Die Tomate „Palka“ besticht durch ihr einzigartiges Aussehen, das sich deutlich von den uns bekannten Sorten unterscheidet. Diese Sorte wird für ihren hohen Ertrag, ihren hervorragenden Tomatengeschmack und ihren geringen Pflegeaufwand geschätzt – das Fehlen von Seitentrieben vereinfacht den Anbau erheblich. Die Pflanze zeichnet sich zudem durch ihre Robustheit aus.
Geschichte und Regionalität
Diese Sorte wurde 1958 von amerikanischen Züchtern entwickelt. Trotz ihres hohen Alters wurde sie in Russland erst Anfang der 2000er-Jahre bekannt. Aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens hat sie sich bisher nicht weit verbreitet. Sie ist nicht im staatlichen Sortenregister der Russischen Föderation eingetragen.

Es ist schwierig, die genaue Anpassungszone der Sorte an russische Bedingungen zu bestimmen, da ihre Züchtung auf das US-amerikanische Klima ausgerichtet war. Dennoch bauen Liebhaber die Palka-Tomate erfolgreich in verschiedenen Teilen des Landes an: von Transbaikalien bis zur Region Krasnodar, der Region Orenburg und dem Altai-Gebirge.
Alternative Bezeichnungen sind Stieltomate, Kraustomate und Krausblatttomate. Bei richtiger Pflege kann diese Sorte sowohl im Freien als auch in Gewächshäusern – ob konventionell oder beheizt – Früchte tragen.
Beschreibung der Tomaten
Wenn Sie Ihre Nachbarn mit einer ungewöhnlichen Pflanze überraschen möchten, sollten Sie die Sorte Palka in Betracht ziehen. Sie besticht durch ihr einzigartiges Aussehen und ihren unkonventionellen Buschwuchs.
Büsche
Die Pflanze ist kompakt und besitzt einen aufrechten, säulenförmigen Stamm. Typischerweise bilden sich nicht mehr als drei Triebe, die jeweils bis zu 120 cm hoch werden. Diese halbdeterminierte Sorte zeichnet sich durch ihren ungewöhnlichen buschigen Wuchs aus.
Hauptmerkmale:
- Die Sorte hat praktisch keine Seitentriebe;
- Es gibt nur sehr wenige Blätter – sie sind klein, hart, gewellt und in kleinen Büscheln angeordnet;
- Die Blütenstände sind einfach und bringen jeweils bis zu sechs Früchte hervor;
- Im Allgemeinen entwickeln sich an einem Stängel bis zu fünf Bürsten, was der Pflanze ein charakteristisches strenges und ordentliches Aussehen verleiht.
Beschreibung der Früchte
Die Tomaten sind rund und haben ein festes, fleischiges Fruchtfleisch. Sie fühlen sich fest an und haben einen klassischen Tomatengeschmack mit einer leichten Säure. Unreife Tomaten sind hellgrün, vollreife Tomaten nehmen eine kräftige rote Farbe an. Das Gewicht der Früchte liegt zwischen 50 und 100 g.
Dank ihrer dicken Haut sind die Tomaten platzfest und fallen selbst im überreifen Zustand nicht von den Pflanzen. Diese Sorte ist besonders wegen ihrer Eignung zum Einmachen beliebt, aber auch in frischen Salaten sehen diese Tomaten hervorragend aus.
Charakteristische Merkmale
Sie gehört zu den mittelfrühen Sorten – von der Keimung bis zur Ernte vergehen etwa 105–110 Tage. Die Produktivität hängt jedoch direkt von der Saatgutqualität ab.
Besondere Merkmale der Kultur:
- Viele Hobbygärtner, die diese Sorte zum ersten Mal anbauen, stoßen trotz Einhaltung aller Anbauregeln auf welke Pflanzen und geringe Erträge. Bei der Neuanpflanzung mit selbst ausgewähltem Saatgut verbessert sich die Situation deutlich – bis zu 30 kg Tomaten pro Quadratmeter können geerntet werden.
- Die Pflanze ist gut trockenheitsverträglich und weist eine hohe Resistenz gegen Krautfäule und andere typische Nachtschattenkrankheiten auf. Ein vollständiger Schutz vor bakteriellen Infektionen und Schädlingen kann jedoch nicht garantiert werden.
- Die größten Bedrohungen stellen Blattläuse, Spinnmilben, Kartoffelkäfer und Maulwurfsgrillen dar – deren Bekämpfung sollte unbedingt in Ihren Wartungsplan aufgenommen werden.
Sorten von Tomatenstäbchen
Die Palka-Tomate gibt es in verschiedenen Sorten, die sich in Fruchtform und -farbe unterscheiden. Alle behalten die charakteristische säulenförmige Wuchsform und das spärliche Laub bei, unterscheiden sich aber leicht in Geschmack, Reifezeit und Ertrag.
Tomatenstäbchen
Bis vor kurzem gab es nur eine einzige Sorte der krausblättrigen Tomate – die Sorte Stick, die 1958 in den USA gezüchtet wurde. Es handelt sich um eine halbdeterminierte, säulenförmige Pflanze, die eine Höhe von 50 bis 120 cm erreicht.
Die Reifezeit beträgt 105–110 Tage ab der Keimung. Die Früchte sind rund, dunkelrot, wiegen 30 bis 100 g und haben einen süß-sauren Geschmack.
Blaue Stieltomate
Die neue Tomatensorte Palka wurde auf einem privaten russischen Saatgutbetrieb auf Basis einer klassischen amerikanischen Sorte entwickelt. Ihr Hauptmerkmal ist die ungewöhnliche Färbung der Frucht: Der obere Teil nimmt ein dunkles Purpurrot, fast Schwarz, an, das besonders bei voller Sonneneinstrahlung deutlich hervortritt.
Die Tomaten behalten ihre runde Form und wiegen durchschnittlich 30-40 g. Ansonsten behält die Pflanze alle charakteristischen Merkmale der ursprünglichen Palka – einen säulenförmigen Stamm, spärliches Laub und das Fehlen von Seitentrieben.
Tomatenstäbchen braun
Eine weitere exklusive Sorte, Palki, wurde von einem privaten russischen Saatgutbetrieb entwickelt. Sie zeichnet sich durch ihre größeren Früchte aus – einige Exemplare erreichen ein Gewicht von bis zu 150 g.
Das Hauptmerkmal ist ihre ungewöhnliche Farbe, die sich mit zunehmender Reife verändert: Im Stadium der technischen Reife sind die Früchte dunkelgrün mit violetten und gelben Adern, dann nehmen sie ein mehrfarbiges Muster mit braunen, roten, gelben und violetten Sprenkeln an, und wenn sie vollreif sind, werden sie ziegelrot.
Der süß-saure Geschmack wird durch leichte Weinnoten ergänzt, die an dunkle Tomaten erinnern. Neben ihren dekorativen Eigenschaften behält sie die typische Form und Kompaktheit eines Palka-Strauchs.
Vorbereitung Ihrer Samen
Palka ist eine Sorte, keine Hybride, sodass Sie Ihr eigenes Saatgut für die nächste Saison ernten können. Dies ist besonders wichtig für Gärtner, die Geld sparen und die Qualität ihres Saatguts sicherstellen möchten, da im Handel erhältliches Saatgut nicht immer den Erwartungen entspricht.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Vorbereitung des Pflanzmaterials:
- Wählen Sie die passende Frucht aus. Sie sollten vollreif sein und vom zweiten Fruchtstand stammen. Die besten Samen stammen von sogenannten „weiblichen“ Tomaten – sie haben eine kleine Einkerbung am Boden.
- Desinfizieren. Spülen Sie die Tomaten in einer warmen Kaliumpermanganatlösung (rosa) ab, um mögliche Infektionen abzutöten. Lassen Sie sie anschließend 4–5 Tage an einem warmen, dunklen Ort nachreifen.
- Entfernen Sie die Kerne. Die weichen Früchte mit einem sterilen Messer klein schneiden und das Fruchtfleisch in ein sauberes Glas pressen. Mit einem Tuch abdecken und an einem dunklen Ort aufbewahren.
- Kein Wasser hinzufügen. Auch wenn nur wenig Saft vorhanden ist, darf man keine Flüssigkeit hinzufügen, sonst sterben die Körner ab.
- Warten Sie die Gärung ab. Nach zwei Tagen bilden sich ein Film und Blasen auf der Oberfläche – das ist ein Zeichen dafür, dass es Zeit zum Abspülen ist.
- Waschen Sie die Samen. Geben Sie warmes Wasser hinzu, rühren Sie vorsichtig um und lassen Sie überschüssige Flüssigkeit abtropfen. Wiederholen Sie den Spülvorgang, bis das Wasser klar ist.
- Trockne es. Legen Sie die Samen auf ein Tuch, um die Feuchtigkeit zu entfernen, geben Sie sie dann auf ein Blatt Papier und lassen Sie sie vollständig trocknen.
- Sachgerecht lagern. Die getrockneten Bohnen in Papiertüten füllen und jede Tüte beschriften. An einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.
Landung
Die Palka-Tomate wird aus Setzlingen gezogen. Säen Sie die Samen 60–65 Tage vor dem Auspflanzen im Gewächshaus oder im Freiland aus. Je nach Klima Ihrer Region erfolgt die Aussaat von Mitte Februar bis Ende März.
Bereiten Sie das Pflanzmaterial zunächst sorgfältig vor: Desinfizieren Sie es, indem Sie die Samen 25–30 Minuten in einer Kaliumpermanganatlösung oder einem Fungizid einweichen. Um die Widerstandsfähigkeit der Pflanze zu stärken und die Keimung zu beschleunigen, behandeln Sie sie mit Wachstumsförderern wie Epin, Zircon oder Heteroauxin.
Wie zieht man Setzlinge?
Für die Anzucht von Palka-Tomatensetzlingen können Sie normale Gartenerde oder ein spezielles Substrat aus dem Gartencenter verwenden. Vor dem Pflanzen sollte die Erde durch Besprühen mit einer Kaliumpermanganatlösung desinfiziert werden.
Beginnen Sie mit der Aussaat:
- Füllen Sie Plastikbehälter, Töpfe oder Kisten mit dem vorbereiteten Substrat.
- Ziehen Sie auf der Bodenoberfläche Furchen von bis zu 1 cm Tiefe, wobei Sie zwischen den Furchen einen Abstand von 3-4 cm lassen.
- Die Tomatensamen werden in Furchen im Abstand von 1-1,5 cm zueinander ausgesät.
- Vorsichtig mit einer dünnen Schicht Erde bestreuen.
- Decken Sie die Pflanzen mit Glas oder Plastikfolie ab.
- Stellen Sie die Behälter auf eine gut beleuchtete Fensterbank.
- Sobald die ersten Triebe erscheinen, entfernen Sie die Abdeckung.
Sobald die Keimlinge 2-3 gekräuselte Blätter gebildet haben, können die Sämlinge in separate Behälter umgepflanzt werden.
Transplantation an einen dauerhaften Standort
Beginnen Sie nach 14 Tagen Abhärtung mit dem Umpflanzen der Sämlinge. Stellen Sie dazu die Töpfe mit den Sämlingen für einige Stunden auf den Balkon oder ins Freie und bringen Sie sie nachts wieder in einen warmen Raum. Sobald die Abhärtung abgeschlossen ist, lassen Sie die Sämlinge 24 Stunden im Freien stehen – dann können sie ins Freiland gepflanzt werden.
Grundlegende Pflanzempfehlungen:
- Tomaten sollten erst verpflanzt werden, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und sich der Boden gut erwärmt hat.
- Lockern Sie den Boden in dem betroffenen Bereich und geben Sie gleichzeitig organische Düngemittel wie Holzasche oder Kompost hinzu.
- Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern sollte mindestens 15 cm betragen. Wenn Sie zwei Setzlinge in ein Loch pflanzen, vergrößern Sie den Abstand auf 25-30 cm.
- Durch das Fehlen von Seitentrieben und Laub wird auch bei dichter Pflanzung eine gute Belüftung und Lichteinfall gewährleistet – idealerweise werden 25 bis 30 Sträucher pro Quadratmeter gepflanzt.
- Die beste Pflanzzeit ist abends oder bei bewölktem Wetter, da dies die Wurzelbildung der Pflanzen fördert.
- Die Sämlinge vertragen tiefes Pflanzen nicht gut, da dadurch die Energie in das Wurzelwachstum gelenkt wird und die Entwicklung des oberirdischen Teils verlangsamt wird.
- Vor dem Umpflanzen sollten die Sämlinge in den Behältern großzügig mit warmem Wasser befeuchtet werden, damit sie sich leicht entnehmen lassen, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
Sorgfalt im Boden
Diese säulenförmige Sorte ist pflegeleicht. Durch das Fehlen von Blättern und Seitentrieben ist sie besonders einfach zu pflegen. Standardmäßige Anbaumethoden sind für ein gutes Wachstum unerlässlich.
Bewässerung und Düngung
Die Bewässerung sollte regelmäßig und mäßig erfolgen, um Staunässe und damit verbundene Krankheiten zu vermeiden. Am besten gießt man früh morgens oder abends, damit die Feuchtigkeit gut einziehen kann und nicht auf den Blättern zurückbleibt. Das Wasser sollte warm und abgestanden sein.
Düngen Sie mehrmals pro Saison und wechseln Sie dabei organische und mineralische Nährstoffe ab. Um Wachstum und Fruchtbildung anzuregen, verwenden Sie komplexe Lösungen mit Stickstoff, Phosphor und Kalium. Die Blattdüngung mit Photosynthese-Stimulanzien und Biopräparaten stärkt die Pflanzenimmunität und steigert den Ertrag.
Formgebung und Strumpfband
Obwohl der Hersteller behauptet, dass eine Stütze nicht notwendig sei, vertreten viele Gärtner eine andere Meinung. Im ersten Jahr wird Palka üblicherweise einstämmig gezogen, was besonders für schwache Sämlinge – ein typisches Merkmal dieser Sorte – wichtig ist.
Sobald der vierte Triebkopf erscheint, die Triebspitzen auskneifen. In den Folgejahren, wenn die Pflanzen aus eigenen Samen gezogen werden, können sie auf zwei bis drei Stämme erzogen werden, wobei der Abstand zwischen den Pflanzen vergrößert wird. Harte, untere Blätter entfernen.
Sprühen
Diese Sorte hat wenige, stark gekräuselte Blätter. Dies führt zu einer Reihe von Herausforderungen:
- Der für die Photosynthese und die Pflanzenernährung zuständige Bereich wird verkleinert;
- Es ist schwierig, die ersten Anzeichen von Krankheiten oder das Vorhandensein von Schädlingen in den Blattfalten zu erkennen.
Die Lösung daher besonders sorgfältig auftragen und darauf achten, dass sie alle Blattfalten erreicht. Regelmäßig Blattdünger ausbringen und die Sträucher zweimal pro Saison mit Photosynthese-Stimulanzien wie Ferovit oder Nertus Photosynthesis besprühen.
Krankheitsvorbeugung und Schädlingsbekämpfung
Die Tomatensorte Palka ist äußerst krankheitsresistent. Die Pflanzen sind nahezu immun gegen Pilz- und Virusinfektionen, und Krautfäule tritt sehr selten auf.
Die Sträucher sind für die üblichen Tomatenschädlinge nicht sehr attraktiv; Insektenbefall tritt hauptsächlich aufgrund unsachgemäßer Pflege auf, einschließlich Fruchtfolge und hoher Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus.
Wichtigste Empfehlungen:
- Führen Sie unbedingt vorbeugende Spritzungen mit biologischen Präparaten durch. Überwässerung oder anhaltende Trockenheit können die Widerstandsfähigkeit der Sorte verringern.
- In sehr seltenen Fällen können Sträucher von Pilzinfektionen wie Fusariumwelke oder Blütenendfäule befallen werden. In solchen Fällen sollten Sie unbedenkliche Pflanzenschutzmittel wie Fitoverm oder Fitosporin-M verwenden.
Für und Wider
Rezensionen
Die Palka-Tomate ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die mit minimalem Aufwand eine hochwertige Ernte erzielen möchten. Ihr kompakter Wuchs, ihre hohe Krankheitsresistenz und ihr geringer Pflegeaufwand machen sie ideal für Gewächshäuser und Freilandanbau. Ihr einzigartiger Geschmack und ihre lange Haltbarkeit prädestinieren sie sowohl für den Frischverzehr als auch für die Weiterverarbeitung.























