Die Bonsai-Tomate ist eine kompakte und dekorative Sorte, ideal für den Anbau auf kleinem Raum, wie Fensterbänken oder Balkonen. Sie ist pflegeleicht, trägt lange Früchte und gedeiht gut unter verschiedenen Lichtverhältnissen. Ihre Tomaten haben einen intensiven Geschmack, und die Pflanzen benötigen weder Stütze noch Ausgeizen.
Ursprungs- und Anbaugebiete
Diese Sorte wurde von einer Gruppe von Züchtern entwickelt: S. F. Gavrish, V. V. Morev, E. V. Amcheslavskaya und O. A. Volok. Sie wurde 1998 gewonnen und 2001 offiziell zur Verwendung zugelassen.
Bonsai wird in verschiedenen Regionen Russlands erfolgreich kultiviert. Im zentralen Teil des Landes und weiter nördlich wird diese Art am häufigsten in Innenräumen gehalten.
Beschreibung des Strauchs und der Früchte
Diese kompakte Zwergpflanze erreicht eine Höhe von 20–30 cm. Aufgrund ihrer geringen Größe eignet sie sich gut für die Pflanzung in Kübeln und Töpfen.
Unterscheidungsmerkmale:
- Die Blattspreiten sind dunkelgrün und weisen eine charakteristische runzelige Struktur auf;
- gehört zu den Standardsorten und bildet kräftige Triebe, die kein Stützband benötigen;
- Die Büsche bilden eine dichte grüne Masse, und die Blütenstände erscheinen oberhalb des sechsten Blattes;
- Tomaten sind klein und rund;
- Unreife Tomaten sind hellgrün, vollreife Tomaten hingegen rot.
- Das Gewicht der einzelnen Gemüsesorten variiert zwischen 24 und 27 g;
- Die Früchte sind von einer glatten Haut umgeben, enthalten 8-10% Trockenmasse und wachsen in Gruppen von 5-6 Stück.
Hauptmerkmale
Bonsai ist eine hervorragende Wahl für alle, die keine Zeit zum Gärtnern haben, aber trotzdem frische Tomaten anbauen möchten. Diese Miniaturtomate, die frühreif ist, gedeiht das ganze Jahr über gut auf dem Balkon. Daher ist sie bei Zimmer- und Topfgärtnern sehr beliebt.
Wo kann man Balkontomaten anbauen?
Diese Sorte zeigt im Anbau gleichbleibende Ergebnisse. Folgende Tomatensorten werden angebaut:
- auf der Fensterbank – Geeignet für den ganzjährigen Anbau mit zusätzlicher Beleuchtung im Winter;
- auf dem Balkon oder der Loggia – Im Sommer und in der warmen Nebensaison ist es besser, die Sonnenseite zu wählen;
- im Gewächshaus – wenn die Möglichkeit besteht, Töpfe oder Behälter aufzustellen;
- auf der Terrasse oder Veranda – ein windgeschützter Ort mit ausreichender Beleuchtung.
Das Wichtigste ist, den Pflanzen 12-14 Stunden Licht, regelmäßiges Gießen mit warmem Wasser und nährstoffreiche Erde zu bieten.
Reifung und Fruchtbildung, Produktivität
Bonsai zeichnet sich durch frühe Reife aus – die ersten Tomaten reifen bereits 85–90 Tage nach der Keimung. Dadurch ist der Gemüseanbau wie am Fließband auf der Fensterbank möglich, wobei die Samen im Abstand von 30 Tagen ausgesät werden.
Die Fruchtbildung ist ungleichmäßig und verteilt, die Tomaten reifen über mehrere Monate hinweg nach und nach. Bei guter Pflege kann ein einzelner Strauch bis zu 1 kg Miniaturfrüchte tragen.
Anwendungsgebiet, Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge
Tomaten eignen sich hervorragend zum Frischverzehr und für Salate. Sie behalten ihren Geschmack und ihre Form gut, wenn sie im Ganzen eingemacht werden. Obwohl die dünne Haut bei hohen Temperaturen reißen kann, bleibt das feste Fruchtfleisch bissfest, wodurch sie sich ideal zum Einmachen eignen.
Die Sträucher reagieren empfindlich auf plötzliche Wetterumschwünge und sind anfällig für Krautfäule, insbesondere wenn sie ungeschützt im Freien gepflanzt werden. Im Haus vertragen die Pflanzen wenig Licht gut, jedoch sinkt der Ertrag bei Lichtmangel deutlich.
Bonsai-Tomaten anbauen
Für ein optimales Wachstum ist eine Temperatur zwischen 18 und 25 °C sowie die richtige Pflege wichtig. Trotz ihrer kompakten Größe tragen die Sträucher köstliche und schöne Früchte und sind somit ein hervorragendes Zierelement.
Vorbereitung von Erde, Behältern und Pflanzmaterial
Für die Bonsai-Zucht kann man fertige, nährstoffreiche Erde aus dem Blumenladen oder Gartencenter verwenden. Ein Universalsubstrat ist völlig ausreichend, aber spezielle, von Agronomen entwickelte Mischungen bieten einige Vorteile:
- ausgewogener Nährstoffgehalt;
- einen optimalen Säuregehalt aufweisen;
- gute Wasserdurchlässigkeit gewährleisten;
- eine geeignete Struktur für die Luftzirkulation aufweisen;
- Zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Wenn Sie die Erdmischung selbst herstellen möchten, sollte sie Folgendes enthalten:
- Kompost (frisch);
- Gartenerde (nicht für Nachtschattengewächse geeignet);
- Humus (reif);
- grobkörniger Sand.
Die Zutaten im Verhältnis 1:1:1:0,3 mischen. Pro 10 kg dieser Mischung 20 g Superphosphat und Ammoniumnitrat hinzufügen. Den Boden vorbereiten und 5–6 Monate reifen lassen (im Herbst für die Verwendung im Frühjahr). Bei Zeitmangel die Mischung mindestens 2–3 Wochen ruhen lassen.
Um eine gute Keimung und Pflanzengesundheit zu gewährleisten, sollte das Pflanzmaterial behandelt werden:
- Wählen Sie große, feste und unbeschädigte Samen. Um ihre Qualität zu prüfen, weichen Sie sie in einer 5%igen Salzlösung ein (5 g Salz auf 200 ml Wasser). Entfernen Sie alle leichten, schwimmenden Samen – diese sind hohl.
- Die Samen eine halbe Stunde in einer leicht rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung (1 g pro 100 ml Wasser) einweichen und anschließend gründlich abspülen. Alternativ können sie auch 10 Minuten in einer 3%igen Wasserstoffperoxidlösung eingeweicht werden.
- Wickeln Sie die Samen in ein feuchtes Tuch oder Gaze und stellen Sie sie für 12-24 Stunden an einen warmen Ort (+22…+25°C).
Die gekeimten Körner 12 Stunden lang im Kühlschrank (2 bis 5 °C) und anschließend 12 Stunden lang bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Diesen Vorgang 2-3 Mal wiederholen.
Aussaat und Aufzucht von Setzlingen
Es ist nicht nötig, Bonsai-Tomatensamen einzeln in Töpfe zu pflanzen – es ist praktischer, einen geräumigen Anzuchtkasten zu verwenden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Legen Sie Drainagematerial (Ziegelbruch, Blähton, Schotter oder Tonscherben) auf den Boden des Behälters.
- Füge eine 1 cm dicke Sandschicht hinzu.
- Füllen Sie die Kiste zu einem Drittel mit vorbereiteter Erde.
- Die Oberfläche festdrücken und die Tomatensamen im Abstand von 3-4 cm ausstreuen.
- Mit einer Schicht Erde bestreuen und mit einer Sprühflasche befeuchten.
- Den Behälter mit Folie oder Glas abdecken.
- Stellen Sie den Behälter auf eine gut beleuchtete, zugfreie Fensterbank.
Öffnen Sie die Abdeckung regelmäßig zur Belüftung und befeuchten Sie die Erde mit warmem, abgestandenem Wasser. Die Sämlinge keimen in 3–7 Tagen. Nach der Massenkeimung senken Sie die Temperatur tagsüber von 24 °C auf 17–20 °C und nachts auf 15 °C. Kühle Temperaturen verhindern das Vergeilen der Sämlinge und fördern ein kräftiges, kompaktes Wachstum.
Landung
Bonsai-Tomaten lassen sich in Freilandbeeten, erfolgreich auf Fensterbänken oder in Gewächshäusern anbauen. So erhält man auch auf kleinem Raum frische und schmackhafte Früchte, was sie ideal für Stadtwohnungen oder die Wintermonate macht.
Bonsai im Gartenbeet anbauen
Die Sämlinge sollten umgepflanzt werden, sobald sich zwei echte Blätter gebildet haben. Bei der Anzucht auf der Fensterbank ist es jedoch ratsam, zu warten, bis sich die Blätter der Sträucher berühren – erst dann sollten sie in einzelne Töpfe umgepflanzt werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Füllen Sie die Behälter bis zur Hälfte. Nehmen Sie den Sämling vorsichtig aus dem Hauptbehälter und achten Sie darauf, den Wurzelballen zu schonen.
- Drücken Sie in der Mitte des neuen Behälters eine Mulde aus und setzen Sie den Sämling vorsichtig bis zu den Keimblättern ein.
- Bedecken Sie die Wurzeln mit Erde und drücken Sie die Erde leicht an.
- Befeuchten Sie die Pflanzen mit warmem Wasser. Achten Sie darauf, dass keine überschüssige Flüssigkeit durch die Abflusslöcher austritt.
Anbau im Gewächshaus
Wenn Sie diese Sorte für die Zimmerkultur in Betracht ziehen, ist die Anpflanzung in herkömmlichen Beeten nicht empfehlenswert, da der Ertrag gering ist und der Raum leer wirken wird. Am besten eignet sich die Anzucht in Hängeampeln, die mindestens 60 cm von der Decke entfernt hängen sollten.
Falls das Gewächshaus über seitliche Ablagen verfügt, stellen Sie die Topfpflanzen darauf. Wichtig ist, dass die Pflanzen die Plastikfolie nicht berühren, da sich darauf Kondenswasser bilden kann, das einen idealen Nährboden für Pilze bietet. Die Ablagen müssen stabil genug sein, um das Gewicht der Pflanzen zu tragen.
Regeln für den Anbau von Tomaten zu Hause
Wenn Ihr Balkon vollständig verglast und isoliert ist, können Sie bereits im März mit der Aussaat beginnen. Ziehen Sie die Sämlinge zunächst in einem Topf vor, pikieren Sie sie dann im April in einzelne Töpfe und stellen Sie diese anschließend auf Fensterbänke und Regale.
Sie können die Pflanzgefäße auf Regalen oder in Hängeampeln platzieren. Wenn Ihr Balkon nach Süden ausgerichtet ist, achten Sie auf Schatten, da starkes Sonnenlicht den Pflanzen schaden kann.
Weitere Pflege
Zwei Monate alte Bonsai-Sämlinge können bereits Blütenstände und Tomaten bilden. Obwohl die Blüten selbstbestäubend sind, beschleunigt regelmäßiges Schütteln der Blütenstände die Fruchtbildung.
Die Pflege dieser Sorte ist unter allen Wachstumsbedingungen gleich:
- regelmäßiges Gießen;
- Ausbringung von Düngemitteln;
- den Boden auflockern.
Befolgen Sie einfache landwirtschaftliche Praktiken und halten Sie sich an die Regeln:
- Gießen Sie nur mit zimmerwarmem Wasser in mäßigen Mengen, um Staunässe zu vermeiden. Die oberste Erdschicht sollte stets leicht feucht bleiben.
Wie oft gegossen werden muss, hängt vom Zustand der Pflanzen ab: Elastische, hellgrüne Blätter deuten auf ausreichend Feuchtigkeit hin, während hängende und ausgetrocknete Blätter auf einen Mangel hinweisen. - Zwei Wochen nach dem Umpflanzen Stickstoffdünger, z. B. Ammoniumnitrat (4 g pro Liter Wasser), in separate Gefäße geben. Nach 10 Tagen die Düngung mit einer Kaliumsulfatlösung im gleichen Verhältnis wiederholen. Nach weiteren 12–14 Tagen Superphosphat ausbringen.
Als Ergänzung können Sie fertige, ausgewogene Mineralstoffpräparate in kristalliner oder flüssiger Form verwenden und dabei die Anweisungen genau befolgen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Treffen Sie vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. regelmäßiges Lüften des Gewächshauses und Entfernen beschädigter Blätter. Beachten Sie folgende Empfehlungen:
- Bei Auftreten von Mehltau mit den Fungiziden Topaz oder Fitosporin behandeln;
- Zum Schutz vor Blattläusen und anderen Insektenschädlingen sind Insektizide oder volksmedizinische Heilmittel wie Knoblauchaufguss wirksam;
- Überwässern Sie den Boden nicht, da dies die Entwicklung von Wurzelfäule begünstigen kann;
- Um Krautfäule vorzubeugen, sollten die Pflanzen regelmäßig mit Kupfersulfat oder Bordeauxbrühe besprüht werden.
- Bei Nachweis von Fusarium Previkur anwenden;
Für und Wider
Um möglichen Schwierigkeiten vorzubeugen und Probleme zu vermeiden, sollten Sie die Vor- und Nachteile dieser Tomatensorte sorgfältig prüfen. Zu den Vorteilen dieser Tomatensorte gehören:
Diese Sorte hat keinerlei Nachteile. Sie eignet sich ideal für die Anzucht auf der Fensterbank oder dem Balkon, selbst für Gartenneulinge.
Rezensionen
Bonsai ist eine ausgezeichnete Wahl für Zimmerpflanzenliebhaber und Anfänger im Gemüseanbau. Diese Sorte wird Sie nicht nur mit ihrem dekorativen Aussehen begeistern, sondern auch mit ihren köstlichen Früchten, die Sie sogar im Winter genießen können. Ihre Krankheitsresistenz und Pflegeleichtigkeit machen sie zu einer vielseitigen Wahl für Balkon und Garten.





