 cm tief in die Beete. Sie können ihn dichter säen als im Frühjahr, falls einige Samen nicht keimen. Im Frühjahr können Sie die Pflanzen dann ausdünnen.
- Der Reihenabstand (15-35 cm) hängt von der Sorte und dem Züchtungstyp ab – Blattsellerie wird dichter gesät, Wurzelsellerie weniger dicht.
- Bedecken Sie die Furchen mit einer Schicht Erde oder Torf.
Die Beete müssen nicht gegossen werden. Nachdem alle Samen ausgesät sind, sollten sie mit einer mindestens 5 cm dicken Mulchschicht abgedeckt werden. In schneelosen Wintern ist es notwendig, den Sellerie mit einer zusätzlichen Schicht Isoliermaterial abzudecken.
- ✓ Verwenden Sie ausschließlich organischen Mulch (Torf, Humus, Sägemehl) in einer mindestens 5 cm dicken Schicht.
- ✓ Vor dem Mulchen den Wetterbericht prüfen: Erwartete Tauwetterperioden können dazu führen, dass die Samen vorzeitig keimen.
Pflege von im Winter gepflanztem Sellerie während der Wachstumsperiode
Im Frühling, sobald der gesamte Schnee geschmolzen ist, sollte die Winterabdeckung sofort entfernt werden. Die Sonne erwärmt den Boden schneller, und die Samen beginnen zu keimen.
Wenn der Boden leicht angetrocknet ist, sollte er zum ersten Mal aufgelockert werden. Die Pflanze bevorzugt im Allgemeinen leichten, luftigen Boden, daher ist häufigeres Auflockern der Beete notwendig, insbesondere bei Sorten mit Unterlage.
Selleriepflanzen lieben Feuchtigkeit und müssen regelmäßig gegossen werden, damit die Erde stets feucht bleibt. Ohne Wasser gedeihen weder Blätter noch Wurzeln. Gießen Sie den Sellerie direkt an den Wurzeln und achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in die Rosetten eindringt, da dies zu Fäulnis führen kann.
Sellerie wird 2-3 Mal pro Saison mit einer Düngermischung aus Harnstoff, Kaliumsulfat und Superphosphat gedüngt. Verwenden Sie jeweils 1 Esslöffel der drei Düngemittel pro Eimer Wasser.
Ernte
Die Blätter werden geerntet, sobald sie 10–15 cm lang sind, die Blattstiele 20 cm. Die Erntezeit erstreckt sich über den ganzen Sommer. Knollensellerie wird am Ende der Vegetationsperiode geerntet, wenn die Wurzeln die für die jeweilige Sorte typische Größe erreicht haben. Der Erntezeitpunkt variiert.
Blattstiele und Blätter lagert man im Kühlschrank, Wurzelgemüse in einem kühlen, feuchten Keller. Nur unbeschädigtes, nicht faulendes oder krankheitsanfälliges Gemüse sollte eingelagert werden. Es sollte zuvor 2–3 Tage getrocknet werden.
Sellerie kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst ausgesät werden. Die Aussaat im Winter ist sogar vorzuziehen, da die Samen früher keimen, was zu kräftigeren, buschigeren Pflanzen und einer reicheren Ernte führt.
