Die großfrüchtige Tomatensorte „Altai Sugar“ ist bei Hobbygärtnern, die frisches Gemüse lieben, sehr beliebt. Die Tomaten haben eine interessante Form und wiegen bis zu 400 Gramm, manchmal sogar mehr. Schon wenige Früchte genügen für einen köstlichen Salat. Sie enthalten nur wenige Kerne und eignen sich auch zur Winterkonservierung.
Beschreibung der Sorte und ihrer Eigenschaften
Diese Sorte ist eine ausgezeichnete Wahl für Gärtner, die eine reiche und schmackhafte Ernte anstreben. Sie zeichnet sich durch hervorragenden Geschmack und Resistenz gegen verschiedene Krankheiten aus. Der Anbau ist einfach und eignet sich sowohl für Freiland als auch für Gewächshäuser.
Merkmale der Pflanze und der Früchte
Sie gehört zum unbestimmten Typ und zeichnet sich durch kontinuierliches Wachstum aus, wodurch die Sträucher bis zum Einsetzen des Frostes Früchte tragen.
- ✓ Die Sträucher erreichen eine Höhe von 1,5-2 m und müssen unbedingt in Form geschnitten werden.
- ✓ Die Früchte sind flach-rund und im vollreifen Zustand tiefrot.
Unterscheidungsmerkmale:
- Die Pflanzen wachsen bis zu 1,5-2 m hoch, daher ist ein Formschnitt für eine optimale Entwicklung und einen hohen Ertrag unerlässlich.
- Die Triebe sind dicht mit großen, dunkelgrünen Blättern bedeckt.
- Die Tomaten sind flach-rund und haben im vollreifen Zustand eine tiefrote Farbe.
- Das Gewicht einer einzelnen Tomate variiert zwischen 250 und 400 g, einzelne Exemplare können aber auch 800 g erreichen.
- Das Fruchtfleisch ist fleischig und hat beim Aufbrechen eine leuchtend rote Farbe.
Weiße oder gelbe Blüten sind in Blütenständen an der Spitze jedes Stängels versammelt.
Reifezeit und Ertrag
Die Tomatensorte Altai Sakharny ist eine mittelfrühe Sorte. Die Früchte reifen 110-115 Tage nach der Keimung.
Diese Sorte liefert bei guter Pflege etwa 6–8 kg pro Pflanze. Gärtner können bis zu 15 kg pro Quadratmeter ernten, wenn sie die richtigen Anbaumethoden anwenden und optimale Bedingungen schaffen.
Geschmack und Anwendungsbereich
Diese Tomaten zeichnen sich durch einen vollen, süßen Geschmack und ein intensives Aroma aus, das auf den hohen Zuckergehalt ihres Fruchtfleisches zurückzuführen ist. Sie eignen sich ideal zum Frischverzehr und für die Zubereitung verschiedenster Gerichte.
Gemüse wird häufig zum Einlegen und Konservieren verwendet, sowohl im Ganzen als auch in Scheiben. Es ergibt einen sehr aromatischen und gesunden Saft, eine köstliche Paste und Adjika. Manche verwenden Tomaten zur Zubereitung von Soßen.
Pflanznuancen
Die Tomatensorte Altai Sugar eignet sich besonders für die Pflanzung in Schwarzerde an geräumigen, hellen Standorten. Optimale Vorpflanzen sind Kohl, Karotten oder Gurken, die zudem eine hervorragende Gründüngung für Tomaten bieten.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Vorbereitung des Landeplatzes
Beginnen Sie unmittelbar nach der Herbsternte mit den Vorbereitungen für die Pflanzung der Setzlinge. Beachten Sie dabei folgende Empfehlungen:
- Den Boden bis zu einer Tiefe von 2,2 m auflockern.
- Die oberste Schicht mit Bordeauxbrühe behandeln und mit verrottetem Mist unter Zugabe von Wiesenheu düngen.
- Zwei Tage vor dem Pflanzen der Setzlinge sollte der Boden zusätzlich bis zu einer Tiefe von 0,5 m aufgelockert werden, wobei größere Erdklumpen zerkleinert werden.
Der letzte Schritt ist das Düngen. Verwenden Sie Ammophoska und Aschepulver.
Keimung der Samen
Beginnen Sie Anfang März mit der Vorbereitung Ihres Pflanzmaterials. Beachten Sie dabei folgende Richtlinien:
- Weichen Sie die Samen 12 Stunden lang in einer 2%igen Wasserstoffperoxidlösung ein und legen Sie sie anschließend für 2,5-3 Tage in eine Heteroauxinlösung.
- Nach der Behandlung werden die Samen in längliche, flache Kisten in einer Tiefe von 1 cm in ein Gemisch aus Rasenerde und Sand gesät, wobei ein Abstand von 5-7 cm zwischen den Samen eingehalten werden muss.
- Die Sämlinge sollten die ersten 6–7 Tage bei einer Temperatur von +28 °C gehalten werden. Sobald die Sämlinge keimen, sollte die Temperatur auf +22 °C gesenkt und die Sämlinge unter Zusatzbeleuchtung gestellt werden.
Zeitpunkt und Reihenfolge der Pflanzung
In gemäßigten Klimazonen pflanzt man die Altai-Zuckertomate Anfang der dritten Maihälfte, in kälteren Regionen gegen Ende des Monats. Wichtig ist, dass der Boden zum Pflanzzeitpunkt 14 °C warm ist.
Setzen Sie die Setzlinge 3–4 Blätter tief und halten Sie einen Abstand von 50 cm zwischen benachbarten Pflanzen ein, damit sich ausgewachsene Sträucher nicht berühren. Der Reihenabstand sollte etwa 70 cm betragen. Die optimale Pflanzdichte liegt bei 2–3 Setzlingen pro Quadratmeter.
Pflegetechniken
Regelmäßiges Düngen und eine mäßige Bodenfeuchtigkeit sind für den erfolgreichen Tomatenanbau unerlässlich. Durch rechtzeitige Anbaumaßnahmen lassen sich die Erträge deutlich steigern und reiche Ernten erzielen.
Grundlagen der Bewässerung
Die Pflanzen sollten reichlich, aber nicht zu häufig bewässert werden. Bei normaler Luftfeuchtigkeit genügt es, die Pflanzen alle vier Tage zu gießen. Bei längerer Trockenheit sollte das Bewässerungsintervall auf zwei Tage verkürzt werden.
Gießen Sie jeden Strauch mit 3 Litern Wasser und vermeiden Sie dabei den Kontakt mit den Blättern. Ein Beregnungssystem sorgt für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.
Pflanzenformation
Beim Formen eines Strauchs ist es wichtig, regelmäßig Seitentriebe aus den Blattachseln zu entfernen. Dies gelingt am besten, wenn sie nicht länger als 5–7 cm sind, da sie dann noch nicht verholzt sind und sich leicht mit den Fingern abknipsen lassen.
Befolgen Sie die Regeln:
- Vernachlässigen Sie dieses Verfahren nicht, um Überbelegung zu vermeiden, da diese den Ertrag mindern kann.
- Im Freiland sollten Seitentriebe in Abständen von 7-10 Tagen entfernt werden, im Gewächshaus häufiger, alle 5-7 Tage.
- Wenn Sie eine Pflanze mit zwei Stämmen ziehen möchten, lassen Sie einen Stiefsohn unterhalb des ersten Triebes stehen.
- Sobald die Fruchtbildung einsetzt, sollten nach und nach alle unteren Blätter bis zum ersten Blütenstand oder Zweig des Stammes entfernt werden, um die Belüftung und den Lichteinfall in den Sträuchern zu verbessern.
Binden Sie die Triebe an Pfähle oder Hängeschnüre.
Optimale Ernährung
Die Tomatensorte „Altai Sugar“ reagiert gut auf Magnesium, Phosphor, Kalium und organische Düngemittel. Teilen Sie diese je nach Jahreszeit wie folgt auf:
- 13-15 Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge – Die oberste Schicht besteht aus Kaliumnitrat und einer Lösung aus Harnstoff und Hühnermist.
- Auf dem Höhepunkt der Triebblüte – Kaliummagnesiumsulfat gemischt mit Hefetinktur und Nitrophoska.
- Wann beginnt der Fruchtansatz? Kaliumhumat mit Ascheaufguss und Humus.
- Wenn Tomaten reif sind – Calciumnitrat mit Superphosphat.
Krankheiten und Parasiten
Die Kulturpflanze zeichnet sich durch eine hohe Immunität aus und ist gegen die meisten Krankheiten resistent. Allerdings kann die Sorte, insbesondere im Freilandanbau, anfällig für Braunfleckenkrankheit und Spinnmilbenbefall sein.
Mögliche Probleme:
- Cladosporiose. Eine Pilzkrankheit, die Tomaten aufgrund von Über- und Kaltwasserbewässerung befällt. Die Infektion zeigt sich durch gelbe Flecken auf den Blättern, die sich schließlich olivgrün verfärben.
Behandeln Sie die Pflanzen mit wirksamen Produkten wie Zaslon oder Poliram. Zur Vorbeugung empfiehlt sich die Anwendung von Kaliumchlorid-Aufguss. - Drahtwurm. Insektenlarven treten in schlecht gejäteten und dicht besiedelten Gebieten auf. Anzeichen eines Befalls sind Risse im unteren Bereich der Stängel, die zu Fäulnis führen.
Zur Schädlingsbekämpfung sollten die Sträucher mit Diazonin oder Bazudin behandelt werden. Baldriantinktur ist ebenfalls wirksam, da sie die Larven abwehrt. - Spinnmilbe. Der Parasit ist besonders gefährlich für dicht belaubte und überwachsene Sträucher. Die Insekten verursachen das Austrocknen und Schrumpeln der Blätter sowie die Bildung von Gespinsten an den Fruchtknoten. Zur Bekämpfung eignen sich chemische Mittel wie Karate Zeon oder Lambda-S.
Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, um Schädlinge oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen und umgehend mit der Behandlung zu beginnen.
Für und Wider
Die Altai-Zuckertomate erfreut sich bei Gemüseanbauern großer Beliebtheit, insbesondere wegen ihres süßen Geschmacks. Sie gedeiht gut in Gewächshäusern, wächst aber auch im Freiland in den nordwestlichen und uralischen Regionen gleichermaßen gut und benötigt nur wenig Pflege.
Vorteile:
- Süßer Geschmack. Sein ausgezeichnetes, süßes, nicht säurehaltiges Fruchtfleisch macht es unter den Sorten einzigartig.
- Starke Äste. Die Sträucher weisen ein dichtes Geflecht der Zweige und ein mäßiges Laubwerk auf, was für eine ausgezeichnete Belüftung sorgt.
- Dichtes Fruchtfleisch. Die Tomaten sind saftig, aber fest und enthalten nur wenige Kerne. Das Fruchtfleisch hat eine steakartige Konsistenz.
- Hervorragende Produktivität. Eine Pflanze kann bis zu 30 Tomaten produzieren.
- Stabilität im Schatten. Die Geschmacksqualität leidet kaum unter bewölktem Sommer.
- Krankheitsresistenz. Hohe Resistenz gegen Wurzelfäule, Krautfäule und Alternaria.
- Lange Fruchtperiode. Die Ernte kann bis zur zweiten Septemberhälfte eingebracht werden.
Nachteile:
- Hohe Büsche Erfordern Strumpfbänder und regelmäßiges Kneifen.
- Nahrungsbedarf – Wie jede große Tomatensorte benötigt auch die Altai Sugar regelmäßige Düngung.
- Anfälligkeit für Cladosporiose – Junge Pflanzen können bei starken Regenfällen anfällig für Krankheiten sein.
Ein weiterer Nachteil, den Gärtner berücksichtigen, ist, dass Milben häufig an langen Ästen auftreten und Drahtwürmer an den Rhizomen vorkommen können.
Rezensionen
Die Tomatensorte „Altai Sugar“ erfreut sich aufgrund ihrer Krankheitsresistenz und guten Erträge zu Recht großer Beliebtheit. Sowohl erfahrene als auch unerfahrene Gärtner können diese Sorte erfolgreich anbauen. Ihre Tomaten überzeugen nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch ihren konstanten Ertrag. Bei richtiger Pflege sind qualitativ hochwertige Tomaten während der gesamten Saison garantiert.




