Die spanische Paprikasorte „Spanische Bull“ zeichnet sich durch hohe Erträge und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Wachstumsbedingungen aus. Ihre Früchte sind saftig, süß und vielseitig verwendbar – ideal zum Frischverzehr, Einmachen und Einfrieren. Aufgrund ihrer Größe sind sie eine beliebte Wahl zum Füllen. Die Sträucher sind hochwüchsig, aber robust und pflegeleicht.
Züchtungsgeschichte und Beschreibung der Sorte
Die Sorte entstand 2019 durch Selektion durch Gavrish S. F., Kapustina R. N., Verba V. M. und Korobitsina A. A.

Diese süße Sorte bevorzugt sonnige Standorte und liefert bei richtiger Pflege hohe Erträge. Sie gedeiht unter verschiedenen Bedingungen gut, darunter im Freiland, im Gewächshaus und sogar unter Plastikfolie.
Aussehen der Pflanze und der Früchte
Die Sträucher erreichen eine Höhe von 120–150 cm, in Gewächshäusern können sie jedoch bis zu 165–170 cm hoch werden. Ausgewachsene Pflanzen sind klein, aber recht ausladend und tragen hängende Früchte.
Charakteristische Merkmale der Kultur:
- Das Laub ist dicht und gut entwickelt. Die Blattspreiten sind mittelgroß, dunkelgrün, leicht runzelig und haben gezackte Ränder. Die Blattadern sind deutlich sichtbar, wobei die Mittelrippe meist heller als der Hintergrund ist. Die Pflanze hat kurze Internodien.
- Mittelgroße, gut gepflegte Sträucher tragen zylindrische, mäßig gerippte Früchte. Jede Paprika enthält 3–4 Kammern. Die Fruchtwände sind fest, aber dennoch flexibel und 7–8 mm dick.
- Ausgewachsene Pflanzen sind typischerweise 14–15 cm lang, obwohl gelegentlich auch größere Exemplare gefunden werden. Ihr Gewicht liegt zwischen 350 und 390 g, wobei einige größere Exemplare 400–450 g wiegen.
- Reife Früchte sind saftig. Unreif sind sie dunkelgrün und färben sich mit zunehmender Reife rot. Die gerippte Oberfläche großer, saftiger Paprikaschoten hat einen ansprechenden Glanz.
Geschmackseigenschaften, Zweck
Die Paprikasorte „Spanish Bull“ erfreute sich aufgrund des hervorragenden Geschmacks ihrer Früchte schnell großer Beliebtheit. Das Gemüse zeichnet sich durch seine Süße und Saftigkeit aus und ist daher vielseitig verwendbar. Die Paprika eignen sich hervorragend zum Frischverzehr.
Sie eignen sich hervorragend für Salate, farbenfrohe Vorspeisen und eine Vielzahl von Gerichten – sowohl für festliche Anlässe als auch für den Alltag. Dieses Gemüse kann eingemacht, eingelegt und weiterverarbeitet werden. Es lässt sich gut einfrieren und behält dabei seine Nährstoffe und seinen vollen Geschmack.
Ertrag und Reifung
Sie bietet zahlreiche Vorteile, zählt aber zu den mittelfrühen Sorten – von der Keimung bis zur Fruchtbildung vergehen etwa 120 bis 125 Tage oder länger. Paprika reifen typischerweise in den Spätsommermonaten.
Anbau und Pflege
Der Anbau ist nicht sehr pflegeintensiv, doch sorgfältige Pflege gewährleistet hohe Erträge und eine gesunde Pflanzenentwicklung. Beginnen Sie mit der Anzucht kräftiger Setzlinge:
- Bereiten Sie das Pflanzmaterial vor: Weichen Sie die Samen mehrere Stunden in warmem Wasser ein, um die Keimung zu beschleunigen.
- Säen Sie die Samen je nach Klima Ihrer Region Anfang Februar oder März in einen Topf mit Erde. Verwenden Sie eine leichte, nährstoffreiche Erde, die für Gemüsepflanzen geeignet ist.
- Säen Sie die Samen 1–2 cm tief aus, bedecken Sie sie vorsichtig mit Erde und befeuchten Sie diese. Decken Sie den Behälter mit Frischhaltefolie oder Glas ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen, und stellen Sie ihn an einen warmen Ort mit einer Temperatur von etwa 23 bis 25 °C. Sobald die Sämlinge keimen, entfernen Sie die Abdeckung und senken Sie die Temperatur auf 18 bis 20 °C, um ein übermäßiges Längenwachstum der Sämlinge zu verhindern.
Grundvoraussetzungen:
- Vor dem Pflanzen der Setzlinge den Boden gründlich umgraben, Unkraut entfernen und organischen Dünger – verrotteten Mist oder Kompost (ca. 4–5 kg pro Quadratmeter) – einarbeiten. Mineralische Dünger – komplexe Substanzen mit Phosphor und Kalium – sind ebenfalls empfehlenswert. Der Boden sollte neutral bis leicht sauer sein (pH-Wert 6–6,8).
- Sobald keine Frostgefahr mehr besteht und sich die Nachttemperaturen bei 15–18 °C stabilisiert haben, können die Paprikasämlinge ins Freiland verpflanzt werden. Vor dem Einpflanzen sollten die Sämlinge gründlich befeuchtet werden.
- Um eine gute Belüftung und ausreichend Platz zum Wachsen zu gewährleisten, sollten die Pflanzen 40-50 cm voneinander entfernt und die Reihen 60-70 cm voneinander entfernt gepflanzt werden.
- Graben Sie etwa 15 cm tiefe Löcher und geben Sie etwas Humus oder Komplexdünger hinzu.
- Nach dem Einpflanzen die Pflanzen großzügig wässern und gegebenenfalls in den ersten Tagen mit Plastikfolie abdecken, um sie vor kalten Nächten zu schützen.
Damit Ihre Sträucher kräftig und gesund bleiben und reiche Ernten bringen, befolgen Sie diese Standardpflegeverfahren:
- Bewässerung. Paprikapflanzen benötigen regelmäßige und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Gießen Sie warmes, abgestandenes Wasser direkt an die Wurzeln, vermeiden Sie dabei den Kontakt mit den Blättern, um Krankheiten vorzubeugen.
Bewässerungshäufigkeit: etwa alle 3–4 Tage, bei heißem und trockenem Wetter jedoch häufiger gießen. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein.
- Topping. Den ersten Dünger geben Sie 2 Wochen nach dem Pflanzen der Setzlinge. Verwenden Sie dazu organische Verbindungen (z. B. Königskerzenaufguss, Vogelkot) oder eine schwache Lösung mineralischer Substanzen.
Wechseln Sie anschließend die Düngung ab: Verwenden Sie komplexe Mineraldünger mit Phosphor und Kalium, um den Fruchtansatz zu verbessern, und organische Dünger, um die Pflanze zu stärken. Im Durchschnitt sind 3–4 Düngungen pro Saison erforderlich. Holzasche kann die Widerstandsfähigkeit der Pflanze stärken und den Geschmack der Früchte verbessern.
- Entstehung eines Busches. Um kräftige und ertragreiche Pflanzen zu erhalten, sollten Sie untere Triebe und schwache Knospen entfernen, damit die Energie in die Entwicklung der Hauptfrüchte fließen kann. Schneiden Sie gegebenenfalls äußere Seitentriebe zurück, um die Belüftung und Lichteinstrahlung zu verbessern.
Durch die Strukturierung des Busches werden größere und qualitativ hochwertigere Gemüsesorten gefördert. - Bodenpflege. Regelmäßiges Auflockern der Erde um die Pflanzen herum verbessert die Sauerstoffversorgung der Wurzeln und hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Lockern Sie die Erde vorsichtig bis zu einer Tiefe von 5–7 cm auf, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Das Mulchen mit organischen Materialien (Stroh, Heu, Torf, Sägemehl) reduziert die Verdunstung, hemmt das Unkrautwachstum und hält die Bodentemperatur optimal. Am besten mulcht man nach dem Gießen oder Regen.
Trotz der guten Widerstandsfähigkeit der Pflanzen können diese anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall sein. Es ist wichtig, das Problem umgehend anzugehen.
| Krankheit/Schädling | Symptome | Kampfmethoden |
| Krautfäule | Braune Flecken an Blättern und Stängeln, die sich schnell ausbreiten, Feuchtigkeit und Fäulnis an den Früchten. | Sorgen Sie für regelmäßige Belüftung der Pflanzen, vermeiden Sie Staunässe und wenden Sie Fungizide (z. B. Fitosporin, Acrobat MC) bei ersten Anzeichen einer Krankheit an. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile. |
| Echter Mehltau | Ein weißer, pudriger Belag auf den Blättern führt allmählich zu deren Austrocknung. | Mit Präparaten auf Schwefel- oder Kupfersulfatbasis behandeln, für eine angemessene Bewässerung und Belüftung sorgen und befallene Blätter entfernen. |
| Viruserkrankungen (z. B. Mosaik) | Bunte Flecken auf den Blättern, Verformungen, reduzierter Ertrag. | Befallene Pflanzen vernichten, mit Insektiziden besprühen, um Virusüberträger wie Blattläuse und Weiße Fliegen zu bekämpfen. |
| Blattlaus | Einrollen und Vergilben der Blätter, klebriger Belag. | Zur Vorbeugung können Insektizide (Aktara, Confidor), Knoblauch- oder Tabakaufgüsse verwendet werden. |
| Weiße Fliege | Kleine weiße Schmetterlinge und klebrige Ausscheidungen auf den Blättern, die Fäulnis verursachen. | Fallen aufstellen, Insektizide anwenden, Gewächshäuser regelmäßig lüften und Unkraut entfernen. |
| Spinnmilbe | Kleine gelbliche Punkte auf den Blättern, dünnes Gespinst auf der Rückseite. | Mit Akariziden behandeln, mit Wasser besprühen, um die Anzahl zu reduzieren, Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten. |
Rezensionen
Die spanische Paprikasorte „Spanish Bull“ vereint exzellenten Geschmack, feste Fruchtstruktur und Pflegeleichtigkeit. Ihre mittlere bis späte Reifezeit wird durch eine stetige Ernte bis in den Spätsommer ausgeglichen. Dank ihrer Vielseitigkeit eignet sie sich für zahlreiche kulinarische Anwendungen und behält dabei ihren vollen Geschmack und ihre wertvollen Nährstoffe.










