Die Gnome-Tomate ist eine beliebte russische Sorte, die bei Hobbygärtnern und Liebhabern der Konservenherstellung sehr geschätzt wird. Gnome-Tomaten sind sehr pflegeleicht und robust, sodass sie selbst für unerfahrene Gärtner einfach anzubauen sind.
Die Geschichte der Gnome-Tomate
Die Tomatensorte „Gnome“ wurde von den russischen Züchtern A. S. Agapov, R. V. Skvortsov, I. Yu. Kondratyev und L. K. Gurkina entwickelt. Diese Tomate wurde 1997 für den Anbau zugelassen und erfreute sich sofort großer Beliebtheit bei russischen Hobbygärtnern. Der Ursprung der Sorte liegt bei VNIISSOK.
Neben der Sorte „Gnome“ gibt es auch eine ganze Reihe von Sorten, die im Rahmen des „American Dwarf Tomato Project“ entwickelt wurden. Diese Sorte gehört nicht zu dieser Reihe.
Beschreibung der Sorte
Der Strauch ist eine determinierte Pflanze (in seinem Wachstum begrenzt). Er erreicht eine maximale Höhe von 40–55 cm. Er wächst nicht hochwüchsig und ist spärlich verzweigt. Die Blätter sind klein, hellgrün und leicht glänzend. Die Blütenstände sind sehr klein, bilden sich oberhalb des sechsten oder siebten Blattes und entwickeln sich dann im Abstand von ein bis zwei Blättern.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Farbe: leuchtend rot.
- Bilden: gerundet.
- Haut: glatt.
- Gewicht: 30-60 g.
Geschmack und Verwendung von Früchten
Die Sorte „Gnome“ bringt angenehm süße Früchte mit saftigem Fruchtfleisch hervor. Diese Tomaten schmecken frisch hervorragend und eignen sich auch ideal zum Einkochen.
Hauptmerkmale
Die Gnome-Tomate besitzt hervorragende agronomische Eigenschaften, wodurch sie unter verschiedensten Bedingungen erfolgreich angebaut werden kann.
Durchschnittlicher Ertrag
Der hohe Ertrag dieser Sorte hängt direkt von der Qualität der Pflege und den Wachstumsbedingungen ab. Er erreicht 5–6 kg pro Quadratmeter. Ein einzelner Strauch liefert 1 bis 3 kg Tomaten.
Frost- und Trockenresistenz
Die Tomatensorte „Gnome“ ist recht robust und anspruchslos. Sie verträgt mäßige Kälte gut und ist hitze- und trockenheitsresistent. Allerdings sollte man Staunässe vermeiden, da diese den Ertrag negativ beeinflusst.
Reifezeit
Die Tomatensorte „Gnome“ ist frühreif und trägt Früchte, die 90–100 Tage nach der Pflanzung reif sind. Diese Sorte hat eine lange, ausgedehnte Fruchtperiode. Die Erntezeit ist von Juli bis August.
Krankheitsresistenz
Die Sorte „Gnome“ weist eine beneidenswerte Resistenz gegen Makrosporiose auf. Dank ihrer frühen und reichen Ernte ist sie nahezu immun gegen Krautfäule.
Vor- und Nachteile der Gnome-Tomate
Die Tomatensorte „Gnome“ erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern und Sommergästen. Obwohl sie kleine Früchte trägt, bietet sie viele Vorteile, die Tomatenliebhaber – ob frisch oder eingemacht – gleichermaßen ansprechen.
Landung
Für eine reiche Ernte der Tomatensorte „Gnome“ ist die richtige Pflanzung zum optimalen Zeitpunkt entscheidend. Diese Sorte wird hauptsächlich aus Jungpflanzen gezogen, kann aber bei Bedarf auch direkt ins Freiland gesät werden. Diese Anbaumethode eignet sich besonders für südliche Regionen mit langen Sommern und frühen, warmen Frühlingen.
Auswahl eines Standorts
Wie es sich für eine Tomate gehört, gedeiht diese Sorte am besten bei Licht und Wärme. Je mehr Licht, desto heller und intensiver die Witterung, desto besser und schneller entwickeln sich die Früchte. Der Standort sollte eben und frei von Staunässe sein. Zugluft ist für Tomaten nicht empfehlenswert.
Saatgutvorbereitung
Es wird empfohlen, Saatgut vor der Aussaat zu desinfizieren (sofern es lokal gesammelt und nicht vom Hersteller behandelt wurde). Zur Desinfektion eignet sich eine Kaliumpermanganatlösung (1 g auf 200 ml Wasser). Alternativ kann auch eine 2-3%ige Wasserstoffperoxidlösung oder Chlorhexidin verwendet werden. Dieses Verfahren schützt das Saatgut vor Infektionskrankheiten und Pilzbefall.
Tomatensamen sollten auf Keimfähigkeit geprüft werden, indem man sie in eine Salzlösung taucht – nicht keimfähige Samen steigen an die Oberfläche. Anschließend werden sie in einer Nährlösung, beispielsweise Natriumhumat oder in Wasser gelöster Holzasche, eingeweicht. Vor der Aussaat empfiehlt es sich, die Samen durch regelmäßiges Kühlen im Kühlschrank abzuhärten und sie zum Keimen in ein feuchtes Mulltuch zu wickeln.
Bodenvorbereitung
Die Tomatensorte „Gnome“ benötigt einen fruchtbaren, lockeren und durchlässigen Boden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert (6–7). Im Herbst wird der Boden umgegraben und mit Torf, Kompost und mineralischen Düngemitteln wie Superphosphat und Kaliumsalz angereichert. Bei stark saurem Boden sollten 500 g gelöschter Kalk pro Quadratmeter hinzugegeben werden.
Es wird außerdem empfohlen, den Boden mit biologischen Präparaten zu behandeln, um Krankheitserreger abzutöten. Beispielsweise kann Fitosporin verwendet werden. Es wird angewendet, sobald sich der Boden in 20 cm Tiefe auf 12 °C erwärmt hat. Eine Woche vor der Pflanzung sollte die Fläche mit Plastikfolie abgedeckt werden, damit sie sich erwärmen kann.
Anzucht aus Samen
Die Direktsaat in den Boden eignet sich für frühreife und frühe Sorten, zu denen auch die Tomatensorte Gnome gehört.
- ✓ Optimale Bodentemperatur für die Aussaat: +12…+14 °C.
- ✓ Saattiefe: 1-2 cm.
Merkmale des Tomatensaat-Gnoms:
- Die Aussaat im Freiland erfolgt von Ende April bis Mitte Mai. Der Boden sollte sich auf 12–14 °C erwärmen.
- Der Boden wird im Herbst vorbereitet und im Frühjahr mit einem Rechen eingeebnet, wobei 3–4 cm tiefe Löcher gestochen werden. Der Abstand zwischen den Löchern beträgt 30 cm, der zwischen den Reihen 60–70 cm.
- Legen Sie drei Samen in jedes Loch. Bedecken Sie sie mit Erde, drücken Sie diese leicht an und gießen Sie anschließend mit warmem, abgestandenem Wasser. Pflanzen Sie die Samen 1–2 cm tief. Decken Sie die Sämlinge mit transparenter Folie ab.
Anzucht aus Sämlingen
Tomatenpflanzen werden im Freien Ende Februar oder Anfang März ausgesät. Für den Anbau im Gewächshaus erfolgt die Aussaat von Mitte bis Ende Februar.
Merkmale des Anbaus von Tomatensämlingen (Gnome):
- Die Pflanzen werden in großen Behältern oder Bechern ausgesät. Letztere sollten ein Fassungsvermögen von 200 ml haben, was für einen Monat Wachstumsperiode ausreicht. Anschließend werden die Pflanzen in größere Töpfe – mit einem Fassungsvermögen von einem Liter – umgepflanzt, da sich das Wurzelsystem der Sämlinge sonst nicht richtig entwickeln kann.
- Pflanzgefäße werden mit einem nährstoffreichen Substrat befüllt. Dieses kann im Gartencenter gekauft oder selbst hergestellt werden. Eine Blumenerde lässt sich beispielsweise aus 1 kg Torf, 250 g Humus, 500 g verrottetem Sägemehl, 100 g Asche, 2 g Superphosphat und 1 g Kaliumchlorid mischen. Töpfe, Kübel und Becher – alle Pflanzgefäße – müssen Abflusslöcher haben.
- Die Erdmischung wird in Behälter gefüllt, glattgestrichen und angegossen. Die Samen werden im Abstand von 1,5–2 cm daraufgelegt und mit einer dünnen Erdschicht (bis zu 1 cm) bedeckt. Anschließend wird eine transparente Folie oder Glasplatte auf die Samen gelegt. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 23–25 °C.
- Sobald die Samen keimen, entfernen Sie die Abdeckung und stellen Sie die Kisten und Töpfe mit den Sämlingen für 4–5 Tage in einen kühleren Raum. Die Temperatur sollte dort etwa 18 bis 20 °C betragen.
- Sobald sich drei echte Blätter gebildet haben, werden die Sämlinge in einzelne Töpfe umgepflanzt und pikiert. 500-ml-Töpfe eignen sich gut zum Anpflanzen. Nach drei Wochen werden die Sämlinge erneut pikiert und in 1-Liter-Töpfe umgepflanzt.
- Für Sämlinge wird zusätzliche Beleuchtung empfohlen. Der Einsatz von LED-Lampen verkürzt die Wachstumszeit um eineinhalb bis zwei Wochen. Die optimale Tageslichtdauer beträgt 12 Stunden.
- Das Auspflanzen ins Freiland erfolgt nach den letzten Frösten. Andernfalls müssen die Sämlinge unbedingt mit Plastikfolie abgedeckt werden. Die Pflanzung erfolgt nach der üblichen Methode: Die Sämlinge werden in Löcher gesetzt, die etwas größer sind als die Töpfe, in denen sie vorgezogen wurden. Die Wurzeln werden mit Erde bedeckt, mit warmem Wasser an den Wurzeln angegossen und gemulcht.
- Der optimale Pflanzabstand beträgt 40 cm zwischen den Pflanzen und 60 cm zwischen den Reihen. Pro Quadratmeter sollten nicht mehr als 5–6 Pflanzen Platz finden.
Pflegehinweise
Die Gnome-Tomate benötigt keine besondere Pflege. Sie ist leicht anzubauen und bereitet in der Regel keine besonderen Schwierigkeiten.
Bewässerungsmodus
Diese Sorte benötigt mäßiges, aber regelmäßiges Gießen. Staunässe sollte vermieden werden. Gießen Sie nicht die oberirdischen Pflanzenteile. Am besten gießt man morgens oder abends nach Sonnenuntergang.
Düngung
Alle zwei Wochen werden die Tomaten abwechselnd mit mineralischen und organischen Düngemitteln versorgt. Geeignete organische Materialien sind beispielsweise Holzasche, Hühnermist und Kompost.
Lockern und Jäten
Nach dem Gießen wird die Erde in den Beeten vorsichtig aufgelockert (um die Wurzeln und Stängel der Pflanzen nicht zu beschädigen). Durch das Auflockern gelangt Sauerstoff an die Wurzeln. Unkraut wird gleichzeitig mit dem Auflockern gejätet. Tomaten werden im Sommer 3-4 Mal angehäufelt.
Sobald die Sämlinge angewachsen sind, sollten sie gestützt werden. Gewöhnliche Holzpfähle eignen sich hierfür. Diese werden auf der Nordseite 30 cm tief in den Boden geschlagen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Die Zwergen-Sorte besitzt eine recht hohe Immunität, doch bei ungünstigen Wetterbedingungen und mangelhaften Anbaumethoden besteht die Gefahr von Pilz- und Bakterieninfektionen. Zur Bekämpfung dieser Infektionen empfiehlt sich die Anwendung einer 1%igen Kupferoxychloridlösung oder einer 0,2%igen Fitosporinlösung.
Die Sträucher werden regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten und Insektenbefall untersucht. Werden Spinnmilben festgestellt, werden die Pflanzen mit Fitoverm besprüht.
Neben Pestiziden werden auch biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, beispielsweise das Aussetzen von Entomophagen (Raubmilben oder Marienkäfern) in den Beeten, um Insekten zu vernichten, die Tomaten schädigen.
Ernte
Die Früchte werden geerntet, sobald sie reif sind. Beim Pflücken der Tomaten ist es wichtig, den Zustand der Sträucher zu überprüfen und beschädigte oder trockene Blätter zu entfernen. Dies beugt der Ausbreitung von Infektionskrankheiten vor.
Am besten erntet man die Früchte, wenn sie noch leicht unreif sind. Nach der Ernte sollten sie an einem warmen Ort nachreifen. Wer die Früchte sofort verwenden möchte, kann sie auch vollreif pflücken.
Wie lagert man Tomaten?
Tomaten, die entweder technisch reif oder einfach noch unreif sind, werden im Keller oder Vorraum gelagert. Dazu werden sie zunächst in flachen Kisten gestapelt. Jede Tomatenschicht wird mit Papier ausgelegt. In einen Behälter werden maximal drei Schichten gegeben.
Tomaten lassen sich auch auf dem Balkon oder im Kühlschrank lagern. Am besten wickelt man jede Tomate einzeln in Papier. Im unteren Bereich des Kühlschranks halten sich Tomaten bis zu zwei Wochen.
Rezensionen
Die Tomatensorte „Gnome“ eignet sich ideal zum Einmachen im Winter. Dank ihrer geringen Größe lässt sie sich leicht konservieren und schmeckt auch frisch hervorragend. Diese frühreifende Sorte ist eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten.






