Die Tomatensorte Stolypin ist erst seit Kurzem auf dem Markt, erfreut sich aber bereits großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern und Sommergästen. Diese pflaumenförmige Sorte besticht durch hervorragenden Geschmack und gute Vermarktbarkeit, ergänzt durch beneidenswerte Eigenschaften und einfache Kultivierung.
Beschreibung der Sorte
Die Tomatensorte Stolypin ist eine determinierte Sorte. Sie erreicht eine Höhe von 60–100 cm. Sie hat mittelgroße, dunkelgrüne Blätter, einfache Blütenstände und gegliederte Stängel.
Die Sorte Stolypin bringt mittelgroße Früchte hervor. Diese besitzen 2–3 Samenkammern und wachsen in Büscheln von 5–6 Früchten. Optisch ähneln sie Pflaumentomaten.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Farbe der unreifen Früchte: hellgrün, ohne Fleck in der Nähe des Stiels.
- Farbe der reifen Früchte: rot.
- Form: elliptisch.
- Haut: glatt.
- Gewicht: 90-120 g.
Die Sorte Stolypin wurde von Mitarbeitern der renommierten russischen Firma Aelita LLC entwickelt. Autoren: N. V. Nastenko, V. G. Kachainik und M. N. Gulkin. Die Sorte wurde 2012 in das staatliche Sortenregister der Russischen Föderation aufgenommen.
Geschmack und Verwendungszweck von Früchten
Die Früchte der Sorte Stolypin sind süß, saftig und aromatisch. Die Süße des Fruchtfleisches wird harmonisch durch eine leichte Säure ausgeglichen.
Diese Sorte ist vielseitig verwendbar: Ihre Früchte werden frisch verzehrt, zum Kochen verwendet und zu Konfitüren verarbeitet. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich ideal zum Einkochen im Ganzen.
Hauptmerkmale
Stolypin besitzt hervorragende agronomische Eigenschaften und kann daher sowohl unter Folie als auch im Freiland angebaut werden. Diese Sorte ist in allen Regionen des Landes gedeihen.
Produktivität
Diese Tomatensorte ist sehr ertragreich. Im Gewächshausanbau liegt der Ertrag bei 8,0–8,5 kg/m². Ein Strauch trägt durchschnittlich 3 kg Früchte. Bei dichter Pflanzung können Sie etwa 10 kg Tomaten pro Quadratmeter ernten.
Reifezeit
Es handelt sich um eine frühreife Sorte. Von der Aussaat bis zur Reife der ersten Früchte vergehen 95 bis 100 Tage. Die Ernte erfolgt, je nach Anbaugebiet und Bodenart, im Juli oder August.
Immunität
Sie zeichnet sich durch eine erhöhte Resistenz gegen Krautfäule und die meisten Nachtschattenkrankheiten aus. In Regenperioden kann diese Tomatensorte jedoch von Makrosporiose, Septoria-Blattflecken und Grauschimmel befallen werden.
Sie verträgt Kälte gut und verliert auch bei Regen und niedrigen Temperaturen nicht die Fähigkeit, Eierstöcke zu bilden.
Für und Wider
Die Stolypin-Tomate ist, ohne Übertreibung, eine wahre Fundgrube an Vorzügen. Selbst die erfahrensten Tomatenzüchter loben diese Sorte in höchsten Tönen.
Diese Sorte hat keine Nachteile, außer dass manche Gärtner die Buschbildung als mühsam empfinden könnten, aber dieses Merkmal ist typisch für viele Tomaten.
Landemerkmale
Der erfolgreiche Anbau der Stolypin-Tomate hängt von korrekten Anbaumethoden in jeder Phase ab. Besonders wichtig ist die Gewinnung kräftiger und gesunder Setzlinge, die zwei Monate lang sorgfältige Pflege benötigen.
Saatgutvorbereitung
Die Keimfähigkeit der Samen wird durch Eintauchen in eine Salzlösung (1 Teelöffel Salz auf 250 ml Wasser) geprüft. Keimfähige Samen sinken sofort zu Boden, während nicht keimfähige Samen an die Oberfläche steigen. Nach dem Sortieren werden die Samen mit einer Kaliumpermanganatlösung (1 mg auf 100 ml Wasser) gewaschen und desinfiziert.
- ✓ Optimale Temperatur für die Keimung der Samen: +20…+25 °C.
- ✓ Erforderliche Saattiefe: 2 cm.
Um die Keimfähigkeit des Saatguts zu steigern, wird es in ein Wachstumsförderungsmittel wie Epin, Zircon oder ähnliche Substanzen eingelegt. Diese Behandlung verbessert die Keimung und führt zu gesünderen, kräftigeren Sämlingen, die widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse sind.
Auswahl eines Standorts
Stolypin-Tomaten gedeihen am besten an hellen und warmen Standorten auf der Südseite des Beetes. Sie sollten eben oder leicht erhöht stehen, frei von Schatten und gut vor Zugluft und Nordwinden geschützt sein. Beachten Sie, dass zu wenig Licht den Geschmack der Früchte beeinträchtigen kann.
- ✓ Flächenbeleuchtung: mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag.
- ✓ Windschutz: Vorhandensein natürlicher oder künstlicher Windbarrieren.
Nachtschattengewächse sollten nicht in der Nähe von Tomaten angebaut werden. Zwischen dem Anbau von Tomaten und dem Anbau von Kartoffeln, Auberginen und Paprika sollten drei bis vier Jahre liegen. Tomaten gedeihen gut nach Zwiebeln, Kohl, Gurken und Kürbis.
Bodenvorbereitung
Die Bodenvorbereitung beginnt im Herbst. Der Boden wird 30–35 cm tief umgegraben, wobei Nährstoffe und andere Bestandteile eingearbeitet werden, die die Bodenstruktur verbessern oder den pH-Wert anpassen. Idealerweise sollte der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Den pH-Wert können Sie mit Lackmusstreifen messen, die in Gartencentern erhältlich sind.
Im Herbst sollten Sie vor dem Umgraben organisches Material wie Kompost, Humus und verrotteten Mist sowie mineralische Düngemittel wie Superphosphat, Kaliumsalz usw. einarbeiten. Falls Sie das Beet im Herbst nicht vorbereiten konnten, können Sie dies im Frühjahr nachholen. Um schwere und lehmige Böden aufzulockern, empfiehlt es sich, 10 kg Sand pro Quadratmeter unterzumischen.
Anwachsende Sämlinge
Die Aussaat der Setzlinge richtet sich nach den klimatischen Bedingungen und der Bodenart des Anbaugebiets. Im Allgemeinen erfolgt die Aussaat zwischen Ende Februar und Mitte April.
- ✓ Temperaturverhältnisse nach dem Schlüpfen: tagsüber +18…+25 °C, nachts +8…+10 °C.
- ✓ Abhärtungszeit für Sämlinge: 1-2 Wochen vor dem Auspflanzen.
Merkmale beim Anwachsen von Sämlingen:
- Vor dem Befüllen mit Erde sollten die Pflanzgefäße mit kochendem Wasser oder einer Lösung aus Kaliumpermanganat oder Wasserstoffperoxid desinfiziert werden. Die Gefäße sollten etwa 15 cm hoch sein und Abflusslöcher haben. Sämlinge können nicht nur in Töpfen, Anzuchtschalen und -bechern, sondern auch in Torftöpfen vorgezogen werden. Diese Methode ist zwar teurer, ermöglicht aber ein stressfreies Umpflanzen der Sämlinge samt Anzuchtgefäßen in die Erde.
- Pflanzgefäße werden mit gekaufter oder selbst hergestellter Erde befüllt. Diese kann beispielsweise aus Torf, Humus und Gartenerde gemischt werden. Zum Auflockern wird Sand oder Vermiculit beigemischt.
- Säen Sie 2–3 Samen in jeden Becher und ziehen Sie flache Furchen in die Behälter. Achten Sie dabei auf einen Abstand von 1 cm zwischen den Samen. Lassen Sie 2–3 cm Abstand zwischen den Reihen. Pflanzen Sie die Samen 2 cm tief. Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen, 1 cm dicken Schicht Erde. Decken Sie die Sämlinge mit Plastikfolie ab und stellen Sie sie an einen warmen, sonnigen Platz, um die Keimung zu fördern.
- Sobald die Sämlinge keimen, wird die Folie entfernt. Lag die Temperatur vor dem Keimen bei +20…+25 °C, wird sie anschließend auf +10…+15 °C gesenkt. Nachts sollte sie auf +6…+7 °C fallen. Die Sämlinge verbleiben eine Woche lang in diesem Temperaturregime. Dies verhindert ein übermäßiges Längenwachstum. Anschließend werden die Tagestemperaturen auf +18…+25 °C und die Nachttemperaturen auf +8…+10 °C erhöht.
- Sobald die Sämlinge mindestens zwei echte Blätter haben, werden sie in einzelne (oder größere) Töpfe umgepflanzt. Verwenden Sie zum Umpflanzen Töpfe mit einem Volumen von mindestens 0,5 Litern. Füllen Sie diese mit der gleichen Erdmischung wie vor dem Umpflanzen.
- Gießen Sie die Sämlinge während des Wachstums regelmäßig. Die Wassergabe sollte mäßig sein, sodass die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen kann. Am besten gießt man morgens. Bis zum Abend sollte die Erde trocken sein. Verwenden Sie warmes, abgestandenes Wasser. Gießen Sie es vorsichtig mit einer Gießkanne unter die Wurzeln und achten Sie darauf, dass kein Wasser auf die Blätter und Stängel der Sämlinge gelangt.
- Die Sämlinge werden erstmals 2–3 Wochen nach dem Erscheinen der ersten Laubblätter gedüngt. Dazu wird ein in Wasser gelöster Komplexdünger für Sämlinge an die Wurzeln gegeben. Anschließend wird die Düngung alle 2–3 Wochen wiederholt.
- Ein bis zwei Wochen vor dem Auspflanzen beginnen die Sämlinge, sich abzuhärten. Sie werden schrittweise an die Kälte gewöhnt, indem man sie zunächst für kurze Zeit (15–20 Minuten) und dann allmählich für 3–4 Stunden ins Freie stellt. Man kann die Sämlinge sogar über Nacht draußen lassen, solange die Temperatur nicht unter 10 °C fällt.
Sämlinge umpflanzen
Die Setzlinge werden unter Berücksichtigung der Tages- und Nachttemperaturen gepflanzt – diese sollten nicht unter +8…+10 °C fallen. Tagsüber sollte sich die Luft auf +16…+18 °C erwärmen. Der Boden sollte sich bis in eine Tiefe von 10–15 cm auf +14 °C erwärmen.
Merkmale beim Pflanzen von Setzlingen:
- Vor dem Einpflanzen werden die Setzlinge gegossen, damit sie sich leichter aus den Pflanztöpfen entnehmen lassen.
- Bereiten Sie Pflanzlöcher von etwa 15 cm Tiefe und 20 cm Durchmesser vor. Das empfohlene Pflanzmuster ist 50 x 40 cm.
- Am besten pflanzt man morgens, abends oder bei bewölktem Wetter.
- Eine Handvoll Holzasche wird in die Pflanzlöcher gestreut; bei nährstoffarmem Boden wird Mineraldünger hinzugefügt. Anschließend werden die Löcher gewässert und etwa eine Stunde lang stehen gelassen, damit das Wasser einsickern und sich der Boden etwas setzen kann.
- Die Setzlinge werden in die Pflanzlöcher gesetzt, die Wurzeln mit Erde bedeckt und diese festgedrückt. Sind die Setzlinge etwas zu groß, werden zwei bis drei der unteren Blätter entfernt. Anschließend werden sie schräg mit den Triebspitzen nach Süden gepflanzt. Die Stängel sollten maximal 20 cm über der Erde bleiben und dann 3–4 cm tief angehäufelt werden. Die gepflanzten Tomaten werden erneut gegossen. Dabei ist darauf zu achten, dass stehendes, warmes Wasser verwendet wird; kaltes Wasser kann Krankheiten begünstigen.
Feinheiten der Pflege der Vielfalt
Die Tomatensorte Stolypin benötigt Standardpflege. Qualität und Quantität der Ernte hängen direkt von der Regelmäßigkeit des Gießens und Düngens ab. Wichtig ist außerdem, regelmäßig vorbeugende Spritzmittel anzuwenden und den Zustand der Pflanzen zu kontrollieren.
Bewässern und Auflockern
Nach dem Einpflanzen werden Tomaten 10–12 Tage lang nicht gegossen, um die Wurzelbildung zu fördern. Danach wird je nach Wetterlage 1–2 Mal pro Woche regelmäßig gegossen.
Topdressing
Wenn Tomaten in fruchtbarem Boden wachsen, benötigen sie keinen zusätzlichen Dünger; die Nährstoffe, die im Herbst und bei der Pflanzung zugeführt werden, reichen aus. Es empfiehlt sich jedoch, nach dem Gießen die Zwischenräume zwischen den Reihen mit gesiebter Holzasche zu bestreuen – diese liefert Kalium und beugt Pilzkrankheiten vor.
Bei nährstoffarmen Böden empfiehlt sich eine regelmäßige Phosphor-Kalium-Düngung – etwa alle zwei Wochen. Während der Fruchtbildung kann zusätzlich Kaliumsulfat verabreicht werden. Für eine optimale Wirkung sollte der Dünger direkt nach dem Gießen ausgebracht werden.
Formgebung und Strumpfband
Es wird empfohlen, die Stolypin-Tomate auf 1–2 Triebe zu erziehen. Die Sträucher müssen außerdem angebunden und seitlich ausgegeizt werden – dabei werden die in den Blattachseln wachsenden Triebe entfernt.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Um Sträucher vor Krankheitserregern zu schützen, empfiehlt es sich, regelmäßig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen – sowohl bei der Anzucht der Setzlinge als auch beim Auspflanzen ins Freiland (oder ins Gewächshaus). Besprühen Sie den Boden mit kochendem Wasser oder Kupfersulfat, beachten Sie die Fruchtfolge und besprühen Sie die Sträucher mit verschiedenen Aufgüssen und Lösungen nach traditionellen Rezepten.
Bei Auftreten von Krankheitssymptomen empfiehlt sich die Anwendung von Borsäurelösung, Kupfersulfat und wirksamen Fungiziden wie Alirin-B oder Gamair. Fitosporin-M und andere biologische Produkte können ebenfalls zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt werden.
Zur Bekämpfung von Blattläusen, Weißen Fliegen und kleinen Milben, die Sträucher befallen können, eignet sich Knoblauch- oder Tabakaufguss. Bei starkem Schädlingsbefall sollten Insektizide wie Fosbecid oder Citcor eingesetzt werden.
Wie erntet und lagert man Feldfrüchte?
Die Tomatenernte findet im Juli und August statt. Da es viele Tomaten gibt und sie nacheinander reifen, müssen reife Tomaten täglich geerntet werden, damit sie nicht überreif werden. Am besten pflückt man die Tomaten bei trockenem Wetter, morgens oder abends.
Unreife Tomaten behalten ihre Marktfähigkeit und Qualität 1,5 bis 2 Monate lang. Dank ihrer dicken Haut lassen sie sich gut lagern, ohne dass Nährwert oder Geschmack verloren gehen. Tomaten werden in Kisten, maximal zwei Lagen tief, an einem kühlen Ort gelagert. Die optimale Temperatur liegt bei 10 bis 11 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte 80–85 % betragen.
Rezensionen
Die nach dem großen Reformer benannte Stolypin-Tomate verdient Ihre volle Aufmerksamkeit. Diese wirklich interessante und vielversprechende Sorte weist praktisch keine Mängel auf. Sie wird all jene begeistern, die niedrig wachsende Sorten mit kleinen, pflaumenförmigen Früchten bevorzugen, die sich ideal zum Einkochen eignen.













Vielen Dank für den informativen Artikel. Ja, die Angaben sind korrekt – ich baue diese Sorte seit 5–6 Jahren an. Meine Sträucher waren fast jedes Jahr von Weißen Fliegen befallen, aber letztes Jahr habe ich sie mit Knoblauchaufguss besprüht und konnte das Problem so beheben.