Der Povarenok-Kürbis ist eine vielseitige Sorte russischer Züchter. Wie der Name schon sagt, sind die Früchte klein, einzeln portioniert und leicht in der Küche zu verwenden. Diese Sorte ist ertragreich, einfach anzubauen und schmackhaft, was sie bei Hobbygärtnern sehr beliebt macht.
Die Geschichte des Povarenok-Kürbisses
Der Povarenok-Kürbis ist ein Produkt der heimischen Züchtung. Er wurde von Spezialisten der Semena i Selektsiya LLC entwickelt. Diese Sorte eignet sich für den Anbau in allen Regionen des Landes.
Beschreibung der Sorte
Die Pflanze besitzt kräftige, aufrechte Stängel und robuste, große, leicht behaarte grüne Blätter. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 0,6–0,7 m. Die Blüten sind groß, gelb und etwa 10 cm im Durchmesser. Die Früchte des Povarenok-Kürbisses sind klein und einzeln.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Krustenfarbe: rosa mit Marmormuster.
- Bilden: gerundet.
- Zellstoff: leuchtend orange.
- Gewicht: 0,7-1 kg.
Geschmack und Verwendungszweck von Früchten
Das Fruchtfleisch des Povarenok-Kürbisses ist sehr saftig und süß, mit einer zarten Textur und einem angenehmen Kürbisaroma. Mit einem Trockenmassegehalt von 15–18 % eignet sich diese Sorte ideal für eine gesunde Ernährung.
Eigenschaften
Die Sorte Povarenok besitzt hervorragende agronomische Eigenschaften, wodurch sie unter verschiedenen klimatischen Bedingungen angebaut werden kann:
- Reifezeiten. Es handelt sich um eine frühreifende Sorte, die von der Keimung bis zur Reife der ersten Früchte 90 bis 100 Tage benötigt.
- Produktivität. Abhängig von den Wachstumsbedingungen, der Pflanzenpflege und den Anbaumethoden. Unter günstigen Bedingungen können 3,5–4 kg Früchte pro Quadratmeter geerntet werden.
- Frost- und Trockenresistenz. Es handelt sich um eine wärme- und lichtliebende Sorte. Sie weist eine normale Kältetoleranz sowie eine gewisse Resistenz gegenüber Hitze, Temperaturschwankungen und anderen widrigen Umwelteinflüssen auf.
- Krankheitsresistenz. Diese Sorte weist eine gute Resistenz gegen die meisten gängigen Kürbiskrankheiten auf. Sie ist nicht anfällig für Pilz-, Bakterien- oder Virusinfektionen, kann aber unter ungünstigen Witterungsbedingungen und ohne vorbeugende Spritzung von Mehltau, Bakterienbrand, Wurzelfäule und anderen Krankheiten befallen werden.
Vor- und Nachteile des Povarenok-Kürbisses
Der Povarenok-Kürbis besitzt viele Vorzüge, die man nicht übersehen kann. Diese Sorte ist erst seit Kurzem auf dem Markt, erfreut sich aber bereits großer Beliebtheit bei unseren Hobbygärtnern.
Landemerkmale
Die richtige Pflanzung ist entscheidend für den erfolgreichen Anbau des Povarenok-Kürbisses. Es ist wichtig, einen geeigneten Standort zu wählen und ihn gemäß allgemein anerkannten landwirtschaftlichen Praktiken korrekt anzubauen. Dieser Kürbis kann auf zwei Arten angebaut werden: durch Direktsaat oder durch die Anzucht von Setzlingen.
Wie wählt man einen Standort aus?
Wählen Sie für den Anbau des Povarenok-Kürbisses den sonnigsten und wärmsten Standort. Idealerweise sollten die Kürbisbeete leicht erhöht liegen, damit sich kein Wasser staut. In windigen Gebieten ist es wichtig, den Standort vor kalten Böen zu schützen.
- ✓ Der Standort muss durch natürliche oder künstliche Barrieren vor Nordwinden geschützt werden.
- ✓ Der Grundwasserspiegel sollte nicht höher als 1,5 Meter an die Oberfläche steigen.
Bodenvorbereitung
Der Boden für Kürbisse wird im Herbst nach Standardmethoden vorbereitet: Pflanzenreste entfernen, Dünger ausbringen und umgraben. Es empfiehlt sich, beim Umgraben 10 kg Humus, Mist oder Kompost pro Quadratmeter einzuarbeiten. Zusätzlich ist es ratsam, mineralische Düngemittel wie Kaliumchlorid und Superphosphat in Mengen von 30 g bzw. 60 g pro Quadratmeter zuzuführen.
Vor dem Ausheben der Grube empfiehlt es sich, den Säuregehalt des Bodens zu prüfen. Dies kann mit speziellen Lackmusstreifen erfolgen. Ist der Boden sauer, sollte gelöschter Kalk oder Dolomitmehl hinzugefügt werden. Bei schweren und lehmigen Böden hilft grober Flusssand, um den Boden aufzulockern.
Im Süden wird der Boden im Frühjahr einfach mit einem Rechen geebnet und Pflanzlöcher ausgehoben. In gemäßigten Regionen werden Beete angelegt – 1,5–1,7 m breit und 20–25 cm hoch. Vor dem Pflanzen wird der Boden mit warmem Wasser bewässert.
Aussaat im Freiland
Kürbisse werden Mitte Mai im Freien ausgesät. Zu diesem Zeitpunkt herrscht im Süden bereits beständige Wärme. In nördlicheren Regionen erfolgt die Aussaat Ende Mai oder später. Generell ist es effektiver, Kürbisse aus Setzlingen zu ziehen, da dies eine frühere Ernte ermöglicht und sicherstellt, dass die Früchte ausreichend Zeit zum Reifen haben.
Besonderheiten beim Aussäen des Povarenok-Kürbisses in den Boden:
- Die Samen werden vorkalibriert, sortiert und in einer Salzlösung auf Keimfähigkeit getestet, anschließend werden sie im Ofen bei 60 °C erhitzt. Die Samen werden außerdem in einem Wachstumsstimulator eingeweicht und zum Keimen gebracht.
- Die Pflanzlöcher werden schachbrettartig ausgehoben (Quadratnestmethode). Das optimale Pflanzmuster beträgt 100 x 100 cm.
- Trockene Blätter und organische Abfälle werden in die Pflanzlöcher gegeben, darüber kommt eine Mischung aus Kompost und Mutterboden. So entsteht ein Brachhaufen, in den die Samen gesät werden.
- Legen Sie mehrere Samen – 3–5 – in jedes Loch, um die Keimung zu gewährleisten. Die Pflanztiefe hängt von der Bodenbeschaffenheit ab: In lockerem Boden säen Sie die Samen 7–8 cm tief, in dichtem Boden 4–5 cm. Bedecken Sie die Samen mit lockerer Erde, drücken Sie diese leicht an, gießen Sie sie an und decken Sie die Erde mit Frischhaltefolie ab, bis die Samen keimen.
Anwachsende Sämlinge
Die Sämlinge werden 20–25 Tage vor dem Auspflanzen vorgezogen. Die Aussaatzeiten variieren je nach Region, liegen aber typischerweise im April/Mai. Zählen Sie 25 Tage vom gewünschten Aussaattermin und säen Sie die Samen in Töpfe.
Merkmale der Aussaat für Setzlinge:
- Kürbisse sät man am besten in Torftöpfen oder anderen selbstzersetzenden Gefäßen. Denn Kürbissetzlinge vertragen das Umpflanzen nicht gut und brauchen lange, um sich an einen neuen Standort zu gewöhnen. Werden die Wurzeln beschädigt, führt das zu Kümmerwuchs und geringem Fruchtertrag.
- Falls keine Torftöpfe verfügbar sind, können Sie normale Töpfe oder Becher verwenden. Die Kürbisse müssen nicht umgepflanzt werden. Säen Sie drei Samen in jedes Gefäß. Pflanzen Sie sie etwa 2 cm tief in feuchte Erde. Bedecken Sie sie nach dem Pflanzen mit lockerer Erde und gießen Sie sie mit warmem, stehendem Wasser an.
- Die Pflanzen werden mit transparenter Folie abgedeckt und in einen warmen Raum gestellt. Sie werden täglich gelüftet, um Kondensation zu vermeiden.
- Sobald die Sämlinge gekeimt sind, wird das Abdeckmaterial entfernt. Die Töpfe mit den Sämlingen werden auf eine helle Fensterbank gestellt.
Setzlinge in die Erde pflanzen
Über einen Zeitraum von 3-4 Wochen werden die Sämlinge sorgfältig gepflegt, wobei für optimale Temperaturbedingungen gesorgt und die Sämlinge mit Wasser und Licht versorgt werden.
Merkmale der Sämlingspflege:
- Kürbissetzlinge benötigen mindestens 12 Stunden Licht pro Tag. Reicht das natürliche Licht nicht aus, wird künstliches Licht verwendet.
- Nach dem Entfernen der Abdeckung wird die Raumtemperatur auf 10–12 °C gesenkt, um ein Längenwachstum und Schwächung der Sämlinge zu verhindern. Nach 3–4 Tagen wird sie tagsüber wieder auf 18 °C und nachts auf 13–14 °C erhöht.
- Gießen Sie die Sämlinge mit warmem, abgestandenem Wasser (25 °C). Gießen Sie direkt an die Wurzeln, vermeiden Sie dabei die Blätter. Die Blumenerde sollte nicht austrocknen, aber leicht feucht gehalten werden. Am besten gießt man morgens.
- Düngen Sie die Sämlinge ein- bis maximal zweimal, falls das Wachstum problematisch ist. Die Düngung sollte im Abstand von 7–10 Tagen erfolgen. Kürbisse benötigen sehr wenig Stickstoff, dafür aber mehr Kalium und Phosphor.
- Die erste Düngung erfolgt 10 Tage nach der Keimung. Man kann beispielsweise Mist im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen. Auch Nitrophoska eignet sich zur Düngung.
- Eine Woche vor dem Auspflanzen der Setzlinge beginnt die Abhärtung. Die Setzlinge werden zunächst für eine halbe Stunde, dann für ein bis zwei Stunden und schließlich allmählich für zehn bis zwölf Stunden täglich ins Freie gestellt.
Pflegehinweise
Die Pflege des Povarenok-Kürbis ist einfach, selbst für unerfahrene Gärtner. Diese Sorte benötigt die üblichen Gartenpraktiken wie Gießen, Düngen, Auflockern des Bodens usw.
Bewässerung
Der Povarenok-Kürbis benötigt in der Anfangsphase seines Wachstums mehr Wasser. Im Mai und Juni sollte intensiver gegossen werden, ein- bis zweimal pro Woche. Während der Hauptwachstumsphase wird noch häufiger gegossen – zwei- bis dreimal pro Woche. Bei heißem Wetter müssen die Kürbisbeete häufiger und intensiver bewässert werden.
Es ist wichtig, dass der Boden während der Fruchtbildung nicht austrocknet. Daher sollte die Bewässerung eine Woche vor der Ernte reduziert und schließlich ganz eingestellt werden. Andernfalls können die Früchte aufgrund von Staunässe platzen oder sich schlecht lagern lassen. Zum Bewässern sollte warmes Wasser verwendet werden.
Topdressing
Kürbisse werden 3-4 Mal pro Saison gedüngt. Bei nährstoffarmen Böden werden häufiger schwache Düngemittel verwendet. Werden Kürbisse aus Samen gezogen, erfolgt die erste Düngung, sobald sie fünf echte Blätter haben, die zweite nach der Blüte. Werden Kürbisse aus Setzlingen gezogen, werden sie häufiger gedüngt – 3-4 Mal.
Zur Kopfdüngung eignen sich mineralische Dünger wie Harnstoff (für die erste Düngung), Kaliumsulfat, Superphosphat und Ammophoska (für die zweite und dritte Düngung). Zusätzlich werden organische Dünger wie Königskerze oder Vogelkot sowie Mehrnährstoffdünger mit Kalium, Phosphor, Stickstoff und verschiedenen Spurenelementen verwendet, die das Pflanzenwachstum und die Entwicklung fördern und die Krankheitsresistenz erhöhen.
Lockern und Jäten
Auflockern und Jäten sind beim Kürbisanbau unerlässlich. Zu Beginn der Wachstumsperiode empfiehlt es sich, den Boden etwa 10 cm tief aufzulockern und die Pflanzen leicht anzuhäufeln, um ihnen Stabilität zu verleihen.
Sobald die Pflanzen das 5- bis 6-Blatt-Stadium erreicht haben, wird die Bodenlockerungstiefe auf 6–7 cm reduziert. Unkraut wird gleichzeitig mit der Lockerung entfernt. Um den Aufwand für Lockerung, Unkrautbekämpfung und Bewässerung zu verringern, werden die Beete mit Torf, Stroh, frisch gemähtem Gras usw. gemulcht.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Der Povarenok-Kürbis besitzt ein recht robustes Immunsystem, kann aber unter widrigen Witterungsbedingungen, in Verbindung mit mangelhaften Anbaumethoden und der weitverbreiteten Ausbreitung verschiedener Kürbiskrankheiten Schaden nehmen. Insbesondere ist die Sorte anfällig für Mehltau, gegen den kolloidaler Schwefel empfohlen wird.
Kürbisse können auch von Bakterienfäule befallen werden, die sich mit Bordeauxbrühe oder Kupferoxychlorid bekämpfen lässt. Bei Anzeichen von Wurzelfäule sollte der Boden mit Holzasche oder Holzkohle behandelt werden.
Zu den gefährlichsten Schädlingen des Povarenok-Kürbisses zählen Weiße Fliegen, Melonenblattläuse und Spinnmilben. Zur Bekämpfung eignen sich Hausmittel wie eine Lösung aus Holzasche oder gemahlenem schwarzen Pfeffer und Flüssigseife. Alternativ können auch verschiedene Insektizide wie Karbofos, Fufanon-Nova und andere eingesetzt werden.
Wie erntet und lagert man Feldfrüchte?
Die Früchte werden im August und September geerntet. Kürbisse sollten nicht eingefroren werden, da sie sonst schnell verderben und sich nicht gut lagern lassen. Die Früchte werden vorsichtig abgeschnitten, wobei ein 3–4 cm langer Stiel stehen bleibt. Es wird nicht empfohlen, die Kürbisse an den Stielen anzuheben, da diese brechen und die Früchte beschädigen können.
Die Ernte erfolgt bei trockenem Wetter. Die Früchte werden mit Tüchern von Schmutz befreit und zwei Wochen lang an einem trockenen Ort gelagert. Die Kürbisse werden bei 70–75 % Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 5–15 °C gelagert. Sie werden so auf dem Boden oder in Regalen ausgelegt, dass sie sich nicht berühren.
Rezensionen
Der Povarenok-Kürbis ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die kleinere Früchte bevorzugen. Mit diesem Kürbis im eigenen Garten sichern Sie sich ein wertvolles Produkt, aus dem sich vielfältige kulinarische Köstlichkeiten zaubern lassen.









