Der kandierte Kürbis ist eine vielseitige, großfrüchtige Speisekürbissorte. Der Anbau dieser ertragreichen Kletterkürbissorte ist einfach und erfordert nur grundlegende Pflege und rechtzeitige vorbeugende Maßnahmen.
Wer hat den kandierten Kürbis erfunden und wann?
Die Sorte Tsukat wurde von der Russischen Staatlichen Agraruniversität K.A. Timirjasew – Moskauer Landwirtschaftsakademie – entwickelt. Sie wurde 2010 in das staatliche Sortenregister aufgenommen und wird für den Anbau in allen Regionen empfohlen.
Beschreibung der Pflanze
Die Pflanze ist eine langwüchsige Kletterpflanze mit 4 bis 6 Trieben. Ihre Ranken erreichen eine Länge von 5–6 Metern. An jeder Ranke bilden sich zahlreiche Blütenstände, es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 3–4 Früchte pro Pflanze zu belassen. Die Blätter sind leicht eingeschnitten, grün und dicht mit weißen Sprenkeln besetzt.
Beschreibung der Früchte:
- Die Form ist rund und abgeflacht.
- Die Krustenfarbe variiert von rosa bis rot.
- Das Fruchtfleisch ist gelb-orange.
- Die Oberfläche ist segmentiert und gerippt.
- Das Durchschnittsgewicht beträgt 5 kg.
Geschmack und Verwendungszweck von Früchten
Der Tsukat-Kürbis hat saftiges, aromatisches Fruchtfleisch mit einem leicht süßen Geschmack. Die Frucht ist reich an Carotin und Zucker.
Diese Sorte eignet sich sowohl für den Frischverzehr als auch zum Kochen. Das Fruchtfleisch wird in Suppen und Breien, Backwaren, Marmeladen und Säften verwendet.
Eigenschaften von kandiertem Kürbis
Die Sorte Tsukat zeichnet sich durch ihre hervorragenden agronomischen Eigenschaften aus, dank derer sie in allen Regionen des Landes angebaut werden kann.
Reifezeit
Der Tsukat-Kürbis ist eine frühreifende Sorte. Von der Keimung bis zur Reife vergehen 95 bis 100 Tage. Die Erntezeit liegt zwischen August und September, wobei der genaue Zeitpunkt von den regionalen Klimabedingungen abhängt.
Produktivität
Die Sorte Tsukat ist eine ertragreiche Sorte. Der Ertrag dieses Kürbisses liegt zwischen 350 und 560 Zentnern pro Hektar, abhängig von der Bodenqualität, den Witterungsbedingungen und der Pflege.
Frost- und Trockenresistenz
Es passt sich perfekt an ein breites Spektrum an Klimazonen an. Es verträgt Kälteperioden, Dürre und andere widrige Wetterbedingungen gut.
Immunität gegen Krankheiten
Die Sorte Tsukat besitzt eine hohe Resistenz gegen die meisten gängigen Melonenkrankheiten. Insbesondere ist sie resistent gegen Bakterienbrand und andere Fäulnisinfektionen.
Vor- und Nachteile von kandiertem Kürbis
Der scheinbar makellose Tsukat-Kürbis hat einige Nachteile, die Gärtner und Kürbisliebhaber abschrecken könnten. Bevor Sie diese Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie sich daher mit allen Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Wie pflanzt man einen Kürbis?
Um einen großen und schmackhaften Kürbis zu züchten, ist es wichtig, von Anfang an optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Dazu gehört die Wahl des richtigen Standorts und die Anwendung bewährter Anbaumethoden.
Auswahl eines Standorts
Wählen Sie für den Anbau von Kürbissen einen hellen Standort mit fruchtbarem, lockerem Boden. Im Süden des Landes, wo Dürreperioden häufig vorkommen, empfiehlt sich ein halbschattiger Standort.
- ✓ Der Grundwasserspiegel sollte nicht mehr als 1,5 m unter der Oberfläche liegen.
- ✓ Die optimale Tiefe der fruchtbaren Schicht beträgt mindestens 30 cm.
Kürbisböden sollten reich an organischer Substanz sein. Sie gedeihen am besten in Schwarzerde, lockerem, dunklem Sandlehm und leichtem Lehm. Idealerweise sollte der Boden einen nahezu neutralen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 aufweisen.
Saatgutvorbereitung
Unbehandelte Samen sollten mit einer rosa Kaliumpermanganatlösung behandelt werden. Anschließend werden sie in sauberem Wasser oder einer Nährlösung eingeweicht.
Frische Kürbiskerne eignen sich nicht zum Pflanzen, da sie aufgrund ihrer weichen Schale schnell verfaulen. Am besten pflanzt man gut getrocknete Kerne, die an einem trockenen Ort gelagert wurden.
Bodenvorbereitung
Im Herbst wird die Fläche von Pflanzenresten befreit und umgegraben. Dabei wird Holzasche eingearbeitet, die Pilzkrankheiten vorbeugt. Nitrophoska wird gegen Insekten eingesetzt, und zwar in einer Dosierung von 20 Gramm pro Quadratmeter.
- Im Herbst: Verrotteten Hühnermist in einer Menge von 5 kg pro Quadratmeter zugeben.
- Frühjahr: Harnstoff (20 g/m²), Superphosphat (30 g/m²), Kaliumsalz (15 g/m²) ausstreuen.
- Nach der Ausbildung der Eierstöcke: Fütterung mit Kaliummonophosphat (10 g/m²).
Ist der Boden nährstoffarm und wurde er lange nicht gedüngt, wird im Herbst verrotteter Hühnermist ausgebracht. Im Frühjahr werden Harnstoff, Superphosphat und Kaliumsalz auf der Fläche verteilt und anschließend eingearbeitet.
Aussaat im Freiland
Im Süden des Landes werden Kürbisse direkt ins Freiland gepflanzt, während in nördlicheren Regionen Setzlinge verwendet werden. Die Aussaat erfolgt von Mitte Mai bis Mitte Juni, im Süden deutlich früher – bereits im April.
Landeeigenschaften:
- Die Pflanzung erfolgt, wenn sich der Boden auf +15°C und die Luft auf +20°C erwärmt haben und keine Gefahr mehr von wiederkehrendem Frost besteht.
- Graben Sie zum Aussäen 10–15 cm tiefe Löcher. Der optimale Pflanzabstand beträgt 100 x 100 cm. Legen Sie 2–3 Samen pro Loch.
Merkmale wachsender Sämlinge
Bei der Anzucht von Sämlingen sollten die Pflanzlöcher 5 cm größer als der Wurzelballen sein. Die Sämlinge sollten eine Woche lang täglich ins Freie gestellt werden, um sie an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Gepflanzt werden sollte abends, um die Pflanzen vor der prallen Sonne zu schützen.
Es wird empfohlen, eine Mischung aus Kompost und Holzasche in den Boden der Pflanzlöcher zu geben, anschließend Wasser hineinzugießen und die Pflanzen nach dem Einpflanzen erneut zu wässern.
Pflegehinweise
Diese Sorte gedeiht gut bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Neben günstigen Temperaturbedingungen benötigt die Pflanze Bewässerung, Düngung und sonstige übliche Pflege.
Merkmale der Bewässerung
Gießen Sie den kandierten Kürbis mäßig, aber regelmäßig. Besonders wichtig ist das Gießen während der Blüte und des Wachstums. Im Durchschnitt werden Kürbisse alle 7–10 Tage gegossen.
Etwa einen Monat vor der Ernte wird die Bewässerung der Pflanzen eingestellt, um zu verhindern, dass die Früchte während der Lagerung wässrig werden und faulen.
Düngung
Kürbisse können mit Mistaufguss gedüngt werden, und alle zwei Wochen kann man den Beeten auch Kräuteraufgüsse hinzufügen. Als Dünger wird eine Holzaschelösung empfohlen.
Lockern und Jäten
Die Kürbisbeete werden regelmäßig aufgelockert, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu gewährleisten. Unkraut wird ebenfalls entfernt, bis die Kürbisse wachsen und das gesamte Beet mit ihren Blättern bedecken.
Der Boden kann mit Sand, Torf, Heu usw. gemulcht werden; dies hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Unkrautwachstum zu verhindern.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Der kandierte Kürbis besitzt ein starkes Immunsystem, kann aber unter ungünstigen Bedingungen anfällig für Mehltau, Bakterienbrand, Cercospora-Blattflecken und andere Melonenkrankheiten werden. Vorbeugendes Besprühen mit Bordeauxbrühe, Borsäure oder einer Aschelösung kann diesen Krankheiten vorbeugen.
Werden Symptome einer bestimmten Krankheit festgestellt, werden die Pflanzen mit Fungiziden wie Actellic, Fitosporin usw. behandelt. Bei der Anzucht von Sämlingen wird empfohlen, diese mit Siyanie-1 oder Immunocytophyte zu gießen, um die Immunität zu stärken.
Ernte und Lagerung
Kürbisse werden bei trockenem Wetter geerntet. Sollte es weiterhin regnen und die Ernte bei feuchtem Wetter erfolgen müssen, werden die Kürbisse unter einem belüfteten Unterstand getrocknet. Für eine optimale Lagerung werden die Kürbisse mit trockenen Tüchern abgewischt, um die Erde zu entfernen, und anschließend an einem hellen Ort getrocknet.
Die optimale Trocknungstemperatur liegt bei +26 bis +32 °C und 80 % Luftfeuchtigkeit. Nach zwei Wochen werden die Früchte in einen kühlen, dunklen oder halbschattigen Raum gebracht. Die kandierten Kürbisse sollten so gelagert werden, dass sie sich nicht berühren. Sie sollten in einer einzigen Schicht mit dem Stiel nach unten gelagert werden. Kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Fäulnis.
Zu den Schädlingen, die Kürbisse am stärksten gefährden, zählen Melonenblattläuse, Keimfliegen, Drahtwürmer und Spinnmilben. Die Schädlingsbekämpfung umfasst Fruchtwechsel, rechtzeitige Unkrautbekämpfung, Vernichtung und Kompostierung von Ernterückständen, Tiefenbearbeitung im Herbst sowie die sachgemäße Anwendung von Düngemitteln und Wasser.
Rezensionen
Der Tsukat-Kürbis ist eine hervorragende Wahl für Liebhaber von Kürbisgerichten und -süßigkeiten. Diese vielversprechende Sorte mit ihrem ausgezeichneten Geschmack und ihren guten Wachstumseigenschaften ist eine lohnende Bereicherung für jeden Garten.










