Die Tomatensorte Nastenka ist in Russland und der GUS sehr beliebt. Es handelt sich um eine frühreife, standardisierte, determinierte Sorte. Das bedeutet, sie kann ganzjährig angebaut werden (sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus).
Allgemeine Merkmale der Sorte
Die Züchtung dieser Hybride begann bereits 2008, die Sorte wurde jedoch erst 2012 offiziell registriert. Nastenka passt sich problemlos allen Temperaturbedingungen an und zeichnet sich durch hervorragenden Geschmack und Saftigkeit aus. Sie eignet sich für Salate, Säfte und zum Einmachen.
Aussehen der Büsche
Die Spitze des Strauchs muss nicht gestutzt werden, da das Stängelwachstum nach dem Erscheinen der Blütenstände aufhört. Der Strauch erreicht eine Höhe von 50 bis 70 cm und zeichnet sich durch sein dichtes Laub und seinen kompakten Wuchs aus. Die Seitenzweige sind spärlich belaubt, und das Laub ist hellgrün, klein und leicht gewellt.
Jeder Blütenstand enthält höchstens fünf Blüten. Der Fruchtstand bildet sich am sechsten oder siebten Blatt; die übrigen Fruchtstände sind durch maximal zwei Blätter voneinander getrennt.
Diese Sorte zeichnet sich durch einen kräftigen Stamm aus, trägt aber recht große und schwere Früchte. Daher ist eine Stütze erforderlich.
Eigenschaften der Früchte
Die Früchte haben süßes Fruchtfleisch (3,35 % Zucker pro 100 Gramm), eine feste Konsistenz und eine rote Farbe. Sie sind rundlich bis leicht länglich und besitzen vier bis sechs Kammern.
Das Mindestgewicht einer Frucht beträgt 150 Gramm, das größte 200 Gramm. Tomaten, die im untersten Blütenstand wachsen, können jedoch bis zu 250 Gramm erreichen.
Reifezeit
Die Nastenka reift in etwa 100 Tagen vollständig aus. In diesem Zeitraum kann sie geerntet werden. Die ersten Früchte sind jedoch schon viel früher verzehrfertig, da die Reifung allmählich erfolgt.
Produktivität
Wird die Pflanze in geschütztem Boden angebaut, beträgt der Ertrag bis zu 12 Kilogramm pro Quadratmeter. Wachstum im offenen Boden Von einem Strauch kann man bis zu 2 kg Früchte ernten, das sind nur 8 kg pro Quadratmeter.
Anpflanzen, Wachsen lassen und Pflegen
Die landwirtschaftlichen Praktiken sind recht traditionell und einfach, jedoch ist eine zusätzliche Düngung erforderlich, um die Erträge zu steigern. Hierfür kann eine breite Palette von Düngemitteln verwendet werden:
- Asche;
- Jod;
- organische Produkte;
- Borsäure;
- Ammoniak;
- Wasserstoffperoxid;
- Hefe.
- ✓ Verwenden Sie ausschließlich Holzasche von Laubbäumen, ausgenommen Eiche und Walnuss, da diese einen hohen Tanningehalt aufweisen.
- ✓ Die Asche muss vollständig abgekühlt und an einem trockenen Ort gelagert werden, um Kaliumverluste zu vermeiden.
Setzlinge pflanzen
Die Sorte Nastenka kann auf jede Art angebaut werden, wird aber selbst im Süden zuerst empfohlen. Sämlinge anpflanzenEs gelten folgende Regeln:
- Fristen Aussaat von Setzlingen Ende Februar bis Anfang März. Die Samen müssen vorbereitet (zum Keimen gebracht) werden. Dies umfasst mehrere Schritte: Keimprüfung, Desinfektion, Erwärmung und Abhärtung. Lesen Sie mehr darüber, wie man Tomatensamen zum Keimen bringt. HierDie
- Der Behälter ist flach.
- Die Erde sollte gekauft und aufbereitet werden. Selbst angebauter Boden muss mit einer Kaliumpermanganatlösung desinfiziert oder geröstet werden.
- Vor der Aussaat muss der Boden angefeuchtet und verdichtet werden.
- Die Saattiefe beträgt maximal 1 cm.
- Decken Sie die Behälter anschließend mit Plastikfolie oder Glas ab, um die erforderliche Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Die Temperatur im Inneren sollte 23–25 Grad Celsius betragen.
- Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, sollte die Folie entfernt werden. Die Temperatur sollte nun 16 Grad Celsius nicht überschreiten. Die Keimlinge sollten 7 Tage lang in diesem Zustand bleiben, danach sollte die Temperatur auf maximal 22 Grad Celsius erhöht werden.
- Der Boden muss mit lauwarmem Wasser bewässert werden.
- Sämlinge pflücken Dies geschieht, sobald sich ein oder zwei Blätter gebildet haben. Hierfür werden separate Töpfe oder Becher verwendet. Ihr Volumen sollte 8 x 8 cm betragen.
- Die Setzlinge erhalten ausreichend Licht.
Um sicherzustellen, dass die seitlichen Rhizome wachsen, muss beim Umpflanzen in separate Töpfe eine Wurzel abgeknipst werden.
Anpflanzen im Gewächshaus
Nach etwa zwei Monaten werden die Sämlinge in ein Gewächshaus umgepflanzt (in südlichen Regionen können sie direkt ins Freiland gepflanzt werden). Die Sämlinge sollten mindestens sechs Blätter und mindestens einen Blütenstand haben.
Unter Gewächshausbedingungen ist die Belüftung der Pflanzen schlecht, daher werden die Setzlinge in einem Abstand von 45 cm zueinander gepflanzt. Zwischen den Reihen sollten mindestens 60 cm Abstand sein.
Verpflanzung ins Freiland
Die Sträucher werden erst dann ins Gartengewässer verpflanzt, wenn das Wetter günstig ist und keine Frostgefahr besteht. Je nach Region kann dies im April oder sogar im Juni der Fall sein.
Folgende Landeregeln müssen befolgt werden:
- Bevor die Setzlinge ins Freie verpflanzt werden, muss das Gewächshaus regelmäßig geöffnet werden, um die Pflanzen weiter an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Anfangs sollte die Temperatur für einige Stunden gesenkt und dann allmählich erhöht werden.
- Im Herbst wird der Gartenboden vorbereitet. Die oberste Schicht wird abgetragen, umgegraben und kompostiert. Ideal ist es, wenn zuvor Bohnen, Rote Bete oder Kohl in dem Boden gewachsen sind. Auch Sonneneinstrahlung ist wichtig (Nastya liebt Wärme und viel Licht).
- Pflanzmuster - 40x50 cm.
- Die Tiefe des Lochs beträgt 20 cm.
- Die Bewässerung erfolgt unmittelbar nach dem Umpflanzen.
- In den ersten 7-10 Tagen empfiehlt es sich, die Sämlinge nachts mit Folie abzudecken.
Bewässerungsaktivitäten
Nastenka sollte mäßig gegossen werden. Bei zu wenig Feuchtigkeit fallen die Blüten ab und die Blätter rollen sich ein. Bei zu viel Feuchtigkeit faulen die Wurzeln und das Krankheitsrisiko steigt.
- ✓ Vergilbung der unteren Blätter aufgrund von Stickstoffmangel.
- ✓ Einrollen der Blätter nach oben aufgrund von übermäßiger Feuchtigkeit.
Bewässerungsregeln:
- Das Wasser sollte nicht kalt sein. Am besten lässt man es in Behältern absetzen.
- Gießen Sie vorsichtig, damit kein Wasser auf die Blätter und Wurzeln tropft.
- Der Eingriff wird abends oder früh morgens durchgeführt.
- Bis die Blüten in großer Zahl erscheinen, gießen Sie jeden Strauch zweimal pro Woche mit 2 Litern Wasser.
- Wenn die Blütenstände vollständig ausgebildet sind, erhöht sich der Wasserbedarf (5 Liter pro Strauch).
- Sobald grüne Früchte erscheinen, reichen 3 Liter Wasser aus, gegossen wird aber alle 4 Tage.
- Während der Fruchtbildung und der Rotfärbung wird einmal wöchentlich Feuchtigkeit zugeführt.
- Nach jedem Arbeitsschritt müssen die Stämme angehäufelt und der Boden aufgelockert werden.
Pflanzen düngen
Erste Die Oberflächenbehandlung beginnt mit den SämlingenDie nächste Düngung erfolgt eine Woche nach dem Auspflanzen ins Freiland. Düngeempfehlungen:
- Zuerst wird eine Phosphorlösung hinzugefügt. Sie ist einfach zuzubereiten: 30 Gramm Superphosphat in 10 Liter Wasser geben. Die Lösung direkt an die Wurzeln geben. Das fördert ein kräftiges Pflanzenwachstum.
- Nach zehn Tagen wird Kalium zugegeben, um den Geschmack der Früchte zu verbessern. Kaliumsulfat wird wie Superphosphat in Wasser verdünnt. Der Dünger wird zusammen mit dem Gießen der Tomaten ausgebracht.
- Besprühen Sie das Laub während der Blütezeit mit einer Borsäurelösung. Verwenden Sie dazu 5 Gramm der Lösung auf 5 Liter Wasser.
- Wenn Sie Asche anstelle von Mineralien verwenden möchten, gehen Sie wie folgt vor: Geben Sie die Asche entweder in die Erde unter die Sträucher oder bereiten Sie einen Aufguss zu (3 kg Holzasche auf 5 Liter Wasser). Lassen Sie die Mischung im letzteren Fall 24 Stunden ziehen, geben Sie dann weitere 5 Liter Wasser hinzu und gießen Sie die Sträucher damit.
Krankheiten und Schädlinge
Nastenka ist recht resistent gegen Krankheiten, hat aber Angst vor folgenden Schädlingen:
- Spinnmilbe. Um einen Insektenbefall zu verhindern, müssen Sie die Büsche mit einer Seifenlösung besprühen.
- Weiße Fliege (Blattlaus). Das Medikament Confidor wird dagegen eingesetzt.
- Nacktschnecken. Um sie loszuwerden, bestreuen Sie die Asche einfach mit gemahlenem roten Pfeffer.
Ein häufiges Problem bei Nastenka ist das Aufplatzen der Tomaten. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, die Bodenfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
Wie erntet und lagert man Feldfrüchte?
Sammlungsregeln:
- Tomaten werden in unterschiedlichen Reifegraden geerntet. Für die Konservierung und längere Lagerung sollten sie beispielsweise blanchiert werden. Werden sie hingegen für Salate oder zur Saftherstellung benötigt, erntet man sie im perfekt reifen Zustand. Dadurch erhöht sich der Ertrag.
- Die letzte Ernte sollte nachts bei einer Mindesttemperatur von 7–8 Grad Celsius erfolgen. Extrem niedrige Temperaturen schädigen die Früchte und machen sie unbrauchbar.
Speicherregeln:
- Bevor Sie die Tomaten in die Behälter geben, überprüfen Sie sie sorgfältig auf Beschädigungen. Sie sollten keine Flecken, Makel oder andere Mängel aufweisen.
- Es ist nicht ratsam, die Stiele abzupflücken – so sind die Tomaten länger haltbar.
- Die Behälter sind Holzkisten, die mit atmungsaktivem Material ausgekleidet sind.
- Die Höchsttemperatur beträgt 23 Grad.
- Die Luftfeuchtigkeit beträgt 85 %.
- Der Raum muss dunkel und trocken sein. Ein Belüftungssystem muss installiert werden.
Vor- und Nachteile von Nastenka-Tomaten
Vorteile:
- hervorragende Ertragsleistung;
- frühe Reife;
- einfache Pflege und Wartung;
- minimale Kosten;
- Krankheitsresistenz;
- Es besteht keine Pflicht zur Verlegung in ein Gewächshaus;
- Vielseitigkeit der Fruchtgrößen (geeignet für den Verzehr und zum Einmachen).
Mängel:
- Für Anfänger ist es schwierig, Setzlinge zu ziehen;
- Zur Ertragssteigerung ist der Einsatz von Mineraldüngern erforderlich.
Tomaten Nastenka (Videorezension)
Dieses Video erklärt, was Nastenka für Gärtner so attraktiv macht, und geht auf die Besonderheiten der Tomatenpflege ein:
Gärtnerbewertungen
Die Tomatensorte Nastenka ist pflegeleicht, ihr Anbau erfordert jedoch etwas Geschick, insbesondere während der Keimlingsphase. Dank ihres hervorragenden Geschmacks, ihrer langen Haltbarkeit und ihrer einfachen Kultivierung (auch wenn man sie schon einmal angebaut hat) hat diese Sorte die Aufmerksamkeit von Verbrauchern und Hobbygärtnern auf sich gezogen.


