Chinesische Gurken sind herkömmlichen Gurken in jeder Hinsicht überlegen. Sie sind unglaublich lang, niemals bitter und – was am wichtigsten ist – sie tragen bis zum ersten Frost Früchte. Erfahren Sie unten, wie Sie diese Wundergurken anpflanzen und züchten.
Was ist eine chinesische Gurke?
Äußerlich ähneln chinesische Gurken sehr den gewöhnlichen Gurken. Einem unerfahrenen Gärtner fällt es möglicherweise schwer, den Unterschied zwischen einer bekannten Gartengurke und dieser besonderen Gurke zu erkennen. Chinesische Gurken sind keine Zuchtform, sondern eine eigene Gurkensorte – eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Chinesische Gurken unterscheiden sich von herkömmlichen Gurken in Größe, Geschmack und biologischen Eigenschaften. Diese Sorte wird von aktiven, experimentierfreudigen Gärtnern gewählt, die Freude am Anbau ungewöhnlicher Gemüsesorten haben.
Geschichte des Erscheinungsbildes
Chinesische Gurken stammen ursprünglich aus China. Gurken werden dort seit über 6.000 Jahren angebaut. Diese Unterart hingegen ist eine relativ junge Züchtung. Sie entstand in China, und schon bald verbreiteten sich diese ungewöhnlichen Gurken weltweit.
Jedes Jahr entwickeln Züchter neue Sorten, die sich in biologischen Nuancen unterscheiden, aber gemeinsame agronomische Eigenschaften aufweisen.
Detaillierte Beschreibung
Das Hauptmerkmal chinesischer Gurken sind ihre langen, stacheligen Früchte, die eine Länge von 80–90 cm erreichen. Weitere Merkmale der Pflanze:
- Busch. Die Pflanze ähnelt einer Kletterpflanze, an deren Trieben sich 3-4 Früchte bilden. Die Sträucher sind wüchsig, mit dicken Stängeln und großen Blättern;
- Obst. Der Durchmesser beträgt maximal 7–8 cm, die durchschnittliche Länge 50–80 cm, und die Frucht ist vollständig hohl. Die Schale ist dunkelgrün und mit Noppen versehen. Die Samen sind klein, unterentwickelt, weich und härten beim Wachsen der Frucht nicht aus.
- Blumen. Überwiegend weiblich, in Gruppen von mehreren Exemplaren angeordnet. Die Pflanze produziert zahlreiche Fruchtknoten.
Erfahrene Gärtner empfehlen, für Salate chinesische Gurken mit hellen Stacheln zu verwenden und solche mit dunklen Stacheln zum Einmachen.
Eigenschaften
Die Pflanze ist pflegeleicht und gedeiht in jedem Boden ohne besondere Ansprüche. Sie wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten – die Lichtverhältnisse haben keinen nennenswerten Einfluss auf den Ertrag. Drei bis vier Pflanzen reichen aus, um eine Familie mit chinesischen Gurken zu versorgen.
Wichtigste agrotechnische Merkmale:
| Eigenschaften | Beschreibung |
| Produktivität | 9-10 kg von einem Strauch, maximal 30-40 kg |
| Krankheitsresistenz | hoch (resistent gegen die wichtigsten Gurkenkrankheiten) |
| Trockenresistenz | Hoch (hat praktisch keinen Einfluss auf den Ertrag, hält Temperaturen bis zu +40°C stand) |
| Anbaumethode | im Freiland und in Gewächshäusern |
| Schmecken | süßlich (die Schale hat keinen bitteren Geschmack; das Fruchtfleisch ist fest, knackig, wird nicht rau und weist keine Hohlräume auf) |
| Aroma | Sieht aus wie eine Melone oder Wassermelone |
| Reifung | Die Pflanze reift früh (die Früchte erscheinen 35-40 Tage nach der Keimung). |
| Fruchtbildung | lange haltbar (die letzten Früchte werden vor dem Frost geerntet) |
| Produkterscheinung | ausgezeichnet (selbst überreife Früchte sind fest und ansprechend, sie verfärben sich nicht gelb und haben keine großen, harten Kerne wie gewöhnliche überreife Gurken). |
Welche Sorten gibt es?
Fast alle chinesischen Gurken sind Hybriden. Früher wurden die Samen aus China importiert. Es gab keine einheimischen Sorten, oder sie entsprachen nicht den allgemeinen Merkmalen der Unterarten. Auch heute noch stammen die meisten im Handel erhältlichen chinesischen Gurkensorten aus China. Schauen wir uns die beliebtesten an.
| Name | Reifezeit, Tage | Ertrag, kg pro Busch | Fruchtlänge, cm |
|---|---|---|---|
| Flammenfest | 48-54 | 15-20 | 35-55 |
| Bauern | 48-54 | bis zu 35 | 35-40 |
| Kaiser | 42-45 | 25-30 | 40-50 |
| Klettern | 65-70 | 20-25 | 10-15 |
| Kältebeständig | 50-55 | 20-30 | 55-65 |
| Chinesische Schlangen | früh | 8-9 | 50-80 |
| Chinesisches Wunder | 65-70 | 20-30 | 40-65 |
| Alligator | 45-50 | 14-16 | 35-40 |
| Gin Nr. 1 | Mitte bis Ende | nicht angegeben | 30-40 |
Flammenfest
Eine mittelfrühe Hybride. Von der Keimung bis zur ersten Frucht vergehen 48–54 Tage. Die Pflanzen sind gut verzweigt, wüchsig und dicht belaubt. Die Fruchtbildung dauert bis zum ersten Frost an. Klettert gut an Netzen und Spalieren. Der Ertrag liegt bei 15–20 kg pro Strauch. Die Früchte wiegen 100–120 g und sind 35–55 cm lang. Herkunftsland: Russland.
Die Frucht ist zylindrisch und mit großen Noppen versehen. Sie verdickt sich zur Spitze hin. Die Schale ist dünn, dunkelgrün und weist kurze, weißliche Streifen entlang der Oberseite auf. Das Fruchtfleisch ist süß, zart, aromatisch und knackig.
Die Samen sind weich und unterentwickelt. Die Hybride ist trockenheitsresistent, hitzebeständig und trägt auch bei hohen Temperaturen Früchte. Sie ist krankheitsresistent. Die Früchte können bis zu 7 Tage im Kühlschrank aufbewahrt und frisch oder eingelegt verzehrt werden.
Bauern
Eine mittelfrühe Hybride. Die Früchte erscheinen 48–54 Tage nach der Keimung. Die Pflanze ist wüchsig und rankend. Sie ist widerstandsfähig und tolerant gegenüber allen Umweltbedingungen. Der Ertrag beträgt bis zu 35 kg pro Strauch. Gewicht: 250–300 g, Länge: 35–40 cm. Herkunftsland: China.
Die Früchte sind glatt und dunkelgrün. Ihr Fruchtfleisch duftet zart und leicht süßlich. Sie schmecken süß und knackig, ohne Bitterkeit oder einen faden Beigeschmack. Man isst sie frisch, konserviert oder nach dem Aufschneiden gesalzen.
Im folgenden Video erhalten Sie einen Überblick über in Säcken im Freiland angebaute chinesische Gurken:
Bei der Anzucht in Gewächshäusern erhöht sich der Ertrag der chinesischen Gurke um ein Vielfaches.
Kaiser
Eine frühreife Hybride. Reifezeit: 42–45 Tage. Die Stängel erreichen eine Länge von 3,5 m. Ertrag: 25–30 kg pro Strauch. Gewicht: 400–550 g, Länge: 40–50 cm. Ausgewählt in China. Resistent gegen Gurkenkrankheiten wie Mehltau.
Die Früchte sind länglich, dunkelgrün und haben eine glänzende Schale. Sie schmecken leicht wässrig und duften angenehm.
Klettern
Diese spät reifende Sorte benötigt 65–70 Tage bis zur Reife. Klettergurken bleiben deutlich kleiner als andere Sorten. Die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung; im Gegensatz zu den meisten chinesischen Gurken ist sie auf Insekten angewiesen. Klettergurken werden im Freiland angebaut. Der Ertrag liegt bei 20–25 kg pro Pflanze. Die Gurken wiegen 100–140 g und erreichen eine Länge von 10–15 cm. Sie wurden in China gezüchtet.
Die Früchte sind klein, mit einer wachsartigen, dünnen und leicht süßen Schale. Sie sind gut transportierbar, krankheitsresistent und kältetolerant. Es handelt sich um eine vielseitige Sorte.
Kältebeständig
Dies ist eine mittelfrühe F1-Hybride. Von der Keimung bis zur ersten Frucht vergehen 50–55 Tage. Die Pflanzen sind wüchsig und wachsen kräftig. Sie sind vielseitig einsetzbar – geeignet für Gewächshäuser, Treibhäuser und Freiland. Sie benötigen eine Rankhilfe.
Kälte- und trockenheitstolerant, nahezu immun gegen Echten Mehltau, Fusarium und Falschen Mehltau. Ertrag: 20–30 kg pro Strauch. Fruchtgewicht: 135–155 g, Länge: 55–65 cm. Herkunftsland: Russland.
Die Früchte sind zylindrisch, oft gebogen, mit harten Noppen und einem kurzen Hals. Länge: 30–50 cm. Das Fruchtfleisch ist dunkelgrün, dünn, glänzend und dicht behaart. Die Stacheln sind hell. Das Fruchtfleisch entspricht allen Eigenschaften chinesischer Gurken: saftig, süß, aromatisch und völlig frei von Bitterkeit. Kann frisch oder eingelegt verzehrt werden.
Wenn man reife Früchte zu spät erntet, wachsen sie über und das Fruchtfleisch verliert seinen Geschmack.
Chinesische Schlangen
Eine frühreife Sorte. Bestäubung ist nicht erforderlich. Ertrag: 8–9 kg pro Quadratmeter. Bei optimaler Pflege bis zu 30 kg pro Quadratmeter. Gewicht: 350–400 g, Länge: 50–80 cm. Maximaler Durchmesser: 7 cm. Eine Gurke reicht für eine große Salatschüssel.
Die Früchte sind saftig und haben eine dünne Schale. Sie wachsen sehr schnell. Man kann sie einlegen, konservieren oder frisch verzehren. Sie sind resistent gegen Mehltau und Mosaikpilze. Sie gedeihen im Schatten und vertragen hohe Temperaturen problemlos.
Chinesisches Wunder
Eine späte, in China gezüchtete Sorte. Reifezeit: 65–70 Tage. Ertrag: 20–30 kg pro Strauch. Gewicht: 500–650 g, Länge: 40–65 cm.
Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 4,5 m und trägt bis zum ersten Frost Früchte. Die Früchte sind saftig, dick und haben eine unebene, nicht bittere Schale. Sie werden frisch verzehrt. Eingemacht werden können sie am selben Tag der Ernte.
Eine Rezension der Gurkensorte „Chinese Miracle“ finden Sie im folgenden Video:
Alligator
Eine frühreife F1-Hybride aus China. Reifezeit: 45–50 Tage. Ertrag: 14–16 kg pro Quadratmeter. Gewicht: 300 g, Länge: 35–40 cm. Die Fruchtbildung dauert bis Mitte Herbst. Insektenbestäubung erforderlich.
Die Sträucher sind wüchsig und ihre Zweige werden an Spalieren befestigt. Ein einzelner Strauch trägt 6–8 Gurken. Die Gurken sind groß und knubbelig, ihre Schale ähnelt Alligatorhaut. Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu Konfitüre verarbeitet.
Gin Nr. 1
Eine mittelfrühe, bienenbestäubte Hybridgurke. Ausgewählt in China. Die Früchte sind 30–40 cm lang. Die Gurken sind fest und haben einen hohen Trockenmassegehalt. Ihr Hauptvorteil ist die erhöhte Resistenz gegen Pilzkrankheiten.
Die Früchte sind länglich, leicht gerippt und zylindrisch. Sie werden aus Samen und Setzlingen gezogen. Frisch, in Salaten und eingemacht schmecken sie hervorragend.
Vergleichstabelle mit langfruchtigen Sorten:
| Vielfalt | Ertrag, kg pro 1 m². | Fruchtlänge, cm |
| Chinesische Gurken | 30 | 30-90 |
| Danila F1 | 15 | 10-15 |
| Amur F1 | 30-50 | 12-15 |
| Herman F1 | 25 | 10-11 |
| Prestige F1 | 28 | 9-12 |
Wo wird der Anbau dieser Pflanze empfohlen?
Chinesische Gurken bevorzugen vertikales Wachstum. Sie können sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus an Rankhilfen hochklettern – wichtig ist nur, die richtigen Bedingungen zu schaffen. Für eine frühe Ernte empfiehlt sich der Anbau im Gewächshaus. Vertikales Wachstum führt zu langen, geraden Früchten.
Aufgrund wechselnder Wetterbedingungen wie Regen, Hitze am Tag und Kälte in der Nacht sinkt der Ertrag, da negative Faktoren die Blüte und die Fruchtknotenbildung beeinträchtigen.
Im Süden können chinesische Gurken im Freiland angebaut werden. An einem Rankgitter hochgebunden, wachsen sie lang und gerade. Das Stützen der Pflanzen ist dringend zu empfehlen, da das Freilegen am Boden das Krankheitsrisiko erhöht und die Früchte krumm wachsen – der Geschmack der chinesischen Gurken wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.
Vor- und Nachteile
Vorteile chinesischer Gurken:
- hohe und stabile Erträge;
- langfristige Fruchtbildung;
- Resistenz gegen Gurkenkrankheiten und -parasiten;
- Selbstbestäubung;
- hervorragende Produkteigenschaften;
- Möglichkeit des Anbaus im Schatten;
- Frost widerstehen, ohne den Ertrag zu beeinträchtigen;
- kompakt – nimmt wenig Platz ein;
- Frühreife.
Nachteile:
- schlechter Erhaltungszustand;
- Nur einige Sorten eignen sich zum Einlegen;
- Ohne Stützstreben wachsen Gurken ungleichmäßig und krumm.
Landemerkmale
Chinesische Gurken werden aus Samen oder Setzlingen gezogen. Im Süden können die Samen ohne Plastik ausgesät werden; in allen anderen Regionen wird der Anbau im Gewächshaus empfohlen.
- ✓ Der optimale pH-Wert des Bodens sollte im Bereich von 6,0-6,5 liegen, um einen maximalen Ertrag zu gewährleisten.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Wählen Sie einen windgeschützten, ebenen oder leicht nach Süden geneigten Standort. Das Gewächshaus bzw. der Standort sollte ausreichend Sonnenlicht erhalten. Beim Anbau im Freien ist etwas Schatten akzeptabel. Staunässe oder lehmige Böden sind für diese Kulturpflanze ungeeignet.
Wie bereitet man Pflanzmaterial vor?
Vorbereitung der Samen:
- Kalibrieren wir. Die Samen in Wasser geben. Nach einer halben Stunde die an die Oberfläche geschwommenen Samen entfernen.
- Wir ätzen. Samen sind oft anfällig für Infektionen. Sie werden 0,5 bis 1 Stunde lang in eine dunkelviolette Kaliumpermanganatlösung eingetaucht.
- Wir behandeln mit einem Stimulans. Die Samen können weitere 10–12 Stunden in einem Stimulans eingeweicht werden. „Epin“ eignet sich dafür. Geben Sie 4 Tropfen des Produkts auf 100 ml Wasser. Alternativ können Sie die Samen auch 2–3 Stunden in Natriumhumat einweichen. Verwenden Sie dazu 0,5 g Humat pro Liter Wasser.
- Wir keimen. Lege ein feuchtes Tuch auf einen Teller, gib die Samen darauf und decke das Ganze mit einem zweiten Tuch ab.
Die Keimung dauert 25–26 Tage. Um Gurken Anfang Mai zu pflanzen, säen Sie die Samen am 15. April aus. Lesen Sie hier mehr darüber, wie und wann Sie Gurkensetzlinge pflanzen. HierDie
Anzucht von Sämlingen:
- Wählen Sie Behälter in geeigneter Größe. Füllen Sie das Glas mit Blumenerde:
- Torf – 6 Teile;
- Sand – 1 Teil;
- Sägemehl von Laubbäumen – 1 Teil;
- Hummus – 2 Teile.
- Legen Sie einen Samen pro Becher und pflanzen Sie ihn 0,5-1 cm tief ein. Die Keimlinge erscheinen in 3-5 Tagen.
Bodenvorbereitung
Beim Umgraben im Herbst Humus, Holzspäne und Schwarzerde (1:1:2) untermischen. In Gewächshäusern wird die Erde zweischichtig angeordnet. Unten kommen Mist, Stroh und Laub, darauf Humus. Empfohlene Zusammensetzung:
- Rasenerde – 2 Teile;
- Torf – 3 Teile;
- Kompost oder Humus – 3 Teile.
Pro 10 kg Bodenmischung werden 15 g Superphosphat und 250 g Asche hinzugegeben. Stickstoff wird bei der Vorbereitung nicht zusätzlich zugeführt; er ist im Kompost ausreichend vorhanden.
Einpflanzen in den Boden
Die Sämlinge werden im Gewächshaus oder im Freiland ausgepflanzt. Im letzteren Fall erfolgt die Auspflanzung, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Das Pikieren findet statt, sobald das vierte Blatt erscheint.
Anleitung zum Pflanzen:
- Je nach Sorte variiert der Reihenabstand zwischen 50 und 90 cm. Bildet die Pflanze wenige Seitentriebe, beträgt der Abstand zwischen benachbarten Sträuchern 25-30 cm.
- Bewässern Sie die Setzlinge einen Tag vor dem Einpflanzen, damit sich der Erdklumpen leichter entfernen lässt.
- Bereiten Sie Löcher in den Beeten vor; deren Größe sollte etwas größer sein als die der Töpfchen, aus denen die Setzlinge eingesetzt wurden.
- Gießen Sie eine leicht erwärmte Kaliumpermanganatlösung in die Löcher, um den Boden zu desinfizieren, und füllen Sie die Löcher anschließend mit normalem Wasser.
- Entfernen Sie die Pflanzen, achten Sie dabei aber darauf, den Erdballen nicht zu beschädigen, um das Wurzelsystem nicht zu beeinträchtigen.
- Setzen Sie die Pflanze so ein, dass ihr Wurzelhals 1–2 cm über der Erdoberfläche liegt. Drücken Sie die Erde leicht an.
Die Setzlinge werden im Freien bei einer Temperatur von +20°C ausgepflanzt. Obwohl chinesische Gurken kälteresistent sind, beeinträchtigen niedrige Temperaturen ihr Wachstum und ihre Entwicklung.
Samen in die Erde säen
Chinesische Gurken lassen sich leichter aus Samen im Freiland anpflanzen – diese Methode wird im Süden bei +13-15°C praktiziert.
Feinheiten der Aussaat:
- Der Abstand zwischen den Löchern beträgt 5 cm. Der Reihenabstand beträgt 50 cm. In jedes Loch werden 3 Samen gelegt.
- Die Pflanztiefe beträgt 3-4 cm, nicht mehr.
- Sobald die Sämlinge aufgelaufen sind, sollten sie vereinzelt werden. Der Abstand zwischen benachbarten Sämlingen sollte 10 cm betragen.
- Die Pflanzen werden ein zweites Mal ausgedünnt, sobald sie mehrere Laubblätter gebildet haben. Zwischen benachbarten Sträuchern sollte ein Abstand von 25–30 cm eingehalten werden.
Beim Ausdünnen von Sämlingen müssen diese abgeschnitten oder herausgezogen werden; das Herausziehen kann die Wurzeln der verbleibenden Pflanzen beschädigen.
Pflegehinweise
Die Pflege chinesischer Gurken ist fast identisch mit der von herkömmlichen Gurken. Diese Gurkenart hat sehr lange Stängel und wenige Seitentriebe. Daher werden sie häufiger als üblich gepflanzt und immer angebunden.
Zur Pflege von chinesischen Gurken gehören:
- regelmäßiges Gießen;
- flache Lockerung;
- Unkraut jäten;
- die Reben zusammenbinden;
- Topping.
Bewässerung und Düngung
Gurken im Haus werden zweimal wöchentlich gegossen; im Freien je nach Niederschlag. Es empfiehlt sich, die Pflanzen täglich mit warmem Wasser zu besprühen. Die empfohlene Wassermenge beträgt für Jungpflanzen 0,5 Liter und für ausgewachsene Pflanzen 1–1,5 Liter. Gurken sollten ausschließlich mit warmem Wasser gegossen werden.
Im Freiland benötigen Gurken keine zusätzliche Düngung, wenn im Herbst gedüngt wird. In Gewächshäusern wird die Kultur zweimal gedüngt:
- 2 Wochen nach der Pflanzung, wenn die Blüte beginnt;
- während der Fruchtbildung.
Zur Ertragssteigerung wird empfohlen, die Pflanzen mit einer Harnstofflösung zu besprühen. Zusätzlich kommt eine spezielle Düngermischung zum Einsatz, die sich positiv auf die Pflanzenentwicklung auswirkt.
- Man nehme Borsäure (1 g), Kaliumpermanganat (1 g), Eisen(II)-sulfat (1 g), Kupfer(II)-sulfat (3 g) und Harnstoff (100 g).
- Harnstoff in Wasser lösen, die Säure separat verdünnen, mischen und dann Kupfersulfat und Kaliumpermanganat hinzufügen.
- Die Pflanzen alle zwei Wochen besprühen; Gurken können 2 Tage nach dem Besprühen geerntet werden.
Im Freiland werden Gurken folgendermaßen gefüttert:
- Wenn die Pflanze 5 Blätter hat, verwenden Sie Königskerzenaufguss, 1 Liter auf 10 Liter Wasser.
- Nach zwei Wochen Hühnermist hinzufügen. Pro Eimer Wasser 700 g Mist dazugeben.
- Während der Blütezeit Wasser mit einer Aschelösung gießen – ein Glas pro 10 Liter Wasser.
- Nach der Fruchtbildung erneut mit Hühnermist gießen. Alternativ kann ein Mehrnährstoffdünger verwendet werden.
Auflockern und Mulchen
Gurkenwurzeln liegen sehr nah an der Oberfläche, daher sollte die Auflockerung nur oberflächlich erfolgen – bis zu 5 cm. Um Risse im Boden zu vermeiden und die Verdunstung zu verlangsamen, wird eine einfache, aber effektive landwirtschaftliche Technik angewendet: MulchenDie
Der Boden kann mit Torf, gehäckseltem Gras oder Sägemehl bestreut werden. Mulch verbessert die Sauerstoffzufuhr in den Boden und verhindert dessen Verdichtung.
Entstehung der Peitsche
Während die Pflanze wächst, bringt der Gärtner im Freiland Stützen für das Rankgerüst an. Dies können Rankgitter, Netze oder einfach straff gespannte Seile sein. In Gewächshäusern wird eine vertikale Stütze verwendet, um den Hauptstamm anzubinden. Von diesem zweigen Seitentriebe ab. Fünf Seitentriebe werden von der Wurzel aus gezählt und abgeschnitten.
- ✓ Eine Vergilbung der Blätter von unten nach oben kann auf einen Stickstoffmangel hinweisen.
- ✓ Eingerollte Blätter können ein Anzeichen für Kalium- oder Kalziummangel sein.
Krankheiten und Schädlinge
Die Kulturpflanze wird vorbeugend mit Fungiziden besprüht. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Mehltau und Anthraknose, während Spinnmilben und Melonenblattläuse zu den Schädlingen gehören.
Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen an chinesischen Gurken:
| Krankheiten/Schädlinge | Anzeichen einer Niederlage | Wie kämpft man? |
| Echter Mehltau | Auf der Blattunterseite bildet sich ein weißlicher Belag, der sich dann auf die Blattoberfläche ausbreitet. Die Blätter dunkeln nach, und die Früchte wachsen krumm und geschmacklos. | Lösen Sie 20 g Oxychom in einem Eimer Wasser auf. Besprühen Sie die Pflanzen alle zwei Wochen abends. Alternativ kann auch kolloidaler Schwefel verwendet werden. |
| Anthraknose | Die Stängel weisen längliche, eingesunkene braune Flecken auf. Die Früchte verfaulen. | Mit Kupferoxychlorid oder Oxyhom besprühen – 20 g pro 10 l. Die Behandlung nach 10 Tagen wiederholen. |
| Blattlaus | Kleine Insekten saugen den Saft aus allen oberirdischen Pflanzenteilen. Die Fruchtbildung hört auf. | Mit Fitoverm besprühen – 4–6 ml pro Eimer Wasser. Nach 2 Wochen wiederholen. |
Maßnahmen zur Krankheits- und Schädlingsbekämpfung:
- Einen Mindestabstand zwischen den Pflanzen einhalten.
- Vermeidung von Wasserstau im Boden.
- Durch das Bestreuen mit Mulch wird das Aufkommen von Unkraut verhindert.
- Kranke Triebe werden sofort entfernt und vernichtet. Ist die Krankheit unheilbar – beispielsweise Mosaikkrankheit –, wird die gesamte Pflanze entwurzelt.
- Gurken werden mit Knoblauchaufguss und Zwiebelschalen behandelt.
Gärtnerbewertungen
Chinesische Gurken verdrängen immer häufiger traditionelle Gemüsesorten. Ihre einfache Anzucht, Robustheit und hohe Erträge, gepaart mit ihrem hervorragenden Geschmack, machen sie zu einem echten Anreiz für Hobbygärtner. Diese gesunde und ertragreiche Pflanze, die nur wenige Quadratmeter benötigt, kann ihre Anbauer bis zum ersten Frost ernähren.









