Taganay-Gurken sind eine schnellwüchsige Hybrid-Sorte der Uraler Züchter, die sich durch ihre starke Verzweigung und ihren schnell wachsenden Hauptstamm auszeichnet. Die Fruchtbildung beginnt sehr früh, und ein Quadratmeter Anbaufläche kann über 12 kg dunkelgrüne, großwarzige, zylindrische Früchte liefern. Was macht sie so attraktiv und wie baut man sie richtig an?
Beschreibung der Sorte
Die Gurke Taganay F1 ist eine heimische Hybride, eine frühe Sorte, die bereits 37–38 Tage nach der Keimung Früchte trägt. Bei guter Pflege entwickeln sich die Sämlinge schnell, weshalb die Sorte auch den Spitznamen „Sprinter“ trägt. Ihre Eigenschaften werden gesondert beschrieben.
Büsche
Die wichtigsten Merkmale dieser Sorte sind folgende:
- Büschelförmige Fruchtbildung;
- rasante Entwicklung;
- reichlich Fruchtansatz.
So können sich in einem Blütenstand 4-6 Fruchtknoten bilden, wobei jeder Knoten 2-3 Fruchtknoten hervorbringt.
Die Pflanze zeichnet sich durch starke Verzweigung aus, wodurch der Hauptstamm nicht schnell wachsen kann. Dies begünstigt jedoch die Bildung eines kräftigen Horstes, der für eine reiche Fruchtbildung notwendig ist. Folglich reifen zahlreiche Fruchtknoten innerhalb der kurzen Internodien der Pflanze, was Taganay von anderen Sorten und Hybriden unterscheidet.
Die Sträucher haben halboffene Ranken und mittelgroße Blätter, was die Ernte sehr einfach macht. Dadurch wird auch das Verletzungsrisiko für die Pflanze verringert, wodurch sie sich für den Anbau im Freien eignet. So kann die Pflanze ohne Stütze frei am Boden wachsen. In einem sonnigen Beet breiten sich die Gurken gleichmäßig aus und gedeihen prächtig.
Es ist nicht nötig, die Pflanzen zu verdichten, denn wenn man ihnen mehr Freiraum lässt, werden sie ihr volles Wachstumspotenzial entfalten.
Obst
Reife Gurken weisen folgende Eigenschaften auf:
- Farbe - dunkelgrün;
- Länge – von 6 bis 8 cm (Gurken wachsen nicht über diese Länge hinaus);
- bilden - wunderschön zylindrisch;
- Gewicht – im Durchschnitt 110 g;
- Haut - dünn und höckerig mit weißen Stacheln;
- schmecken - ausgesprochen, ohne Bitterkeit.
Bemerkenswert ist, dass diese Hybride einheitlich große Früchte hervorbringt. Daher eignen sich die großen, knubbeligen, gurkenartigen Gurken von einheitlicher Größe zum Einmachen, auch in kleinen Gläsern, ohne dass sie aussortiert werden müssen. Sie sind außerdem ideal zum Einlegen. Da hohle Früchte selten sind, sind eingelegte und gesalzene Gurken von ausgezeichneter Qualität.
Gurken überstehen lange Transportwege gut und behalten ihr marktfähiges Aussehen.
Tabelle der Merkmale
Die wichtigsten Merkmale der Hybridsorte sind nachfolgend aufgeführt:
| Parameter | Beschreibung |
| Allgemeine Beschreibung | Selbstbefruchtende, frühreifende Sorte für den universellen Anbau |
| Urheber | Zuchtstation Tscheljabinsk. GmbH "SSPK Agrofirma MARS", Region Tscheljabinsk. |
| Anbaugebiete | Sie kann in allen Regionen und Gebieten Russlands, einschließlich Sibirien und dem Ural, angebaut werden, da sie widrige klimatische Bedingungen gut verträgt – sie wächst sogar an bewölkten Tagen und während Dürreperioden weiter. |
| Anbaumethoden | Sie kann sowohl im Freien als auch unter Plastikfolie angebaut werden. Im Freien trägt die Pflanze bis zum ersten Frost Früchte, während sie im Gewächshaus oder Frühbeet ganzjährig Früchte trägt. |
| Krankheitsresistenz | Diese Sorte ist resistent gegen Echten Mehltau, eine der schwerwiegendsten Gurkenkrankheiten. Das hilft Gärtnern, Ernteausfälle zu vermeiden. |
| Produktivität | Im Freilandanbau können pro Quadratmeter Anbaufläche etwa 12 kg Früchte geerntet werden, im Gewächshaus sind über 15 kg möglich. Der Saatguthersteller selbst gibt an, dass eine einzelne Pflanze bei optimaler Pflege etwa 30–40 kg Gurken pro Saison liefern kann. |
- ✓ Selbstbefruchtungsfähigkeit, wodurch sich die Sorte ideal für den Anbau in Gewächshäusern eignet.
- ✓ Hohe Resistenz gegen Mehltau, wodurch der Bedarf an chemischen Behandlungen reduziert wird.
Diese Hybridsorte ist sehr ertragreich, daher reichen schon 2–3 Pflanzen für eine Familie und die Winterlagerung aus. Sie ist eine hervorragende Wahl für Gärtner mit wenig Platz, die dennoch verschiedene Gemüsesorten anbauen möchten.
Agrartechnologie
Taganay ist eine anspruchsvolle Rebsorte. Um eine gute Ernte zu erzielen, müssen Sie daher folgende Regeln beachten:
- Gurken können auf zwei Arten angebaut werden: aus Setzlingen und aus Samen. Anpflanzen von Setzlingen Die Aussaat sollte zwischen März und April erfolgen, die Pflanzung im Mai. In diesem Fall kann die erste Ernte bereits im Juni eingebracht werden.
- Für diese Sorte eignen sich Beete mit lockerem, luftigem Boden am besten. Diese sollten zuvor umgegraben und von Unkraut befreit werden. Anschließend werden sie mit organischen und mineralischen Düngemitteln gedüngt. Asche und Ammoniumnitrat sind empfehlenswert, sollten aber sparsam eingesetzt werden, um Ertragseinbußen und Qualitätseinbußen der Gurken zu vermeiden. Kritische Bedingungen für einen erfolgreichen Anbau
- ✓ Die Bodentemperatur für die Pflanzung sollte nicht unter +13°C liegen, um Stress für die Pflanzen zu vermeiden.
- ✓ Die optimale Luftfeuchtigkeit für Taganay-Gurken liegt bei 70-80 %, was eine bessere Fruchtbildung fördert.
Um Krankheiten bei den Sämlingen in der nächsten Saison vorzubeugen, sollte der Gartenboden ab Herbst desinfiziert und von Pflanzenresten befreit werden.
- Die Bepflanzung sollte nicht zu dicht sein. Optimal sind maximal zwei Pflanzen pro Quadratmeter.
- Hydride kann und sollte flächig angebaut werden, diese Methode ist jedoch nur bei einem normalen Gartenbeet geeignet. im Gewächshaus angebautDie Büsche müssen zusammengebunden werden.
- Für eine optimale Entwicklung benötigt die Hybride die richtige Pflege. Während der Fruchtbildung und Reifezeit sind häufiges Gießen mit warmem Wasser, Düngung, Rückschnitt und Schädlingsbekämpfung notwendig.
Pflanzmethoden
Für Hybridgurken müssen einige Pflanzrichtlinien beachtet werden. Diese Richtlinien hängen davon ab, ob die Gurken aus Setzlingen oder Jungpflanzen gezogen werden. Wir werden jede Option einzeln betrachten.
Durch Sämlinge
Das Umpflanzen ist für viele Sämlinge sehr stressig. Sie gewöhnen sich an ein bestimmtes Umfeld und haben daher nach dem Umpflanzen an ihren endgültigen Standort Schwierigkeiten, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Um den Sämlingen die Eingewöhnung so einfach wie möglich zu gestalten, ist es ratsam, desinfizierte und gedüngte Gartenerde für die Aussaat zu verwenden.
In jedem Fall sollten das Anzuchtsubstrat und der Boden im Gartenbeet in Qualität und Eigenschaften ähnlich sein. Werden die Sorteneigenschaften beim Umpflanzen jedoch nicht berücksichtigt und in lockerem, luftigem Boden gezogene Sämlinge in ungedüngten Lehmboden gepflanzt, verzögert sich die Fruchtbildung, die Anzahl der Fruchtknoten fällt gering aus und der Ertrag sinkt.
Um solche Folgen zu vermeiden, sollte das Beet vorher umgegraben und gedüngt werden:
- verrotteter Mist, Kompost – 6-8 kg pro 1 m²;
- Asche – 200-300 g pro 1 m²;
- Ammoniumnitrat – 2-3 TL pro 1 m².
Sämlinge mit 3–4 Laubblättern können in solche Erde umgepflanzt werden. Werden die Samen für die Anzucht Anfang März ausgesät, können die Sämlinge bereits Ende Mai oder Anfang Juni ins Freiland verpflanzt werden.
Am Pflanztag muss es sonnig und windstill sein, damit sich der Boden im Beet auf 13–15 °C erwärmt. Diese Bedingungen schaffen optimale Wachstumsbedingungen für die Sämlinge und minimieren den Stress durch den Standortwechsel. Werden die Sämlinge jedoch bei extremer Hitze, starkem Wind oder heftigem Regen umgepflanzt, können sie vollständig absterben, da sie sich nicht an den neuen Standort anpassen können.
Am richtigen Tag können die Setzlinge nach folgendem Schema in die Beete umgepflanzt werden:
- Der Abstand zwischen den Büschen in einer Reihe beträgt 40-60 cm;
- Durchgänge zwischen den Reihen – 70-80 cm.
Taganay F1 ist eine Kletterpflanze, die ohne Rankhilfe frei wächst, aber ausreichend Platz zum Gedeihen benötigt. Zu dichtes Pflanzen erhöht das Krankheitsrisiko deutlich, insbesondere in feuchten Klimazonen.
Direktsaat
In gemäßigten Klimazonen können die Arbeiten in den letzten zehn Maitagen durchgeführt werden, sodass die erste Gurkenernte in der ersten Juliwoche erfolgen kann. Bei der Direktsaat in vorbereiteten Boden sollten folgende Parameter berücksichtigt werden:
- Standort – sonnig, vor Zugluft geschützt;
- Die Bodentemperatur im Gewächshaus oder im Gartenbeet liegt im Bereich von +13…+15°C;
- Saattiefe – 6-7 cm.
Nach der Aussaat sollte die Fläche großzügig mit warmem Wasser bewässert werden.
Pflege der Setzlinge und Ernte
Damit die Pflanze reichlich Früchte trägt, ist eine angemessene Pflege erforderlich, die Folgendes umfasst:
- BewässerungVor und nach dem Einpflanzen sollten die Setzlinge ausschließlich mit warmem Wasser gegossen werden. Dies sollte gründlich und regelmäßig erfolgen – alle 3–4 Tage, morgens oder abends. Bei heißem und trockenem Wetter sollte die Gießhäufigkeit erhöht und an Regentagen reduziert werden.
- Unkraut jätenNach dem Befeuchten des Bodens sollte man bei Bedarf Unkraut jäten und dabei alle Unkräuter sorgfältig entfernen, um das Wurzelsystem der Pflanze nicht zu beschädigen.
- Bildung von BüschenDies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Gurkenanbau. Die Hybride sollte auf einen einzelnen Stängel konzentriert werden, indem die ersten drei bis vier unteren Internodien abgeschnitten werden. Die daraus hervorgehenden Triebe und Blüten sollten ebenfalls entfernt werden. Anschließend sollte an jedem Knoten ein Blatt belassen werden, aus dem die Fruchtstände wachsen.
- FestbindenDie Pflanze bildet eine einzelne, kräftige Ranke und benötigt daher keine Stütze. Ein Rankgitter kann jedoch verwendet werden, um die Triebe im Gewächshaus oder im Freilandbeet besser zu ordnen. Dies erleichtert auch die Ernte. Wichtig ist in jedem Fall eine gute Luftzirkulation zwischen den Sträuchern, um Staunässe zu vermeiden. Andernfalls kann die Pflanze anfällig für Krankheiten werden.
Erfahrene Gärtner empfehlen außerdem, vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten zu ergreifen sowie Schädlinge und Parasiten zu beseitigen.
Bei geeigneten Anbaumethoden kann die erste Ernte bereits im Juni erfolgen. Reife, dunkelgrüne Früchte sollten täglich geerntet werden, da sie sonst das Wachstum unreifer Gurken hemmen und die Bildung neuer Fruchtknoten verhindern.
Vor- und Nachteile der Vielfalt
Viele Hobbygärtner bauen Taganay für den Frischverzehr und zur Winterkonservierung an. Einige kultivieren die Hybride jedoch in größeren Mengen für den späteren Verkauf. Die Beliebtheit der Sorte beruht auf folgenden Vorteilen:
- weist hohe Erträge auf – etwa 12-15 kg Früchte pro Quadratmeter;
- entwickelt sich schnell – die erste Ernte kann 37-38 Tage nach dem Auflaufen eingebracht werden;
- zeichnet sich durch eine lange Fruchtperiode aus – nach dem Erscheinen der ersten Fruchtknoten trägt die Pflanze die ganze Saison über bis zum ersten Frost Früchte;
- Unter Gewächshausbedingungen trägt sie das ganze Jahr über Früchte;
- hat einen ausgezeichneten Geschmack und vielseitige Verwendungsmöglichkeiten - die Früchte können frisch serviert oder zum Einmachen verwendet werden;
- Sie ist nicht von den Wetterbedingungen abhängig – die Sorte kann auch in Gebieten mit ungünstigem Klima angebaut werden (trockene oder regnerische Sommer, extreme Hitze, bewölktes Wetter – all dies beeinträchtigt weder die Entwicklung noch die Fruchtbildung der Pflanze).
Zu den Nachteilen des Hybridmodells zählen insbesondere folgende Punkte:
- Die Bedeutung der richtigen Pflege der Setzlinge, ohne die eine reiche Ernte nicht möglich sein wird.
- Ein weiterer relativer Nachteil ist die Notwendigkeit der täglichen Ernte. Ohne diese kann die Pflanze keine frischen Fruchtknoten produzieren.
- Pflanzensamen müssen jährlich neu gekauft werden, da selbst zubereitetes Pflanzmaterial keine qualitativ hochwertige Ernte hervorbringt.
Video: Geheimnisse des Anbaus von Taganay-Gurken
Im folgenden Video verrät eine erfahrene Gärtnerin ihre Geheimnisse für den richtigen Anbau der langrankigen Gurkenhybride „Uralsky Dachnik“:
Taganay-Gurken sind eine frühe Hybridsorte, die sich sowohl für den Anbau in südlichen als auch in nördlichen Regionen eignet. Faktoren wie Trockenheit oder Starkregen beeinträchtigen weder Qualität noch Menge der Ernte. Bei richtiger Anbauweise können Sie bereits nach 37–38 Tagen eine reiche Ernte knackiger, formschöner, zylindrischer Gurken erzielen. Diese eignen sich zum Frischverzehr oder zur Konservierung für den Winter.


