Die Gemeine Petersilie ist besonders beliebt und wird in Russland seit über 70 Jahren angebaut. Diese Sorte ist bekannt für ihren hohen Ertrag, ihre Pflegeleichtigkeit und benötigt keine besonderen Anbaukenntnisse. Dank ihrer robusten Eigenschaften ist sie sehr tolerant gegenüber Klimaschwankungen.
Historischer Hintergrund
Die Gemeine Petersilie ist eine Pflanze mit langer Geschichte; sie wurde erstmals 1949 entdeckt und im darauffolgenden Jahr, 1950, in das staatliche Zuchtregister der Russischen Föderation aufgenommen. Dieses aromatische Kraut gedeiht in verschiedenen Klimazonen des Landes.
Beschreibung von Kultur und Geschmack
Petersilie ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und wird typischerweise als zweijähriges Kraut kultiviert. Diese Sorte zeichnet sich durch ihre imposante Größe aus und bildet eine halbaufrechte Blattrosette mit 40 bis 100 Blättern.
Weitere Sortenmerkmale:
- Die Pflanze erreicht eine Höhe von 35-50 cm und zeichnet sich durch dichtes, dunkelgrünes Laub mit schmalen, dreieckigen Blättern aus, deren Ränder stark gewellt sind.
- Die Blattstiele sind hell, verdickt und verlängert, ohne Anthocyaninfarbe.
- Diese Sorte bringt kein Wurzelgemüse für den kulinarischen Gebrauch hervor, was das Kennzeichen einer echten Sorte ist.
- Die grüne Masse ist dichter und saftiger und zeichnet sich durch hervorragende Geschmackseigenschaften aus. Die Blätter haben eine fleischige Textur mit einem deutlichen Glanz.
- Ein Strauch mit geraden Stämmen und einer weit ausladenden, abgerundeten Krone.
- Das Gewicht einer einzelnen Pflanze liegt zwischen 70 und 80 g.
- Petersilie hat einen einzigartigen Geschmack: Sie vereint eine helle Würze mit würzigen Untertönen und einem süßen Nachgeschmack.
- Die Samen der Pflanze sind klein und braun.
- Das Wurzelsystem stellt sich in Form kurzer, flexibler Stäbchen dar.
- Die Stängel zeichnen sich durch Festigkeit und Flexibilität aus, bedingt durch das Vorhandensein von Bündeln oder abgeflachten Adern.
Blüte und Lebensdauer
Während der Knospenbildung entwickelt die Pflanze einen schirmförmigen Blütenstand mit hell- bis blassgrünen Blüten. Nach dem Verblühen der Knospen bilden sich an ihrer Stelle Samen.
Wenn Sie keine Samen sammeln möchten, sollten Sie unbedingt die Dolden entfernen, da diese der Pflanze viele Nährstoffe entziehen und die Blätter dadurch hart und trocken werden. Dies ist wichtig für die Gesundheit und das weitere Wachstum der Pflanze.
Nützliche Eigenschaften und Vorteile
Die gewöhnliche Petersilie wird aufgrund ihrer vielen positiven Eigenschaften geschätzt. Ihr Grün ist reich an Vitaminen (darunter C, B1, B2 und PP) und Mineralstoffen (Eisen und Kalium) und ist somit ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Trotz ihrer geringen Größe setzt sie zudem schöne grüne Akzente und verleiht dem Stadtbild eine ästhetische Note.
Petersilie ist nicht nur ernährungsphysiologisch vorteilhaft, sondern besitzt auch Eigenschaften, die Ameisen und Blattläuse abwehren, und soll zudem das Wachstum von Erdbeeren fördern.
Einer der Hauptvorteile dieser Sorte ist ihre Fähigkeit, nach dem Schneiden schnell nachzuwachsen. Petersiliensamen keimen innerhalb einer Woche und wachsen rasch; die Blätter können bei Bedarf zurückgeschnitten werden.
Anwendungsbereich
Gewöhnliche Petersilie ist in der Stadtbegrünung weit verbreitet. Sie bildet die Grundlage für attraktive Blumenbeete und Gestecke. Diese Petersiliensorte gedeiht auch in Innenräumen und verschönert Balkone und Terrassen in Töpfen und Kübeln.
In der Küche ist glatte Petersilie ein beliebtes Kraut, das einer Vielzahl von Gerichten beigefügt wird – warmen und kalten, als Garnitur, auf Sandwiches usw.
Reife und Ertrag
Diese frühe Sorte keimt in 65–75 Tagen. Der erste Rückschnitt erfolgt, sobald das Laub 15 cm lang ist. Die Ernte erfolgt schrittweise von Juli bis September.
Die gewöhnliche Petersilie zeichnet sich durch hohe Produktivität aus. Der Ertrag hängt jedoch von den Aussaatbedingungen und den Anbaumethoden ab.
- In einem Gebiet, in dem 3-4 Rückschnitte pro Saison durchgeführt werden, können 2,4 bis 2,8 kg Grüngut pro Quadratmeter geerntet werden.
- Bei der Anzucht im Topf zu Hause mit 6-8 Stecklingen pro Jahr kann die Ernte 5-6 kg betragen.
Petersilienblatt: wachsen
Blattpetersilie ist für ihre Frostresistenz bekannt und gedeiht sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus und im Topf. Die optimale Aussaatzeit ist nach der zweiten Aprilhälfte, in nördlicheren Regionen ab Anfang Mai.
- ✓ Die optimale Bodentemperatur für die Aussaat von Petersiliensamen sollte nicht unter +5°C liegen.
- ✓ Um Krankheiten vorzubeugen, ist es notwendig, eine Fruchtfolge einzuhalten und Petersilie nicht länger als 3 Jahre hintereinander am selben Standort anzubauen.
Kompatibilität mit Nutzpflanzen:
- Dieses Grünzeug passt gut zu Erdbeeren, Kohl, Radieschen, Meerrettich, Tomaten, Spargel und verschiedenen Zwiebelsorten.
- Vermeiden Sie die Nähe zu Salat, Kohl, Kürbis und Zucchini.
- Petersilie kann man neben Karotten pflanzen, aber nicht nach Karotten.
- Petersilie ist in der Nähe von Beerensträuchern nützlich, da sie dazu beiträgt, Schnecken von den Erdbeeren fernzuhalten.
- Das Anpflanzen in der Nähe von Weinreben kann Schutz vor der Reblausplage bieten.
Vor der Aussaat ist es wichtig, die Samen sorgfältig vorzubereiten und zu desinfizieren. Sie sollten in einer Kaliumpermanganatlösung eingeweicht und anschließend mehrere Tage lang in Gaze gelegt werden, um zu keimen.
Aussaatregeln:
- Die Saattiefe darf 2 cm nicht überschreiten;
- Halten Sie sich an ein Pflanzmuster mit einem Abstand von 10-15 cm zwischen den Pflanzen und 30 cm zwischen den Reihen.
Pflegehinweise für Blattpetersilie während des Anbaus
Am besten gießt man die Pflanzen abends mit abgestandenem Wasser aus einem Fass. Gewöhnliche Petersilie benötigt dreimal wöchentlich eine großzügige Wassergabe, dazwischen genügt mäßiges Gießen.
Weitere wichtige Ereignisse:
- Petersilie bevorzugt, wie die meisten Pflanzen, einen gut durchlüfteten Boden. Lockern Sie den Boden zwischen den Reihen regelmäßig auf, um Risse zu vermeiden.
- Jäten Sie Unkraut entsprechend Ihrem Zeitplan und seinem Wachstumstempo.
- Damit die Petersilie schön dicht und saftig bleibt, sollte man sie regelmäßig ausdünnen.
- Schneiden Sie die Blütenstängel ab, wenn Sie keine Samen ernten möchten, da die Blüten bis zu die Hälfte der Nährstoffe aus den Wurzeln aufnehmen und so die Blätter mit essentiellen Elementen versorgen.
- Es wird empfohlen, monatlich Stickstoffdünger und Superphosphat auszubringen. Auch Kaliumpräparate sollten in Betracht gezogen werden – dies verdoppelt das Wachstum aller Pflanzen. Organische Mischungen sind geeignet, sollten aber in geringem Abstand zur Pflanze platziert werden, um Verbrennungen an Blättern und Wurzeln zu vermeiden.
Wie kann man Blattpetersilie in einer Wohnung anbauen?
Es ist einfach und bequem. Wählen Sie zunächst den idealen Standort für Ihre Pflanze, beispielsweise einen gut isolierten Balkon oder eine warme Fensterbank mit ausreichend Sonnenlicht den ganzen Tag über.
Als Nächstes sollten Sie Folgendes tun:
- Bereiten Sie Plastiktöpfe oder andere Behälter geeigneter Größe vor.
- Füllen Sie sie mit einer Erdmischung aus Schwarzerde, Humus und Kalium.
- Kleine Vertiefungen in den Boden drücken.
- Legen Sie die Samen vorsichtig hinein.
Nach dem Pflanzen die Erde wässern, dabei darauf achten, die Samen nicht wegzuspülen und die Bodenstruktur nicht zu stören. Verwenden Sie dazu eine Sprühflasche.
Saatgutsammlung
Petersilie bildet im ersten Jahr keine Samen. Wenn Sie sie am Ende der Wachstumsperiode ernten möchten, wählen Sie die kräftigste und gesündeste Pflanze, da die daraus entstehenden Sämlinge größer und von höherer Qualität sein werden.
Befolgen Sie diese Empfehlungen:
- Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die Körner dunkel gefärbt sind. Werden sie zu früh geerntet, keimen sie möglicherweise nicht richtig.
- Bei der Auswahl sollten größere Exemplare bevorzugt werden.
- Um die Samenkapseln nicht zu beschädigen, sollten Sie sie nicht von Hand sammeln, sondern die Samenstände mit einem scharfen Werkzeug abschneiden. Schütten Sie die Samen anschließend vorsichtig aus den Dolden in einen Beutel.
- Damit die Samen richtig reifen, lassen Sie sie zwei Tage in der Sonne liegen. Verteilen Sie sie anschließend in einer einzigen Schicht auf einer Fensterbank und bewahren Sie sie vor dem Pflanzen in einem Tuch oder einer Papiertüte auf.
Wie erntet man Petersilie?
Sobald die Petersilienstängel drei oder mehr Blattbüschel gebildet haben, können Sie mit dem ersten Rückschnitt beginnen. So geht's richtig:
- Schneiden Sie das Blattgemüse so nah wie möglich an den Wurzeln ab und lassen Sie die Stängel stehen. Dies fördert ein dichteres, neues Wachstum.
- Benötigt man nur wenige Zweige, beispielsweise für einen Salat oder eine Suppe, ist es besser, die Blätter an den Rändern des Strauchs vorsichtig abzuschneiden, damit sich der mittlere Teil der Pflanze besser entwickeln kann.
- Durch regelmäßiges Ernten tragen Sie dazu bei, dass Ihre Pflanzen frisches, zartes Grün produzieren.
- Am Ende der Saison ist es wichtig, die gesamte Ernte einzufahren und keine Blätter über den Winter stehen zu lassen, da diese durch die Kälte absterben würden. Durch das Zurückschneiden der Blätter sichern Sie sich eine frische Ernte im Frühjahr.
Wie kann man Petersilienblätter konservieren?
Jede Hausfrau hat ihre eigenen Geheimnisse zur Aufbewahrung von Kräutern. Manche schneiden sie klein und frieren sie für den Winter ein, andere konservieren sie zusammen mit Sauerampfer für spätere Suppen, und wieder andere trocknen sie lieber.
Damit frische Petersilie ihr Aroma und ihre leuchtende Farbe länger behält, ist es wichtig, sie richtig im Kühlschrank aufzubewahren:
- Wickeln Sie das Gemüse in feuchte Frischhaltefolie und legen Sie es in den Kühlschrank – so bleibt es bis zu sieben Tage frisch.
- Wer keine Frischhaltefolie verwenden möchte, kann darauf verzichten. Die geerntete Petersilie einfach in einen Gemüseeimer geben und die Stängel in ein feuchtes Papiertuch wickeln.
Eine ungewöhnliche Methode, Petersilie frisch zu halten, ist das Einfrieren in Eiswürfeln. Geben Sie die gehackten Blätter einfach in Eiswürfelformen, bedecken Sie sie mit Wasser und stellen Sie sie ins Gefrierfach. Zum Gebrauch können Sie die Würfel einfach entnehmen.
Wenn Sie Petersilie lange haltbar machen möchten, versuchen Sie, sie zu trocknen:
- Binden Sie die Zweige ohne sie abzuschneiden zusammen und hängen Sie sie an einen sonnigen Ort.
- Sobald die getrockneten Kräuter vollständig trocken sind, sammeln Sie sie in einem Stoffbeutel.
Probleme beim Anbau
Petersilie weist eine mäßige Krankheitsresistenz auf, daher sind strikte Anbaumaßnahmen unerlässlich. Krankheiten, die Petersilie befallen, können auch andere Gemüsepflanzen schädigen. Hier sind die häufigsten:
- Weißfäule – Die Krankheit tritt bei niedrigen Temperaturen und übermäßiger Bodenfeuchtigkeit auf und bildet einen weißlichen Belag auf dem Pflanzenstängel. Sie befällt das Wurzelsystem. Empfehlung: Vermeiden Sie Staunässe und achten Sie darauf, dass sich nach dem Gießen kein Wasser zwischen den Reihen staut. Zur Bekämpfung der Krankheit können Fungizide eingesetzt und eine gute Bodenbelüftung sichergestellt werden.
- Rost - Die Krankheit befällt ausschließlich das Laub und bildet rostfarbene Flecken, die das Erscheinungsbild der Pflanze beeinträchtigen und zum Welken führen können. Zur Behandlung dieser Pilzkrankheit werden Fungizide eingesetzt.
- Peronosporose – Falscher Mehltau befällt die Blätter und hinterlässt blassgelbe Flecken, die zum Absterben der Pflanze führen können. Um Schäden vorzubeugen, bestäuben Sie die Beete mit Schwefelpulver und besprühen Sie sie mit Bordeauxbrühe.
- Weißer Fleck - Die Krankheit äußert sich durch braune Flecken, die zu größeren Belägen zusammenfließen und das Laub befallen. Eine wirksame Bekämpfungsmethode ist das Besprühen mit Bordeauxbrühe und das Entfernen der befallenen Pflanzenteile.
- Cercospora-Blattfleckenkrankheit – Charakteristisch sind schmutzig-braune Flecken. Die Behandlung erfordert den Einsatz von Fungiziden und die Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Vorbereitung der Pflanzung.
Stängelälchen, Karottenblattläuse und Melonenblattläuse können ebenfalls Petersilienblätter schädigen. Biologische Schädlingsbekämpfung, die in Kombination wirkt, ist gegen diese Schädlinge wirksam.
Rezensionen
Obwohl die Gemeine Petersilie kälteresistent ist und im Halbschatten gedeiht, bevorzugt sie sonnige und warme Standorte, die jedoch nicht windig oder zu feucht sein sollten. Diese vielseitige Sorte ist bekannt für ihren reichen Ertrag und ihren hervorragenden Geschmack.











