Die Pariser Gewürzgurke erfreut sich bei Gärtnern aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile großer Beliebtheit. Sie ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, gedeiht prächtig und wächst selbst in wechselhaftem Klima gut. Dies ist ihren hervorragenden Eigenschaften zu verdanken, die sich bei regelmäßiger Pflege voll entfalten.
Zuchtgeschichte
Diese von einheimischen Züchtern entwickelte und 2006 zugelassene Sorte ist für den Anbau im Freiland vorgesehen, einige Gärtner empfehlen jedoch die Verwendung von Kunststoffgewächshäusern in kühleren Sommern. Es handelt sich um eine Bundrose.
Empfohlene Anbaugebiete: Zentral- und Zentralschwarzerdegebiete. Der Anbau im Ural und in Sibirien gelingt ebenfalls.
Einführung in die Vielfalt
Gurken, die weniger als 12 cm lang werden, nennt man gemeinhin Gewürzgurken. Sie sind bekannt für ihren knackigen Biss, ihren hervorragenden Geschmack und ihre praktische Größe zum Einlegen. Die Pariser Gewürzgurke ist eine der beliebtesten Sorten dieser Kategorie.
Charakteristische Merkmale des Aussehens der Pflanze und der Früchte
Es handelt sich um eine unbestimmte Sorte. Die Sträucher haben lange Stängel und mäßige Verzweigung und sind reichlich mit großen, grünen Blättern bedeckt.
Das Gemüse ist klein, 7–9 cm lang und wiegt etwa 60–80 g. Es ist spindelförmig und hat eine grüne Schale mit feinen Streifen. Große Noppen und kleine schwarze Stacheln sind vorhanden. Das Fruchtfleisch ist knackig und mäßig saftig.
Dank dieser Eigenschaften lassen sich die Früchte bis zu 3–4 Wochen kühl lagern und überstehen auch längere Transportwege gut. Charakteristisch ist, dass überreife Exemplare nicht in die Länge wachsen, sondern sich lediglich ausdehnen und mit Wasser füllen, wodurch große Hohlräume im Fruchtfleisch entstehen.
Zweck und Geschmack von Früchten
Gärtner loben den angenehmen Geschmack und das intensive Aroma dieser Gurken. Sie sind frei von Bitterkeit und eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch für Salate. Darüber hinaus sind sie hervorragend zum Einlegen und Einmachen geeignet. Eine Besonderheit ist, dass sie auch bei längerer Hitzebehandlung keine Hohlräume bilden.
Reifung und Ertrag
Diese frühreife Hybridgurke ist in 45–50 Tagen voll ausgereift. Pro Quadratmeter und Saison werden 2–4 kg Gurken geerntet. Unter kommerziellen Bedingungen liegt der durchschnittliche Ertrag bei 101–303 Zentnern pro Hektar.
Bodenanforderungen
Die Pflanze bevorzugt neutralen Boden mit etwas Humus und mittlerer Durchlässigkeit. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, mischen Sie beim Umgraben etwas Schwarzerde und Sand unter. Torf oder Sägemehl verbessern die Bodenfeuchtigkeit und verhindern die Bildung einer trockenen Kruste an der Oberfläche.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen.
- ✓ Ein Humusgehalt von mindestens 3 % ist erforderlich, um den notwendigen Nährwert und die Bodenstruktur zu gewährleisten.
Zusammensetzung, Eigenschaften, Vorteile, Kaloriengehalt
Gewürzgurken bestehen wie andere Gurkensorten zu über 90 % aus Wasser. Pro 100 g enthalten sie 12–14 kcal, 0,8 g Eiweiß, 0,1 g Fett und 2,4 g Kohlenhydrate. Sie enthalten außerdem zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, darunter die Vitamine C, K, B und A, Mineralstoffe wie Kupfer, Chlorid, Magnesium, Kalzium, Kalium und Natrium sowie Cholin.
Wie kann man diese Sorte selbst anbauen?
Die Pflanze wird sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern angebaut. In beiden Fällen wird der Boden in den Beeten im Herbst vorbereitet.
Landung
Gärtner wählen die für sie optimale Anbaumethode. Sie ziehen Nutzpflanzen sowohl mit Setzlingen als auch durch Direktsaat. Die Setzlingsmethode ermöglicht eine frühere Ernte.
Saatgutmethode
Säen Sie die Samen ins Freiland, sobald die Bodentemperatur in 15 cm Tiefe +15 °C erreicht hat. Der Aussaatzeitpunkt hängt von der Anbaumethode ab.
- im Gewächshaus - Anfang Mai;
- im Freien unter Film - in der zweiten Maihälfte;
- in den Boden ohne Abdeckung – Ende Juni.
Decken Sie die Beete nach der Aussaat mit Plastikfolie ab. Bei warmem Wetter die Folie für 1–2 Stunden öffnen, damit die Luft zirkulieren kann. Entfernen Sie die Folie, sobald die Keimlinge aufgegangen sind.
Sämling
Säen Sie die Setzlinge in der zweiten Aprilhälfte aus. Verwenden Sie für die Setzlinge gekaufte Blumenerde oder bereiten Sie Ihre eigene vor. Eine einfache Erdmischung besteht aus gleichen Teilen Torf und Schwarzerde, ergänzt durch einen halben Teil Sägemehl.
Hilfreiche Tipps:
- Geben Sie eine Tasse Asche und 1,5 Esslöffel Nitrophoska zu 10 kg Erde und vermischen Sie alles gründlich. Verwenden Sie ein Drainagematerial, z. B. groben Sand. Desinfizieren Sie Erde und Drainagematerial mit einer dunkelrosa Kaliumpermanganatlösung, kochendem Wasser oder im Backofen.
- Säen Sie die Samen direkt in einzelne Anzuchtgefäße, mindestens 15 cm tief. Torftöpfe sind ideal, da sie beim Umpflanzen der Sämlinge an ihren endgültigen Standort nicht entfernt werden müssen. Die Gefäße sollten Abflusslöcher im Boden haben.
- Legen Sie 2 cm Drainagematerial auf den Boden der Töpfe, füllen Sie diese dann mit Erde und wässern Sie sie vor der Aussaat mit warmem Wasser.
- Legen Sie je einen Samen in jeden Becher und bedecken Sie ihn 2 cm tief. Decken Sie die Behälter mit Folie ab und stellen Sie sie an einen warmen Ort bei einer Temperatur von +25–27 °C.
- Sobald die Sämlinge erscheinen, entfernen Sie die Folie und stellen Sie die Pflanzen an einen gut beleuchteten Ort; verwenden Sie gegebenenfalls eine Leuchtstofflampe.
Sobald sich 2-3 echte Blätter gebildet haben, werden die Sämlinge in vorbereitete Löcher an einem endgültigen Standort verpflanzt, ohne den Wurzelhals zu vertiefen.
Anbau und Pflege
Die Pflege Ihrer Pflanzen ist ganz einfach, sodass sie auch von Gartenneulingen bewältigt werden kann. Nützliche Pflegetipps:
- Gießen Sie Gurken, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Verwenden Sie 7 Liter zimmerwarmes Wasser pro Quadratmeter. Lockern Sie nach jedem Gießen die Erde und entfernen Sie Unkraut.
- Bedecken Sie Gurkenbeete mit verrottetem Stroh, Heu oder Kompost. Mulch schützt die Wurzeln vor Kälte und Schädlingen und hemmt das Unkrautwachstum.
- Düngen Sie die Pflanze alle zwei Wochen, bis sie Früchte trägt. Bereiten Sie dazu eine Lösung aus 30 g Superphosphat, 30 g Harnstoff und 30 g Kaliumsulfat auf 10 Liter Wasser zu. Verwenden Sie 5 Liter dieser Lösung pro Quadratmeter.
Binden Sie Gewürzgurken nach dem Erscheinen des fünften Blattes an eine Rankhilfe. Ein Spalier eignet sich dafür; befestigen Sie die Pflanzen während des Wachstums mit Kunstfaserfaden daran. Dies schützt die Sträucher vor Beschädigungen und verbessert die Belüftung.
Merkmale des Anbaus
Um eine reiche Ernte zu sichern und viele Probleme zu vermeiden, wenden Gärtner einige Techniken an. Befolgen Sie diese Empfehlungen:
- Vor der Blüte sollten die Sträucher alle 5 Tage mit einem Rasensprenger bewässert werden. Nach der Blüte täglich gießen, dabei nur die Wurzeln benetzen. Die optimale Gießzeit ist früh morgens oder abends.
- Im Freiland erfolgt die Bestäubung von Gemüse durch Insekten. Um diese anzulocken, besprüht man die Pflanzen mit Süßwasser oder pflanzt duftende Blumen wie Ringelblumen zwischen die Beete.
Im Gewächshaus werden die Früchte künstlich bestäubt. Dazu lernt man, männliche und weibliche Blüten zu unterscheiden (an der Basis der männlichen Blüten ist eine kleine Knospe sichtbar). Mit einem weichen Pinsel wird der Pollen von den männlichen auf die weiblichen Pflanzen übertragen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Kulturpflanze ist sehr resistent gegen Falschen und Echten Mehltau, daher sollten diese Krankheiten bei richtiger Pflege kein Problem darstellen. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Gurkenmosaik und Bakterienwelke.
Kontrollieren Sie Ihre Sträucher regelmäßig und ergreifen Sie folgende Maßnahmen:
- Bei Befall mit dem Gurkenmosaikvirus treten weiße und gelbe Flecken auf den Blättern auf, und die Blätter selbst werden dünner. Dadurch wird das Wachstum gehemmt, und die Ranken, Früchte und Blätter werden deformiert und unansehnlich.
Die Krankheit ist nicht heilbar, daher müssen befallene Pflanzen ausgegraben und verbrannt werden, und der Boden muss mit einer Bleichlösung desinfiziert werden. - Bakterienwelke äußert sich durch braune Flecken auf den Blättern. Zur Bekämpfung dieser Krankheit sollte das Laub mit Bordeauxbrühe besprüht werden.
- Die häufigsten Schädlinge sind Keimlingsfliegen und Blattläuse. Spezielle Aufgüsse (z. B. mit Knoblauch, rotem Pfeffer oder Senf) sind gegen Blattläuse wirksam. Sollten diese Mittel nicht helfen, können Insektizide wie Fitoverm oder Inta-Vir eingesetzt werden. Fufanon ist gegen Keimlingsfliegen wirksam.
Ernte
Die Eigenschaften deuten darauf hin, dass es sich um eine frühreife Hybride handelt. Die Ernte sollte Anfang Juni beginnen. Pflücken Sie die Früchte alle zwei Tage, sobald sie die gewünschte Größe erreicht haben. Andernfalls überreifen sie, werden gelb und wässrig.
- ✓ Die Früchte erreichen eine optimale Größe von 7-9 cm Länge und ein Gewicht von 60-80 g.
- ✓ Die Haut nimmt eine satte grüne Farbe mit kleinen Streifen und großen Pickeln an.
Vor- und Nachteile eines Hybrids
Vor dem Anbau einer Kulturpflanze sollten deren positive und negative Eigenschaften sorgfältig geprüft werden. Die Hybride hat viele Vorteile:
Rezensionen
Die Pariser Gewürzgurke begeistert sowohl Anfänger als auch erfahrene Anbauer. Mit minimalem Aufwand liefert diese Sorte reiche Erträge, exzellenten Geschmack und qualitativ hochwertige Früchte, die auch bei langen Transportwegen ihre Marktfähigkeit behalten. Bei richtiger Pflege lassen sich die sortentypischen Merkmale voll entfalten.
















