Die Lesya-Paprika ist eine frühreife, süße Paprikasorte, die sich durch hohe Erträge, Robustheit und eine ungewöhnliche Fruchtform auszeichnet. Diese Hybride ist relativ neu, hat aber bereits die Herzen von Gärtnern und Verbrauchern erobert. Sie ist auch unter dem Namen Lesya bekannt. Die Sorte wird mitunter auch Rote Lesya genannt.
Wo und wann wurde diese Sorte gezüchtet?
Die Sorte Lesya entstand dank der intensiven Arbeit des Züchters D.G. Terentyev in Donezk, ehemals Teil der Ukraine. Dies geschah im Jahr 2016. Die Hybride wurde in die Sammlung Nr. 616 aufgenommen. Die Sorte ist noch nicht im russischen Staatsregister eingetragen.
Merkmale und Beschreibung der Sorte
Die Lesya-Sorte zeichnet sich vor allem durch ihre Fruchtform aus, die sich nicht von anderen Hybriden unterscheidet. Dieses Gemüse besitzt jedoch auch weitere Eigenschaften, die Gärtner sicherlich erfreuen werden, insbesondere hinsichtlich Ertrag, Haltbarkeit usw.
Büsche
Lesya-Hybridsträucher gelten als kompakt und niedrig wachsend – die Mindesthöhe beträgt 40 cm, die maximale 75 cm, meist erreichen sie jedoch eine Höhe von 55–60 cm. Weitere charakteristische Merkmale des Strauchs:
- Laub – vermehrt;
- Die Äste sind biegsam und dünn;
- Blätter - hellgrün mit glatter Oberfläche, groß;
- Anzahl der Früchte an einer Pflanze – 25-30 Stück;
- Die Krone breitet sich recht weit aus.
Früchte
Das Hauptmerkmal der Lesya-Sorte ist die einzigartige Form der Paprikaschoten – sie ähneln einem Tropfen oder einem Herzen, mit einer Verbreiterung am Stiel und einer Spitze am anderen Ende. Beachten Sie auch die anderen Merkmale:
- Farbe – ein sattes Rot mit einem kirschroten Schimmer, stellenweise kann es schwarz oder dunkelgrün erscheinen;
- Das Gewicht einer einzelnen Frucht beträgt 100-150 g, manchmal werden aber auch größere Exemplare gefunden - bis zu 200 g;
- Durchmesser der Paprika – variiert zwischen 6 und 12 cm;
- Länge – fast immer gleich dem Durchmesser, kann aber auch länger sein;
- Dicke (Fleischigkeitsindex) – 0,8-1,5 cm;
- Rippen – fehlend;
- Saatkammern – 2 Einheiten;
- Die Haut ist dünn, aber recht dicht;
- Oberfläche – glänzend.
- ✓ Die Form der Frucht ähnelt einem Tropfen oder einem Herzen mit einer Verbreiterung am Stiel und einem spitzen Ende.
- ✓ Kräftige rote Farbe mit einem Kirschstich, manchmal mit einem schwarzen oder dunkelgrünen Schimmer.
Geschmackseigenschaften
Lesya-Paprika gelten als sehr süß, mit saftigem Fruchtfleisch und einem charakteristischen Knacken beim Hineinbeißen oder Schneiden. Sie haben einen pikanten Pfeffergeschmack, ein ausgeprägtes Aroma und eine deutliche Schärfe.
Für welche Zwecke eignet sich diese Sorte?
Lesya ist eine vielseitige Hybridpflanze, die sich perfekt für frische Salate und Vorspeisen eignet, aber auch zum Backen, Kochen von Hauptgerichten und Vorspeisen sowie zum Einmachen. Sie kann außerdem eingefroren und getrocknet werden.
Produktivität und Haltbarkeit
Die Hybridsorte ist sehr ertragreich – pro Quadratmeter können etwa 6 kg saftige Früchte geerntet werden. Die Paprika sind lange haltbar – beispielsweise behalten sie im Kühlschrank 45 bis 55 Tage lang ihr ansprechendes Aussehen. Sie können auch in einem trockenen Keller gelagert werden.
Reifezeit
Lesya ist eine frühreifende Hybride, daher reift sie am 105. Tag vollständig aus, die Ernte kann jedoch noch weitere 2 Wochen erfolgen, da die Fruchtperiode verlängert ist.
Krankheiten und Schädlinge
Die Lesya-Sorte besitzt ein starkes Immunsystem und ist daher äußerst selten anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Ursachen hierfür können mangelhafte Anbaumethoden und ungünstige Witterungsbedingungen sein. Auch die Anwesenheit infizierter Pflanzen in der Nähe ist eine mögliche Ursache.
Die am häufigsten festgestellten Krankheiten sind Alternaria, Schwarzbeinigkeit, Graufäule, Krautfäule, Maulwurfsgrillen, Schnecken und Blattläuse.
Vor- und Nachteile
Diese ungewöhnliche Paprika hat viele positive Eigenschaften, von denen folgende besonders hervorzuheben sind:
Merkmale des Anbaus
Die Lesya-Hybride ist vielseitig im Anbau, da sie sowohl als Setzling als auch aus Samen im Freiland oder im Gewächshaus gezogen werden kann. Wichtig ist, bestimmte Sorteneigenschaften zu beachten und diese genau einzuhalten.
Für welche Regionen ist es geeignet?
Die Lesya-Paprika wird in allen Regionen Russlands angebaut, einschließlich des Zentralrussischen Gürtels, des Urals und Sibiriens. In diesem Fall wird sie jedoch in Gewächshäusern kultiviert.
Geeignetes Pflanzmuster
Die Lesya-Sorte lässt sich am besten aus Setzlingen ziehen, was eine deutlich frühere Ernte ermöglicht. Im Süden werden die Samen direkt ins Freiland gesät. Die Setzlinge werden Ende Februar oder Anfang März ausgesät.
Diese Sorte bevorzugt lockeren und leichten Boden, daher können Sie die folgenden Komponenten in gleichen Anteilen verwenden:
- Rasenboden;
- Flusssand;
- verrotteter Mist oder Kompost (Humus).
- ✓ Der optimale pH-Wert des Bodens sollte im Bereich von 6,0-6,8 liegen, um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.
- ✓ Der Boden sollte ein hohes Wasserspeichervermögen besitzen, gleichzeitig aber gut durchlässig sein, um Wasserstau zu vermeiden.
Auch die Nährstoffversorgung ist wichtig, daher sollten Sie Wurmkompost und Mineralzusätze hinzufügen. Vergessen Sie nicht, die Erdmischung zu desinfizieren, um Infektionen vorzubeugen.
Folgen Sie anschließend den Anweisungen Schritt für Schritt:
- Da Paprika das Umpflanzen nicht gut vertragen, sät man sie am besten in einzelne 500-ml-Töpfe. Am besten eignen sich dafür leicht zuzuschneidende Plastikbecher oder Torftöpfe. Stechen Sie Löcher in den Boden der Töpfe und bestreichen Sie diese mit einer Kaliumpermanganatlösung.
- Bereiten Sie die Samen etwa eine Woche vor der Aussaat vor. Weichen Sie dazu die Sämlinge in einem feuchten Tuch ein und bewahren Sie sie an einem warmen Ort auf. Unmittelbar vor dem Pflanzen desinfizieren Sie die Samen, indem Sie sie in einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung einweichen.
- Wenn sich weißliche Flecken auf den Körnern bilden, füllen Sie die Behälter mit dem vorbereiteten Substrat und befeuchten Sie es.
- Ziehen Sie Furchen bis zu 1 cm tief und säen Sie die Samen hinein, wobei Sie sie leicht bedecken.
- Mit der Erdmischung bestreuen und anschließend mit einer Sprühflasche nochmals leicht anfeuchten.
- Mit Glas oder Plastik-/Frischhaltefolie abdecken.
- Stellen Sie die Sämlinge in einen Raum mit einer Temperatur von 26 bis 28 Grad Celsius. Gießen Sie die Sämlinge erst, wenn sie keimen, und lassen Sie die Tür 10–15 Minuten lang zur Belüftung offen.
- Nach zwei bis zweieinhalb Monaten haben die Sträucher mindestens zehn Laubblätter. Dann ist es Zeit, sie in kalten Klimazonen ins Gewächshaus oder bei mildem Wetter ins Freiland umzupflanzen. Bereiten Sie den Standort vor, indem Sie den Boden mit Torf, Humus, Phosphor und Kalium anreichern. Bestreuen Sie ihn anschließend mit Holzasche.
- Bohren Sie Löcher mit einer Tiefe von 40 cm und einem Durchmesser von 40 cm. Der Abstand zwischen den Sträuchern sollte mindestens 50–60 cm betragen.
- Die Setzlinge werden durch Umsetzen aus dem Container entfernt.
- Setzen Sie sie mit einem Klumpen Erde in die Pflanzlöcher.
- Mit Erde bestreuen und gießen.
Bei erwarteter Kälte sollten die Büsche nachts abgedeckt werden.
Pflanzempfehlungen
Um Fehler zu vermeiden, empfehlen erfahrene Gärtner, folgende Punkte besonders zu beachten:
- Pflanzen Sie mindestens 2 Samen in jedes Loch oder jeden Behälter;
- Wenn die Keimlinge erscheinen, entfernen Sie den schwächsten, sodass nur ein starker und gesunder Keimling übrig bleibt;
- Die Sämlinge benötigen viel Licht, daher eignet sich am besten eine Fensterbank oder künstliches Licht.
- Um die Sämlinge mit nützlichen Elementen anzureichern, düngen Sie sie 2 Wochen nach dem Erscheinen der ersten Triebe mit speziellen Mineralkomplexen. Sie können sie aber auch mit einer Aschelösung gießen (1 Esslöffel Asche pro 1 Liter Wasser).
- Die minimale Lufttemperatur für Sämlinge im Freiland beträgt 0 Grad.
Pflegetipps
Die Pflege der Lesya-Paprika ist einfach, da sie nur die übliche Pflege benötigt – rechtzeitiges Gießen, Düngen und Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge.
Bewässerung
Die Lesya-Paprika sollte zweimal wöchentlich gegossen werden, bei Trockenheit oder extremer Hitze dreimal. Hier einige Hinweise:
- Da Pfeffer eine wärmeliebende Pflanze ist, sollte auch das Wasser warm sein.
- Lassen Sie das Leitungswasser unbedingt etwas ruhen, damit das gesamte Chlor verdunstet und sich andere Schadstoffe am Boden des Behälters absetzen können;
- Die Bewässerung erfolgt mit einer Gießkanne unterhalb der Wurzeln, damit keine Flüssigkeitstropfen auf Blätter und Stängel gelangen, da sonst Fäulnis einsetzen würde.
- Die optimale Zeit ist der Abend.
Topdressing
Um den Ertrag zu maximieren, düngen Sie alle zwei Wochen. Organische Düngemittel sind am beliebtesten. Sie sollten im Wechsel mit mineralischen Düngemitteln verwendet werden. Optimale Optionen und Richtlinien:
- Dünger aus Kuhdung. Für je 10 Liter Wasser benötigen Sie 500 ml Lösung. Geben Sie 1 Esslöffel Nitrophoska zu dieser Mischung. Ein Busch benötigt 500 ml der zubereiteten Lösung.
- Tinktur aus Hühnermist. Geben Sie 500 ml zubereitetes Vogelfutter auf 10 Liter Wasser. Fügen Sie unbedingt 1 Teelöffel Kaliumsulfat hinzu. Verwenden Sie je nach Alter der Pflanze 500–900 ml pro Pflanze.
- Kaliumhumatlösung. Verwenden Sie pro 10 Liter Wasser 1 Esslöffel der Lösung. Geben Sie die gleiche Menge Nitrophoska hinzu. Für 1 Quadratmeter benötigen Sie 5–6 Liter der zubereiteten Lösung.
- Superphosphat. Für 10 Liter Wasser benötigt man 1 Esslöffel. Für 1 Quadratmeter benötigt man 10 Liter.
Wichtige Nuancen:
- Nur mit flüssigen Lösungen düngen;
- Abends düngen;
- Düngung und Bewässerung kombinieren;
- Bereiten Sie während der Vegetationsperiode zwei- bis dreimal Blattdüngungslösungen mit Kemira gemäß der Gebrauchsanweisung zu.
Buschformation
Die Lesya-Hybride benötigt keine Erziehung. Sie müssen lediglich die Triebe an einem Rankgitter festbinden. Bei der Anzucht im Gewächshaus sollten die Sträucher jedoch in zwei Stämme erzogen werden. Dazu werden überschüssige Triebe und Seitentriebe entfernt, sodass nur die Gabelung stehen bleibt.
Vorsorgeuntersuchung
Die regelmäßige Kontrolle Ihrer Sträucher ist wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und Schädlinge frühzeitig zu bekämpfen. Achten Sie auf den Zustand der Blätter und Stängel sowie der Früchte. Sollten Probleme festgestellt werden, wenden Sie folgende Behandlungsmethoden an:
- bei Krankheiten - Kupfersulfat, Bordeauxbrühe, Baktofit, Fundazol;
- Zur Schädlingsbekämpfung: Zolon, Fitoverm, Akarin, Seifen-Asche-Lösung.
Was man tun kann, um Ärger zu vermeiden:
- Behandeln Sie die Pflanzen ab dem Sämlingsalter einmal im Monat mit Insektiziden und Fungiziden.
- Vermeiden Sie Staunässe im Boden und stehendes Wasser;
- Unkraut entfernen und den Boden auflockern;
- Vernichten Sie alle befallenen Pflanzen in der Nähe.
Ernte
Lesya-Paprika sollten erst geerntet werden, wenn sie pflanzlich reif sind, da sie sonst nicht genügend Zeit haben, Süße und Aroma zu entwickeln. Soll der Transport über weite Strecken erfolgen, empfiehlt es sich jedoch, die Paprika 10 Tage vor der vollständigen Reife zu ernten – wenn sie noch grünlich oder gelblich sind.
Rezensionen
Die Paprikasorte Lesya ist leicht anzubauen, doch die richtige Vorbereitung von Pflanzmaterial, Erdmischung und Töpfen ist wichtig. Desinfektion und weitere Pflegemaßnahmen sollten nicht vergessen werden. Nur so können die Pflanzen eine reiche Ernte der süßesten und saftigsten Früchte liefern.







