Die Gurke Udachny F1 ist eine relativ neue Hybridsorte, die speziell für das anspruchsvolle Klima Russlands entwickelt wurde. Diese heimische Hybride zeichnet sich durch exzellenten Geschmack und hervorragende kommerzielle Eigenschaften aus.
Die Geschichte der Udachny-Sorte
Die Udachny F1-Hybride wurde Anfang der 2000er Jahre von einer Gruppe russischer Züchter entwickelt. Autoren: N. V. Nastenko, V. G. Kachainik und A. V. Kandoba. Die Sorte wurde 2007 für den Anbau zugelassen.
Für den Anbau dieser Sorte werden die nördlichen, nordwestlichen, zentralen, Wolga-Wjatka-, zentralen Schwarzerde-, nordkaukasischen, mittleren Wolga-, unteren Wolga-, Ural-, Westsibirischen, Ostsibirischen und fernöstlichen Regionen empfohlen.
Beschreibung der Pflanze und der Früchte
Diese wüchsige Pflanze gehört zum unbestimmten Wuchstyp und zeichnet sich durch mäßige Verzweigung aus. Sie blüht überwiegend weiblich. An jedem Knoten befinden sich ein bis drei leuchtend gelbe Blüten. Die Blätter sind mittelgroß, sattgrün und behaart.
Die Früchte sind kurz, zylindrisch und erreichen eine Länge von maximal 10–12 cm. Jede Gurke wiegt 90–110 g. Die Schale ist dunkelgrün mit kurzen Streifen und leichten Flecken. Die Früchte haben eine leicht gerippte, unebene Oberfläche. Die Unebenheiten sind weit auseinanderliegend, und die Stacheln sind weiß.
- ✓ Beständigkeit gegenüber plötzlichen Temperaturschwankungen, wodurch es ideal für das russische Klima geeignet ist.
- ✓ Fähigkeit zur Selbstbestäubung in Abwesenheit von Bienen, allerdings mit geringerer Effizienz.
Geschmack und Zweck
Die Gurke der Sorte Udachny F1 zeichnet sich durch einen hervorragenden Geschmack aus. Ihr Fruchtfleisch ist fest, saftig und elastisch mit einem angenehmen Biss. Frische Gurken verströmen ein intensives Gurkenaroma. Selbst überreife Gurken weisen keine Hohlräume oder ausgetrocknete Stellen auf.
Diese vielseitige Sorte bringt Früchte hervor, die sich zum Frischverzehr eignen. Die Gurke „Uchny“ schmeckt köstlich in Salaten und Pickles und wird auch häufig zum Einmachen und Marinieren verwendet.
Produktivität und Reifezeit
Die Gurke Udachny F1 gehört zu den bienenbestäubten Sorten und hat eine mittlere Reifezeit. Die ersten Früchte reifen 45–50 Tage nach der Keimung.
Der durchschnittliche Ertrag liegt bei etwa 6 kg pro Quadratmeter. Beim Anbau von Gurken unter Folie verdoppelt sich der Ertrag.
Für und Wider
Die Udachny-Hybride bietet viele Vorteile, die bereits viele Gärtner zu schätzen wissen. Wer diese Sorte in seinem Garten anpflanzen möchte, sollte sich mit allen Vor- und Nachteilen vertraut machen.
Der Nachteil ist, dass sie von Bienen bestäubt wird. Dies ist jedoch eher eine Eigenschaft der Sorte als ein Nachteil.
Landemerkmale
Die Udachny F1-Hybride wird aus Sämlingen oder durch Direktsaat im Freiland angebaut. Für gleichbleibende Erträge ist eine korrekte Pflanzung und die Verwendung hochwertiger Sämlinge wichtig.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden sollte ein hohes Wasserspeichervermögen besitzen, gleichzeitig aber gut durchlässig sein.
Landeeigenschaften:
- Pflanzen Sie die Pflanze an einem hellen, windgeschützten Standort. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Düngen Sie im Herbst und arbeiten Sie dabei Humus und Kompost ein. Bei schweren Lehmböden kann gegebenenfalls Sand hinzugefügt werden.
- Vor der Aussaat werden die Samen eingeweicht und abgehärtet. Für die Anzucht von Setzlingen erfolgt die Aussaat etwa im April, einen Monat vor der endgültigen Pflanzung. Der genaue Zeitpunkt richtet sich in der Regel nach den klimatischen Bedingungen. Setzlinge werden erst gepflanzt und Samen erst ausgesät, wenn der Boden eine Temperatur von 16–18 °C erreicht hat.
- Die Pflanzdichte von Gurken im Freiland beträgt 4-5 Sträucher pro Quadratmeter, in Gewächshäusern 2-3 Sträucher pro Quadratmeter.
Pflegehinweise
Für einen hohen Ertrag und qualitativ hochwertige Früchte benötigen Gurken besondere Pflege. Gurkenbeete müssen bewässert, gedüngt, von Unkraut befreit und weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Die Pflegeanforderungen hängen von der Bodenart ab, in der Gurken angebaut werden. Die Einhaltung optimaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus ist unerlässlich. Vor Beginn der Fruchtbildung sollte die Temperatur an sonnigen Tagen 22 °C bis 24 °C, an bewölkten Tagen 20 °C bis 22 °C und nachts 17 °C bis 18 °C betragen.
Neben Bewässerung und Düngung benötigen Gewächshäuser auch Bodenverbesserungsmittel um die Pflanzen herum und die Bestäubung durch Bienen. Unkraut wird gestutzt statt gejätet, um das Wurzelsystem der Gurken nicht zu beschädigen.
Pflegemerkmale im Freiland:
- Die Häufigkeit und Menge der Bewässerung hängen von der Wachstumsperiode ab. Vor der Blüte werden Gurken zweimal wöchentlich gegossen. Die empfohlene Wassermenge beträgt 4–5 Liter pro Quadratmeter. Nach dem Fruchtansatz wird bis zu dreimal wöchentlich gegossen, wobei die Wassermenge auf 7–8 Liter pro Quadratmeter erhöht wird. Im Gewächshaus werden Gurken etwa doppelt so oft gegossen.
- Im Freiland ausgepflanzte Setzlinge erhalten zwei Wochen nach dem Pflanzen ihre erste Düngung. Gurken werden gedüngt, sobald sie die ersten fünf bis sechs Laubblätter entwickelt haben. Brom wird während der Knospen- und Blütezeit ausgebracht, und sobald Früchte erscheinen, empfiehlt es sich, Gurken alle fünf Tage zu düngen.
Für Gurken eignen sich zahlreiche organische und mineralische Düngemittel. Zu Beginn der Wachstumsperiode empfiehlt sich die Gabe von Superphosphat, Kaliumsulfat und Ammoniumnitrat. Während der Blütezeit sollten Humus und Holzasche ausgebracht werden. In der Fruchtreifephase kommen Kaliumnitrat, Asche und Harnstoff zum Einsatz. - Der Boden in den Beeten wird regelmäßig aufgelockert, wobei darauf geachtet wird, die Pflanzenwurzeln nicht zu beschädigen. Die maximale Auflockerungstiefe beträgt 3 cm. Gleichzeitig mit dem Auflockern wird auch Unkraut gejätet, um Schädlinge anzulocken und Nährstoffe sowie Wasser zu entziehen.
- Es wird empfohlen, die Pflanzen an einem Rankgitter festzubinden. Dies geschieht, sobald 5–6 echte Blätter erschienen sind. Das Anbinden sollte vormittags bei bewölktem und kühlem Wetter erfolgen. Verwenden Sie dicke Seile, da dünne Seile in die Triebe einschneiden und diese beschädigen können.
Krankheiten und Schädlinge
Die Gurkensorte Udachny F1 ist hochresistent gegen Gurkenmosaikvirus, Wurzelfäule und Echten Mehltau. Unter ungünstigen Bedingungen kann sie anfällig für Fusariumwelke sein, die sich mit Fundazol oder Fitosporin-M bekämpfen lässt.
Bei groben Verstößen gegen landwirtschaftliche Praktiken kann die Gurkensorte Udachny von Anthraknose und Mehltau befallen werden. Anthraknose wird mit Bordeauxbrühe bekämpft, Mehltau hingegen mit Bayleton-Lösung oder Kupferoxychlorid.
Zu den gefährlichsten Insektenschädlingen für Gurken zählen Spinnmilben, Melonenblattläuse, Weiße Fliegen, Thripse und Nematoden. Es ist wichtig, die Insekten frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, beispielsweise das Besprühen der Pflanzen mit Insektiziden oder die Anwendung von Hausmitteln.
Wie erntet und lagert man Feldfrüchte?
Gurken sollten am besten morgens bei trockenem Wetter geerntet werden. Nach Regen oder Tau sollte man sie nicht pflücken. Sie sollten abgeschnitten, nicht gepflückt werden, da dies die Ranken beschädigen kann. Lagern Sie die geernteten Gurken im Schatten. Ernten Sie mindestens alle zwei bis drei Tage.
Rezensionen
Die Gurke „Dachny“ ist eine vielversprechende, vielseitige Sorte, die Hobbygärtner und Selbstversorger gleichermaßen begeistern wird. Diese Hybride überzeugt mit hohem Ertrag, exzellentem Geschmack, Robustheit und Pflegeleichtigkeit.










