Boni MM ist eine frühreife Tomatensorte, die sich aufgrund ihrer guten Erträge und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Bedingungen großer Beliebtheit erfreut. Ihre Tomaten sind robust und daher ideal für den Freilandanbau geeignet. Die Früchte sind klein, aber zahlreich. Sie haben einen ausgezeichneten Geschmack und platzen beim Transport nicht.
Selektions- und Anbauregionen
Die Sorte wurde von der Gavrish Breeding Firm LLC entwickelt. Renommierte Wissenschaftler wie S. F. Gavrish, O. A. Volok, E. V. Amcheslavskaya und V. V. Morev waren an ihrer Entwicklung beteiligt. Die Züchtungsarbeit begann 1988. Man vermutet, dass die Sorte nach einer damals populären Musikgruppe benannt wurde.
Nach umfangreichen Forschungen wurde die Tomate im Jahr 2001 in das staatliche Zuchtregister der Russischen Föderation aufgenommen. Sie wird in ganz Russland erfolgreich angebaut und erfreut sich auch in Nachbarländern wie Belarus und der Ukraine großer Beliebtheit.
Beschreibung des Strauchs und der Früchte
Boni MM ist eine determinierte Standardsorte. Die Pflanzenhöhe überschreitet nicht 50 cm.
Unterscheidungsmerkmale:
- Stiel – aufrecht wachsend, mit mäßigem Laub und schwacher Verzweigung;
- Busch – muss weder geformt noch gekniffen werden, was die Pflege so einfach wie möglich macht;
- Blätter - klein, dunkelgrün;
- Blütenstände – haben eine einfache Struktur: Die erste erscheint oberhalb des 6.-7. Blattes, und nachfolgende Gruppen bilden sich ohne Lücken zwischen den Blättern.
Jeder Blütenstand produziert mehrere Tomaten gleichzeitig, daher müssen die Stängel gestützt werden, damit die Pflanzen nicht unter ihrem Gewicht umkippen.
Eigenschaften von Tomaten:
- klein, Cocktail-Typ, Gewicht 58-63 g;
- haben eine flach-runde Form mit leichter Rippung am Stiel und Gelenken;
- Im Stadium der technischen Reife sind sie grün mit einem dunklen Smaragdton;
- Wenn sie reifen, nehmen sie eine satte rote, fast scharlachrote Farbe an.
Das Gemüse hat eine glänzende, dünne Schale, die ihre Form gut behält, sodass es ohne Qualitätsverlust über weite Strecken transportiert werden kann. Überreife Früchte können jedoch aufplatzen, daher ist eine zügige Ernte wichtig.
Hauptmerkmale
Unter den neuesten Züchtungsentwicklungen sticht die Tomatensorte Boni MM hervor. Laut Gärtnern vereint sie entscheidende Vorteile wie geringen Pflegeaufwand, frühe Reife, hervorragenden Geschmack und kompakte Wuchsform.
Reifung und Fruchtbildung, Produktivität
Die ersten reifen Früchte werden bereits Ende Juni geerntet. Der gesamte Zyklus von der Keimung bis zur vollen Reife dauert 83–88 Tage. Die Fruchtbildung ist kurz – etwa 14 Tage –, was für viele Gärtner von Vorteil ist: Die Ernte kann schnell eingebracht werden, sodass man früh in der Saison Vorbereitungen treffen und Platz für andere Pflanzen schaffen kann.
Diese Tomatensorte zeichnet sich neben ihrer frühen Reife durch einen guten Ertrag unter den kleinfrüchtigen, buschigen Tomaten aus. Bei optimaler Pflege können 5,5–6,5 kg Tomaten pro Quadratmeter geerntet werden, und ein einzelner Strauch liefert durchschnittlich 2–2,5 kg.
Anwendungsgebiet, Geschmackseigenschaften
Das Gemüse hat einen süßlich-leicht säuerlichen Geschmack. Das Fruchtfleisch ist fest, fleischig und saftig. Aufgrund dieser Eigenschaften und ihrer geringen Größe eignet es sich nicht zur Herstellung von Soßen oder Ketchup.
Tomaten sind eine wunderbare Ergänzung zu frischen Sommersalaten und behalten beim Einkochen ihre Form gut. Diese roten, runden Früchte werden auch in diesem Winter jede Festtafel verschönern.
Wie zieht man Tomatensämlinge?
Boni MM ist eine der wenigen Sorten, die in Russland nicht nur durch Anzucht von Setzlingen vermehrt werden. In wärmeren Klimazonen können die Samen direkt ins Freiland gesät werden.
Vorbereitung des Pflanzmaterials
Die meisten Gärtner ziehen Tomaten lieber aus Jungpflanzen, da man so schon im Juni ernten kann. Vor der Aussaat sollten die Samen behandelt werden, aber vorher das Verfallsdatum prüfen.
Hilfreiche Tipps:
- Die Keimrate von Boni MM-Samen liegt bei etwa 60 %. Vor der Aussaat sollten die Samen daher sorgfältig ausgewählt werden: Weichen Sie sie 30 Minuten lang in Salzwasser ein. Diejenigen, die auf den Boden sinken, eignen sich für die weitere Verwendung.
- Um Pflanzen vor Infektionen zu schützen, desinfizieren Sie das Saatgut, indem Sie es 30 Minuten lang in eine schwache Kaliumpermanganatlösung oder 12 Stunden lang in eine Sodalösung eintauchen.
Um die Keimung zu beschleunigen, können die Samen mit Wachstumsförderern wie Epin oder Fitosporin behandelt werden. Alternativ lassen sich auch Hausmittel wie eine Honigmischung oder Aloe-vera-Saft anwenden.
Auswahl von Behältern und Erde
Die Boni MM-Tomate ist keine seltene oder sammelwürdige Sorte, daher werden ihre Setzlinge üblicherweise auf traditionelle Weise ohne Verwendung von Torftabletten angezogen.
Befolgen Sie die Regeln:
- Für die Aussaat eignen sich breite, aber flache Gefäße. Dafür können spezielle Schachteln und Plastikschalen aus dem Handel oder auch Restmaterialien wie zerschnittene Saftkartons und Flaschen verwendet werden.
- In separate Töpfe umpflanzen – egal ob gekauft oder selbstgemacht.
- Blumenerde erhalten Sie im Fachhandel oder können sie selbst herstellen, indem Sie Torf, Schwarzerde und Humus zu gleichen Teilen mischen. Anstelle von Torf können Sie auch Sand oder Kokosfasern verwenden. Um die Erde anzureichern, geben Sie Asche und Superphosphat hinzu. Ist die Erde zu sauer, kalken Sie sie.
Aussaat und Pflege der Sämlinge
Sobald Sie die Vorbereitungen abgeschlossen haben, können Sie mit dem Einfüllen des Getreides beginnen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Füllen Sie die Behälter mit Erde, lassen Sie dabei etwa 3 cm Platz bis zum Rand.
- Legen Sie die Samen in Reihen mit einem Abstand von mindestens 2 cm aus und bedecken Sie sie anschließend mit 1 cm Erde. Drücken Sie die Erde nicht zu stark an.
- Die Pflanzen mit warmem, abgestandenem Wasser aus einer Sprühflasche befeuchten, mit Folie abdecken und in einem beheizten Raum aufbewahren.
Bis zum Erscheinen der Keimlinge ist kein Licht erforderlich, hohe Temperaturen beschleunigen den Keimungsprozess.
Grundregeln für die Pflege von Sämlingen:
- Bis die Keimlinge erscheinen, muss die Erde regelmäßig befeuchtet werden;
- Falls sich Schimmel bildet, entfernen Sie die kontaminierte Schicht und behandeln Sie die Oberfläche mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung.
- Stellen Sie den Behälter mit den Sämlingen an einen hellen Ort und installieren Sie gegebenenfalls Pflanzenlampen.
- Eine Woche nachdem die Sämlinge gekeimt sind, entfernen Sie das improvisierte Gewächshaus – entfernen Sie die Folie;
- Sobald sich mehrere echte Blätter gebildet haben, sollten die Sämlinge in separate Töpfe umgepflanzt werden.
- Dreimal düngen: 2 Wochen nach der Ernte, 14 Tage später und 3–5 Tage vor dem Einpflanzen ins Beet. Verwenden Sie einen Mehrnährstoffdünger.
10-14 Tage vor dem Auspflanzen in die Erde sollten die Pflanzen schrittweise an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden, indem die Zeit, die sie im Freien verbringen, erhöht wird.
Tomaten an einem festen Standort pflanzen
Bereiten Sie Ihre Tomatenbeete im Herbst vor: Lockern Sie den Boden, entfernen Sie Unkraut und bringen Sie organischen Dünger wie beispielsweise Mist aus. Verwenden Sie gegebenenfalls Kalk, um den Säuregehalt zu reduzieren.
Befolgen Sie diese Schritte:
- Im Frühjahr sollte die Fläche erneut umgepflügt und alle verbliebenen Pflanzenwurzeln entfernt werden. Zum Anpflanzen von Tomaten werden Löcher gegraben, wobei die Pflanzen versetzt gesetzt werden sollten: 50 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 30–40 cm zwischen den Reihen. So ergeben sich 6 bis 9 Pflanzen pro Quadratmeter.
- Vor dem Umpflanzen die Sämlinge vorsichtig mitsamt Wurzelballen aus den Töpfen nehmen und mittig in die vorbereiteten Pflanzlöcher setzen. Anschließend die Löcher großzügig mit warmem Wasser befeuchten und mit Erde füllen.
Gießen Sie die Pflanzen erst zwei Wochen nach dem Einpflanzen. Düngen Sie sie dann zum ersten Mal.
Bonnie MM Pflegehinweise
Es ist wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu pflegen. Beachten Sie die üblichen landwirtschaftlichen Praktiken:
- Bewässerung und Besprühung. In den ersten Tagen nach dem Einpflanzen benötigen die Pflanzen reichlich Wasser. Gießen Sie anschließend 2-3 Mal pro Woche, bei Regenwetter jedoch seltener. Verwenden Sie ausschließlich warmes, abgestandenes Wasser direkt an den Wurzeln, am besten abends um Sonnenuntergang.
Es empfiehlt sich, in der frühen Wachstumsphase reichlich zu wässern und die Erde anzuhäufeln, um die Wurzelbildung zu fördern. Lockern Sie die Zwischenräume zwischen den Reihen und mulchen Sie den Boden mit trockenem Gras oder Sägemehl, um die Belüftung zu verbessern und die Feuchtigkeit zu speichern. - Topping. Komplexdünger sollten alle zwei Wochen ausgebracht werden. Alternativ können Kräutermischungen, Mistaufguss oder Aschelösung verwendet werden. Anschließend sollte der Boden aufgelockert werden, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
- Strukturierung und Verknüpfung. Boni MM-Tomaten müssen in der Regel nicht gestutzt werden, aber zu langes unteres Laub kann die Luftzirkulation behindern, daher sollten Sie es zurückschneiden. Entfernen Sie kleine Früchte am unteren Ende umgehend, damit größere Tomaten übrig bleiben. Das Stützen der Pflanzen ist nicht unbedingt notwendig, aber wenn sie unter dem Gewicht der Tomaten zu hängen beginnen, sollten Sie die Stängel an Stützen befestigen.
Fehler von Gartenanfängern und Geheimnisse erfahrener Gärtner
Anfänger machen beim Anbau von Nutzpflanzen oft Fehler, die die Qualität der Ernte beeinträchtigen können. Die häufigsten Fehler sind:
Verbesserung der Erträge und Pflegemethoden:
Diese Tricks helfen Agronomen, stabile und hohe Erträge zu erzielen, sodass viele in den Folgejahren auf solche Methoden zurückgreifen.
Krankheiten und Schädlinge
Trotz ihrer hohen Widerstandsfähigkeit kann die Boni MM-Tomate durch Infektionen im Boden oder auf benachbarten Pflanzen befallen werden. Einige Schädlinge können den Sträuchern und Früchten erheblichen Schaden zufügen und übertragen zudem Krankheiten.
Die häufigsten Schädlinge, die diese Sorte bedrohen, sind:
- Nacktschnecken;
- Schmetterlinge;
- Raupen;
- Spinnmilben;
- Maulwurfsgrillen;
- Käfer;
- Würmer.
Wenn diese Insekten Ihre Tomatenpflanzen befallen, wird die Bekämpfung schwierig. Vorbeugung ist daher die wichtigste Bekämpfungsmethode. Besprühen Sie Ihre Pflanzen mit speziellen Produkten, die ein ungünstiges Umfeld für die Schädlinge schaffen. Actellic ist ein wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel.
Hilfreiche Tipps:
- Behandeln Sie Ihre Gartenbeete mit Ridomil Gold. Achten Sie darauf, auch den Boden zu besprühen, da dieser Larven enthalten kann, die sich innerhalb weniger Tage zu ausgewachsenen Schädlingen entwickeln.
- Eine Seifenlösung ist ein gutes Mittel gegen Spinnmilben und Schnecken, aber zur Bekämpfung von Käfern benötigt man ein starkes Insektizid.
- Die Maulwurfsgrille verträgt weder Hühnereierschalen noch Vogelkot.
Merkmale des Anbaus im Freiland und im geschützten Boden
Die Tomatensorte Boni MM eignet sich besonders gut für den Anbau im Gartenbeet – unter diesen Bedingungen gedeiht sie am besten. In den ersten zwei Wochen nach dem Einpflanzen sollten die Pflanzen nachts abgedeckt werden, um Frostschäden zu vermeiden.
Mulchen ist nützlich, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, die Wurzeln vor Frost zu schützen und Krankheiten vorzubeugen. Hierfür eignen sich Jute oder trockenes Gras. Sorgen Sie in Gewächshäusern für eine optimale Luftfeuchtigkeit, indem Sie regelmäßig die Fenster öffnen und den Raum lüften.
Für und Wider
Bevor Sie eine Kulturpflanze anbauen, sollten Sie sich unbedingt mit all ihren Eigenschaften, Vorteilen und Nachteilen vertraut machen. Zu den wichtigsten Vorteilen der Sorte Boni MM gehören:
Manche Gärtner betrachten die geringe Größe der Tomaten, ihren Wasserbedarf und ihren Nährstoffbedarf im Boden als Nachteile.
Rezensionen
Boni MM ist eine Sorte, die hohe Produktivität und geringen Pflegeaufwand perfekt vereint. Sie reift schnell und liefert selbst in kurzen Sommern eine reiche Ernte. Ihre Krankheitsresistenz und ihr exzellenter Geschmack machen sie zu einer beliebten Sorte. Sie eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Anbauer.









