Die Drova-Tomate ist eine russische Sorte mit kleinen, länglichen Früchten, die durch ihre markante Form bestechen. Diese Tomate lässt sich leicht im Gartenhaus, im Gemüsegarten oder auf dem Acker anbauen; sie ist robust, pflegeleicht und für ihre Größe recht ertragreich.
Die Geschichte der Drova-Tomate
Die Sorte Drova wurde von Züchtern der Agrofirma Aelita LLC entwickelt. Zu ihren Autoren zählen V. G. Kachainik, M. N. Gulkin, O. A. Karmanova und S. V. Matyunina. Die Sorte wurde 2019 für den Anbau zugelassen und eignet sich für alle Anbauregionen.
Beschreibung der Pflanze
Die Tomatensorte Drova ist ein niedriger, buschiger Strauch und gehört zu den determinierten Pflanzen (mit begrenztem Wachstum). Im Freiland erreicht sie eine Höhe von 40–60 cm, im Gewächshaus 70–80 cm.
Die Blätter sind mittelgroß und dunkelgrün. Die Laubdichte ist mäßig. Die Blütenstände sind einfach und bestehen aus 5–10 Fruchtknoten in einer einzigen Traube.
Beschreibung der Früchte
Die Drova-Tomate hat einen ungewöhnlichen Namen, genau wie ihre Früchte. Sie sind klein und sehen ganz anders aus als typische Tomaten. Sie ähneln Paprika, ungleichmäßigen Pflaumentomaten oder sogar gehackten Holzscheiten – daher der einzigartige Name.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Farbe der reifen/unreifen Früchte: rot/grün.
- Form: zylindrisch.
- Fruchtfleisch: dicht, fleischig, leicht saftig, mit wenigen Kernen.
- Gewicht: 70-100 g.
- Haut: glatt.
- Länge: 10–12 cm.
Geschmack und Zweck
Die Früchte haben einen süßen, angenehmen Geschmack. Sie werden frisch gegessen, eingemacht, getrocknet und gepökelt und zur Herstellung von Säften, Ketchup, Tomatenmark und Borschtsch-Sauce verwendet.
Eigenschaften der Drova-Tomate
Die Tomatensorte Drova ist eine mittelfrühe Sorte. Von der Keimung bis zur Reife der ersten Früchte vergehen 105 bis 115 Tage. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 9 kg pro Quadratmeter. Ein Strauch trägt etwa 1 kg Früchte.
Für und Wider
Die Drova-Tomate ist ziemlich einzigartig; neben ihren Vorteilen weist diese Sorte auch Nachteile auf, die ein Hindernis für ihren Anbau darstellen können.
Die Drova-Tomate kann entweder aus Setzlingen oder direkt aus Sämlingen gezogen werden. Letztere Methode ist bei Gärtnern beliebter, da sie eine frühere Ernte ermöglicht.
Saatgutvorbereitung
Es wird empfohlen, selbst gesammeltes Saatgut für die Aussaat vorzubereiten. Um die Keimrate zu verbessern und ein gutes Pflanzenwachstum zu gewährleisten, wird das Saatgut wärmebehandelt. Dazu wird es zunächst einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt und anschließend auf einem Heizkörper erwärmt.
- ✓ Die Temperatur für die Saatguthärtung sollte im Kühlschrank strikt zwischen +1 und +3 °C liegen und beim Erhitzen nicht über +50 °C steigen.
- ✓ Die Konzentration von Kaliumpermanganat zur Saatgutdesinfektion sollte 1 % betragen, die Einwirkzeit 20 Minuten.
Die Sämlinge werden in eine Salzlösung (1 Esslöffel pro 250 ml Wasser) gegeben, um alle an die Oberfläche schwimmenden – sie sind nicht keimfähig – auszusortieren. Anschließend werden die Samen desinfiziert, beispielsweise in einer Kaliumpermanganatlösung, mit einem Wachstumsstimulans behandelt und zum Keimen gebracht.
Wie man einen Standort auswählt und den Boden vorbereitet
Tomaten sollten an hellen, ebenen oder leicht geneigten Standorten gepflanzt werden. Der Boden sollte gut durchlässig und locker sein und keine Staunässe aufweisen. Zugluft und starker Wind sind für Tomaten ungeeignet.
Die Pflanzfläche wird im Herbst vorbereitet, von Pflanzenresten befreit und spatentief umgegraben. Kompost oder verrotteter Mist wird mit einer Menge von 5–6 kg pro Quadratmeter in den Boden eingearbeitet.
Einpflanzen in den Boden
Die Aussaat im Freien erfolgt etwa in der ersten Maihälfte. Der genaue Zeitpunkt hängt von der jeweiligen Region und den Luft- und Bodentemperaturen ab. Diese sollten zwischen 15 und 18 °C bzw. zwischen 10 und 12 °C liegen. Außerdem sollte keine Frostgefahr mehr bestehen.
Merkmale der Aussaat von Tomaten in Drov-Sorte im Boden:
- Für die Bepflanzung werden flache Löcher vorbereitet. Zwischen benachbarten Löchern wird ein Abstand von 40 cm eingehalten.
- Säen Sie jeweils 3-4 Samen im Abstand von mindestens 1 cm aus. Sobald die Keimlinge erscheinen, werden alle überzähligen Keimlinge entfernt, sodass nur der stärkste übrig bleibt.
- Die Saattiefe beträgt 1 cm oder etwas tiefer. Je dichter der Boden, desto flacher die Saattiefe. Die Samen werden 2 cm tief mit Erde bedeckt. Die Erde wird angedrückt und mit abgestandenem Wasser bewässert.
- Die Pflanzen werden mit Plastikfolie abgedeckt. Alternativ wird ein kleines Gewächshaus darüber errichtet, wobei die Folie über Drahtbögen gespannt wird. Die Pflanzen werden täglich, vorzugsweise mittags, belüftet.
Sämlingsmethode
Die Setzlinge werden 60–65 Tage vor dem Auspflanzen vorgesät. In gemäßigten Klimazonen erfolgt die Aussaat von Tomaten etwa vom 20. März bis zum 10. April. Das Auspflanzen der Setzlinge erfolgt ab Mitte Mai.
Besonderheiten beim Anbau von Tomaten aus Setzlingen:
- Torftöpfe sind am praktischsten für die Anzucht von Sämlingen, da sie mit den Wurzeln voran in das Pflanzloch gesetzt werden können und die Pflanzen so nahezu stressfrei an einen neuen Standort umgesetzt werden können. Alternativ können Sie Sämlinge auch in herkömmlichen Plastikbehältern, Anzuchttöpfen oder Anzuchtkassetten aussäen.
- Füllen Sie den Pflanzbehälter mit einem fertigen Nährsubstrat – erhältlich im Supermarkt – oder mit einer selbstgemischten Blumenerde. Sie können beispielsweise 2 Teile Gartenerde mit 1 Teil Kompost und 1 Teil Humus mischen.
- Die Erdmischung muss in einem auf 150 °C vorgeheizten Backofen gebacken werden. Dort verbleibt sie 15–20 Minuten, um eventuell vorhandene Krankheitserreger abzutöten. Der Behälter wird anschließend mit kochendem Wasser ausgespült und desinfiziert.
- Säen Sie die Samen in feuchte Erde, maximal 1 cm tief. Halten Sie einen Abstand von 3 cm zwischen den Samen ein. Decken Sie die Sämlinge mit Plastikfolie ab, die nach der Keimung sofort entfernt werden muss. Pikieren Sie die Sämlinge, sobald sie drei Laubblätter gebildet haben.
Die Setzlinge werden ins Freiland gepflanzt, sobald die Tagestemperaturen 15 bis 20 °C erreichen. Sieben bis zehn Tage vor dem Auspflanzen werden die Setzlinge durch kurzes Herausstellen ins Freie abgehärtet, später dann über mehrere Stunden.
Merkmale beim Pflanzen von Setzlingen:
- Bereiten Sie zum Einpflanzen Löcher von etwa 10 cm Tiefe und Durchmesser vor. Diese sollten groß genug sein, damit die Wurzeln zusammen mit dem Wurzelballen (oder Torftopf) ausreichend Platz haben.
- Zusätzlich zum im Herbst ausgebrachten Dünger sollten Sie im Frühjahr nachdüngen: Streuen Sie eine Handvoll Asche und je einen halben Esslöffel Superphosphat und Kaliumsalz in die Pflanzlöcher. Sie können auch etwas Zwiebelschalen oder Eierschalen hineingeben.
- Optimales Pflanzmuster: 50 x 40 cm.
- Die Setzlinge werden in Löcher gesetzt, die Wurzeln mit Erde bedeckt, festgedrückt und anschließend mit warmem, abgestandenem Wasser gegossen.
Pflege
Die Drova-Tomate ist einfach anzubauen und benötigt, wie die Anbaumethoden vorgeben, nur minimale Pflege. Diese Sorte reagiert sehr gut auf Bewässerung, Düngung und Auflockerung des Bodens.
Bewässerungsmodus
Die ausgepflanzten Setzlinge werden je nach Niederschlag, Wetter und Bodenbeschaffenheit ein- bis zweimal pro Woche gegossen. Sobald die Blüte beginnt, wird die Wassermenge erhöht.
Topdressing
Drova-Tomaten werden viermal pro Saison gedüngt. Die erste Düngung erfolgt kurz nach dem Pflanzen, dann während der Blüte und während des Fruchtansatzes. Die letzte Düngung erfolgt während der Fruchtreife.
Zum Düngen von Sträuchern können Sie entweder organisches Material – verdünnten Mist oder Kot – oder mineralische Komplexe verwenden.
Strumpfband und Formgebung
Drova-Tomatenpflanzen müssen weder gestutzt noch in Form gebracht werden; sie benötigen lediglich eine Stütze. Allerdings ist selbst diese nicht unbedingt notwendig, da die Sträucher recht niedrig und kompakt wachsen und die Früchte klein sind.
Um jedoch zu vermeiden, dass sie während einer reichen Fruchtbildung abbrechen, ist es dennoch ratsam, das Strumpfband nicht zu vernachlässigen.
Lockern und Jäten
Es empfiehlt sich, die Erde in Tomatenbeeten nach jedem Gießen oder Regen aufzulockern. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Wurzeln und Stängel der Pflanzen nicht zu beschädigen.
Krankheiten und Schädlinge
Drova-Tomaten sind sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge, dennoch sollte man sie regelmäßig auf Schädlinge und Krankheitsanzeichen untersuchen. Zur Vorbeugung können Sie sie mit einer Seifenlösung oder einem Aufguss aus Zwiebelschalen besprühen.
Unter ungünstigen Wachstumsbedingungen und bei mangelhaften Anbaumethoden kann die Tomatensorte Drova anfällig für Anthraknose und Makrosporiose werden. Diese Krankheiten lassen sich mit Thiovit Jet bzw. Bordeauxbrühe bekämpfen. Befällt die Frucht die Blütenendfäule, deutet dies auf einen Kalziummangel hin.
Weiße Fliegen stellen die größte Bedrohung unter den Insektenschädlingen dar. Gegen sie werden Confidor oder andere wirksame Insektizide eingesetzt. Blattläuse sind ein weiterer gefährlicher Schädling für die Drova-Sorte und können mit Fufanon, Zubr und anderen Insektiziden bekämpft werden.
Ernte und Lagerung
Die Früchte reifen je nach Klima und Anbaumethode im Juli bis August. Die Reife der Tomaten erkennt man an den Stielen: Sind keine grünen Stellen mehr vorhanden, können die Früchte geerntet werden. Für die Lagerung sollten Tomaten geerntet werden, sobald sie die optimale Reife erreicht haben.
Rezensionen
Die Drova-Tomate ist Geschmackssache, perfekt für alle, die kleinere, weniger saftige Früchte bevorzugen. Sie eignet sich auch hervorragend zum Einmachen; ihre länglichen Früchte schmecken köstlich in Marinaden und sehen in Gläsern wunderschön aus.












