Die Tomatensorte „Red Banana“ wurde vor über 20 Jahren entwickelt und ist bei Hobbygärtnern nach wie vor sehr beliebt. Sie gedeiht in verschiedenen Klimazonen, hat eine hohe Handelsqualität und eignet sich für den Transport über weite Strecken. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über weitere positive Eigenschaften und Anbaumethoden dieser Sorte.
Geschichte der Auswahl
Die Sorte wurde 1996 von russischen Züchtern der Firma Gavrish entwickelt. Sie war ab 1997 für den russischen Markt erhältlich. Aktuell wird diese Tomate in Russland und einigen Regionen der GUS weit verbreitet angebaut.
Gilt nicht für Hybridsorten.
Beschreibung und Eigenschaften
Nachfolgend eine detaillierte Beschreibung der wichtigsten Parameter der Tomate.
Obst
Weisen folgende Eigenschaften auf:
- Bilden. Länglich, einem Zylinder ähnlich, mit einer leichten Abrundung an der Spitze.
- Länge. Die größten Früchte erreichen einen Durchmesser von 12 Zentimetern, im Durchschnitt werden sie jedoch nur 7 Zentimeter groß.
- Gewicht. Groß. Eine mittelgroße Frucht kann 100 g wiegen.
- Farbe. Das Gemüse hat eine kräftige rote Farbe.
- Samen. Befindet sich in 3 separaten Kammern.
- Haut. Fühlt sich fest an, ist dicht und reißt selten. Manchmal fühlt es sich rau an.
- Zellstoff. Es hat eine dichte Struktur und einen mittleren Saftigkeitsgrad.
- Schmecken. Mittelmäßig ausgedrückt, etwas fad.
Pflanzen
Folgendes ist charakteristisch:
- Höhe. Eine niedrig wachsende Pflanze. Der Strauch kann eine maximale Höhe von 120 cm erreichen.
- Eierstock. Der erste Stängel bildet sich oberhalb des achten Blattes. Weitere Stängel wachsen typischerweise alle zwei Blätter.
- Blütenstand. Jeder Blütenstand produziert bis zu 12 Blüten. Daher bilden die Früchte meist Büschel.
Produktivität
Was ist darüber bekannt?
- Reifezeit. Es handelt sich um eine frühreife Sorte. Die erste Ernte kann bereits 105 Tage nach der Pflanzung erfolgen. Die Haupternte beginnt weitere 14 Tage später. Dadurch eignet sich die Sorte für den Anbau in gemäßigten und nördlichen Regionen.
- Produktivität. Von einem Strauch kann man pro Saison etwa 30 Früchte (3 kg) ernten.
- Sammelzeitraum. Die Sorte trägt bis November Früchte.
Anwendung
„Rote Banane“ kann man verwenden für:
- Einlegen und Einmachen;
- Trocknung;
- Zubereitung verschiedener Saucen;
- Frisch verzehrt oder in Salaten.
Aufgrund der Widerstandsfähigkeit dieser Sorte gegenüber Ferntransporten kann sie zum Verkauf verwendet werden.
Der Saft der Frucht ist sehr dickflüssig und nicht jedermanns Sache.
Die wichtigsten Merkmale dieser Sorte und das Aussehen der Samen werden im folgenden Video genauer beschrieben:
Anbaumethoden
Es gibt 2 Hauptmethoden, um rote Tomaten anzubauen:
- Im Gewächshaus. Der Boden im Gewächshaus sollte mit den notwendigen Mineralien angereichert werden. Für ausreichende Luftfeuchtigkeit und Licht sorgen. Die Temperatur sollte mindestens 20 Grad Celsius betragen. Um die Luft mit Sauerstoff anzureichern, sollten die Gewächshaustüren ein- bis zweimal pro Woche weit geöffnet werden.
- Im freien Gelände. Die Aussaat im Freiland sollte in der warmen Jahreszeit erfolgen, wenn keine Frostgefahr besteht. Der Mai ist dafür der gängigste Zeitpunkt. Am besten bereitet man den Boden im Herbst durch gründliches Düngen vor.
- ✓ Optimale Bodentemperatur für die Pflanzung von Setzlingen: nicht unter 15°C.
- ✓ Empfohlener pH-Wert des Bodens: 6,0-6,5.
Karotten, Gurken und Kohl eignen sich als Vorfrüchte.
Der Anbau der Gemüsesorte Red Banana umfasst mehrere Phasen.
Vorbereitung und Aussaat von Samen
Vor der Aussaat ist es wichtig, die Samen für eine gute Keimung vorzubereiten. So geht's:
- Sortierung. Sortieren Sie alle Samen sorgfältig durch, um sicherzustellen, dass sich keine leeren oder kleinen Samen darunter befinden.
- Waschen. Spülen Sie die Samen gründlich ab und weichen Sie sie anschließend, in saubere Gaze gewickelt, 1/4 Stunde lang in einer sehr schwachen Kaliumpermanganatlösung ein. Dies schützt die Keimlinge vor Schädlingen.
- KeimungDie Wickeln Sie die Samen in ein mit warmem Wasser getränktes Mulltuch und stellen Sie es an einen hellen Ort. Befeuchten Sie es täglich. Sobald die Keimlinge erscheinen, können Sie mit dem Pflanzen beginnen.
Sämling
Zum Aussäen von Setzlingen benötigen Sie:
- Bereiten Sie den Boden vor. Dazu legt man den Boden eines Plastikbehälters mit Drainagematerial aus. Anschließend füllt man ihn mit Erde.
- Landung. Stechen Sie kleine Löcher (nicht größer als 1 cm) in die Erde. Legen Sie die Samen hinein und bedecken Sie sie anschließend mit Erde.
- Bewässerung. Das Wasser sollte etwas wärmer als Zimmertemperatur sein.
- Keimung. Um die Pflanzen warm zu halten, decken Sie den Topf mit einer dünnen Folie ab. Regelmäßiges Gießen ist notwendig.
- Keimung. Entfernen Sie nun die Folie und stellen Sie den Behälter mit den Pflanzen an ein Fenster, das näher an der Sonne steht.
- PflückenDie Sobald sich zwei echte Blätter gebildet haben, sollte jeder Trieb in ein separates Gefäß, beispielsweise einen Torftopf, umgepflanzt werden.
- Härten. Zwei bis drei Wochen vor dem Auspflanzen sollten die Pflanzen tagsüber ins Freie gestellt werden. Beginnen Sie mit wenigen Minuten und verlängern Sie die Zeit allmählich. Stellen Sie das Gießen der Sämlinge eine Woche vor dem Auspflanzen ein.
Tomaten sollten am besten am 55. Tag nach der Aussaat ins Freiland verpflanzt werden.
Gekaufte Setzlinge
Wenn kein Wunsch vorhanden ist Sämlinge anpflanzen Sie können es selbst anbauen oder kaufen. Achten Sie beim Kauf von Setzlingen auf Folgendes:
- Pflanzenhöhe. Sollte bis zu 30 cm lang sein.
- Gesundes Aussehen. Die Blätter sollten nicht hängend, vergilbt, deformiert oder fleckig sein und keine Anzeichen von Schädlingsbefall aufweisen.
Einen Überschuss an Stickstoffdünger, den skrupellose Verkäufer zur Förderung des Wachstums von Sämlingen einsetzen, erkennt man an den hellgrünen, nach innen eingerollten Blättern.
- Stängel. Der Trieb sollte kräftig und dick sein und 10 Blätter tragen.
- Wurzeln. Mangelfrei, gut entwickelt.
Pflanzen in den Boden pflanzen
Pflanzen Sie die Setzlinge im Abstand von 50 x 60 cm ins Freiland. Drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter werden empfohlen. Setzen Sie die Setzlinge in die vorbereiteten Löcher und füllen Sie diese mit Erde. Gießen Sie die Pflanzen anschließend gründlich an.
Die Pflanzmethode im Gewächshaus unterscheidet sich nicht von der Pflanzmethode im Gartenbeet.
Aussaat
In südlichen Regionen können die Samen direkt in den Boden gesät werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Graben Sie im vorbereiteten Beet 1,5 cm tiefe Löcher nach dem für die Setzlinge vorgesehenen Muster;
- Gieße warmes Wasser in jedes Loch und lasse es einwirken;
- In jedes Loch 4-5 Samen geben und mit Erde bedecken;
- Ein Mini-Gewächshaus entsteht, indem man jedes Loch mit einem Einmachglas oder einer aufgeschnittenen Plastikflasche verschließt;
- Legen Sie den Rahmen über die Reihen und spannen Sie den Film darüber.
Pflege
Nachfolgend finden Sie grundlegende Empfehlungen zur Pflege der Tomatensorte Red Banana.
Buschformation
Die Pflanzen werden in zwei Stämme geleitet. Um ein ordnungsgemäßes Wachstum zu gewährleisten, müssen sie an einer Stütze, beispielsweise einem Holz- oder Metallpfahl, befestigt werden.
Beim Anbinden der Pflanzen sollte man sie nicht zu fest anziehen, da sonst keine Früchte entstehen.
Um zu verhindern, dass die Pflanze zu groß wird, sollten Sie regelmäßig überschüssige Seitentriebe von Hand entfernen. Am besten tun Sie dies morgens, wenn keine Gefahr von plötzlichem Regen besteht. Vermeiden Sie es, die Pflanze vorher zu gießen oder zu düngen. Tragen Sie dabei dünne Handschuhe. Bestreuen Sie abgebrochene Seitentriebe mit Asche.
Topdressing
Zu Beginn der Saison sollte der Boden mit Stickstoff angereichert und organischer Dünger hinzugefügt werden. Herkömmlicher Mist oder Asche genügen.
Während der Phase des aktiven Wachstums, Dünger ausbringen mindestens 3 Mal mit Mehrnährstoffdüngern (Nanovit, Mivena).
Wenn die Pflanze Früchte trägt, verwenden Sie Düngemittel, die Magnesium und Kalium enthalten.
Unkraut jäten und auflockern
Nach dem Gießen sollte das Beet gejätet werden, um das Wachstum von Unkraut zu verhindern.
Durch die Mischung von Sägemehl, Heu oder Sonnenblumenkernen mit Erde lässt sich eine Schutzschicht um Gemüsepflanzen bilden. Diese speichert Feuchtigkeit und verhindert Unkrautwuchs. Weitere Informationen zum Thema Mulchen finden Sie in den entsprechenden Artikeln. HierDie
Es ist besser, den Boden unmittelbar nach dem Wässern oder nach Niederschlägen aufzulockern.
Bewässerung
Solange sich die Fruchtknoten noch nicht gebildet haben, sollten die Pflanzen täglich gegossen werden. Danach genügt es, sie ein- bis zweimal pro Woche zu gießen.
Wenn die Pflanze im Freiland angebautWährend der Regenzeit sollte man das Bewässern gänzlich vermeiden.
Nachhaltigkeit
Die Resistenz dieser Tomatensorte verdient besondere Erwähnung.
| Krankheit | Nachhaltigkeit | Präventionsmethoden |
|---|---|---|
| Cladosporiose | Durchschnitt | Knoblauchlösung |
| Krautfäule | Niedrig | Salzlösung |
| Fusarium | Niedrig | Kupfersulfat |
Äußeren Bedingungen
Die rote Bananensorte kann in verschiedenen Klimazonen angebaut werden, da sie sehr klimatolerant ist. Ausgewachsene Pflanzen vertragen sowohl Hitze als auch Kälte gut.
Gegen Krankheiten und Schädlinge
Zu den Hauptproblemen, die die „Rote Banane“ betreffen können:
- Cladosporiose. Sie tritt auf, wenn die Luftfeuchtigkeit den zulässigen Wert überschreitet. Sie zeigt sich durch gelbe Flecken auf der Blattoberfläche. Die Blattunterseite ist mit einem gräulichen Belag überzogen. Im Verlauf der Krankheit welken die Blätter und verfärben sich braun.
Um der Krankheit vorzubeugen, sollten Sie für optimale Wachstumsbedingungen sorgen und die Blätter mit einer verdünnten Knoblauch- oder Jodlösung besprühen. Auch kupferhaltige Produkte können zur Behandlung der Pflanze eingesetzt werden. - Krautfäule. Sie kann bei anhaltenden Regenfällen oder häufigen Klimaveränderungen auftreten. Hauptsymptom der Krankheit ist das Auftreten dunkelbrauner Flecken auf Tomatenblättern und -früchten.
Die Krankheit lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen beim Beschneiden von Seitentrieben oder durch Besprühen der Pflanzen mit einer schwachen Salzlösung verhindern. Die Behandlung erfolgt mit Fitosporin. - Fusarium. Es handelt sich um eine Pilzkrankheit, die durch unsachgemäße Pflanzung oder unzureichendes Licht verursacht wird. Zunächst vergilben die Tomatenblätter und rollen sich röhrenförmig ein. Die Pflanze beginnt zu welken. Das Wurzelsystem stirbt zuletzt ab. Die Pflanze verfault und stirbt bald vollständig ab. Die Symptome sind bei heißem Wetter stärker ausgeprägt.
Um Krankheiten vorzubeugen, sollte der Pflanzboden mit einer Kupfersulfatlösung behandelt werden. Die Pflanzen können mit Trichodermin behandelt werden, dies sollte jedoch so früh wie möglich erfolgen. - Tomaten sind mäßig anfällig für Schädlinge, einer davon ist Weiße Fliege. Um Pflanzen vor Parasiten zu schützen, sollten sie bei den ersten Anzeichen von Schäden mit Insektiziden behandelt werden.
Zur Vorbeugung sollte die Behandlung alle 14 Tage nach der Bildung der Eierstöcke durchgeführt werden.
Tomaten ernten und lagern
Es gibt mehrere Regeln zu beachten:
- Um Gemüse länger haltbar zu machen, sollte man es mit den Stielen ernten;
- Pflücken Sie Tomaten, solange sie noch nicht ganz reif sind; sie reifen in der Sonne gut nach.
- Holzkisten eignen sich zur Aufbewahrung;
- Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, legen Sie das Gemüse in getrennte Reihen.
Unter günstigen Bedingungen können Gemüse bis zu 150 Tage lang roh gelagert werden.
Für und Wider
Zusammenfassend lassen sich die Hauptvorteile der Sorte wie folgt auflisten:
- Leicht anzubauen. Die Sorte „Rote Banane“ gedeiht in verschiedenen Klimazonen Europas und ist ideal für nördliche Regionen.
- Immunität. Zusätzlich zu den bereits genannten Krankheiten sind Tomaten gegen die meisten anderen Krankheiten resistent.
- Keimung. Die meisten Samen keimen nach der Aussaat.
- Transplantationsresistenz. Unter den richtigen Bedingungen gedeihen die Pflanzen.
- Guter Ertrag. Sie können bis zu 15 kg Tomaten pro Quadratmeter ernten. Zudem haben äußere Wachstumsbedingungen keinen Einfluss auf den Ertrag.
- Handelsübliche Qualität. Die Tomaten sind in Größe und Form nahezu einheitlich. Sie behalten ihr Aussehen und ihren Geschmack auch bei längerer Lagerung.
Man sollte aber auch die Nachteile beachten:
- Nährwert. Tomaten sind nicht saftig oder schmackhaft genug und eignen sich daher für viele Gerichte nicht.
- Schwierigkeiten beim Anbau. Man muss die Sträucher selbst in Form bringen und sie ständig kontrollieren, damit sie nicht zu groß werden.
- Feuchtigkeitsunverträglichkeit. Bei hoher Luftfeuchtigkeit werden Pflanzen anfällig für Pilzbefall.
Rezensionen
Die informativsten Rezensionen:
Die „Rote Banane“ ist nicht jedermanns Sache. Sie gedeiht vor allem in nördlichen Regionen. Die Pflanzen sind pflegeleicht, resistent gegen viele Krankheiten und ideal zum Trocknen und Konservieren. Ihr Nährwert gilt jedoch aufgrund ihres faden Geschmacks und ihrer Ungeeignetheit zur Saftherstellung als durchschnittlich.


