Die Gurkensorte Claudius ist die ideale Wahl für alle, die vielseitige Sorten lieben. Diese heimische Hybride wird alle Liebhaber knackiger Gurken begeistern und ist zudem einfach anzubauen.
Hauptmerkmale
Die Gurke Claudius F1 ist eine russische Hybridzüchtung. Autorin: L. Myazina. Geeignet für alle Bodenarten, sowohl im offenen als auch im geschlossenen Anbau (Gewächshäuser, Frühbeete, Folientunnel).
Die Claudius-Hybride gehört zur Gruppe der selbstbefruchtenden Sorten. Diese Sorte ist sehr ertragreich und liefert 15–20 kg pro Quadratmeter. Die Reifezeit ist früh; von der Keimung bis zur Fruchtreife vergehen 40 Tage. Die Fruchtbildung dauert etwa zwei Monate.
Beschreibung der Claudius-Varietät
Die Pflanze zeichnet sich durch mäßige Verzweigung aus. Sie besitzt normalgrüne Blätter und weibliche Blüten. Die Früchte wachsen in Büscheln mit jeweils 3–5 oder mehr Gurken.
Die Früchte sind kurz, 10–12 cm lang und 2–3 cm im Durchmesser. Sie sind hellgrün und haben eine unebene Oberfläche. Die Unebenheiten sind mittelgroß und dicht beieinander. Die Stacheln sind weiß. Jede Frucht wiegt 90–100 g.
Geschmack und Verwendungszweck von Früchten
Die Sorte Claudius zeichnet sich durch ihren hervorragenden Geschmack aus. Das Fruchtfleisch ist fest und knackig, die Schale dünn und zart. Der Geschmack hat eine süßliche Note.
Die Früchte eignen sich ideal zum Frischverzehr; diese Salatsorte kann auch gesalzen, eingelegt und eingemacht werden.
Für und Wider
Der Nachteil dieser Kultur ist ihre geringe Schattentoleranz.
Landeregeln
Da diese Sorte selbstbefruchtend ist, gedeiht sie nicht nur in Innenräumen, sondern auch auf Balkonen und Fensterbänken. Sie kann aus Samen oder Setzlingen gezogen werden.
Die Pflanze ist wärmeliebend, daher erfolgt die Aussaat, sobald Boden und Luft ausreichend warm sind. Die optimale Temperatur für die Entwicklung liegt bei +25 °C. Der Boden sollte nicht kälter als +15 °C sein.
Landeeigenschaften:
- Der gewählte Standort sollte warm, sonnig, gut beleuchtet, eben und nicht sumpfig sein.
- Die Aussaat erfolgt nach dem 25. Mai (in gemäßigten Klimazonen), die Setzlinge werden Ende März ausgesät.
- Als beste Vorpflanzen eignen sich Karotten, Tomaten, Erdbeeren, Rote Bete, Zwiebeln, Knoblauch und Hülsenfrüchte. Gurken sollten nicht nach Kürbissen, Wassermelonen oder Melonen gepflanzt werden.
- Am besten eignen sich Mais oder Sonnenblumen als Nachbarn. Sie schützen die Gurken nicht nur vor kaltem Wind, sondern bieten ihnen auch Halt. Gurken gedeihen außerdem gut neben Bohnen, Rote Bete und Salat.
- Bevorzugte Böden sind sandiger Lehm, leichter oder mittlerer Lehm mit einem leicht sauren oder neutralen pH-Wert von 6,5-7,4. Der Boden sollte locker, fruchtbar und durchlässig sein.
- Der Boden wird im Herbst vorbereitet, umgegraben und mit organischem Material, mineralischen Düngemitteln und gegebenenfalls Sand, Holzasche und anderen Komponenten angereichert, die die Bodenstruktur verbessern und den Säuregehalt normalisieren.
- Im Frühjahr wird der Boden erneut 20–30 cm tief umgegraben. Anschließend werden Pflanzlöcher ausgehoben. Die Samen werden 3 cm tief ausgesät, jeweils 2–3 Samen pro Loch. Zum Schluss wird der kräftigste und gesündeste Sämling stehen gelassen.
- Das optimale Pflanzmuster beträgt 30 x 60 cm. Pro Quadratmeter können 3 Gurkensträucher gepflanzt werden.
Die in die Löcher gepflanzten Setzlinge werden mit einer über Bögen gespannten Plastikfolie abgedeckt. Bei warmem Wetter wird die Folie etwas angehoben. Sobald die Pflanzen kräftig angewachsen sind, kann die Folie entfernt werden.
Pflegehinweise
Um eine gute Ernte, eine lange und reiche Fruchtbildung, wie sie die Sorteneigenschaften vorsehen, zu erzielen, ist eine gewisse Sorgfalt erforderlich.
So pflegen Sie Gurken:
- Sie gießen. Vor der Blüte werden die Beete etwa einmal wöchentlich bewässert, während der Blüte und Fruchtbildung alle 3–4 Tage. In heißen und trockenen Perioden erhalten Gurken täglich Wasser. Gewächshausgurken benötigen sogar noch häufigere Bewässerung als Freilandgurken, da ihr Wasserbedarf dort geringer ist.
Im Garten werden Gurken mit 15 Litern Wasser pro Quadratmeter bewässert. Am besten gießt man morgens, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen können. Verwenden Sie ausschließlich warmes, abgestandenes Wasser. - Sie füttern sie. Gurken werden während der Wachstumsperiode mehrmals gedüngt. Zu Beginn der Wachstumsperiode werden stickstoffreiche Düngemittel wie Ammoniumnitrat, Doppelsuperphosphat und Kaliumsulfat ausgebracht. Während der Blütezeit erhalten die Gurken Königskerze, Nitrophoska, Holzasche und Mikronährstoffe. In der Zeit der Massenfruchtbildung kommen Harnstoff, Asche und Kaliumsulfat zum Einsatz.
- Sie lockern den Boden. Damit der Boden keine harte Kruste bildet, muss er nach jedem Gießen aufgelockert und von Unkraut befreit werden.
- Sie binden es zusammen. Um das Krankheitsrisiko zu verringern und den Fruchtertrag zu steigern, werden Gurken an Rankgerüsten hochgebunden. Diese Anbaumethode erleichtert auch die Ernte. Es wird außerdem empfohlen, Seitentriebe aus den Blattachseln zu entfernen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Claudius-Hybride ist resistent gegen Wurzelfäule sowie gegen die meisten Pilzkrankheiten und Schädlinge. Zu den gefährlichsten Schädlingen zählen Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben, die sich mit Fitoverm, Actellic und anderen wirksamen Insektiziden bekämpfen lassen.
Wie erntet man Gurken?
Die Früchte werden regelmäßig geerntet, um die Bildung neuer Früchte anzuregen und ein Überwachsen zu verhindern. Geerntet wird morgens, da die Gurken dann am schmackhaftesten und saftigsten sind und sich besser lagern lassen. Zur Lagerung werden die Früchte gekühlt, da die optimale Temperatur zwischen 1 °C und 2 °C liegt.
Rezensionen
Die Gurkensorte Claudius ist eine vielversprechende, heimische Hybride, die die besten Eigenschaften dieser Kulturpflanze vereint. Wie alle Hybriden ist sie sehr robust und krankheitsresistent, gleichzeitig aber auch schmackhaft und ertragreich. Dadurch eignet sie sich hervorragend für Gärten, Gemüsebeete und den kommerziellen Anbau.




