Der Amazonas-Kürbis besticht bei Gärtnern durch seinen hervorragenden Geschmack und seine dekorativen Eigenschaften. Die kompakten Sträucher benötigen im Garten nur wenig Platz. Die kleinen Früchte eignen sich hervorragend zum Kochen. Die Pflanze ist krankheitsresistent und gedeiht unter verschiedenen Bedingungen gut. Das Gemüse ist lange haltbar und behält sein ansprechendes Aussehen.
Beschreibung des Strauchs und der Früchte
Ein Halbstrauch mit einem Hauptstamm von maximal 1 m Länge. Die Blätter sind mittelgroß und von einem satten, dunklen Grün.
Unterscheidungsmerkmale:
- Die Früchte sind klein, portioniert, flach-rund und wiegen zwischen 1 und 1,5 kg.
- Die Haut ist orange, manchmal mit längs verlaufenden hellen Streifen.
- Gemüse besitzt eine segmentierte Struktur.
- Das Fruchtfleisch ist leuchtend orange, mittel saftig, fest, stärkehaltig und sehr süß.
- Das Samennest ist groß und enthält kleine, elliptische, weiße Samen mit einem gräulichen Schimmer.
Kürbis eignet sich hervorragend für Beilagen und Salate und harmoniert gut mit Fleisch- und Fischgerichten. Er ergibt köstliche Crêpes und Pfannkuchen und ist somit ein gesundes Dessert. Auch in Suppen findet er häufig Verwendung, insbesondere in Kombination mit geräuchertem Fleisch.
Hauptmerkmale
Amazonka ist eine beliebte Sorte, die von den russischen Züchtern I. N. Dubinina, S. V. Dubinin und A. N. Lukyanenko entwickelt wurde. Nach erfolgreichen Tests im Jahr 2009 wurde sie offiziell für den Anbau zugelassen.
Diese mittelfrühe Sorte trägt 80–100 Tage nach der Keimung Früchte, typischerweise von August bis September. Bei guter Pflege sind Erträge von 363 bis 683 Zentnern Früchte pro Hektar möglich. Die Sorte ist robust und sehr krankheitsresistent, jedoch anfällig für Bakterienbrand.
Wie kann man anbauen?
Der Kürbis ist eine anspruchslose Melonenart, daher bereitet sein Anbau keine größeren Schwierigkeiten.
Amazonasbäume werden auf zwei Arten gepflanzt: mit oder ohne Setzlinge. Es ist wichtig, die Besonderheiten beider Methoden genau zu studieren und die wichtigsten Aspekte der Pflanzenpflege zu verstehen.
- ✓ Die optimale Bodentemperatur für die Aussaat sollte mindestens +10°C betragen.
- ✓ Beim Pflanzen sollte ein Abstand von mindestens 2 m zwischen den Pflanzen eingehalten werden, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten.
Aussaat
Eine ideale Lösung für den Anbau in südlichen Regionen. Beachten Sie diese Empfehlungen:
- Zuerst sollte man die Samen auf Keimfähigkeit prüfen: Man taucht sie in eine Salzlösung, rührt um und entfernt alle leeren Samen, die an die Oberfläche steigen.
- Zur Desinfektion verwenden Sie eine Mischung aus Holzasche (2 Esslöffel pro 1 Liter Wasser). Dadurch werden schädliche Mikroorganismen abgetötet und die Abwehrkräfte der Pflanzen gestärkt.
- Härten Sie die Samen ab, indem Sie sie zwei Tage lang bei 1 °C lagern. Legen Sie sie anschließend in ein feuchtes Tuch und stellen Sie sie an einen warmen Ort. Nach zwei Tagen geben Sie einen Wachstumsförderer wie Bernsteinsäure hinzu, der die Keimung beschleunigt und die Keimfähigkeit um 10 % erhöht.
Anpflanzen mit Setzlingen
Für gesunde und kräftige Sämlinge ist nährstoffreiche Erde wichtig. Sie können Ihre eigene Mischung aus Gartenerde, Torfmoos und Kompost herstellen. Desinfizieren Sie die Erde mit einer Kaliumpermanganatlösung. Auch gekaufte Erde kann Schädlingslarven und andere Verunreinigungen enthalten, daher ist eine Behandlung unerlässlich.
Wichtige Regeln:
- Säen Sie die Samen in trockene, saubere Behälter: Holzkisten, Torftöpfe, Plastikbecher oder spezielle Kassetten.
- Der optimale Abstand zwischen den Sämlingen beträgt mindestens 5 cm.
- Stellen Sie die Sämlinge an einen warmen, hellen Ort und befeuchten Sie sie alle 5–7 Tage mäßig. Düngen Sie sie nach zwei Wochen mit flüssigem organischem Dünger und nach 10 Tagen mit dem ersten Mineraldünger.
Pflanzen Sie die Setzlinge an einem kühlen Morgen. Bereiten Sie vor dem Pflanzen die Beete vor: Entfernen Sie Unrat, lockern Sie die Erde auf und mischen Sie Torf und Sägemehl unter. Amazonia bevorzugt lehmige und sandige Lehmböden.
Pflege
Verwenden Sie Regenwasser oder abgestandenes Wasser zum Gießen, da kaltes Wasser das Krankheitsrisiko erhöht. Bewässern Sie die Beete alle 10 Tage, am besten morgens oder abends, um Sonnenbrand zu vermeiden. Zur Stärkung der Pflanzen können Sie dem Gießwasser regelmäßig Asche oder Brennnesseltee hinzufügen.
Führen Sie weitere landwirtschaftliche Tätigkeiten durch:
- Regelmäßiges Jäten ist ein wichtiger Bestandteil der Gartenpflege. Unkraut sollte entfernt werden, da es mit den Nutzpflanzen um Nährstoffe konkurriert.
- Lockern Sie die Beete alle 10 Tage auf, um den Luftaustausch im Boden und die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln zu verbessern.
- Amazonien benötigt einen ausgewogenen Dünger, der mineralische und organische Düngemittel kombiniert. Als organische Zusätze eignen sich Asche, Brennnessel, Knoblauch und Zwiebeln – diese Aufgüsse nähren die Pflanzen nicht nur, sondern schützen sie auch vor Krankheiten.
Besonderes Augenmerk sollte auf Stickstoffdünger gelegt werden. Eine Lösung aus Superphosphat, Kaliumsalz und Ammoniumnitrat ist wirksam. Zweimal pro Saison ausbringen und dabei die Dosierung genau einhalten. Alternativ können auch Mineraldünger wie Uniflor, Juno oder Ogorodnaya Mix verwendet werden.
Besonderheiten des Anbaus und mögliche Schwierigkeiten
Eine Überdüngung mit mineralischen und stickstoffhaltigen Düngemitteln kann zu Problemen führen: Der Strauch treibt zwar kräftig aus, die Früchte bleiben aber klein. Beachten Sie daher folgende Hinweise:
- Nach dem Erscheinen der ersten beiden Blätter kann organischer Dünger, während der Fruchtbildung mineralischer Dünger verwendet werden. Nach Beginn der Blüte sollte auf organischen Dünger verzichtet werden. Vor der Fruchtbildung empfiehlt sich eine Düngung mit Phosphor-Kalium-Lösungen.
- Achten Sie auf den Säuregehalt des Bodens, da ein zu hoher Säuregehalt Geschmack und Qualität des Gemüses beeinträchtigt. Um diesen zu reduzieren, verwenden Sie Asche oder eine Hefelösung – das Gießen damit gilt als besonders wirksam.
Anbautipps von erfahrenen Gärtnern
Um eine reiche Ernte zu gewährleisten, sollten Sie einige Regeln beachten. Sie helfen, die Pflanzen vor Krankheiten zu schützen und den Geschmack des Gemüses zu verbessern.
Hilfreiche Tipps:
- Kürbisse sollten nicht in Gebieten angebaut werden, in denen zuvor Gurken, Zucchini und Kürbisgewächse angebaut wurden.
- Für einen maximalen Ertrag ist ein optimaler Pflanzabstand von 2x2 m erforderlich.
- Gieße das Wasser nicht direkt an die Wurzel, sondern in eine kreisförmige Rinne um den Strauch herum.
- Zu viel Wasser kann dazu führen, dass Gemüse reißt.
- Düngemittel sind gemäß den in der Gebrauchsanweisung angegebenen Dosierungen auszubringen.
- Um die Produktivität zu steigern, sollte Kalk ausgebracht werden, wodurch der Säuregehalt des Bodens gesenkt und er nährstoffreicher wird.
- Viele Gemüsebauern empfehlen die Tropfbewässerung – sie befeuchtet den Boden gleichmäßig, spart Wasser, verbessert die Photosynthese und versorgt die Wurzeln direkt mit Feuchtigkeit. Dieses System kann in allen Wachstumsphasen eingesetzt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Amazonia kann von Bakterienwelke befallen werden: Die Früchte werden weich und faulen, es bilden sich Flecken auf den Blättern, und schließlich stirbt der Strauch ab. Um dem vorzubeugen, besprühen Sie die Pflanzen mit einer Seifenlösung (100 g geriebene Waschseife auf 5 Liter Wasser) – dadurch bildet sich ein Schutzfilm auf den Blättern. Die Pflanzbeete behandeln Sie mit einer Kupfersulfatlösung.
Eine weitere häufige Krankheit ist das Gelbmosaik. Es zeigt sich durch ein leuchtend gelbes Muster auf den Blättern, was zu Verformungen des Gemüses und einer Minderung seiner Marktfähigkeit führt. Um dem vorzubeugen, verwenden Sie Farmayod 3 und entfernen Sie Unkraut und Pflanzenreste umgehend.
Die gefährlichsten Schädlinge sind Nacktschnecken und Weiße Fliegen, die bei hoher Luftfeuchtigkeit und mangelnder Pflege besonders aktiv sind. Holzasche ist ein wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel – sie kann entweder trocken oder als Spray verwendet werden.
Sammlung und Lagerung
Ernten Sie die Kürbisse, sobald die Stängel verholzt sind, die Blätter vertrocknen und gelb werden und die Kürbisse selbst eine leuchtende Farbe angenommen haben und eine feste Schale besitzen. Trockenes Wetter ist empfehlenswert.
Schneiden Sie das Gemüse mit Stiel – so hält es sich länger. Bei warmem und trockenem Wetter können Sie die geernteten Kürbisse ein paar Tage im Garten trocknen lassen. Lagern Sie sie anschließend an einem dunklen Ort bei 5 bis 15 °C, zum Beispiel im Keller oder in der Speisekammer.
Für und Wider
Um mögliche Schwierigkeiten beim Anbau zu vermeiden, ist es wichtig, die Eigenschaften der jeweiligen Sorte sorgfältig zu studieren. Amazon bietet viele Vorteile:
Zu den Nachteilen dieser Sorte zählen laut Gärtnern ihre Empfindlichkeit gegenüber dem Säuregehalt des Bodens, mögliche Schädlingsbefälle und das Risiko einer Krankheitsinfektion bei unsachgemäßer Anwendung von Anbaumethoden.
Rezensionen
Der Amazonas-Kürbis ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die eine hochwertige und pflegeleichte Sorte suchen. Er überzeugt durch seinen regelmäßigen Fruchtansatz, seine gute Krankheitsresistenz und seine lange Haltbarkeit. Bei richtiger Pflege liefert er köstliches, hochwertiges Gemüse. So können Sie den ganzen Winter über gesunde Gerichte genießen.








