Die Drachentomate ist eine vielversprechende, in Japan gezüchtete Sorte. Ihre pflaumenförmigen Früchte sind leuchtend und schön, haben einen angenehmen Geschmack und sind vor allem vielseitig und sowohl frisch als auch eingemacht köstlich.
Wer hat die Drachentomate gezüchtet?
Die Tomatensorte „Dragon“ wird als japanische Züchtung vermarktet. Mit Thiram behandeltes Saatgut der japanischen Firma United Genetics ist erhältlich.
Beschreibung der Sorte
Die Tomatensorte „Dragon“ wächst niedrig, halbstämmig und ist vom Standardtyp. Sie erreicht eine maximale Höhe von 40–50 cm. Ihre Früchte sind klein, ja sogar winzig, und spitz zulaufend.
Kurzbeschreibung der Früchte:
- Farbe reifer Früchte: Rot.
- Farbe unreifer Früchte: Grün.
- Bilden: pflaumenförmig.
- Haut: glatt und dicht.
- Zellstoff: dicht.
- Gewicht: 70-80 g.
Geschmack und Verwendungszweck von Früchten
Die Früchte haben einen süßen, angenehmen Geschmack. Sie können frisch gegessen, Salaten beigefügt, in verschiedenen Gerichten verwendet und sogar eingelegt und mariniert werden. Die Früchte sind klein und fest, wodurch sie sich ideal zum Einkochen eignen.
Eigenschaften
Die Tomatensorte „Dragon“ ist eine mittelfrüh reifende Sorte. Von der Keimung bis zur ersten Fruchtreife vergehen 110–120 Tage. Der durchschnittliche Ertrag beträgt 6 kg pro Pflanze. Die Krankheitsresistenz ist durchschnittlich.
Für und Wider
Die japanische Drachentomate richtet sich an Hobbygärtner und wird sowohl Liebhaber von Pflaumentomaten als auch von Dosentomaten begeistern. Bevor Sie sich für diese Sorte entscheiden, sollten Sie sich mit ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Nachteile: Sie kann von einigen häufigen Pilz-, Virus- und Bakterieninfektionen von Nachtschattengewächsen betroffen sein, da sie nur eine durchschnittliche Krankheitsresistenz aufweist.
Landung
Die Drachentomate kann sowohl im Freien als auch im Gewächshaus angebaut werden. Besonders in Regionen mit kurzen Sommern empfiehlt sich die Anzucht von Jungpflanzen.
Saatgutvorbereitung
Der Saatguthersteller gibt an, dass das Produkt alle notwendigen Verarbeitungsschritte durchlaufen hat und gebrauchsfertig ist. Das bedeutet, dass keine Desinfektion erforderlich ist. Darüber hinaus stellt der Saatgutlieferant klar, dass die Samen nicht eingeweicht werden müssen.
Bei Bedarf kann die Qualität der Samen durch Einlegen in eine Salzlösung geprüft werden. Eventuell vorhandene defekte oder fehlerhafte Samen steigen an die Oberfläche. Es empfiehlt sich außerdem, die Samen vor dem Anbau im Freien abzuhärten. Dazu legt man sie mehrmals in den Kühlschrank, um sie an die Temperaturschwankungen zu gewöhnen.
Wie wählt man einen Standort aus?
Für eine reiche Tomatenernte ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Die Tomatensorte „Dragon“ bevorzugt, wie andere Pflanzen auch, helle, vor Schatten und Zugluft geschützte Plätze.
Der Pflanzort sollte eben oder leicht erhöht sein. Senken sind für Tomaten ungeeignet, da sich dort Regenwasser sammelt und Fäulnis verursacht. Außerdem sollte der Pflanzort ausreichend groß sein, da die Sorte „Dragon“ sehr große Sträucher bildet.
Anwachsende Sämlinge
Drachentomaten werden im März als Setzlinge ausgesät – der genaue Zeitpunkt hängt von den klimatischen Bedingungen ab. Im Süden erfolgt die Aussaat Anfang März und sogar Ende Februar; je weiter nördlich das Anbaugebiet liegt, desto später werden die Tomaten ausgesät.
Merkmale beim Anbau von Dragon-Tomaten-Setzlingen:
- Für die Aussaat eignen sich verschiedene Gefäße: große Töpfe, Torftöpfe und -tabletts, einzelne Töpfchen und Anzuchtschalen. Die Gefäße sollten mindestens 12 cm tief sein, da Tomaten Pfahlwurzeln haben.
- Der Pflanzbehälter wird mit vorbereiteter oder selbst hergestellter Erde befüllt. Das Nährsubstrat kann aus gleichen Teilen Rasensoden, Humus, Torf und Sägemehl gemischt werden.
- Die Erde wird geebnet, leicht angefeuchtet und die Samen 1 cm tief ausgesät. In den Anzuchtgefäßen werden Reihen im Abstand von 2–3 cm angelegt. Zwischen benachbarten Samen sollte ein Abstand von 1,5–2 cm eingehalten werden. Um eine 100%ige Keimung zu gewährleisten und die besten, kräftigsten und gesündesten Sämlinge auszuwählen, werden 2–3 Samen pro Gefäß ausgesät.
- Decken Sie die Samen mit einem transparenten Material – Polyethylenfolie oder Glas – ab und stellen Sie sie an einen warmen, trockenen und hellen Ort. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 27 bis 28 °C.
Sobald die Sämlinge gekeimt sind, werden die Behälter in einen Raum mit einer Tagestemperatur von 18 bis 20 °C und einer Nachttemperatur von 16 bis 18 °C gestellt. Die optimale Luftfeuchtigkeit beträgt 75 %, da die Sämlinge sonst anfällig für Fäulnis sind.
Besonderheiten bei der Pflege von Dragon-Tomaten-Setzlingen:
- Im Februar sind die Tage noch sehr kurz, daher benötigen Sämlinge, selbst solche an Süd- und Südostfenstern, zusätzliches Licht. Dies geschieht mithilfe von Pflanzenlampen; die Tageslichtdauer sollte 10–12 Stunden betragen.
- Tomatensämlinge benötigen regelmäßiges Gießen. Die Erde sollte nicht austrocknen, aber Staunässe ist ebenfalls schädlich, da die Pflanzen dadurch von Schwarzbeinigkeit befallen werden können. Bevor die ersten Blätter erscheinen, empfiehlt sich das Gießen mit einer Spritze oder einem Rasensprenger – achten Sie darauf, dass kein Wasser auf die Pflanzen gelangt. Später kann eine kleine Gießkanne verwendet werden.
- In den ersten drei Wochen sollten die Sämlinge 1-2 Mal pro Woche gegossen werden, danach 3-4 Mal pro Woche bis zum Auspflanzen. Eine Beregnung mit dem Rasensprenger wird 2-3 Mal pro Woche empfohlen.
- Die erste Düngung erfolgt etwa 10 Tage nach dem Umpflanzen, sobald die Sämlinge Wurzeln geschlagen haben und gut angewachsen sind. Verwenden Sie hierfür Nitrophoska oder einen anderen stickstoff- und phosphorhaltigen Dünger. Alternativ können Sie die Sämlinge auch mit einem Aufguss aus Holzasche gießen. Düngen Sie insgesamt viermal im Abstand von jeweils zwei Wochen.
- Die Behälter werden 2-3 Mal pro Woche gewendet, um sicherzustellen, dass alle Pflanzen genügend Sonnenlicht erhalten und die Sämlinge nicht in die Länge wachsen.
Bodenvorbereitung
Tomaten gedeihen gut auf fruchtbaren, lehmigen oder sandigen Lehmböden, die mit organischem Material angereichert sind. Der Boden sollte gut durchlässig, wasser- und luftdurchlässig und locker sein. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6 und 6,5. Unterhalb von 5,5 besteht die Gefahr der Blütenendfäule.
- ✓ Optimale Bodentemperatur für die Pflanzung von Setzlingen: +10 °C in einer Tiefe von 10 cm.
- ✓ Empfohlener pH-Wert des Bodens: 6-6,5, um Blütenendfäule vorzubeugen.
Im Herbst wird der Boden mit einem Spaten umgegraben und Pflanzenreste entfernt. Dabei werden Humus, Torf, Vogelkot, Kompost, Superphosphat und Kaliumsalz eingearbeitet. Zur Verbesserung der Bodenqualität können im Herbst auch Gründüngungspflanzen ausgesät werden. Diese werden im Frühjahr gemäht und in den Boden eingearbeitet. Beispielsweise können Ölrettiche ausgesät werden.
Besonderheiten beim Pflanzen von Setzlingen im Boden
Die Setzlinge werden gepflanzt, sobald keine Nachtfrostgefahr mehr besteht. Die Lufttemperatur sollte nicht unter 15 °C fallen, und der Boden sollte in 10 cm Tiefe 10 °C erreichen. Im Süden werden die Setzlinge Anfang Mai, in der Mitte des Landes Mitte Mai und im Norden Ende Mai oder Anfang Juni ins Freiland gesetzt.
Landeeigenschaften:
- Graben Sie etwa 15 cm tiefe Pflanzlöcher. Diese sollten groß genug sein, damit die Wurzeln der Tomatenpflanzen ausreichend Platz haben. Die Wurzeln der Sämlinge dürfen nicht abknicken.
- Gießen Sie 3–5 Liter Wasser in die Pflanzlöcher. Nach einer halben bis einer Stunde, wenn das Wasser aufgesogen und die Erde sich gesetzt hat, können Sie die Setzlinge pflanzen. Pflanzen Sie 3–4 Pflanzen pro Quadratmeter.
- Vor dem Einpflanzen die Setzlinge großzügig wässern, damit sie sich später vorsichtig aus den Anzuchttöpfen entnehmen lassen, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Tomaten, die in Torftöpfen oder -quelltöpfen gezogen wurden, werden zusammen mit den Töpfen in die Pflanzlöcher gesetzt.
- Der Setzling wird in das Pflanzloch gesetzt, die Wurzeln mit Erde bedeckt und diese vorsichtig von Hand angedrückt, um eine kleine Mulde zu formen, durch die man Wasser unter die Wurzeln gießen kann. Die gepflanzten Tomaten werden erneut gegossen und erhalten dann eine Ruhepause von 10–12 Tagen.
Pflege
Die Pflege der Drachentomate erfolgt nach üblichen landwirtschaftlichen Methoden. Für eine gute Ernte benötigen die Tomaten Bewässerung, Düngung, Bodenlockerung und gegebenenfalls vorbeugende und therapeutische Spritzmittel.
Bewässerung
Drachentomaten benötigen seltenes, aber reichliches Gießen. Ein- bis zweimaliges Gießen pro Woche ist ausreichend, bei heißem Wetter zwei- bis dreimal. Das Wasser sollte direkt an die Wurzeln gegeben werden, sodass die oberirdischen Pflanzenteile nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Am besten gießt man morgens oder abends. Verwenden Sie sonnenwarmes Wasser; kaltes Wasser schadet Tomaten.
Während der Blütezeit benötigen Tomaten mehr Wasser, um den Fruchtansatz und die Fruchtentwicklung zu gewährleisten. Der Boden sollte stets leicht feucht gehalten werden.
Düngung
Tomaten, die ins Freiland gepflanzt werden, werden zwei Wochen nach dem Pflanzen zum ersten Mal gedüngt. Zur Düngung kann man Königskerze in Wasser (1:1) mit dem Zusatz von Superphosphat (20 g pro 10 Liter Wasser) verwenden. Anschließend werden die Tomaten im Abstand von zwei Wochen zweimal mit einem stickstoffarmen Volldünger gedüngt.
Sträucher können auch durch Blattdüngung versorgt werden. Geeignete Düngemittel sind beispielsweise Monokaliumphosphat, Kalziumnitrat und Harnstoff. Eine Blattdüngung wird alle 10 Tage empfohlen. Der beste Zeitpunkt dafür ist abends bei windstillem und trockenem Wetter.
Auflockern und Mulchen
Nach Regen und Bewässerung wird der Reihenabstand aufgelockert, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu gewährleisten. Die maximale Auflockerungstiefe beträgt 4 cm. Durch die Sauerstoffanreicherung des Bodens können die Pflanzen Nährstoffe besser aufnehmen. Zusätzlich zum Auflockern wird der Boden gemulcht – dazu wird Stroh, Heu, Sägemehl usw. aufgestreut.
Strumpfband und Formgebung
Die Tomatensorte „Dragon“ wächst niedrig und benötigt weder Formgebung noch Stütze. Das Auskneifen der Seitentriebe schadet jedoch nicht. Dadurch kann die Pflanze ihre Wachstumsenergie in die Fruchtbildung investieren.
Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen
Zur Vorbeugung von bakteriellen und Pilzkrankheiten bei Tomaten empfiehlt es sich, Gliocladin-Tabletten in die Pflanzlöcher zu geben. Dieses Produkt schützt Tomatenpflanzen vor Wurzel- und Basiskrankheiten. Anschließend sollten alle zwei Wochen vorbeugende Behandlungen durchgeführt werden, beispielsweise durch Besprühen der Pflanzen mit Kupfersulfat, Borsäure oder Jodlösung.
Silar wird zur Vorbeugung von Mehltau eingesetzt, Bronex gegen Krautfäule. Bacterra wird während der Fruchtbildungsphase empfohlen. Trichoderma Veride ist ebenfalls ein wirksames Mittel zur Vorbeugung und Behandlung.
Unter den Schädlingen stellen Weiße Fliegen und Thripse die größte Gefahr für die Dragon-Tomate dar. Gegen sie kann man Klebefallen einsetzen, und das Besprühen mit einer Seifenlösung hilft, Blattläuse loszuwerden.
- ✓ Beständigkeit gegenüber Temperaturschwankungen: Hält sowohl Hitze als auch Feuchtigkeit stand.
- ✓ Kompakte Sträucher: müssen nicht angebunden werden, was den Pflegeaufwand reduziert.
Ernte
Die Früchte werden bei trockenem, warmem Wetter geerntet. Am besten pflückt man Tomaten morgens, bevor der Tau fällt oder nachdem er vollständig abgetrocknet ist. Im Gewächshaus ist die Ernte jederzeit möglich. Es empfiehlt sich, die Früchte mit Stiel mithilfe einer Gartenschere abzuschneiden, anstatt sie zu pflücken.
Geerntete Tomaten werden in weite Behälter wie Kisten, Schüsseln oder Körbe gegeben. Am besten lagert man die Früchte in einer einzigen Schicht. Werden sie in zwei bis drei Schichten gelagert, sollten sie durch Papier voneinander getrennt werden.
Rezensionen
Die Drachentomate ist eine interessante, ertragreiche und einfach anzubauende Sorte. Sie ist robust und liefert große Mengen hochwertiger Früchte mit hervorragenden Eigenschaften. Diese Sorte eignet sich sowohl für den Eigenbedarf als auch für den kommerziellen Anbau.







