Die Wintergurke ist eine winterharte Hybride aus heimischer Züchtung, die Gärtner mit ihrem ansprechenden Aussehen und ihrer guten Transportierbarkeit überzeugt. Dadurch eignet sie sich nicht nur für den regulären Anbau, sondern auch für die kommerzielle Nutzung.
Wer hat die Wintersorte gezüchtet?
Die Hybridsorte Zimniy wurde von russischen Züchtern entwickelt. Autoren: Dubinin S.V., Dubinina I.N., Lukyanenko A.N. Die Hybridsorte wurde 2015 für den Anbau zugelassen und eignet sich für den Anbau in allen Regionen Russlands.
Beschreibung der Pflanzen und Früchte
Die Pflanze ist unbestimmt wachsend, wüchsig und mäßig verzweigt. Der Hauptstamm erreicht eine Länge von 1,8 m. Die Blätter sind groß und dunkelgrün.
Die Früchte sind zylindrisch, grün, glatt und glänzend, mit weißen Stacheln auf der dünnen Schale. Sie erreichen eine Länge von 12–14 cm und wiegen jeweils 120–135 g.
Geschmack und Zweck
Die Wintergurke hat einen ausgezeichneten Geschmack, ihre Früchte sind leicht süß, saftig und haben ein einzigartiges Gurkenaroma.
Eigenschaften
Sie gehört zur Gruppe der Salatgurken und ist parthenokarp (selbstbestäubend). Die Wintergurke ist eine frühreifende Sorte, deren Früchte etwa 45 Tage nach der Keimung reif sind.
Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Freien, in Winter- und Frühjahrs-Sommer-Gewächshäusern sowie unter Plastikfolien. Gärtner können etwa 14 kg Gurken pro Quadratmeter ernten.
Für und Wider
Die einheimische Hybridgurke Zimniy spricht all jene an, die Gurken mit glatter Schale bevorzugen – ihre Früchte sind glatt und nahezu dornenlos. Neben diesen Vorteilen weist diese Sorte jedoch auch einige Eigenschaften auf, die als Nachteile wahrgenommen werden könnten.
Vorteile:
Mängel:
Wie pflanzt man in die Erde?
Die Wintergurkensorte gilt als robust und kälteresistent, aber für eine gute Ernte ist es wichtig, diese Gurken richtig zu pflanzen und ihnen geeignete Wachstumsbedingungen zu bieten.
Feinheiten der Pflanzung:
- Idealerweise wählt man einen sonnigen Standort, Halbschatten oder leichter Nachmittagsschatten sind aber auch geeignet. Der Boden sollte locker, fruchtbar und reich an organischem Material sein. Torfboden ist für diese Hybride optimal.
- Die Aussaat von Samen oder Setzlingen im Freiland erfolgt im Mai/Juni, wenn Luft und Boden ausreichend erwärmt sind und keine Frostgefahr mehr besteht. Gurkensetzlinge werden recht früh, deutlich vor dem Auspflanzen ins Freiland oder unter Plastikfolie – im Februar oder März – ausgesät.
- Der Boden für die Gurkenbeete wird vorbereitet. Im Herbst wird er umgegraben und mit Humus und Kompost vermischt. Im Frühjahr wird er aufgelockert und in einem 60 x 60 cm großen Raster 2–4 cm tiefe Pflanzlöcher ausgehoben.
Die Pflanzlöcher werden gründlich mit warmem, abgestandenem Wasser gewässert. Die Samen werden hineingelegt, mit Erde (2 cm dick) bedeckt und leicht angedrückt. Die Setzlinge werden auf die gleiche Weise gepflanzt. Die Pflanzdichte sollte 5–7 Pflanzen pro Quadratmeter betragen.
Pflegehinweise
Obwohl die Wintergurke als anspruchslos gilt, benötigt sie wie alle Gurken eine gewisse Pflege, die den Ertrag, die Qualität und die Größe der Früchte bestimmt.
Pflegemerkmale:
- Zum Gießen von Gurken eignet sich am besten sonnenwarmes Wasser. Im Freien gießt man am besten abends, während Gurken im Gewächshaus morgens gegossen werden sollten. Vor der Blütezeit gießt man die Pflanzen einmal wöchentlich, während der Fruchtbildung alle drei Tage.
- Die Düngung erfolgt nach dem Standardplan – alle 10–14 Tage. Organische und mineralische Düngemittel werden abwechselnd verwendet.
- Die Stängel und Seitentriebe werden an Rankgerüsten festgebunden, um die Ernte zu erleichtern.
- Die Beete werden nach jedem Gießen oder Regen regelmäßig aufgelockert und von Unkraut befreit. Der Boden kann mit Mulch – Kompost, Torf, Sägemehl usw. – abgedeckt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Die Wintergurke ist nicht nur widerstandsfähig gegen widrige Witterungsbedingungen, sondern auch gegen Krankheiten wie Wurzelfäule, Cladosporiose (Braune Olivenfleckenkrankheit) und Echten Mehltau (Gemeiner und Falscher Mehltau). Bei grober Missachtung der Anbaupraktiken können Pilz- und Bakterienkrankheiten auftreten.
Bei leichtem Befall können Gärtner eine schwache Kaliumpermanganatlösung, eine Seifenlauge, Ringelblumenextrakt oder Molke verwenden. In schweren Fällen können Fungizide wie Skor, Topaz, Fundazol, Abiga-Peak, Previkur Energy und andere die Ernte retten.
Die Sorte ist nicht anfällig für Insektenschäden, aber bei starkem Befall und/oder groben Verstößen gegen landwirtschaftliche Praktiken können die Pflanzen von Weißen Fliegen, Melonenblattläusen, Spinnmilben usw. befallen werden. Im Falle eines starken Befalls sollten Karbofos, Aktara, Aktofit, Iskra und andere Insektizide eingesetzt werden.
Ernteregeln
Gurken werden alle zwei bis drei Tage geerntet, damit sie nicht zu groß werden. Häufiges Ernten regt zudem die Bildung neuer Früchte an. Am besten erntet man Gurken früh morgens oder abends, wenn sie am saftigsten und feststen sind. Tagsüber geerntete Früchte welken schnell und werden weich.
Es wird dringend davon abgeraten, Gurken bei Regenwetter zu ernten, da sie sich nicht gut lagern lassen. Geerntete Gurken sollten an einem kühlen, dunklen Ort mit einem Tuch abgedeckt aufbewahrt werden. Sie können auch im untersten Fach des Kühlschranks gelagert werden.
Rezensionen
Die Wintergurke ist eine interessante Sorte, die Gärtner in Regionen mit unbeständigem Klima und kühlen, regnerischen Sommern sicherlich ansprechen wird. Diese Gurken bestechen nicht nur durch ihre Wetterresistenz, sondern auch durch ihren hervorragenden Geschmack, ihr intensives Aroma und ihr saftiges Fruchtfleisch.





