Die Steckrübe ist ein gesundes und einfach anzubauendes Gemüse. Ihre Wurzeln sind genauso nahrhaft und gesund wie die von Speiserüben, und sie kann fast überall in Russland angebaut werden, mit Ausnahme des Hohen Nordens.
Um welche Gemüsesorte handelt es sich und welche Eigenschaften hat sie?
Die Steckrübe ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Man nimmt an, dass sie durch die Kreuzung von Speiserüben und Kohl entstanden ist. Vom Kohl erbte die Steckrübe die Größe und Form ihrer Wurzel, ihre Wurzeln sind jedoch etwas größer, dichter und süßer.
Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine Wurzel und eine sich ausbreitende Rosette. Im zweiten Jahr erscheinen Samenkapseln an Blütenstielen.
Beschreibung des Wurzelgemüses:
- Hautfarbe – rotviolett oder graugrün;
- Fruchtfleischfarbe – weiß oder gelb;
- Die Form hängt von der Sorte ab und kann zylindrisch, rund-flach, oval oder rund sein;
- Geschmack – würzig-süß, ohne Bitterkeit;
- Gewicht – bis zu 0,5 kg.
Beliebte Sorten:
- Hera;
- Krasnoselskaya;
- Nowgorod;
- Strahlender Traum;
- Vereiskaya.
Das Gemüse ist reich an Vitamin C, Eiweiß, Ballaststoffen, Pektin, Ascorbinsäure, Beta-Carotin, B-Vitaminen und ätherischen Ölen. Es ist besonders im Winter vorteilhaft, wenn der Körper einen Vitaminmangel hat.
Steckrüben sind kontraindiziert:
- bei Gastritis, Geschwüren, Colitis;
- Allergie oder individuelle Unverträglichkeit;
- Alter bis zu 4 Jahren.
Sind Steckrübenblätter essbar?
Im Sommer kann man nicht nur die Wurzeln, sondern auch die Blätter essen. In manchen Ländern sind sie fester Bestandteil der traditionellen Küche. Steckrübenblätter werden in Salaten, Suppen und Hauptgerichten verwendet.
Steckrübenblätter sind leicht bitter und werden daher gekocht. Nach dem Kochen oder Überbrühen werden die Blätter weich, zart und haben einen angenehmen Geschmack.
Merkmale des Anbaus und der Pflege
Die Steckrübe ist eine robuste und kälteresistente Pflanze. Sie gedeiht am besten in gemäßigten Klimazonen.
Wachsende Merkmale:
- Temperatur. Das Gemüse verträgt Hitze und Trockenheit schlecht. Für die Keimung reichen Temperaturen von 1 bis 3 °C aus, für eine gleichmäßige Keimung sind jedoch Temperaturen von 5 bis 7 °C erforderlich.
Bei günstigen Temperaturen (15–18 °C) erfolgt die Keimung innerhalb von 4–5 Tagen. Verzögert sich der Frühling, können die Pflanzen später zu blühen beginnen. - Anbaumethoden. Steckrüben werden üblicherweise durch Direktsaat ins Freiland ausgesät. In Regionen mit spätem Frühling werden Jungpflanzen verwendet.
- Feuchtigkeit. Der Boden in den Beeten sollte mäßig feucht sein. Der größte Wasserbedarf besteht im ersten Entwicklungsmonat.
Aussaat im Freiland
Die Aussaat beginnt früh. Ihr Erfolg hängt vom richtigen Pflanzzeitpunkt und der Einhaltung der landwirtschaftlichen Praktiken ab.
Boden- und Lichtanforderungen
Die Steckrübe ist eine Langtagpflanze, das heißt, sie benötigt 13 Stunden Licht pro Tag für Blüte und Fruchtbildung. Sie wird typischerweise an hellen Standorten angebaut, verträgt aber auch etwas Schatten recht gut.
- ✓ Der pH-Wert muss unbedingt im Bereich von 6-6,5 liegen; bereits eine Abweichung von 0,5 kann den Ertrag erheblich verringern.
- ✓ Der Boden sollte ein hohes Wasserspeichervermögen aufweisen, jedoch kein stehendes Wasser enthalten.
Boden- und Standortanforderungen:
- Fruchtbarkeit;
- Luftdurchlässigkeit;
- hohes Wasserhaltevermögen;
- mäßiger Säuregrad pH = 6-6,5 (auf sauren Böden bringt das Gemüse geringe Erträge);
- Die besten Vorgänger sind Getreidearten, Hülsenfrüchte, Nachtschattengewächse und Kürbisse.
Steckrüben gedeihen in nahezu jedem Bodentyp. Ihre Wurzeln entwickeln sich am besten in fruchtbaren Auenböden und kultivierten Podsolböden.
Kontraindikationen für den Anbau:
- sandige, sumpfige und lehmige Gebiete;
- saure Böden (sie werden vor der Bepflanzung gekalkt).
Pflanztermine
Rüben werden nicht nach dem Kalender, sondern nach dem agronomischen Zeitplan ausgesät, sobald die Temperatur +5…+6°C erreicht. Eine Aussaat bei niedrigeren Temperaturen führt dazu, dass ein Großteil der Pflanzen blüht und die Ernte ausbleibt.
Die Aussaat im Freiland erfolgt gleichzeitig mit Weizen, Gerste und anderen Sommergetreidearten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Blüte des Huflattichs.
Ungefähre Termine nach Region:
- in der mittleren Zone: Ende April – Anfang Mai;
- im Süden: Mitte April – Anfang Mai;
- Sibirien: Mitte Mai;
- Ferner Osten: Anfang bis Mitte Mai.
Aussaatmuster und -tiefe
Die Pflanzstelle wird einige Monate im Voraus vorbereitet. Die Beete werden spatentief umgegraben, wobei Pflanzenreste, Steine und andere Verunreinigungen entfernt werden.
Folgendes wird für die Ausgrabung hinzugefügt:
- 5 kg Humus pro 1 m²;
- Mineralzusammensetzung (30 g Superphosphat, Ammoniumnitrat und Kaliumsalz pro Quadratmeter).
Die Samen werden vorbereitet. Sie werden 30 Minuten lang in 55 °C heißem Wasser eingeweicht. Zur Desinfektion werden sie 2–3 Stunden in einer 1%igen Kaliumpermanganatlösung eingelegt. Anschließend werden sie gewaschen, getrocknet und zur besseren Aussaat im Verhältnis 1:1 mit Sand vermischt (z. B. 10 g Sand pro 10 g Samen).
Die Aussaatmenge beträgt 0,2 g Saatgut pro Quadratmeter. Landwirte empfehlen, nicht mehr als 20 Pflanzen pro Quadratmeter anzubauen.
Vorgehensweise beim Anpflanzen im Freiland:
- Die Furchen sollten in Abständen von 30-40 cm zueinander angelegt werden.
- Streut die Samen aus und vergrabt sie tief:
- auf lockeren Böden um 2,5 cm;
- Bei schweren Böden genügen 1,5 cm.
- Mit einer Schicht Erde bestreuen und leicht andrücken.
- Wasser mit warmem, abgestandenem Wasser.
Um ein späteres Ausdünnen des Beetes zu vermeiden, werden die Samen sorgfältig in Furchen im Abstand von 5-6 cm ausgelegt (etwa 20 Stück pro laufendem Meter).
Bei drohendem starkem Frost sollten die Pflanzen mit Plastikfolie abgedeckt werden. Steckrüben vertragen jedoch im Frühjahr in der Regel auch Kälteeinbrüche gut.
Anzucht mit Sämlingen
Das Auspflanzen junger Steckrübensetzlinge ins Freiland ermöglicht eine schnellere Ernte. Zwar ist dieser Prozess aufwändiger, doch die Steckrüben können so 3–4 Wochen früher geerntet werden als bei der Aussaat. Dies ist besonders wichtig in Regionen mit kurzen Sommern und kalten Frühlingen.
Zeitpunkt der Aussaat und Pflanzung im Freiland
Samen für Jungpflanzen werden 40–50 Tage vor dem gewünschten Pflanztermin ausgesät. Das Umpflanzen erfolgt, sobald die Pflanzen 5–6 Blätter gebildet haben.
Pflanzen Sie die Setzlinge bei bewölktem, windstillem Wetter, entweder morgens oder abends, ins Freiland. Der beste Zeitpunkt dafür ist etwa im Mai, wenn die Temperaturen 15–16 °C erreichen.
Wie sät man Steckrübensetzlinge?
Zuerst werden die Samen in einer Lösung aus geriebenem Knoblauch (25 g pro 100 ml Wasser) desinfiziert. Die gewaschenen Samen werden zum Keimen auf ein feuchtes Tuch gelegt.
Aussaatreihenfolge:
- Bereiten Sie Behälter oder Kisten vor. Füllen Sie diese mit nährstoffreichem Substrat. Die Behälter sollten Abflusslöcher haben, da sich sonst Wasser staut.
- Sobald die Samen keimen, pflanzen Sie sie in einer Tiefe von 1-1,5 cm. Schema:
- Der Abstand zwischen den Samen beträgt 2-3 cm;
- zwischen den Reihen 6-7 cm.
- Decken Sie die mit Pflanzen befüllten Kisten mit transparentem Material (Glas, Polyethylen) ab.
- Die Temperatur im Mini-Gewächshaus sollte bei +17…+18°C gehalten werden.
- Sobald die Sämlinge erscheinen, entfernen Sie den Deckel und stellen Sie die Behälter in einen Raum mit einer niedrigeren Temperatur (+6…+8°C).
- Nach einer Woche sollten die Pflanzen wieder an einen warmen Ort (bei einer Temperatur von +12…+15°C) gebracht werden.
Pflege von Sämlingen
Die Setzlinge benötigen etwa einen Monat Pflege, bevor sie ins Freiland gepflanzt werden können. Dazu gehört die Einhaltung der richtigen Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Beleuchtung und Nährstoffversorgung.
Pflegegrundsätze:
- Härten. Die Pflanzen werden 10–14 Tage vor dem Einpflanzen regelmäßig ins Freie gebracht. Anfangs nur für 20–30 Minuten zur Akklimatisierung. Die Dauer dieser Spaziergänge wird dann allmählich auf 3–4 Stunden verlängert.
- Bewässerung. Die Sämlinge werden je nach Bodenbeschaffenheit regelmäßig gegossen. Der Boden sollte nicht austrocknen, Staunässe jedoch unbedingt vermieden werden. Die Gießhäufigkeit wird individuell festgelegt, da sie von den Wachstumsbedingungen abhängt. Am besten gießt man morgens.
- Lockerung. Um eine ausreichende Luftzufuhr zu den Wurzeln zu gewährleisten, wird nach dem Bewässern der Boden zwischen den Reihen aufgelockert.
- Beleuchtung. Bei unzureichenden Tageslichtstunden beginnen die Sämlinge zu strecken. In diesem Fall wird künstliches Licht eingesetzt, um mindestens 13 Stunden Tageslicht zu gewährleisten.
- Verdünnung. Sobald die Sämlinge einige Blätter entwickelt haben, sollten überzählige Pflanzen ausgekniffen werden. Der optimale Abstand zwischen benachbarten Pflanzen beträgt 5–6 cm.
Steckrüben lassen sich nicht gut verpflanzen, daher ist kein Pikieren nötig. Säen Sie direkt in geeigneten Abständen und vereinzeln Sie die Jungpflanzen gegebenenfalls. Steckrüben-Setzlinge werden nur einmal direkt ins Freiland verpflanzt.
Landeregeln
Wenn das Wetter günstig ist und die Sämlinge die gewünschte Größe erreicht haben, werden sie verpflanzt.
Befehl:
- Befeuchten Sie die Erde in den Pflanzgefäßen, damit die Setzlinge später leicht entnommen werden können, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Bohren Sie in den Beeten Löcher im Abstand von jeweils 20 cm.
- Die Pflanzflächen mit warmem, stehendem Wasser bewässern (etwa 500 ml pro Pflanzloch).
- Nehmen Sie die Pflanze aus dem Pflanzkasten.
- Setzen Sie den Sämling so in das Loch, dass der Hals über der Erde liegt.
- Bestreuen Sie die Wurzeln mit lockerer Erde und drücken Sie diese mit den Händen fest.
- Wasser (1/4 l). Sobald das Wasser aufgesogen ist, mit Torf oder Humus mulchen.
Wie pflegt man Steckrüben im Freiland?
Die Pflanze ist pflegeleicht. Zu den Standardpflegemaßnahmen gehören ausreichende Feuchtigkeit, Unkrautbekämpfung, Düngung und Schädlingsbekämpfung.
Bewässerung
Bei Trockenheit werden Steckrüben bitter und ihr Fruchtfleisch zäh. Bei zu viel Feuchtigkeit werden die Wurzeln wässrig und geschmacklos.
Bewässerungseinrichtungen:
- Während der Wachstumsperiode etwa 4-6 Mal gießen;
- Der Wasserverbrauch beträgt 10 Liter pro Quadratmeter.
Die beim Gießen freigelegten Wurzeln werden mit Erde bedeckt.
Dünger
Steckrüben haben eine relativ lange Wachstumsperiode. Daher benötigen sie zusätzliche Düngung. Die erste Düngung erfolgt zwei Wochen nach der Pflanzung. Menge und Art des Düngers hängen von den jeweiligen Bodenverhältnissen ab.
Perioden:
- Zum ersten Mal. Im Stadium der Bildung der ersten richtigen Blätter (etwa im Juni) sollten Stickstoff- und Phosphordünger in einer Menge von ca. 0,3 Litern pro Pflanze ausgebracht werden:
- Nitrophoska 1 EL pro 10 Liter Wasser;
- Flüssige organische Substanz (1 kg Mist wird in 10 Litern Wasser verdünnt).
- Zum zweiten Mal. Während des Reihenschlusses werden Phosphor-Kalium-Mineralmischungen ausgebracht. Zum Beispiel Superphosphat (20-30 g Granulatdünger pro Quadratmeter Pflanzfläche).
- Die erste Düngung sollte 2 Wochen nach der Pflanzung mit Stickstoff- und Phosphordünger erfolgen.
- Die zweite Düngung sollte während des Reihenschlusses mit Phosphor-Kalium-Mischungen erfolgen.
- Um die Qualität von Wurzelgemüse zu verbessern, sollten die oberirdischen Pflanzenteile während der Wachstumsperiode mit Borsäure besprüht werden.
Während der Vegetationsperiode empfiehlt es sich, die oberirdischen Pflanzenteile mit Borsäure zu besprühen. Zur Blattdüngung wird eine Lösung aus 10 g Borsäure und 2 g Kaliumpermanganat in 10 Litern Wasser hergestellt. Die Aufwandmenge beträgt 1 Liter Lösung pro Quadratmeter.
Während der Hauptwachstumsphase können die unteren Blätter der Steckrübe austrocknen und absterben. Dies ist kein Krankheitssymptom oder eine Reaktion auf ungünstige Bedingungen, sondern eine natürliche Eigenschaft der Pflanze.
Unkraut jäten, auflockern, ausdünnen
Es wird empfohlen, agronomische Maßnahmen 1–2 Tage nach der Bewässerung durchzuführen. Beim Hacken ist Vorsicht geboten, um die Wurzelkulturen nicht zu beschädigen. Regelmäßiges Mulchen des Bodens verlangsamt die Verdunstung, hemmt das Unkrautwachstum und reduziert den Bedarf an Bodenbearbeitung.
Das Ausdünnen sollte in Beeten mit im Freiland angebauten Pflanzen erfolgen. Die schwächsten Pflanzen werden entfernt, die kräftigen bleiben stehen.
Das Verfahren wird in zwei Schritten durchgeführt:
- Die erste Pflanzung erfolgt, sobald die ersten Blätter erscheinen. Pro 10 cm werden zwei Pflanzen stehen gelassen.
- Die Steckrübe wird ein zweites Mal ausgedünnt, sobald vier Laubblätter erscheinen. Zwischen benachbarten Pflanzen sollten 20 cm Abstand gehalten werden.
Steckrüben, die als Setzlinge gezogen werden, müssen nicht vereinzelt werden. Sie werden direkt im vorgegebenen Abstand gepflanzt.
Behandlung gegen Krankheiten
Die Steckrübe besitzt ein starkes Immunsystem, kann aber unter ungünstigen Bedingungen und bei Nichteinhaltung der landwirtschaftlichen Praktiken von verschiedenen Krankheiten, meist Pilzkrankheiten, befallen werden.
Krankheiten der Steckrübe und Behandlungsmethoden sind in der Tabelle aufgeführt:
| Name der Krankheit | Schadenssymptome | Kontrollmaßnahmen |
| Fomoz | Die Blätter bekommen graubraune Flecken und die Wurzeln verfaulen. | Besprühen mit 1%iger Bordeauxbrühe (1,5 l pro 100 m²). |
| Bakteriose | Die Spitzen verfärben sich gelb, werden glitschig und riechen nach Verwesung. | Saatgutbehandlung mit heißem Wasser, Besprühen mit 1%iger Bordeauxbrühe (1,5 l pro 100 m²) und Bestreuen mit Asche (250 g pro m²). |
| Kila | Wurzelgemüse wird von Wucherungen überzogen. | Bewässerung mit Kalklösung (pro Quadratmeter werden 10 Liter Wasser verwendet, in dem 500 g Kalk gelöst sind). |
| Schwarzbein | Der Wurzelhals wird dünn und schwarz, die Blätter trocknen aus. | Kranke Pflanzen entfernen, den Boden mit Kaliumpermanganat (5 g pro 1 m²) und Asche (250 ml Glas), vermischt mit Kupfersulfat (1 TL), bestreuen. |
Schädlinge und ihre Bekämpfung
Insekten befallen alle Teile der Steckrübenpflanze. Wird die Pflanze nicht umgehend behandelt, kann dies zu einem Totalausfall der Ernte führen.
Schädlinge und Bekämpfungsmöglichkeiten:
- Kreuzblütler-Flohkäfer. Es handelt sich um kleine, springende Insekten von 2–3 mm Größe. Sie fressen Löcher in die Blätter. Bekämpft werden können sie durch Bestäuben der Sämlinge mit Tabakstaub (20–30 g pro Quadratmeter).
- Kohlfliege. Die Larven sind parasitär und fressen Gänge durch die Wurzeln. Regelmäßiges Mulchen und das Ausheben von Löchern in der Nähe der Wurzeln, in die Tabakkrümel (10–15 g pro Loch) gestreut werden, helfen, die Ernte zu retten.
- Kohlblattlaus. Es siedelt auf den oberirdischen Pflanzenteilen und saugt den Saft aus. Der Schädling wird mit einer Lösung aus Waschseife (150 g in 10 Litern Wasser verdünnt, abgeseiht) bekämpft. Es liegen keine genauen Angaben zum Verbrauch der Lösung vor. Blätter und Blattstiele werden allseitig gründlich befeuchtet.
- Maulwurfsgrille. Dieses große, unterirdisch lebende Insekt, bis zu 5 cm lang, frisst Hohlräume in Früchten und nagt an den Wurzeln junger Pflanzen. Bekämpfen Sie diesen Schädling mit Insektiziden. Beispiele hierfür sind Medvetoks (30 g pro 10–15 Laufmeter ausbringen) und Grom (1 g pro Quadratmeter ausbringen).
Kann man Steckrüben im Winter pflanzen?
Gemüse kann nicht nur im Frühjahr, sondern auch vor dem Winter ausgesät werden. Unter Schnee überwinternde Samen bringen Sämlinge mit hoher Krankheitsresistenz hervor. Sie sind widerstandsfähiger als Frühjahrskulturen, wachsen gleichmäßig und liefern eine gute Ernte.
Besonderheiten der Winteraussaat:
- Aussaat im Spätherbst, nach den ersten richtigen Frösten, wenn der Boden bis in eine Tiefe von 5 cm gefroren ist.
- Vor der Aussaat werden die Beete aufgelockert und mit organischem und mineralischem Dünger bestreut. In die im Abstand von 20 cm ausgehobenen Löcher werden 1–2 cm Sand gegeben, einige Steckrübensamen daraufgelegt und die Erde mit Kompost bedeckt.
- Die Pflanzen werden mit warmem Wasser bewässert, und die Beete werden mit Fichtenzweigen und Laub bedeckt.
Reinigung und Lagerung
Rüben, die für die Langzeitlagerung bestimmt sind, werden im September oder Oktober, aber immer vor dem ersten Frost, geerntet. Andernfalls faulen die Wurzeln während der Lagerung. Dieser Vorgang erfolgt bei trockenem Wetter.
Reinigungs- und Aufbewahrungsfunktionen:
- Die Früchte werden so beschnitten, dass keine Stiele mehr vorhanden sind. Sie werden von Erde befreit, getrocknet und in Kisten oder Säcken gelagert. Um die Haltbarkeit der Steckrüben zu verlängern, werden sie mit Flusssand bestreut.
- Im Keller lagern. Optimale Temperatur: +5 °C, Luftfeuchtigkeit bis zu 95 %.
- Wurzelgemüse lässt sich nach dem Waschen, Schälen und Zerkleinern einfrieren. Steckrüben können außerdem fermentiert, getrocknet und eingelegt werden.
Hilfreiche Tipps
Steckrüben anzubauen ist einfach. Um jedoch eine qualitativ hochwertige Ernte zu erzielen, lohnt es sich, den Rat erfahrener Gärtner zu beherzigen.
Hilfreiche Tipps:
- Nachdem die Folie oder das Glas von dem Behälter entfernt wurde, in dem die Sämlinge wachsen, werden sie 3 Tage lang nicht gegossen.
- Die Sämlinge werden 1-2 Mal pro Woche durch Besprühen bewässert.
- Es wird empfohlen, die Pflanze neben Blattgemüse, Salat und Heilkräutern anzubauen, jedoch ist die Nähe zu Pflanzen der Kohlfamilie (Rüben, Radieschen, Kohl) ungünstig.
Ein erfahrener Gärtner erklärt im folgenden Video, wie man Steckrüben anbaut:
Der Anbau von Steckrüben ist nicht besonders schwierig. Die Einhaltung geeigneter Anbaumethoden, rechtzeitiges Gießen und Düngen sind der Schlüssel zu einer qualitativ hochwertigen Ernte.



