Die Tomatensorte Lydia ist eine ertragreiche, mittelfrühe Hybride mit unbestimmtem Wuchs. Ihre Früchte sind rund, fest und hocharomatisch und eignen sich daher ideal zum Frischverzehr und zur Weiterverarbeitung. Diese Sorte ist krankheitsresistent, verträgt Temperaturschwankungen und gedeiht sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland.
Herkunft, Beschreibung des Strauchs und der Früchte
Diese Sorte wurde von den Züchterinnen S. I. Ignatova und N. S. Gorshkova im Auftrag der Agrofirma Partner LLC und des Föderalen Wissenschaftlichen Zentrums für Gemüseanbau entwickelt. Sie wurde im Jahr 2000 offiziell für den Anbau zugelassen. Die Hybride wächst und entwickelt sich während der gesamten Saison weiter.
Unterscheidungsmerkmale:
- Büsche – mittelgroß, kompakt, mit kleinen grünen Blättern;
- Blütenstände – Ganz einfach: Die erste Form entsteht oberhalb des 7. Blattes, und die nachfolgenden erscheinen alle 3 Blätter.
- Tomaten – haben eine abgerundete Form und mittlere Größe;
- Gewicht - beträgt etwa 158 g;
- Farbe - Unreife Exemplare sind grün mit einem dunklen Fleck an der Basis, reife Exemplare nehmen eine kräftige rote Farbe an;
- Zellstoff – dicht und fleischig;
- Haut - glatt.
Diese Sorte wird wegen ihres harmonischen Geschmacks geschätzt. Ein einzelner Blütenstand bringt typischerweise 6 bis 7 Früchte hervor, was zu hohen Erträgen beiträgt und beim Anbau Platz spart.
Merkmale von Tomatensorten
Die Lydia-Tomate besitzt viele Vorteile, die sie bei Gemüseanbauern beliebt machen. Sie zeichnet sich durch einen angenehmen Geschmack und ihre Vielseitigkeit aus.
Hauptmerkmale:
- Reifezeit, Produktivität. Diese mittelfrühe Sorte reift etwa 101 Tage nach der Keimung. Einer ihrer Hauptvorteile ist ihr hoher Ertrag. Laut Züchtern können 10 bis 12 kg Gemüse pro Quadratmeter geerntet werden.
- Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge. Die Hybride weist eine hohe Immunität und gute Resistenz gegenüber gefährlichen Krankheiten wie Cladosporiose, Tabakmosaikvirus (TMV) und Fusariumwelke auf. Dies erhöht die Zuverlässigkeit des Anbaus und verringert das Risiko von Ernteausfällen.
Die Sorte eignet sich ideal für:
- Frische Salate. Tomaten sind eine wunderbare Ergänzung zu Gemüsesalaten, da sie ihnen Saftigkeit und eine dezente Süße verleihen. Ihr ausgewogener Geschmack harmoniert perfekt mit Kräutern, Käse und Dressings.
- Suppen und Soßen. Ihre fleischige Konsistenz und ihr angenehmer Duft machen Tomaten zu einer idealen Zutat. Sie verleihen dem Gericht Fülle und eine dezente Säure, wodurch der Geschmack intensiviert wird.
- Einmachen. Diese Sorte eignet sich hervorragend zur Winterkonservierung. Das Gemüse wird zur Herstellung von Soßen, Pürees und Tomaten im eigenen Saft verwendet.
- Gebackene und gegrillte Gerichte. Die Früchte sind hitzebeständig. Beim Backen erhalten sie ein karamellisiertes Aroma, beim Grillen hingegen ein leichtes Raucharoma. In Scheiben geschnitten und gewürzt passen sie hervorragend zu Fleisch oder Fisch.
- Säfte und Cocktails. Tomaten ergeben köstliche und erfrischende Getränke. Ihre intensive Farbe, angenehme Süße und milde Säure machen sie nicht nur gesund, sondern auch unglaublich appetitlich.
Lydia-Tomaten sind vielseitig und eine wunderbare Beilage zu einer Vielzahl von Gerichten. Sie werden sogar als Pizzaboden verwendet.
Anbautechniken für Lydia-Tomaten
Für eine reiche Ernte ist es wichtig, grundlegende Pflegehinweise und bestimmte Empfehlungen zu beachten. Im Folgenden sind die wichtigsten Anbauphasen dieser Sorte aufgeführt.
Auswahl eines Pflanzstandorts und Vorbereitung des Bodens
Pflanzen Sie die Sträucher an einem sonnigen, gut belüfteten Standort, der vor Zugluft geschützt ist. Ideale Vorpflanzen sind Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Karotten, Kohl und Gründüngung. Vermeiden Sie den Anbau von Tomaten nach Kartoffeln, Paprika und Auberginen, um das Risiko häufiger Krankheiten zu verringern.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Im Herbst sollte die Fläche umgegraben und mit organischen Düngemitteln wie Humus, Kompost oder Holzasche angereichert werden. Im Frühjahr, vor dem Pflanzen, sollte der Boden gründlich aufgelockert und mit Mineralien wie Superphosphat und Kaliumsulfat versetzt werden. Zur Desinfektion des Bodens kann dieser mit einer schwachen Lösung von Kaliumpermanganat oder Fitosporin bewässert werden.
Aussaat und Wachstum
Der Anbau der Lydia-Tomate beginnt üblicherweise mit Setzlingen. Beachten Sie folgende Hinweise:
- Säen Sie die Samen 55–60 Tage vor dem Auspflanzen aus. Desinfizieren Sie sie vor dem Pflanzen in einer Kaliumpermanganatlösung oder weichen Sie sie in Wachstumsförderern ein.
- In ein leichtes, fruchtbares Erdgemisch säen, die Samen 1-1,5 cm tief einpflanzen.
- Decken Sie die Behälter mit Frischhaltefolie oder Glas ab und stellen Sie sie an einen warmen Ort mit einer Temperatur von 22 bis 25 °C. Sobald die Sämlinge keimen, entfernen Sie die Abdeckung und senken Sie die Temperatur auf 18 bis 20 °C, um ein übermäßiges Längenwachstum der Sämlinge zu verhindern.
- Sobald an den Sämlingen 1-2 echte Blätter erscheinen, sollten sie in separate Töpfe umgepflanzt werden.
Zwei Wochen vor dem Auspflanzen in die Erde sollte man mit dem Abhärten der Sämlinge beginnen und sie schrittweise an die Bedingungen im Freien gewöhnen.
Pflanzenpflege
Nach dem Umpflanzen ins Freiland sollten die Tomaten regelmäßig mit warmem, abgestandenem Wasser gegossen werden, wobei das Wasser direkt unter die Wurzeln gegossen werden sollte. Die optimale Gießhäufigkeit liegt je nach Wetterlage bei ein- bis zweimal pro Woche.
Um kräftige Sträucher zu erhalten, sollten Seitentriebe ausgekneift werden. Lydia ist eine unbestimmte Sorte, daher sollte sie an Stützen oder einem Spalier befestigt werden, damit der Stamm unter dem Gewicht der Früchte nicht bricht.
3-4 Mal pro Saison düngen:
- zwei Wochen nach der Pflanzung – Lösung aus Königskerze oder Vogelkot;
- während der Knospenphase - komplexe Mineraldünger mit Phosphor und Kalium;
- während der aktiven Fruchtbildung – Ascheaufguss oder Kaliumpräparate zur Verbesserung des Geschmacks von Gemüse.
- Zehn Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge sollte ein komplexer Mineraldünger mit hohem Stickstoffgehalt ausgebracht werden, um das Wachstum anzuregen.
- Während der Blütezeit sollten Düngemittel mit hohem Phosphorgehalt verwendet werden, um den Fruchtansatz zu verbessern.
- Während der Fruchtbildung sollten Kaliumdünger eingesetzt werden, um Geschmack und Qualität der Früchte zu verbessern.
Bekämpfung von Krankheiten
Die Kulturpflanze ist resistent gegen Cladosporiose, Tabakmosaikvirus und Fusariumwelke, dennoch bleibt die Krankheitsvorbeugung ein wichtiger Bestandteil der Pflege. Beachten Sie die Empfehlungen erfahrener Gemüseanbauer:
- Zum Schutz vor Krautfäule behandeln Sie die Sträucher mit Bordeauxbrühe oder Fitosporin-Lösung. Bei ersten Anzeichen eines Pilzbefalls wenden Sie Fungizide (z. B. Ordan, Hom, Topaz) an.
- Um Virus- und Bakterienkrankheiten vorzubeugen, sollten Sie Fruchtwechsel betreiben, dichte Pflanzungen vermeiden und das Gewächshaus regelmäßig lüften.
Durch die Anwendung bewährter landwirtschaftlicher Methoden erhalten Sie kräftige, gesunde Sträucher und eine reiche Gemüseernte.
Ernte und Lagerung der Lydia-Tomaten.
Lydia-Tomaten erreichen ihre Reife 90–100 Tage nach der Aussaat. Reife Früchte nehmen eine satte rote Farbe an und verströmen einen angenehmen Duft. Achten Sie bei der Ernte darauf, die Pflanzen nicht zu beschädigen.
Reife Tomaten lassen sich leicht vom Stiel lösen, daher sollten sie erst geerntet werden, wenn sie vollreif sind. Unreife Tomaten sind weniger saftig und geschmacklos, daher ist es ratsam, sie nicht zu früh zu pflücken.
Hilfreiche Tipps:
- Lagern Sie die Ernte an einem kühlen, trockenen Ort. Die optimale Temperatur liegt bei 12–15 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 80–85 %.
- Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie dadurch an Geschmack und Konsistenz verlieren können.
- Um die Haltbarkeit zu verlängern, sortieren Sie Tomaten nach Reifegrad und vermeiden Sie beschädigte oder überreife Exemplare. Lagern Sie sie auf separaten Regalen oder in Kisten.
Für und Wider
Bevor Sie eine Kulturpflanze anbauen, sollten Sie deren wichtigste Eigenschaften, Vorteile und Nachteile sorgfältig studieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Die Hybride hat viele Vorteile:
Zu den Nachteilen zählen einige Gärtner die Notwendigkeit, Seitentriebe anzubinden und auszukneifen, den Bedarf an nährstoffreichem Boden, eine Verschlechterung des Geschmacks bei Sonnenmangel, die Empfindlichkeit gegenüber Überwässerung, die Unfähigkeit, Samen selbstständig zu ernten, und die Wichtigkeit regelmäßigen Düngens.
Rezensionen
Die Tomatensorte Lydia ist zuverlässig, ertragreich und zeichnet sich durch hervorragende Eigenschaften aus. Sie gedeiht in verschiedenen Klimazonen, ist resistent gegen gängige Krankheiten und hat eine lange Erntezeit. Ihre Vielseitigkeit und lange Haltbarkeit machen sie zu einer beliebten Wahl unter Hobbygärtnern.






Mir war es wichtig, eine Sorte zu finden, die man grillen kann, da mein Mann am liebsten Grilltomaten und Ofentomaten isst. Vielen Dank, dass Sie selbst solche kleinen Details im Artikel beschrieben haben! Ich werde diese Sorte dieses Jahr auf jeden Fall anpflanzen und das ganze Jahr über Gemüse genießen (wir haben ein beheiztes Gewächshaus, daher bauen wir dort ganzjährig Gemüse an).