Radieschen Sora ist eine innovative F1-Hybride, die zeigt, wie schwierig es ist, Saatgut für den Eigenanbau zu gewinnen. Die Sorte gilt als pflegeleicht und ertragreich, erfordert aber die Einhaltung einfacher Anbaurichtlinien.
Beschreibung
Der Sora-Rettich wurde Ende des letzten Jahrhunderts von niederländischen Züchtern entwickelt. Die Sorte tauchte 2001 in Russland auf und wurde anschließend in das staatliche Sortenregister des Landes aufgenommen.
Es handelt sich um ein frühreifes Gemüse, das innerhalb von 20–25 Tagen nach dem Keimen reif ist. Verlängert man die Reifezeit auf einen Monat, erhält man größere Wurzelgemüse.
Radieschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Hohlräume aufweisen und selbst überreife Früchte ihre zarte Konsistenz und Saftigkeit behalten. Sie gedeihen unter verschiedensten Bedingungen – auf der Fensterbank, im Garten oder im Gewächshaus – und vertragen Kälte gut, wodurch sie sich ideal für die Aussaat im frühen Frühling eignen.
Bodenanforderungen:
- Säuregrad – neutral oder schwach;
- Struktur – leicht, fruchtbar;
- Bodentyp – Torf, sandiger Lehm;
- Die Mindesttemperatur für die Pflanzung beträgt 0 Grad.
- ✓ Für optimales Wachstum sollte der pH-Wert des Bodens strikt zwischen 6,0 und 7,0 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Pflanzzeiten je nach Region (Frühling, Winter):
- südliche Breiten: Mitte März – Anfang April, November;
- mittlere Zone: Mitte bis Ende April, Oktober;
- Nördliche Regionen: Ende Mai – Anfang Juni, September.
Aussehen
Wie sieht Sora-Rettich aus?
- Fruchtdurchmesser – 3-5 cm;
- Gewicht – 20-40 g;
- Das Fruchtfleisch ist zart und saftig;
- Kronenform – spärlich, niedrig, ausladend;
- Die Frucht hat eine perfekt runde und glatte Form;
- Radieschenfarbe – tiefrosa;
- Die Schale ist dünn.
Für und Wider
Die Sora-Hybride zeichnet sich durch eine signifikante Anzahl von Vorteile:
- hohe Keimungsrate – bis zu 85-90%;
- Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen klimatischen Bedingungen, Kälte;
- Haltbarkeit und Marktfähigkeit – 97-98%;
- Transportierbarkeit (die Sorte kann über weite Strecken transportiert werden);
- hervorragende Ausbeute;
- Fehlen von Pfeilen bei Überreife;
- Speicherdauer;
- Reifungsgeschwindigkeit;
- erhöhte Immunität gegen Schädlinge und Krankheiten;
- Möglichkeit des ganzjährigen Anbaus;
- Wächst im Schatten und im Sonnenlicht.
Mängel:
- die Notwendigkeit des Ausdünnens (ansonsten bleiben die Wurzelgemüse klein);
- Unverträglichkeit gegenüber übermäßiger Bewässerung, die dazu führt, dass das Gemüse verfault und seinen Geschmack und seine Konsistenz beeinträchtigt.
Produktivität und Anwendungsgebiete
Bei strikter Einhaltung der Pflegehinweise können Sie 70-75 Zentner Obst pro Hektar und 2-3 kg Obst pro Quadratmeter ernten.
Radieschen Sora wird innerlich verzehrt – in Salaten, Vorspeisen, kalten Gerichten und Suppen.
Vorbereitung zur Landung
Um die Keimung zu verbessern, sollten die Samen vorbereitet werden. Bei professionell verpackten Samen ist keine weitere Behandlung erforderlich.
Regeln für die Saatgutaufbereitung:
- Sortieren Sie die Radieschensamen von Hand und entfernen Sie beschädigte Samen. Für die Aussaat eignen sich am besten Samen mit einem Durchmesser von 3 mm – diese gelten als robust.
- Weichen Sie die Sämlinge in warmem Wasser ein, um die Keimung zu beschleunigen. Dieser Vorgang sollte 10–12 Stunden dauern.
- Um das Wachstum zu fördern, verwenden Sie spezielle Stimulanzien, die die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge weiter erhöhen. Diese können auf Silberionen, anorganischen Salzen, Molybdän und Bor basieren.
Natürliche Substanzen wie Holzasche, Aloe-vera-Saft, Kräuter und Honig können für denselben Zweck verwendet werden. Die Einweichzeit beträgt 8 Stunden. - Zur Desinfektion legt man die Samen in Wasser mit einer Temperatur von +50 Grad oder in eine schwache Kaliumpermanganatlösung.
- Die Samen sollten vor dem Einpflanzen unbedingt in der Sonne erwärmt werden.
- Führen Sie eine Blasenbildung durch. Durch dieses Verfahren wird die Ölschicht entfernt, was die Keimung der Samen erhöht.
So geht's: Füllen Sie den Behälter bis zur Hälfte mit warmem Wasser und geben Sie das Pflanzmaterial hinzu. Führen Sie anschließend den Schlauch der Luftpumpe (für Aquarien) ganz nach unten und schließen Sie sie an. Lassen Sie sie mindestens 10 Stunden laufen.
Durch den Kontakt der Samen mit Luft werden Reaktionen im Wasser ausgelöst, wodurch die Ölschicht freigesetzt wird. Anschließend werden die Körner getrocknet.
Um die Keimung zu beschleunigen, verwenden Sie diese Methode:
- Sägemehl in eine Schale oder Kiste geben (Schichtdicke – 4-5 cm);
- großzügig mit Wasser in Zimmertemperatur befeuchten;
- Legen Sie die Samen auf eine feuchte Oberfläche;
- Mit Frischhaltefolie abdecken;
- Lass es 3 Tage ruhen, dann säe es in die Erde.
Anforderungen an die Bodenvorbereitung:
- Wählen Sie einen hellen Standort. Radieschen pflanzt man am besten nach Steckrüben, Meerrettich, Salat, Spinat und Rucola.
- Im Herbst sollten die Beete umgegraben und mit mineralischen und organischen Düngemitteln angereichert werden. Dazu gehören Humus, Kompost, Phosphor, Kalium und Stickstoff. Sie können Superphosphat (40 g) und Kaliumchlorid (15 g) verwenden.
- Neutralisieren Sie den Boden durch Kalkung. Bringen Sie 0,5 kg Kalk pro Quadratmeter aus.
- Ist der Boden zu dicht, sollte man Torf oder Flusssand hinzufügen.
- Im Frühjahr sollte die Bodenoberfläche mit Werkzeugen geebnet werden.
- Formen Sie Rillen oder Vertiefungen.
Pflanztechnologie
Radieschensorte Sora wird im Frühjahr oder Herbst gepflanzt, kann aber auch in gefrorenem Boden (Dezember bis Februar) ausgesät werden. Eigenschaften:
- Im Frühling Das Gemüse wird in vorbereiteten Beeten angebaut und bis zu einer Tiefe von 1,5 cm bewässert.
- Im Herbst Bedecken Sie die ausgesäten Samen einfach mit Kompost. Achten Sie darauf, dass die Samen trocken sind. Die Tiefe beträgt 2–3 cm.
- Im Winter Schnee räumen, Samen auslegen und mit Kompost bedecken. Die Samen 5 cm tief einlegen.
Technologien zum Anbau von Radieschen (Sora):
- Klebebandmethode Bei dieser Methode werden die Gemüsepflanzen in zwei Reihen angebaut. Dazu werden zunächst zwei Reihen mit einem Abstand von maximal 5 cm angelegt. Anschließend wird ein weiterer Streifen im Abstand von 15 cm angelegt, wodurch zwei weitere Reihen entstehen.
- Festkörpermethode – Pflanzmuster zwischen den Reihen und Samen 5x5 cm.
Es genügt, pro Loch einen Samen zu legen, da diese Sorte eine hohe Keimrate aufweist. Die Keimdauer beträgt in der Regel 5–6 Tage.
Der Landevorgang nach den vorbereitenden Maßnahmen:
- Graben Sie Löcher bis zur erforderlichen Tiefe;
- Den Boden leicht anfeuchten;
- die Samen auslegen;
- mit einer Schicht Erde bedecken;
- den Boden leicht verdichten;
- Gieß es.
Moderne Gärtner verwenden Eierkartons zum Anpflanzen – sie bestehen aus natürlichen Materialien und haben vorgestanzte Zellen, was ein gleichmäßiges Fruchtwachstum ohne Ausdünnen gewährleistet.
Im Gewächshaus
Die Sora-Hybride verträgt Schatten gut und eignet sich daher hervorragend für den Anbau im Gewächshaus. Pflanz- und Pflegetipps:
- Die Pflanzen können im frühen Frühling, Herbst und Winter angebaut und bis April bzw. Januar geerntet werden.
- Wer ganzjährig ernten möchte, dem empfehlen Experten eine mindestens einmonatige Pause. Erst dann kann das Gewächshaus wieder genutzt werden, wobei der Boden gründlich gedüngt werden muss.
- Für ein Gewächshaus gilt die kontinuierliche Anbaumethode als die optimale Pflanztechnologie.
- Während der Keimlingswachstumsphase (etwa 20 Tage) sollte die Temperatur zwischen +5 und +10 Grad Celsius liegen. Anschließend wird die Temperatur auf +20 Grad Celsius erhöht.
- Luftfeuchtigkeit: maximal 85 %, optimal 70 %.
- Achten Sie darauf, das Gemüse täglich zu lüften, sonst verfault es.
- Radieschen sollten mäßig gegossen werden – es sollten keine wassergesättigten Klumpen oder zu trockene Schalen vorhanden sein.
- Man kann nicht in dem Boden pflanzen, in dem letztes Jahr Gemüse gewachsen ist – es ist besser, den Boden auszutauschen oder ihn großzügig zu wässern. Füttere michDie
- Die Pflanztiefe im Gewächshaus beträgt 1-1,5 cm.
- Diese Sorte benötigt viel Licht, daher sollte zusätzliches Licht bereitgestellt werden. Die Beleuchtung sollte jedoch nicht länger als 16–18 Stunden eingeschaltet bleiben, da dies zum Schossen führt.
Auf offenes Gelände
Bei der Aussaat im Freien ist es wichtig, während der Keimungsphase auf Frost zu achten. Sollten die Temperaturen sinken, decken Sie die Radieschen über Nacht mit Plastikfolie, Lutrasil oder Vlies ab.
Besonderheiten:
- Vermeiden Sie zu sonnige Standorte, da direkte Sonneneinstrahlung einen negativen Einfluss auf Wurzelgemüse hat;
- In den ersten Tagen sollte die Pflanze mit Vliesstoff abgedeckt werden, um den Keimungsprozess zu beschleunigen.
- Es empfiehlt sich, zu mulchen, um den erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt aufrechtzuerhalten (verwenden Sie Torf, Laub oder Sägemehl).
- Da die Larven der Schädlinge in den Beeten verbleiben, sollte der Boden mit kochendem Wasser desinfiziert werden.
Wenn Sie größere Mengen Radieschen anbauen, verwenden Sie einen speziellen Saatbegrenzer für die Freilandsaat. Dieser besteht aus Brettern mit eingeschlagenen Zinken (deren Höhe der Saattiefe entspricht). Nachdem Sie die Beetoberfläche geebnet haben, setzen Sie den Beetbegrenzer auf und drücken ihn fest, um vorgefertigte Löcher zu erzeugen.
Pflegehinweise
Die Radieschensorte Sora ist in der Pflege völlig anspruchslos, daher genügt Folgendes:
- Sobald sich die ersten drei Blätter gebildet haben, sollten die Radieschen vereinzelt werden. Dies muss gegebenenfalls noch ein paar Mal wiederholt werden, vorausgesetzt, die Radieschen wurden dicht gesät (2–3 Samen pro Loch). Der ideale Pflanzabstand beträgt 5 cm. Dies ist ausreichend für normales Wurzelwachstum und Nährstoffaufnahme.
Beachten Sie folgende Hinweise: Vereinzeln Sie die Wurzeln nach dem abendlichen Gießen. Um das Wurzelgemüse vorsichtig aus dem Beet zu nehmen, halten Sie den Sämling mit einer Hand und die Erde um ihn herum mit der anderen fest. Drücken Sie die Erde leicht an und befeuchten Sie das Gemüse.
- Jäten Sie die Pflanzen – ziehen Sie das Unkraut mitsamt der Wurzel heraus, aber gehen Sie dabei vorsichtig vor, um das Wurzelsystem der Radieschen nicht zu beschädigen.
- In Dürrezeiten und im Sommer ist eine intensive Bewässerung erforderlich. Gießen Sie häufig in kleinen Mengen.
Die Düngung verdient besondere Aufmerksamkeit. Sie erfolgt in mehreren Schritten:
- Während der Keimlingsphase wird dem Boden eine Mischung aus 5 kg Kompost, 1 Tasse Holzasche, 10 g Harnstoff und 40 g Doppelsuperphosphat beigemischt. Diese Menge ist für 1 Quadratmeter berechnet.
- Während des Wurzelwachstums werden Mineralstoffe – Stickstoff, Phosphat und Kalium – benötigt. Diese werden auf der Bodenoberfläche verteilt, anschließend wird der Boden leicht aufgelockert. Die Düngung erfolgt nach dem Gießen.
- Zusätzlicher Dünger wird bei Bedarf ausgebracht, wenn sich die Blätter verfärben, welken und die Früchte nicht größer werden. Die Düngung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
- Die erste Düngung sollte 7 Tage nach der Keimung mit einer Harnstofflösung (10 g pro 10 l Wasser) erfolgen.
- Die zweite Düngung sollte zu Beginn der Wurzelbildung erfolgen, und zwar mit Kalium-Phosphor-Düngemitteln (20 g Superphosphat und 10 g Kaliumsalz pro 10 Liter Wasser).
Krankheiten und Schädlinge
Die Radieschensorte Sora gilt aufgrund ihres starken Immunsystems als nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge, kann aber gelegentlich von folgenden Insekten und Krankheiten befallen werden:
- Weißer Schmetterling und Kreuzblütler-Flohkäfer. Zur Bekämpfung und Vorbeugung eignet sich eine Lösung aus Holzasche (2 Tassen pro Eimer Wasser, ein Stück braune Waschseife hinzufügen) oder eine Tabakmischung (Zubereitung wie eine Aschemischung). Alternativ können Sie einen Tomatenaufguss zubereiten: Geben Sie die Tomatenblätter in ein Gefäß und fügen Sie Wasser und Essig hinzu (30 ml auf 10 Liter). Im Handel erhältliche Produkte sind beispielsweise Sherpa, Decis und Molniya. Mottenkugeln, die rund um das Haus gestreut werden, sind ebenfalls wirksam gegen Schädlinge.
- Kila – eine gefährliche Kohlkrankheit. Um ihre Entwicklung zu verhindern, werden die Samen desinfiziert und der Boden mit Kalk behandelt (400 g Kalk pro Eimer Wasser). Vor dem Pflanzen wird Holzasche in die Pflanzlöcher gegeben.
- Rauschbrand. Befallene Pflanzen entfernen und den Boden mit einem Antiseptikum (Manganlösung) behandeln. Die Krankheit äußert sich durch Fäulnis, daher Staunässe vermeiden. Vor dem Pflanzen die Beete mit einer Lösung aus 10 l Wasser und 40 g kolloidalem Schwefel wässern.
- Vaskuläre Bakteriose Dem wird vorgebeugt, indem das Pflanzmaterial desinfiziert und mit Fitolavin, Binoram, Trichodermin und Planriz behandelt wird.
Mögliche Probleme
Gartenanfänger stehen immer wieder vor verschiedenen Herausforderungen, und erfahrene Landwirte empfehlen, auf die häufigsten Faktoren zu achten:
- Der geringe Ertrag ist auf zu dichtes Pflanzenwachstum und unzureichendes Licht zurückzuführen.
- Kleinwüchsige Wurzelgemüse. Ursachen sind unter anderem unregelmäßiges Gießen, zu tiefes Pflanzen der Samen und Mineralstoffmangel.
- Das Aufplatzen von Radieschen ist eine Folge des Austrocknens aufgrund unzureichender Bewässerung.
- Das Schossen von Pflanzen kann durch zu viel Stickstoff, Überbelegung, unsachgemäße Bewässerung und übermäßige Hitze verursacht werden.
Ernte und Lagerung
Radieschen Sora lässt sich gut transportieren und ist lange haltbar, aber um dies zu erreichen, müssen die Ernte- und Lagerungsregeln befolgt werden:
- Überreife sollte vermieden werden, daher beginnt die Ernte 20 Tage nach dem Erscheinen der Keimlinge.
- Die Radieschen vorsichtig herausziehen, dabei mit einem Spaten leicht graben;
- Zur Aufbewahrung zu Hause werden die Spitzen abgeschnitten, anschließend wird das Gemüse in den Kühlschrank gestellt.
- Für den Langzeittransport wird die Ernte in belüftete Holzkisten verpackt und in einem kühlen Raum (Keller) gelagert.
Ein Video über Sora-Rettich
In diesem Video gibt ein erfahrener Gärtner nützliche Informationen über den Anbau und die Pflege der Radieschensorte Sora:
Rezensionen von Gärtnern
Der Sora-Radieschen ist bei vielen Gärtnern beliebt – er sieht schön aus, stellt keine besonderen Ansprüche an Anbaubedingungen oder Pflege und besticht durch seinen hervorragenden Geschmack und seine feine Konsistenz. Wenn Sie diese einfachen Tipps befolgen, können Sie schon bald eine reiche Ernte einfahren.


