Die Gurkensorte „Podmoskovnye Vecheri“ ist bei Hobbygärtnern aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit, frühen Reife und ihres hervorragenden Geschmacks sehr beliebt. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Gärtner können sie problemlos anbauen. Wichtig ist, alle Aspekte zu kennen, die diese Hybride so attraktiv machen: von Pflegehinweisen bis hin zu Empfehlungen für Anbau und Ernte.
Einführung in die Vielfalt
Bei der großen Sortenvielfalt kann es schwierig sein, die richtige für alle Bedürfnisse zu finden. Die Sorte „Podmoskovnye Vechera“ (Moskauer Nächte) hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten und wird aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften in verschiedenen Regionen des Landes angebaut.
Auswahlkriterien
Die Entwicklung der Hybridrasse begann 1999 im Zuchtunternehmen Manul, dessen Schöpfer A. V. Borisov und O. N. Krylov waren. Nach bestandener Prüfung wurde ein Antrag auf Aufnahme in das staatliche Zuchtregister gestellt. Im Jahr 2000 wurde die Massenproduktion zugelassen.
Spezifik der Sträucher und Gurken
Es handelt sich um eine unbestimmte Sorte, die mehrere Meter lang werden kann. Sie zeichnet sich durch kräftige, robuste Triebe mit mäßiger Verzweigung aus. Die kleinen Blätter sind grün, und das Wurzelsystem ist gut entwickelt. Bis zu drei Fruchtknoten bilden sich in einem einzigen Blütenstand.
Geschmack und Anwendung
Diese Gemüsesorten zeichnen sich durch ihren hervorragenden Geschmack aus; sie sind süß und völlig frei von Bitterkeit. Das Fruchtfleisch ist fest und enthält keine Lufteinschlüsse. Gurken sind vielseitig: Sie können frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Viele Hobbygärtner schätzen besonders ihre hervorragenden Einlege- und Geschmackseigenschaften.
Fruchtzeit
Es handelt sich um eine frühreife Sorte. Von der Keimung bis zum Erscheinen der Gurken vergehen 42–45 Tage. Die Fruchtbildungsperiode ist lang und ausgedehnt.
Produktivität
Ein Gurkenstrauch liefert im Durchschnitt 7 bis 9 kg Gurken, der Ertrag liegt bei 15 bis 17 kg pro Quadratmeter. In Beeten ohne Abdeckung ist der Ertrag mit 10 bis 12 kg pro Quadratmeter etwas geringer.
Anbaugebiete
Die Pflanze wird in fast ganz Russland erfolgreich angebaut. Sie gedeiht in den nördlichen und nordwestlichen Föderationskreisen sowie in den zentralen Regionen, der Wolga-Wjatka-Region und der zentralen Schwarzerde-Region.
Die Sträucher werden im Nordkaukasus, in den mittleren und unteren Wolgagebieten, im Ural, in West- und Ostsibirien sowie im Fernen Osten angebaut.
Besonderheiten beim Anbau einer Hybride
Um eine gute Ernte zu erzielen und den Aufwand zu rechtfertigen, ist die richtige Pflege der Pflanzen unerlässlich. Ein Gewächshaus ist empfehlenswert, obwohl die Hybride auch im Freilandbeet gut gedeiht.
Betten vorbereiten
Wählen Sie für Ihre Setzlinge einen hellen, wind- und zugluftgeschützten Standort. Beginnen Sie im Herbst mit der Bodenvorbereitung: Graben Sie um, entfernen Sie Unkrautwurzeln und düngen Sie, sowohl mit organischen als auch mit mineralischen Düngemitteln.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden sollte ein hohes Wasserspeichervermögen besitzen, gleichzeitig aber gut durchlässig sein.
Hilfreiche Tipps:
- Grünpflanzen bevorzugen lockeren, nährstoffreichen Boden mit neutralem pH-Wert. In sauren Böden sollte Kalk, Kreide oder Dolomitmehl hinzugefügt werden, um den Säuregehalt zu neutralisieren.
- Eine hervorragende Methode zur Bodenvorbereitung für die Pflanzung ist die Aussaat von Gründüngung im Herbst in Beeten oder im Gewächshaus. Bevor der Frost einsetzt, werden die Setzlinge eingepflanzt, und im Frühjahr muss nur noch der Boden umgegraben werden. Bei der Aussaat im Freiland ist es üblich, „warme“ Beete anzulegen, indem die Pflanzgräben mit Stroh und Mist gefüllt werden.
- Im Gewächshaus werden Rankgitter und Stützen angebracht, um die Stängel und Ranken zu fixieren. In Gartenbeeten werden Gurken meist weiträumig angebaut.
- Pflanzmuster für die Hybride: 3-4 Sträucher pro Quadratmeter im Freiland und 2 in Unterständen.
Binden Sie die Triebe einige Tage nach dem Einpflanzen an das Rankgitter. Um sie vor Sonnenlicht, Niederschlag und möglichen Folgefrösten zu schützen, decken Sie die Pflanzen mit Vliesstoff oder Folie ab.
Die Feinheiten der Aussaat und Pflege von Sämlingen
In südlichen Regionen kann man auf die Anzucht verzichten und die Samen direkt an ihren endgültigen Standort säen. In gemäßigten Klimazonen mit kurzen Sommern zieht man die Sämlinge zunächst vor und pflanzt sie dann in Hochbeete oder Gewächshäuser. Das ist zwar aufwendiger, ermöglicht aber eine frühere Ernte.
Für die Anzucht von Sämlingen vorbereiten:
- Behälter (Töpfe, Torftabletten, Plastik- oder Pappbecher);
- Substrat.
Säen Sie die Samen direkt in einzelne Töpfe, da Sämlinge nach dem Umpflanzen langsamer wachsen und sich schlechter etablieren. So vermeiden Sie unnötiges Umpflanzen. Verwenden Sie für die Aussaat am endgültigen Standort die Umpflanzmethode mit einem Erdklumpen oder in Torftöpfen.
Kaufen Sie fertige Blumenerde (Universal- oder Spezialerde) oder mischen Sie Ihre eigene. Bereiten Sie im Herbst folgende Zutaten vor:
- Laub- oder Rasenerde;
- Humus;
- Grobkörniger Flusssand (kann durch Perlit, verrottetes Sägemehl oder Vermiculit ersetzt werden).
Diese Zusätze lockern den Boden und machen ihn durchlässig. Geben Sie Asche und Mehrnährstoffdünger zum Substrat hinzu.
Der Zeitpunkt zum Aussäen von Samen hängt von folgenden Faktoren ab:
- Orte des Ackerbaus;
- lokales Klima;
- Merkmale der Sorte.
In gemäßigten Klimazonen sollten frühe Gurkensorten frühestens Anfang Juni ins Freiland und Mitte bis Ende Mai ins Gewächshaus gepflanzt werden. Die Sämlinge sollten 25–26 Tage alt sein; planen Sie Ihre Aussaat entsprechend.
Gießen Sie die eingetopften Sämlinge regelmäßig und düngen Sie sie ein- bis zweimal mit Nitrophoska oder einem speziellen Sämlingsdünger (z. B. Agricola Nr. 5). Die Raumtemperatur sollte konstant bei etwa 20 °C liegen, ohne dass die Sämlinge zu stark frieren. Hohe Temperaturen können zu übermäßigem Längenwachstum und Schwächung führen.
Etwa eine Woche vor dem Auspflanzen sollten die Sämlinge abgehärtet werden, indem man sie draußen auf einen Balkon oder in ein Gewächshaus stellt. Dies hilft ihnen, sich an die zukünftigen Bedingungen zu gewöhnen und erleichtert das Einpflanzen.
Methoden zum Anbau der Sorte
Viele Gärtner, die hohe Erträge erzielen wollen, wenden verschiedene Anbaumethoden an. Die Podmoskovnye Vechera-Hybride bildet da keine Ausnahme.
In Beuteln oder Plastiktüten
Verwenden Sie für diese Methode Säcke oder Beutel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 100 Litern. Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Füllen Sie die Behälter mit vorbereiteter Nährerde.
- Schlagen Sie einen hohen Pfahl, etwa 2 m hoch, in die Mitte jedes Sacks oder Beutels.
- Installieren Sie niedrige Hohlrohre aus beliebigem Material zur Bewässerung rundherum.
- Pflanzen Sie 3 Pflanzen in jeden Beutel.
- Schlagen Sie drei kurze Pfähle in der Nähe in den Boden und befestigen Sie eine Angelschnur an dem hohen mittleren Pfahl. Dadurch können die Triebe nach oben wachsen und eine Art Schutzdach bilden.
Diese Methode ist besonders in kleinen Räumen praktisch, da die Beutel oder Pakete wenig Platz einnehmen.
In Form einer Hütte
Pflanzen Sie die Setzlinge in einem Kreis mit 2 Metern Durchmesser. Stecken Sie einen hohen Pfahl mit Haken an der Spitze in die Mitte. Schlagen Sie neben jeder Pflanze einen weiteren Pfahl in die Mitte. Befestigen Sie ein Ende der Angelschnur an den Haken des zentralen Pfahls und das andere Ende an den beiden Pfählen. Die Ranken verfangen sich in der Angelschnur und wachsen nach oben.
Das Ergebnis ist eine hüttenähnliche Konstruktion. Für den zentralen Pfahl verwendet man am besten ein Metallrohr mit kleinem Durchmesser, von dem ein Drittel im Boden vergraben werden sollte. Dies gewährleistet die Stabilität der Konstruktion.
An einem Spalier mit einer Neigung
Pflanzen Sie die Setzlinge in schmalen Beeten in zwei parallelen Reihen. Schlagen Sie am Anfang und Ende jeder Reihe hohe, schräge Pfähle in den Boden. Legen Sie eine waagerechte Stange auf diese Pfähle, sodass sie beide Reihen überspannt. Spannen Sie eine Schnur von der Stange zu jeder Pflanze und befestigen Sie diese.
Die Ranken klammern sich an die Latten und wachsen nach oben. Rankhilfen sind eine sehr beliebte Methode. Sie sorgen für ausreichend Licht, verhindern zu dichtes Wachstum und verbessern die Belüftung. Die Früchte lassen sich leicht ernten, da sie stets gut sichtbar sind.
Gurkenpflege: Grundlegende Techniken
Die Pflege der Kulturpflanze ist unkompliziert und erfordert einfache landwirtschaftliche Praktiken. Die Qualität der Pflege bestimmt Ertrag und Pflanzenresistenz.
Bewässerung
Gurken benötigen ausreichend Feuchtigkeit, wobei sowohl Staunässe als auch Unterwässerung vermieden werden sollten. Vor der Blüte sollte mäßig, während der Knospen- und Fruchtbildung reichlich gegossen werden. Dabei sind Wetterbedingungen, Pflanzenzustand und Bodenart zu berücksichtigen.
Befolgen Sie diese Empfehlungen:
- In Gewächshäusern richtet sich die Bewässerung nach der Bodenfeuchtigkeit und der Luftfeuchtigkeit (maximal 85 %). Bei heißem Wetter täglich gießen; an bewölkten und kühlen Tagen zweimal wöchentlich.
- Bei offenen Beeten kann der Niederschlag das Gießen ersetzen, sodass bei regelmäßigem Regen keine Bewässerung erforderlich ist.
- Für Jungpflanzen werden 8–10 Liter Wasser pro Quadratmeter empfohlen, für ausgewachsene Pflanzen 6–8 Liter pro Wurzel. Gießen Sie in Furchen oder Löcher und vermeiden Sie dabei den Kontakt mit Blättern und Trieben.
- Verwenden Sie ausschließlich warmes (+22°C) abgestandenes Wasser.
Das arbeitsintensive Pflügen lässt sich durch Mulchen zwischen den Reihen ersetzen. Mulch aus Heu, Stroh, Humus oder Torf schützt den Boden vor dem Austrocknen, hemmt das Unkrautwachstum und verhindert die Krustenbildung an der Oberfläche.
Düngung
Um einen langfristigen Fruchtansatz zu gewährleisten, ist regelmäßiges Düngen wichtig. Selbst in fruchtbaren Böden verbrauchen die Pflanzen die Nährstoffe schnell, daher ist zusätzliche Düngung notwendig.
Düngen Sie bis zu fünfmal pro Saison: 15–20 Tage nach dem Pflanzen der Setzlinge und anschließend alle 10–14 Tage. Verwenden Sie sowohl organische als auch mineralische Dünger. Chelatisierte Dünger und handelsübliche Fertigdünger wie Ideal und Kristalon sind beliebt.
Vor der Blütezeit Stickstoffdünger (Mist, Vogelkot) ausbringen, um das oberirdische Wachstum anzuregen, anschließend Kalium- und Phosphorpräparate hinzufügen. Geeignete Mineraldünger sind beispielsweise Nitrophoska, Superphosphat, Kaliumnitrat und Kaliumsulfat.
Aus volksmedizinischen Anwendungen:
- Ascheaufguss;
- fermentierte Kräuter (grüner "Tee");
- Zur Blattdüngung: Lösungen aus Borsäure und Jod.
Die Kultur reagiert gut auf die Zugabe von Hefelösung (in Kombination mit Asche) und Brotsauerteig.
Pflanzenformation
Kräftige Sträucher bilden zahlreiche Seitentriebe, die ständig Blüten und Fruchtknoten produzieren, was sie schwächen kann. Erziehen Sie Ihre Sträucher richtig, indem Sie überschüssige Triebe entfernen und die Triebspitzen einkürzen.
- Entfernen Sie 4-5 Knoten mit Fruchtknoten am unteren Ende des Strauchs (bis zu einer Höhe von 45-50 cm).
- Schneiden Sie die Seitentriebe so zurück, dass 1-2 Blätter und Fruchtknoten bis zur Höhe des Spaliergerüsts verbleiben.
- Den Hauptstamm einklemmen, wenn er 10-20 cm vom Spalier hängt.
Mangelndes Beschneiden und dichte Bepflanzung können zu geringeren Erträgen und zur Entwicklung von Infektionen führen, insbesondere in Gewächshäusern.
Sammlung und Lagerung
Ernten Sie das Grün während der Hauptfruchtzeit täglich. Pflücken Sie die Früchte vorsichtig, um die Triebe nicht zu beschädigen. Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Früchte.
Werden Gurken nur selten geerntet, bleiben sie länger an der Pflanze, was zu einem geringeren Gesamtertrag führt, obwohl sie nicht übermäßig wachsen oder gelb werden. Andere bleiben im Embryonalstadium und reifen nicht.
Schädlingsbekämpfung
Die Hybride weist eine gute Immunität auf, dennoch können gelegentlich Probleme auftreten. Häufige Krankheiten der Kulturpflanze:
- Echter Mehltau;
- Falscher Mehltau;
- Cladosporiose (brauner olivfarbener Fleck);
- Sklerotinie;
- Grauschimmel;
- Wurzelfäule;
- Anthraknose (Pennyroyal).
Ist die Pflanze befallen, entfernen Sie die betroffenen Stellen, auch wenn es sich nur um Teile des Wurzelsystems handelt, da sich die Pflanze schnell erholt. Um eine erneute Infektion zu verhindern, behandeln Sie die Pflanze mit einer Fungizidlösung: Kupferoxychlorid, Fundazol, Topaz, Quadris, Aliette, Falcon oder Bravo.
Sämlinge können von Schädlingen befallen werden:
- Ameisen;
- Weiße Fliege;
- Spinnmilbe;
- Nacktschnecken;
- Melonenlaus.
Es ist wichtig, Schädlinge umgehend zu bekämpfen, bevor sie sich massenhaft vermehren. Bei Schädlingsbefall sollten Sie handelsübliche Schädlingsbekämpfungsmittel wie Kinmiks, Decis, Inta-Vir, Arrivo, Fitoverm und Actofit einsetzen. Diese Produkte erzielen bereits nach einer Anwendung gute Ergebnisse.
Beachten Sie beim Umgang mit Chemikalien die Anweisungen, um Ihre Pflanzen nicht zu schädigen. Vermeiden Sie während der Fruchtbildung den Einsatz von Chemikalien; verwenden Sie stattdessen traditionelle Mittel wie kochendes Wasser, Seifenlösungen und Pfefferminztee.
Positive und negative Eigenschaften
Viele Gärtner schätzen die Podmoskovnye Vechera-Hybride aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile. Dazu gehören:
Rezensionen
Die Podmoskovnye Vechera-Hybride verdient aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile Beachtung. Sie zeichnet sich durch einen stabilen Ertrag und exzellenten Geschmack aus und passt sich problemlos an verschiedene Anbaubedingungen an. Die Sorte eignet sich sowohl für den Frischverzehr als auch zur Winterkonservierung und ist somit eine ideale Wahl für jeden Gärtner. Konsequente Pflege ist dabei entscheidend.














