Die Gurkensorte „Master“ erfreut sich dank ihrer hervorragenden Eigenschaften großer Beliebtheit. Sie vereint frühe Reife mit hohem Ertrag und ist somit ideal für Gärtner aller Erfahrungsstufen. Ihre Resistenz gegen die wichtigsten Krankheiten und der geringe Pflegeaufwand machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für verschiedenste Klimazonen. Die richtige Pflege ist dabei entscheidend.
Einführung in die Vielfalt
Master ist eine frühreifende, parthenokarpe Gurkenhybride mit gehäuften Fruchtknoten und weiblicher Blüte. Sie eignet sich für den Anbau im Frühjahr und Sommer, sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland.
Auswahlkriterien
Entwickelt von den russischen Züchtern V. A. Skachko, O. N. Krylov, A. V. Borisov und V. G. Suddenko. Nach Abschluss aller Tests wurde es 2010 für den Masseneinsatz zugelassen.
Spezifik der Sträucher und Gurken
Es handelt sich um eine unbestimmte Sorte, das heißt, die Triebe müssen nicht ausgegeizt werden. Die Pflanze bildet zahlreiche, schmale und im Wachstum begrenzte Triebe. Diese sind mit mittelgroßen, sattgrünen Blättern bedeckt. In einem einzigen Fruchtstand bilden sich drei bis fünf Fruchtknoten.
- ✓ Aufgrund des unbestimmten Wachstumstyps ist kein Stutzen der Triebe erforderlich.
- ✓ Bildung von 3 bis 5 Fruchtknoten in einem Fruchtstand, was einen hohen Ertrag gewährleistet.
Die Gurken sind maximal 12 cm lang und etwa 4 cm im Durchmesser. Das Gewicht einer einzelnen Gurke liegt zwischen 80 und 110 g, einzelne Exemplare können aber bis zu 130 g erreichen. Sie sind zylindrisch geformt und sattgrün mit kleinen dunklen Streifen. Die Oberfläche ist mäßig warzig und mit kleinen weißen Stacheln besetzt.
Geschmack und Anwendung
Diese Hybridgurke wurde für den Frischverzehr, zum Einlegen, Marinieren und Fermentieren entwickelt. Die Mastergurke eignet sich ideal für eine Vielzahl von frischen Gemüsesalaten und Vorspeisen.
Fruchtzeit
Dies ist eine mittelfrühe Gurkensorte. Die ersten Früchte werden 48–61 Tage nach der Pflanzung geerntet. Ernten Sie die Früchte 5–10 Tage nach dem Fruchtansatz, da überreife Früchte ihre Knackigkeit und ihren vollen Geschmack verlieren.
Produktivität
Trotz ihrer kompakten Größe ist die Hybride sehr ertragreich. Im Gewächshausanbau erzielt sie einen durchschnittlichen Ertrag von 14–16 kg Früchten pro Quadratmeter. Im Freilandanbau erreicht der Ertrag 18 kg pro Quadratmeter.
Wie pflanzt man richtig?
Die Pflanze gedeiht auf schweren Böden, sofern sie ausreichend gedüngt wird, bevorzugt aber mittelschwere Lehmböden. Der Boden sollte gut durchfeuchtet, windgeschützt und pH-neutral sein.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt im Bereich von 6,0 bis 7,0 liegen.
- ✓ Der Boden muss mindestens 4 % organische Substanz enthalten, um eine ausreichende Belüftung und Wasserspeicherung zu gewährleisten.
Keimung der Samen
Säen Sie die Samen für die Anzucht Mitte bis Ende April aus. Legen Sie sie 1,5–2 cm tief in einzelne Torftöpfe, jeweils zwei Samen pro Topf. Nach der Aussaat gründlich wässern und bis zur Keimung bei 24–25 °C halten. Anschließend die Temperatur auf 21–22 °C reduzieren.
Gießen Sie die Sämlinge täglich, indem Sie die Erde um sie herum mit einer Sprühflasche besprühen. An bewölkten Tagen sollten Sie die Pflanzen mit schwachen Leuchtstoffröhren beleuchten und ihnen mindestens 12–14 Stunden Licht pro Tag geben. Sobald das erste richtige Blatt erscheint, düngen Sie mit Superphosphat oder Hühnermist.
Setzlinge in ein Gartenbeet pflanzen
Die Hybride bevorzugt offene, helle Standorte, an denen in der letzten Saison Kohl, Rote Bete, Zwiebeln oder Tomaten angebaut wurden. Zwei bis drei Tage vor dem Pflanzen sollte der Boden 50–60 cm tief umgegraben, mit Fitosporin desinfiziert und mit Holzasche gedüngt werden.
Hilfreiche Tipps:
- Pflanzen Sie die Sämlinge Anfang bis Mitte Mai ins Freiland, sobald sie drei Laubblätter haben. Der Boden sollte sich auf 14–15 °C erwärmen, die Lufttemperatur zwischen 22 und 23 °C liegen.
- Graben Sie 3,5-4 cm tiefe Pflanzlöcher und geben Sie Asche-Kohlenpulver oder Humus auf den Boden.
- Die Pflanzung sollte an einem warmen, aber nicht heißen, windstillen Tag 3-4 Tage nach einem Regenguss erfolgen.
- Die optimale Pflanzdichte im Freilandbeet beträgt 3–4 Sträucher, im geschützten Boden 2–3 Pflanzen pro Quadratmeter. Der Reihenabstand sollte 50 cm und der Abstand zwischen den Sträuchern 35–40 cm betragen.
Nach dem Umpflanzen die Gurken wässern, bis zum obersten Blatt anhäufeln und für 4-7 Tage mit Folie abdecken.
Regeln für weitere Agrartechnologie
Diese Hybridpflanze ist stressresistent und pflegeleicht und eignet sich daher auch für Gemüseanfänger. Sie benötigt vor allem regelmäßiges und reichliches Gießen, regelmäßiges Auflockern und Jäten sowie gelegentliches Düngen.
Das Formen des Strauchs ist einfach: Binden Sie den Haupttrieb an ein vertikales Rankgitter und schneiden Sie den Strauch im Gewächshaus bis zum dritten Blatt zurück. Gießen Sie alle drei Tage abends mit warmem Wasser (4 Liter pro Strauch) direkt an den Wurzeln.
Düngen Sie dreimal pro Saison im Abstand von 10 Tagen. Vier bis fünf Tage nach dem Umpflanzen Nitroammophoska oder Natriumsulfat ausbringen und zu Beginn der Blüte eine Lösung aus Vogelkot oder Harnstoff. Vor dem Fruchtansatz eine letzte Düngung mit Ammoniumnitrat oder verrottetem Sägemehl geben.
Gefährliche Krankheiten und Schädlinge
Mastergurken zeichnen sich durch ein starkes Immunsystem aus, können aber bei unsachgemäßer Pflege anfällig für bestimmte Probleme sein. Die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge sowie deren Bekämpfungsmethoden sind:
- Anthraknose. Verursacht durch einen Pilz, befällt diese Krankheit alle Pflanzenteile. Auf den Blättern bilden sich gelbe Flecken, die sich mit der Zeit vergrößern und Löcher bilden. Die Früchte weisen braune und rosa Flecken auf. Zur Behandlung eignen sich Fungizide wie Fitosporin, Topaz und Poliram.
- Peronosporose. Die Krankheit stört die Photosynthese und führt zum Absterben der Pflanze. Auf den Blättern bilden sich grün-gelbe Flecken mit einem violetten oder grau-weißen Belag auf der Unterseite. Zur Bekämpfung der Krankheit können chemische Fungizide wie Profit, Ridomil und Fitosporin M eingesetzt werden.
- Fusarium-Welke. Es befällt häufig Gewächshausgurken und verursacht Welke und Blässe der Pflanzen. Im Wurzelbereich bildet sich ein rosa Belag. Behandlung mit Integral und Planriz.
- Ascochytose. Eine Pilzkrankheit, die während der Fruchtreife auftritt. Es bilden sich graue Flecken auf den Blättern, die sich allmählich ausbreiten. Die Behandlung erfolgt mit bakteriologischen Mitteln wie Trichodermin und Fitosporin sowie im Frühstadium mit Hausmitteln.
- Bakteriose. Bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit bilden sich kleine gelbe Flecken auf den Blättern, die sich verdunkeln und eine schleimige Substanz bilden. Zur Behandlung sollten die Luftfeuchtigkeit gesenkt, befallene Stellen entfernt und Insektizide und Fungizide wie Cuproxat, Actellic und Fitolavin angewendet werden.
- Blattlaus. Es handelt sich um kleine Insekten, die Kolonien auf Pflanzen bilden. Sie saugen den Pflanzensaft aus, wodurch die Blätter welken, sich einrollen und austrocknen. Zur Bekämpfung hilft ein Aufguss aus Zwiebelschalen, Löwenzahn und Holzasche, vermischt mit Waschmittel. Bekämpfen Sie außerdem die Ameisen, die die Blattläuse übertragen.
- Weiße Fliege. Es lebt auf der Blattunterseite, saugt den Pflanzensaft aus und verursacht dadurch weiße Flecken und Vergilbung. Der Schädling sondert eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, die die Entwicklung von Mehltau und Grauschimmel fördert.
Verwenden Sie eine 1:6-Lösung aus Waschmittel und Klebefallen. Fertige Produkte sind beispielsweise Iskra, Actellic und Biovert. - Spinnmilbe. Es hinterlässt ein dünnes, weißes Gespinst und saugt den Pflanzensaft, wodurch die Blätter gelb werden und abfallen. Es tritt bei Trockenheit auf. Behandelt werden können Insektizide wie Karbofos und Akarin sowie Hausmittel wie Seife mit Knoblauch- oder Zwiebelschalen.
- Thripse. Diese Insekten saugen den Saft aus Blättern und Knospen und hinterlassen weißgraue Flecken. Zur Bekämpfung eignen sich Insektizide wie Confidor, Fitoverm, Actellik und Iskra. Auch Klebefallen sind wirksam.
- Drahtwurm. Sie ernährt sich von Gurkenwurzeln; chemische Mittel sind wirkungslos. Es wird empfohlen, den Boden im Herbst aufzulockern und tief umzugraben. Verwenden Sie Dünger mit Stickstoff und Holzasche.
Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten und Schädlingsbefall. So können Sie rechtzeitig mit der Behandlung beginnen und Ihre Pflanzen vor der Zerstörung bewahren.
Wie sammelt und lagert man richtig?
Gurken reifen ab Mitte Juni. Sie reifen schnell und gleichmäßig, daher sollten sie täglich abends, 10–15 Minuten nach dem Gießen, geerntet werden. Schneiden Sie die Gurken mit einer scharfen Schere ab und lassen Sie dabei zwei Drittel des Stiels an der Pflanze.
Positive und negative Eigenschaften
Die Sorte hat keine nennenswerten Nachteile.
Rezensionen
Die Gurkensorte „Master“ zeichnet sich durch zahlreiche attraktive Eigenschaften aus. Frühe Fruchtreife, hoher Ertrag und Krankheitsresistenz machen sie zur idealen Wahl für Gärtner, die Wert auf zuverlässige Ergebnisse legen. Bei richtiger Pflege und Einhaltung der Anbaurichtlinien liefert sie eine reiche Ernte köstlicher und knackiger Gurken.





