Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ ist großfrüchtig und zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Färbung aus. Ihre panaschierten Früchte sind besonders groß und köstlich. Diese Salattomate ist eine hervorragende Wahl für jeden Hobbygärtner.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ erreicht eine mittlere, normale Größe und ist eine determinierte Sorte. Sie wird 0,7–1,2 m hoch. Das Laub ist mittelgroß. Die Blätter sind normal, dunkelgrün und mittelgroß.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Farbe unreifer Früchte: grün mit dunkelgrünen Streifen.
- Farbe reifer Früchte: Leuchtend rot mit goldenen Streifen.
- Bilden: gerundet.
- Anzahl der Kammern (Nester) in der Frucht: 4.
- Gewicht: 140-200 g
Am Hauptstängel bilden sich 7 Fruchtstände, in denen jeweils 6-7 Früchte reifen.
Die Geschichte der dicken Bootsmannstomate
Die Sorte wurde von Züchtern im Zentralen Sibirischen Botanischen Garten entwickelt. Im Jahr 2008 wurde die Tomatensorte „Fat Boatswain“ in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation aufgenommen und für den Anbau in allen Regionen des Landes empfohlen.
Autoren der jeweiligen Fachrichtung: G.A. Kudryavtseva, L.P. Altunina, Yu.V. Fotev.
Urheber: Agrofirma „Saatgut aus dem Altai“.
Der Geschmack von Früchten und ihr Zweck
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ hat einen süßen, leicht säuerlichen Geschmack. Das Fruchtfleisch reifer Tomaten ist mittelfest, saftig und prall, die Haut dünn, aber fest.
Die Früchte sind zum Frischverzehr bestimmt, können aber auch für verschiedene Wintergerichte verwendet werden.
Eigenschaften
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ ist eine mittelfrühe Sorte, die von der Keimung bis zur Fruchtreife 100–115 Tage benötigt. Der Ertrag liegt bei 5–6 kg/m². Bei optimaler Pflege kann ein einzelner Strauch bis zu 5 kg Früchte tragen.
Diese Tomatensorte ist sowohl hitze- als auch kälteresistent und weist zudem eine erhöhte Resistenz gegen das Tomatenmosaikvirus, Cladosporiose und Blütenendfäule auf.
Für und Wider
Die Sorte „Fat Boatswain“ lockt Gärtner nicht nur mit ihrem ungewöhnlichen und einprägsamen Namen, sondern auch mit weiteren Vorzügen wie Aussehen, Geschmack und agronomischen Eigenschaften. Bevor Sie diese interessante Sorte in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie sich mit ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Landemerkmale
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ kann mit oder ohne Abdeckung angebaut werden. Die Abdeckung ohne Abdeckung eignet sich besser für südliche Regionen; in allen anderen Regionen sind Gewächshäuser oder Folienabdeckungen vorzuziehen. In allen Klimazonen wird diese Sorte hauptsächlich aus Jungpflanzen gezogen.
Auswahl eines Standorts
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ ist sehr lichtbedürftig und benötigt 11–12 Stunden Tageslicht. Für den Anbau werden die wärmsten und sonnigsten Standorte gewählt.
Bodenvorbereitung
Tomaten benötigen fruchtbaren, gut durchlässigen Boden zum Wachsen und Gedeihen. Der optimale pH-Wert des Bodens für diese Kulturpflanze liegt zwischen 6 und 6,5. Die Vorbereitung des Pflanzortes für Tomaten beginnt im Herbst.
Der Boden wird von Pflanzenresten befreit und mit organischen und mineralischen Düngemitteln sowie weiteren bodenverbessernden Komponenten angereichert. Die organischen und mineralischen Düngemittel werden während der Bodenbearbeitung hinzugefügt.
Im Herbst können Sie Gründüngung und verschiedene Kreuzblütler wie Senf oder Ölrettich im Gewächshaus oder im Freiland aussäen. Das daraus entstehende Grün wird in den Boden eingearbeitet und reichert ihn mit organischer Substanz an.
Anwachsende Sämlinge
Die Sämlinge wachsen 60–65 Tage lang. Diese Zeitspanne muss vom voraussichtlichen Pflanztermin abgezogen werden, um den Aussaatzeitpunkt zu berechnen, der je nach Klimazone variiert. In gemäßigten Regionen erfolgt die Aussaat im März, im Süden Ende Februar.
Merkmale der Anzucht von Tomatensämlingen Fat Boatswain:
- Vor der Aussaat werden die Samen in einer Kaliumpermanganatlösung (1 g auf 200 ml Wasser) oder einem Knoblauchaufguss (2–3 zerdrückte Knoblauchzehen, 100 ml Wasser, nach 24 Stunden abseihen) desinfiziert. Alternativ werden die Samen in einem Wachstumsförderer wie Epine oder Energen Aqua eingeweicht, abgehärtet und zum Keimen gebracht.
- Zum Anpflanzen eignen sich Töpfe oder einzelne Pflanzgefäße mit Erde – entweder gekauft oder selbst hergestellt – aus Torf, Humus und Sand. Setzlinge können auch in Torftöpfen vorgezogen werden, die anschließend zusammen mit den Setzlingen in die Erde gepflanzt werden.
- Die Behälter werden mit Erde gefüllt, glattgestrichen und mit warmem, stehendem Wasser befeuchtet. Die Samen werden in Reihen innerhalb der Behälter ausgesät. Der Abstand zwischen den Samen beträgt 1,5–2 cm, der Reihenabstand 3 cm. Die Saattiefe beträgt 1 cm. Bei der Aussaat in einzelnen Behältern werden 3–5 Samen pro Behälter ausgesät. Nach der Aussaat werden die Samen erneut befeuchtet.
Die Behälter mit den Samen werden mit einer transparenten Folie abgedeckt und in einen warmen und hellen Raum gestellt, in dem die Temperatur bei +22…+25 °C gehalten wird.
Die Sämlinge werden 2 Monate lang aufgezogen, wobei folgende Behandlungen durchgeführt werden:
- In den ersten drei Wochen vor dem Umpflanzen die Sämlinge einmal wöchentlich gießen. Nach dem Umpflanzen alle zwei bis drei Tage gießen. Nur warmes, abgestandenes Wasser verwenden. Die Erde sollte leicht feucht sein, Staunässe jedoch unbedingt vermeiden, da diese zu einer unheilbaren Krankheit namens Schwarzbeinigkeit führen kann.
- Sämlinge werden pikiert, sobald sie zwei echte Blätter haben. Die Pflanzen werden aus Anzuchttöpfen in einzelne Töpfe umgepflanzt. Wurden sie in Bechern ausgesät, werden die Sämlinge in größere Töpfe umgepflanzt. Beim Pikieren werden die Wurzeln zusätzlich zum Umpflanzen um ein Drittel gekürzt.
- Nach der Ernte werden die Tomatensämlinge zweimal im Abstand von zwei Wochen mit Mehrnährstoffdünger gedüngt.
- Die Abhärtung der Sämlinge beginnt zwei Wochen vor dem Auspflanzen. Die Tomatenpflanzen werden ins Freie gestellt, wobei die Verweildauer im Freien schrittweise erhöht wird – beginnend mit einer halben Stunde und bis zu 8–10 Stunden. Falls die Nachttemperatur nicht unter 10 °C fällt, sollten die Sämlinge am Vorabend des Auspflanzens über Nacht im Freien bleiben.
Transplantation
Die Setzlinge werden entweder ins Freiland oder unter Plastikfolie gepflanzt. Bei der Folienfolie erfolgt die Aussaat früher – etwa zwei bis drei Wochen früher als im Freiland. Diese Methode wird angewendet, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und die Boden- und Lufttemperaturen 14 bis 16 °C bzw. 18 bis 22 °C erreicht haben.
Merkmale der Pflanzung von Fat Boatswain-Setzlingen:
- Zum Pflanzen graben Sie Löcher mit den Maßen etwa 15 x 20 cm. Die Größe sollte so bemessen sein, dass das Wurzelsystem der Setzlinge samt Wurzelballen problemlos hineinpasst.
- Das optimale Pflanzmuster beträgt 40 x 40 cm. Die Löcher werden in Reihen oder in einem Schachbrettmuster ausgehoben.
- Geben Sie eine Handvoll organischen Dünger und Holzasche in die Löcher. Alternativ können Sie auch granulierten Dünger aus Hühner- oder Pferdemist verwenden.
- Die Pflanzlöcher werden mit warmem, abgestandenem Wasser bewässert, die Erde kann sich setzen (eine halbe bis eine Stunde), und dann werden die Tomatensämlinge mithilfe der Umpflanzmethode hineingepflanzt. Sämlinge aus Torftöpfen werden zusammen mit ihren Töpfen in die Pflanzlöcher gesetzt.
- Die Tomatenwurzeln werden mit Erde bedeckt, angedrückt und um den Stängel herum eine Mulde geformt. Die Pflanzen werden gegossen, und sobald das Wasser eingezogen ist, wird der Boden mit Kompost, Stroh, Heu oder einfach trockener Erde abgedeckt.
Pflegehinweise
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ ist pflegeleicht, aber nicht anspruchsvoll. Bei normgerechten Wachstumsbedingungen, wie sie in der Landwirtschaft empfohlen werden, liefert sie mit Sicherheit eine gute Ernte an großen, schmackhaften und zahlreichen Früchten von hoher Qualität.
Bewässerung
Diese Sorte sollte man nur selten, dafür aber gründlich gießen. Normalerweise reicht es, die Sträucher ein- bis zweimal pro Woche zu gießen; bei Hitze und ausbleibendem Regen sollte man zwei- bis dreimal wöchentlich gießen.
Lockerung
Um eine gute Belüftung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den Boden nach dem Gießen und nach starkem Regen aufzulockern. Zu Beginn der Wachstumsperiode sollte der Boden 8–10 cm tief aufgelockert und die Tiefe dann allmählich auf 4–5 cm reduziert werden. Dies ist wichtig, da die Pflanzen flache Wurzeln entwickeln, die durch zu tiefes Auflockern beschädigt werden können.
Topdressing
Die Düngung der Tomatensorte „Fat Boatswain“ erfolgt nach Standardverfahren. Während der aktiven Wachstumsphase erhalten die Pflanzen Stickstoff und Phosphor, Holzasche und Mehrnährstoffdünger wie Nitroammophoska.
- ✓ Verwenden Sie ausschließlich Hartholz-Esche und vermeiden Sie Weichholz aufgrund seines hohen Harzgehalts.
- ✓ Die Asche muss vollständig abgekühlt und gesiebt werden, um größere Partikel zu entfernen.
Während der Blüte- und Fruchtphase benötigen Tomaten Kalium- und Phosphordünger, daher wird Superphosphat oder Kaliumsulfat an die Wurzeln gegeben.
Formgebung und Strumpfband
Es wird empfohlen, diese Sorte mit 2–3 Trieben zu erziehen. Die Pflanzen müssen außerdem regelmäßig gestutzt werden – entfernen Sie dazu die Triebe, die in den Blattachseln wachsen. Die Sträucher sollten an Rankhilfen oder Spalieren befestigt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Tomaten sind gegen die meisten Nachtschattenkrankheiten resistent, darunter Grauschimmel, Mosaikkrankheit und Verticillium-Welke. Dennoch benötigen die Pflanzen vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzinfektionen. Treten Symptome auf, sollten sie umgehend mit Fundazol oder Bordeauxbrühe besprüht werden.
- Behandeln Sie den Boden und die Pflanzen eine Woche vor dem Pflanzen mit einer Kupfersulfatlösung (50 g pro 10 l Wasser).
- Die Behandlung 2 Wochen nach der Pflanzung wiederholen.
- Zur Vorbeugung alle 10 Tage ein biologisches Präparat (Fitosporin) anwenden.
Blattläuse können der Tomatensorte „Fat Boatswain“ den größten Schaden zufügen. Auch Tomatenmotten und Maulwurfsgrillen treten häufig auf. Zur Insektenbekämpfung eignen sich Produkte wie Karate, Actofit, Profi oder ähnliche.
Ernte und Lagerung
Die Früchte reifen nacheinander, daher erfolgt die Ernte allmählich – von Ende Juli bis zum Frühherbst. Unreife Tomaten, die sich noch im Milchsaftstadium befinden, reifen drinnen wunderbar nach, ohne an Geschmack zu verlieren.
Tomaten werden an kühlen, schattigen Orten wie Kellern oder Souterrains gelagert. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 70–80 % und die Temperatur zwischen 3 und 4 °C. Braune (unreife) Tomaten werden in mit Papier ausgelegte Kisten gelegt.
Rezensionen
Die Tomatensorte „Fat Boatswain“ ist eine ausgezeichnete Wahl für Liebhaber ungewöhnlicher Sorten. Diese großfrüchtige Tomate mit Streifen, die an die Weste eines Bootsmanns erinnern, vereint alle Eigenschaften einer idealen Sorte: Sie ist ertragreich, schmackhaft, robust, vielseitig und hat hervorragende kommerzielle Eigenschaften.




