Die Gurkensorte Alligator ist eine einzigartige Speisegurkensorte, die sich durch eine mittlere Reifezeit und eine gute Resistenz gegen bestimmte Krankheiten und Schädlinge auszeichnet. Sie wurde von Spezialisten speziell für das russische Klima entwickelt. Heute werden Alligator-Gurken in Privatgärten und im großen Stil auf Feldern angebaut.
Einführung in die Vielfalt
Gurken haben ein einzigartiges Aussehen. Ihre Früchte sind auffallend länglich. Bei sorgfältiger Ernte direkt vom Strauch überstehen sie auch längere Transporte gut. Da sie jedoch leicht verderben, sollten sie am besten frisch verzehrt oder sofort konserviert werden.
Man sollte die geernteten Früchte nach dem Reifen nicht auf den Beeten lassen, da das Fruchtfleisch trotz fehlender Vergilbung und Verformung gröber wird und sein Aroma verliert.
Urheber
Die Sorte „Alligator“ ist das Ergebnis der Arbeit eines Wissenschaftlerteams des Agrarunternehmens Sedek: S. V. Dubinin, A. N. Lukyanenko und I. N. Dubinin, die diese Hybride im Jahr 2009 entwickelten. Ein Jahr später wurde die Gemüsesorte im staatlichen Register der Russischen Föderation eingetragen.
Merkmale des Aussehens der Pflanze und der Gurken
Alligator ist ein wüchsiger, mittelgroßer Strauch mit dunkelgrünen Blättern und mäßigem Laub. Der Hauptstamm kann bis zu 250 cm hoch werden. Der Strauch erreicht einen beachtlichen Durchmesser von bis zu 150 cm.
Weitere Sortenmerkmale:
- Die Hauptblüteform dieser Gurkenart ist weiblich.
- Während der Knospenzeit erscheinen am Strauch leuchtend gelbe Blüten mit fünf Blütenblättern.
- In jeder Blattachsel bilden sich ein bis drei Gurken.
- Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, hauptsächlich Bienen.
- Alligatorgurken zeichnen sich durch ihre Größe und Länge aus; sie erreichen ein durchschnittliches Gewicht von 300-330 g und eine Länge von 35-45 cm.
- Ihre Form ist länglich-zylindrisch mit einer leicht unebenen Oberfläche.
- Die Haut ist dünn und weich, bedeckt mit einem feinen Flaum.
- Reife Gurken zeichnen sich durch eine dunkelgrüne Farbe mit kurzen hellen Streifen aus.
Geschmack und Zweck
Das Fruchtfleisch dieser Gemüse ist zart, saftig und nicht wässrig. Die Aromen sind harmonisch ausbalanciert: Eine leichte Süße ergänzt perfekt das erfrischende Gemüsearoma. Gurken sind nicht bitter, und ihre Kerne sind klein und zart.
Diese Sorte eignet sich besonders gut zum Frischverzehr, pur oder in Salaten und Gemüsegerichten. Zum Einmachen und Marinieren müssen die Gurken vorgeschnitten werden, da sie recht groß sind.
Zusammensetzung, Vorteile
Der Kaloriengehalt von Gurken dieser Sorte beträgt etwa 14 kcal pro 100 g. Sie enthalten viele nützliche Substanzen: die Vitamine A, K und C sowie die Mineralstoffe Fluor, Kupfer, Magnesium und Kalzium, die sich positiv auf Herz und Nieren auswirken.
Im reifen Zustand beträgt der Ertrag
Die Gurkensorte Alligator zeichnet sich durch eine mittellange Reifezeit aus; die Vegetationsperiode dauert etwa 50–55 Tage. Die Pflanzen dieser Sorte reifen gleichmäßig und die Früchte stufenweise, was zu einer langen Erntezeit führt.
Diese Gurkensorte wird als besonders ertragreich vermarktet. Bei richtiger Pflege und günstigen Witterungsbedingungen kann ein durchschnittlicher Ertrag von 9,2–9,4 kg pro Quadratmeter Anbaufläche erzielt werden, wobei der maximal verzeichnete Ertrag auf derselben Fläche 14–16 kg beträgt.
Bodenanforderungen
Für ein optimales Wachstum benötigt die Alligator-Pflanze ideale Bodenbedingungen. Sie bevorzugt sandigen Lehm, Schwarzerde oder lehmigen Boden mit neutralem pH-Wert. Der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und ausreichend feucht sein.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme unbedingt zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Die Tiefe der fruchtbaren Schicht beträgt mindestens 30 cm für die Entwicklung eines starken Wurzelsystems.
Staunässe und übermäßige Feuchtigkeit sollten vermieden werden. Bei lehmigem Boden kann dieser durch Zugabe von Sand verbessert werden: Pro Quadratmeter Boden werden zwei 10-Liter-Eimer feinkörniger Sand hinzugefügt.
Klimabedingungen
Die Sorte Alligator ist resistent gegen plötzliche Temperaturschwankungen, kurzzeitige Trockenheit und Hitze. Der optimale Standort für den Anbau dieser Sorte ist ein heller, offener, windgeschützter und warmer Platz.
Die empfohlenen Hauptanbaugebiete für die Sorte Alligator erstrecken sich von der nördlichen Region bis zur mittleren Wolgaregion. Sie wird jedoch auch im Süden angebaut.
Welche Arten von Alligatorgurkensamen gibt es?
Nur zwei Organisationen produzieren Pflanzgut: SeDeK und Solnechny Mart. Lesen Sie daher die Informationen auf der Saatgutverpackung sorgfältig durch.
Alligator-Unterarten
| Name | Blühender Typ | Länge des Fötus | Schälfarbe |
|---|---|---|---|
| Alligator | weiblich | 35-45 cm | dunkelgrün mit kurzen hellen Streifen |
| Alligator Crispy | weiblich | 30-40 cm | dunkelgrün |
| Alligator 2 | parthenokarpisch | 30-40 cm | dunkelgrün |
| Alligator 3 | parthenokarpisch | 35-45 cm | dunkelgrün |
| Alligator Nr. 4 | parthenokarpisch | 30-40 cm | dunkelgrün |
Das Agrarunternehmen SeDek hat fünf neue Hybridgurkensorten unter dem Handelsnamen „Alligator“ auf den Markt gebracht. Alle Sorten sind im staatlichen Register eingetragen, die Eintragung erfolgte jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten:
- Der Vorfahre dieser Serie, die Alligator-Variante, wurde zuerst entwickelt.
- Gleichzeitig brachte das Agrarunternehmen auch die Sorte Alligator Khrustyashchiy auf den Markt, die ein dichteres, süßeres Fleisch hat und sich zum Einlegen eignet.
- Im Jahr 2012 wurde eine weitere Hybridsorte, Alligator 2, im staatlichen Sortenregister eingetragen. Diese chinesische Gurkensorte wird in allen Regionen unter Folienabdeckungen angebaut. Alligator 2 zeichnet sich durch mittlere Reife, unbestimmtes Wachstum und parthenokarpe Vermehrung aus. Ihre Eigenschaften ähneln denen der ersten Hybride, sie besitzt jedoch auch eigene Besonderheiten: Die Gurke ist durchgehend dunkelgrün, ohne helle Streifen, und erreicht eine Länge von mindestens 30–40 cm.
- Im Jahr 2017 kam die Hybridgurkensorte Alligator 3 auf den Markt, die in allen Regionen unter Folie angebaut wird. Sie zeichnet sich durch ihren hohen Ertrag aus – bis zu 12,3 kg qualitativ hochwertiges Gemüse pro Quadratmeter. Die Gurken dieser Sorte haben eine elegantere Form – länglich, aber mit einem Durchmesser von etwa 2,5–3 cm.
- Im Jahr 2019 brachte SeDek eine weitere Sorte auf den Markt, Alligator Nr. 4, die sich durch eine kürzere Reifezeit und einen höheren Fruchtansatz im Vergleich zu anderen Sorten auszeichnet.
Die Sträucher aller Alligator-Sorten sind nicht besonders groß. Die Pflanze wächst unbegrenzt, aber die Seitentriebe sind schwach entwickelt.
Wie kann man es selbst anbauen?
Die ersten Triebe erscheinen etwa vier bis fünf Tage nach der Aussaat aus dem Boden. Die Keimung hängt von der Saatgutvorbereitung, der Pflege und der Bodentemperatur ab.
Bevor die ersten grünen Blätter erscheinen, sind Wärme und Feuchtigkeit für die Pflanze entscheidend. Unter diesen Bedingungen wird das Wurzelsystem der Pflanze aktiviert und bereitet sich so auf die weitere Entwicklung vor.
Anpflanzung durch Setzlinge und Samen
Es gibt zwei Aussaatmethoden: Anzucht von Setzlingen und Aussaat von Samen. Am besten wärmt man die Samen vor, indem man sie einen Monat lang an einem warmen Ort mit einer Temperatur von mindestens 25–27 °C lagert.
Weitere Feinheiten:
- Vor der Aussaat werden die Samen desinfiziert. Eine Knoblauchmischung eignet sich hierfür besonders gut. Geben Sie dazu 50–600 g Knoblauch in 200 ml Wasser, rühren Sie um und weichen Sie die Samen 50–70 Minuten in der Lösung ein. Anschließend spülen Sie sie ab und legen sie für 2–3 Tage auf ein feuchtes Tuch.
- Die Samen sollten nur leicht anschwellen, aber nicht keimen.
- Anschließend werden sie etwa 20-25 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt.
Es empfiehlt sich, Gurken im April in spezielle Töpfe zu pflanzen. Das Substrat sollte im Voraus vorbereitet werden, indem man Sägemehl, Torf und Kompost zu gleichen Teilen mischt. Pro 5 kg dieser Mischung gibt man 1 Esslöffel Nitrophoska hinzu.
Nächste Schritte:
- Füllen Sie die Behälter mit gedüngter Erde.
- Verteilen Sie die Samen vorsichtig und pflanzen Sie sie maximal 2 cm tief ein.
- Anschließend den Boden mit einer Sprühflasche bewässern.
Manche Gärtner ziehen es vor, Gurken direkt ins Beet zu säen, ohne Setzlinge zu verwenden. Dies sollte man erst Mitte Mai tun, damit sich der Boden ausreichend erwärmen kann. Die Samen werden vorher in Kaliumpermanganat eingeweicht und anschließend gründlich abgetrocknet.
Besonderheiten:
- Stechen Sie kleine Löcher in die Erde und legen Sie in jedes Loch 2-3 Samen.
- Sobald die Keimlinge erscheinen, sollten die schwächeren Sämlinge entfernt werden.
- Die Saattiefe sollte 4 cm nicht überschreiten, und der Abstand zwischen den Löchern sollte mindestens 50-60 cm betragen.
Feinheiten der Agrartechnologie
Die Pflege dieser Pflanze ist unkompliziert. Am wichtigsten ist, sie regelmäßig, mindestens zweimal pro Woche, mit warmem Wasser zu gießen. Besprühen Sie außerdem das Laub, aber nur am späten Abend.
Es ist wichtig, der Pflanze eine zuverlässige Stütze zu bieten, damit ihre Triebe senkrecht wachsen und die Früchte sich nicht verformen und unansehnliche Kurven bilden.
Weitere notwendige Pflegemaßnahmen:
- Nach jedem Gießen oder Regen sollte man Unkraut jäten, um die Bildung einer trockenen Kruste auf der Bodenoberfläche zu verhindern. Dabei sollte man Unkraut entfernen, um das Beet sauber zu halten, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
Unkraut lässt sich am einfachsten von Hand entfernen. Dadurch bleibt die Wurzelstruktur erhalten und das Gras wird endgültig beseitigt. - Die beste Düngemethode ist die Blattdüngung, also das Besprühen. Dies wird dreimal durchgeführt:
- 12 bis 16 Tage nach dem Einpflanzen der Setzlinge oder 20 Tage nach der Keimung der Samen 10 g Harnstoff in 5 Litern Wasser auflösen und die Pflanze mit einer feinmaschigen Sprühflasche besprühen.
- Sobald die Knospenbildung beginnt, düngen Sie mit kalium- und phosphorhaltigen Mitteln. Geben Sie 15 g Superphosphat pro 5 Liter Wasser hinzu oder verwenden Sie andere Düngemittel gemäß den Anweisungen.
- Sobald die Fruchtbildung einsetzt, wird die Behandlung mit Harnstoff gemäß den Anweisungen wiederholt.
Blattdüngungsplan- Erste Düngung: 12-16 Tage nach der Pflanzung, Harnstofflösung (10 g pro 5 l Wasser).
- Zweite Düngung: Zu Beginn der Knospenbildung Kalium-Phosphor-Dünger (15 g Superphosphat pro 5 l Wasser).
- Dritte Düngung: Zu Beginn der Fruchtbildung die Behandlung mit Harnstoff wiederholen.
- Überschüssige Triebe und Fruchtknoten müssen sorgfältig an der Basis der unteren Blätter abgeschnitten werden, sodass 3-4 Blätter übrig bleiben.
- Um eine waagerechte Ausrichtung der Gurken zu gewährleisten, sollten stabile Stützen angebracht oder die Gurken sorgfältig an mindestens 200-250 cm hohen vertikalen Strukturen befestigt werden.
Merkmale des Anbaus
Beim Anbau der Sorte Alligator sollten folgende Merkmale beachtet werden:
- Damit Gurken richtig wachsen und die Früchte sich nicht verformen, benötigt die Pflanze eine stabile Stütze.
- Die Hybride erfordert häufiges Befeuchten, das obligatorische Besprühen des Laubs und regelmäßiges Düngen.
- Werden die Sämlinge nicht richtig gepflegt, können sie gelb werden und anfällig für Mehltau werden. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, die Sämlinge nachts abzudecken und dem Dünger Kalium beizumischen.
- Gurkentriebe neigen dazu, sich schnell auszubreiten, daher werden sie fest an stabilen Rankgerüsten befestigt.
Krankheiten und Schädlinge
Die Hybride ist resistent oder tolerant gegenüber bestimmten Krankheiten und Schädlingen. Bitte beachten Sie dies besonders:
- Echter Mehltau tritt häufig an Blättern auf, seltener jedoch an Früchten. Die Sträucher sterben langsam ab, und wenn sie weiterwachsen, tragen sie nur wenige, qualitativ minderwertige Früchte.
Um Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, Staunässe, plötzliche Temperaturschwankungen und unkontrolliertes Unkrautwachstum zu vermeiden. Gurken werden jedes Jahr am selben Standort angebaut, was zu Krankheiten führen kann. - Wird Falscher Mehltau nicht rechtzeitig erkannt und bekämpft, können ganze Felder geschädigt werden. Auf den Blättern bilden sich gelbgrüne Flecken mit einem hellgrünen Belag. Sie befallen die Blattoberseite und breiten sich schnell auf benachbarte Pflanzen aus.
Falscher Mehltau breitet sich aufgrund von zu hoher Luftfeuchtigkeit und Bewässerung mit kaltem Wasser aus. Er befällt Gurken besonders schnell.
- Weißfäule befällt Pflanzen und überzieht sie mit einem weißlichen Belag und einer schleimigen Substanz. Sie breitet sich besonders schnell in Gewächshäusern aus, da dort hohe Luftfeuchtigkeit und dichte Bepflanzung herrschen.
- Nacktschnecken kriechen bevorzugt nachts hervor, um das Fruchtfleisch der Gurken ungehindert zu fressen, was zu deren Verformung und dem Verlust der Genusstauglichkeit führt und die Qualität der Ernte mindert.
Um all diese Probleme zu vermeiden, sollten Sie ab dem Frühjahr vorbeugend Insektizide und Fungizide spritzen. Vergessen Sie nicht, Werkzeuge, Pflanzmaterial und Erdmischung zu desinfizieren.
Ernte und Verwendung der Ernte
Beim Gurkenpflücken ist Vorsicht geboten. Entfernen Sie die Gurken vorsichtig von den Sträuchern, indem Sie sie vorsichtig vom Stiel abdrehen, um die Gurken nicht zu beschädigen.
Ausgewählte Gurken transportiert man am besten in sorgfältig mit Papier ausgelegten Holz- oder Plastikkisten. Diese Gurken sind nicht für die Langzeitlagerung geeignet und sollten möglichst bald verzehrt werden.
Für und Wider
Der Alligator-Hybrid hat viele Vorteile, von denen folgende besonders hervorzuheben sind:
Die Sorte hat nur sehr wenige Nachteile:
Rezensionen
Die Gurkensorte „Alligator“ ist eine große, frühreife Gurke mit einem unverwechselbaren Aussehen. Sie überzeugt Gärtner mit ihrem süßen, nicht bitteren Geschmack und eignet sich ideal für frische Salate. Diese Sorte ist einfach anzubauen, verträgt aber keine Staunässe.
















