Die Buschgurkensorte gilt als frühreif und eignet sich gut für den Anbau im Gewächshaus und im Freiland. Sie zeichnet sich durch hohe Qualität, einen saftigen und knackigen Geschmack aus, der stark an Gurke erinnert. Es werden die üblichen Anbaumethoden empfohlen; die Pflanzung erfolgt in mäßig feuchtem Boden an einem sonnigen Standort.
Einführung in die Vielfalt
Das Hauptmerkmal der Buschgurke ist die Form ihrer Triebe, die denen von Kürbis und Zucchini ähneln. Sie wächst buschförmig, wobei mehrere Triebe gleichzeitig aus der Wurzel entstehen. Die Triebe dieser Gurke sind kürzer als die anderer Sorten.

Urheber
Die Sorte wurde von Wissenschaftlern des Landwirtschaftsunternehmens Poisk entwickelt und 1980 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. 2013 wurde sie in Belarus offiziell anerkannt. Die Autoren sind O. L. Chernenko, N. A. Khokhlacheva und A. G. Tarasova.
Erscheinungsindikatoren
Die offizielle Beschreibung zeigt, dass Buschgurken sich durch eine einzigartige kurze Triebstruktur auszeichnen und eine Länge von 50-70 cm nicht überschreiten.
- ✓ Kurze Triebe von maximal 50-70 cm Länge erleichtern die Pflege und Ernte.
- ✓ Überwiegen weiblicher Blüten, was zu hohen Erträgen beiträgt.
Sortenmerkmale:
- Unter günstigen Bedingungen bilden sich die Fruchtknoten erst nach allen Blättern, was zum Überwiegen weiblicher Blüten und somit zu einer reicheren Ernte beiträgt.
- Die Sträucher zeichnen sich durch kompakten Wuchs mit verkürztem Hauptstamm und schwach entwickelter Verzweigung aus.
- Die Länge der Gurken beträgt selten mehr als 12 cm (meistens etwa 10 cm), und das Gewicht liegt zwischen 70 und 90 g.
- Die Form ist eiförmig und länglich.
- Die oberste Schicht der Gurken ist grob warzig, ungleichmäßig verteilt und mit kleinen schwarzen Stacheln besetzt.
- Die Schale ist fest und dicht, was die Lagerfähigkeit des Gemüses verlängert.
- Das Fruchtfleisch ist fest und knackig, wodurch die Frucht besonders gut roh gegessen werden kann.
Geschmack und Zweck
Wird frisch verwendet zur Zubereitung von Salaten, Sandwiches und kalten Gerichten.
Die harte Schale sorgt dafür, dass Gurken auch nach dem Einlegen, Marinieren und Fermentieren ihre Form behalten.
Im reifen Zustand beträgt der Ertrag
Die Ernte von Buschgurken beginnt Anfang Juni und erreicht Mitte Juni ihren Reifehöhepunkt. Gurken reifen recht früh an der Pflanze – die Ernte kann 37–49 Tage nach der Triebbildung abgeschlossen sein, obwohl es manchmal bis zu 50 Tage dauern kann.
Der Ertrag von Buschgurken liegt typischerweise zwischen 11 und 12 kg pro Quadratmeter. Die Früchte können etwa 3 bis 6 Tage im Haus gelagert werden. Das Mindestgewicht marktfähiger Früchte pro Busch beträgt 5 kg.
Bodenanforderungen
Gurken gedeihen am besten in nährstoffreichem, gut durchlüftetem Boden. Die Bodenschicht sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen vollständig austrocknen. Ist der Boden zu stark verdichtet, werden die Pflanzen brüchig und anfällig für Krankheiten.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden sollte mindestens 3-5 % organische Substanz enthalten, um eine gute Struktur und Wasserspeicherfähigkeit zu gewährleisten.
Die besten Ergebnisse erzielt man mit kompostreicher Erde. Manche Landwirte pflanzen Gurken direkt in dieses organische Material oder legen beheizte Beete mit der Zugabe von frischem Mist an.
Regionalismus
Diese Gurkensorte wird für den Anbau in den Regionen Wolga-Wjatka und Untere Wolga, im Ural und im Nordkaukasus empfohlen.
Positive und negative Eigenschaften
Die Buschgurke ist eine bei Gärtnern sehr gefragte Sorte. Diese Pflanze bietet eine Reihe von Vorteilen, darunter die folgenden wichtigen:
Anbau
Buschgurken sind leicht anzubauen, regelmäßiges Gießen und Düngen sind jedoch unerlässlich. Dank ihrer frühen Ernte kann diese Sorte mehrmals in derselben Saison ausgesät werden. Die erste Pflanzmöglichkeit bietet sich im frühen Frühling, die zweite im Hochsommer.
Saatgutaufbereitung
Für gesunde und ertragreiche Pflanzen ist die sorgfältige Auswahl des Saatguts entscheidend. Es empfiehlt sich, auf Pflanzgut von renommierten und vertrauenswürdigen Herstellern zurückzugreifen. Der Kauf von Saatgut in großen Mengen von Privatpersonen birgt das Risiko, verschiedene Krankheiten und Schädlinge in den Garten einzuschleppen.
So bereiten Sie sich vor:
- Vor dem Pflanzen sollten Gurkensamen am besten 15–20 Minuten in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung eingeweicht werden. Längeres Einweichen ist nicht empfehlenswert, da es zu Verbrennungen führen kann.
- Sie können jeden beliebigen Wachstumsstimulator verwenden (Epin, Heteroauxin, Kornevin usw.).
Im Handel sind sowohl unbehandelte als auch speziell behandelte, mit Schutzschichten versehene Samen erhältlich. Diese werden durch Pillierung oder Krustenbildung hergestellt und sind somit ohne weitere Vorbereitung direkt zur Aussaat bereit.
Diese Folien enthalten Wachstumsstimulanzien, zugelassene Pestizide sowie Mikro- und Makroelemente, die dazu beitragen, die Keimungsrate um 10 % zu erhöhen, die Erträge um 20 % zu steigern und Schäden durch Krankheiten und Schädlinge zu verhindern.
Landung
Für den erfolgreichen Anbau von Buschgurken benötigen Sie einen sonnigen Standort. Vermeiden Sie zu trockene oder zu nasse Stellen sowie tiefliegende Gebiete.
Diese Sorte kann sowohl in offenen als auch in geschlossenen Böden wachsen, jedoch gelten Böden im Freien als besser geeignet.
Besonderheiten:
- Säen Sie Buschgurkensamen im Mai aus und berücksichtigen Sie dabei die aktuellen Wetterbedingungen. Für optimales Wachstum sollte die Bodentemperatur tagsüber mindestens 15–17 Grad Celsius betragen und nachts bei 8–10 Grad Celsius liegen.
- Die Aussaat erfolgt nach Standardverfahren. Nach dem Pflanzen wird empfohlen, die Pflanzen mit speziellen Vliesstoffen oder Polyethylenfolie vor schädlichen Einflüssen zu schützen.
- Zur Unterstützung der Eierstockbildung kann Borsäure verwendet werden, die gleichmäßig auf Blüten, Blätter und Knospen gesprüht wird.
- Buschgurken können auch ohne spezielle Stützen gut wachsen, wenn sie entlang der Beete gepflanzt werden.
Bewässerung
Damit Ihre Pflanzen gesund bleiben und gut gedeihen, gießen Sie sie nur, wenn das Wasser warm ist, am besten abends. In Trockenperioden genügt es, einmal täglich zu gießen. An besonders heißen Sommertagen sollten Sie zweimal täglich gießen.
Düngemittel
Düngen Sie die Sträucher alle zwei Wochen. Sie können fertige Mineraldünger oder organische Mischungen verwenden. Aufgüsse aus Brennnessel, Bananenschalen oder Holzasche sind besonders wirksam.
Nährstoffe sind besonders wichtig:
- während der aktiven Phase des Fruchtansatzes
- zum Zeitpunkt der ersten Ernte.
Für jeden Fall wird die gleiche Lösung verwendet: 1 Teelöffel Nitrophoska, 1 Esslöffel Superphosphat und 1 Liter Kompost auf 5–6 Liter Wasser. Die Mischung gründlich verrühren und auf die Wurzeln der Pflanze sprühen.
Unter Gewächshausbedingungen ist eine häufigere Düngung der Pflanzen erforderlich. Verwenden Sie hierfür eine Mischung aus:
- Superphosphat (1 EL);
- Kalium (0,5 EL);
- Salpeter (0,5 EL).
Bitte beachten Sie folgende Anforderungen:
- Organische Düngemittel, wie zum Beispiel eine Lösung aus Königskerze oder Vogelkot, werden angewendet, wenn die Pflanzen gerade erst anfangen zu knospen.
- Kaliumnitrat wird während der Zeit der maximalen Fruchtbildung empfohlen, jedoch sollten die Mindestdosierungen eingehalten werden.
- Kalium ist zwar vorteilhaft für die Geschmacksverbesserung von Früchten, aber ein Überschuss kann sich negativ auf den Ertrag auswirken.
- Um Überdüngung zu vermeiden, ist es entscheidend, die Ausgangsbedingungen des Bodens zu berücksichtigen. Die ertragreiche Sorte Kustovaya gedeiht auch ohne zusätzlichen Dünger, wenn sie in nährstoffreichem Boden gepflanzt wird.
- Zur Anregung der Fruchtbildung kann Borsäure verwendet werden: 1,5 Teelöffel Pulver in 1 Liter Wasser auflösen, gut schütteln, dann in einen 15-Liter-Eimer geben und mit frischem Wasser auffüllen.
Besprühen Sie Blätter, Knospen, Blüten und Fruchtknospen mit einer Sprühflasche, um sicherzustellen, dass die gesamte Oberfläche bedeckt ist und keine Lücken oder Tropfenansammlungen entstehen. Drei Anwendungen sind ideal.
Krankheiten und ihre Bekämpfung
Buschgurken weisen eine ausgezeichnete Krankheitsresistenz auf. Sie sind resistent gegen verschiedene Fäulnisformen, einschließlich Wurzelfäule, und nicht anfällig für bakterielle Infektionen. Diese Vorteile wurden durch intensive Züchtungsarbeit in dieser Sorte konzentriert.
Trotzdem können sie von echtem und falschem Mehltau befallen werden, die durch parasitäre Pilze verursacht werden. Auf Blättern und Stängeln bilden sich graubraune, filz- oder samtartige Flecken. Diese Krankheit breitet sich schnell auf gesunde Pflanzen aus und kann innerhalb kurzer Zeit einen ganzen Bestand vernichten.
Um Gurken vor Mehltau zu schützen, verwenden Sie
- einfache Methode: Molke oder Magermilch;
- Ein ähnlicher Effekt lässt sich mit einer Lösung aus brauner Waschseife erzielen.
Darüber hinaus werden Fungizide wie Topaz, HOM, Fitosporin und Quadris, die jedem Gärtner bekannt sind, in der landwirtschaftlichen Praxis häufig eingesetzt.
Schädlinge und ihre Bekämpfung
Pflanzen können von Insekten und deren Larven befallen werden. Blattläuse stellen eine besondere Bedrohung für Nutzpflanzen dar. Diese winzigen, geflügelten Insekten saugen den Pflanzensaft, wodurch die Pflanzen austrocknen und absterben. Zur Behandlung befallener Pflanzen eignet sich eine Lösung aus gleichen Teilen Holzessig und Kreide.
Spinnmilben sind in Gurkenbeeten ebenfalls häufig. Sie vermehren sich rasant bei hoher Bodenfeuchtigkeit und dichtem Pflanzenbestand. Sie bedecken das gesamte Gurkenbeet mit dünnen, weißen Gespinsten, die von ihren Drüsen abgesondert werden. Zur Bekämpfung der Milben werden Fungizide eingesetzt. Vorbeugend wird im Herbst Senf ausgesät, der als Gründüngung dient.
Ernte
Um Schäden an den Pflanzen durch zu häufiges Ernten zu vermeiden, sollten Gurken alle zwei bis drei Tage geerntet werden. Unregelmäßiges Ernten kann zum vorzeitigen Absterben der Pflanzen führen. Häufiges Ernten fördert zudem die kräftige Entwicklung neuer Fruchtknoten.
Beim Gurkenernten sollte man die Pflanzen nicht mit einer Schere beschädigen. Es empfiehlt sich, gleichzeitig auch altes Laub zu entfernen. Gurken können im Keller neben einem Wasserbehälter oder im Kühlschrank gelagert werden, jedoch nicht länger als eine Woche.
Rezensionen
Der Anbau der Sorte Kustovoi erfordert wenig Wissen und Erfahrung und ist daher auch für Gartenneulinge geeignet. Die Pflanze ist robust und anspruchslos und verfügt über ein starkes Immunsystem. Im Vergleich zu Hybriden liefert sie weniger Ertrag, dafür ist sie aber auch nicht so geschmacks- und aromaintensiv.












