Die Salomonenkarotte ist eine besonders große Hybridkarotte aus Sibirien. Sie lässt sich gut lagern – bis zum Frühjahr – und hat einen hervorragenden Geschmack. Diese Hybridsorte eignet sich für vielfältige Verwendungszwecke und wird sowohl in Gärten als auch industriell angebaut.
Beschreibung der Sorte
Die Sorte Solomon besitzt eine halboffene Rosette aus grob eingeschnittenen, mittellangen bis langen Blättern. Die Blätter sind dunkelgrün.
Die Wurzeln sind länglich und kegelförmig, leuchtend orangefarben (sowohl die Außenfläche als auch der Kern). Die Spitzen sind leicht zugespitzt. Jede Wurzel wiegt 85–185 g und ist 25–27 cm lang.
Schöpfungsgeschichte
Die Hybride Solomon gehört zur Flakke-Sorte. Sie wurde von den russischen Züchtern V. N. Dederko und S. V. Ugarova entwickelt. Die Sorte wurde 2009 für den Anbau zugelassen und wird für den Anbau in Westsibirien empfohlen.
Geschmack und Verwendungszweck von Wurzelgemüse
Salomon-Karotten zeichnen sich durch ihren hervorragenden Geschmack aus und sind vielseitig verwendbar. Sie finden breite Verwendung in der Küche, ergeben exzellenten Karottensaft und eignen sich auch zum Einmachen und Einfrieren. Sie können als Bundkarotten angebaut werden.
Eigenschaften
Solomon-Karotten sind ertragreiche Sorten. Sie liefern zwischen 230 und 420 Zentner pro Hektar und sind damit vergleichbar mit der bekannten Chantenay-Karotte. Die Solomon-Hybride ist mittelfrüh und kann innerhalb von 120 bis 140 Tagen von der Aussaat bis zur Ernte geerntet werden. Ihre Marktfähigkeit liegt zwischen 68 und 91 %.
Für und Wider
Die Solomon-Hybride zeichnet sich durch eine beeindruckende Reihe von Vorteilen aus und erfreut sich daher zu Recht großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern und großen Agrarbetrieben. Bevor Sie die Solomon-Karotte in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie alle Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen; diese Karotte ist möglicherweise nicht für Ihre Bedürfnisse geeignet.
Vorteile:
Bei der Sorte Salomon wurden keine besonderen Nachteile festgestellt.
Landemerkmale
Die richtige Pflanzung ist entscheidend für eine gute Ernte. Es ist wichtig, das richtige Beet auszuwählen und Karottensamen nach allgemein anerkannten landwirtschaftlichen Praktiken auszusäen.
Landeeigenschaften:
- Die Aussaat erfolgt im April/Mai, abhängig von Klima und Wetterbedingungen. Eine verspätete Aussaat wird nicht empfohlen, da dies zu einer verlangsamten Pflanzenentwicklung führen kann.
- Bei der Auswahl eines Anbaufeldes sollte die Fruchtfolge berücksichtigt werden. Salomonenkarotten gedeihen am besten nach Mais, Kohl, Rote Bete und Tomaten.
- Die Pflanze bevorzugt lockere, leichte und gut durchlässige Böden mit neutralem pH-Wert. Der Pflanzplatz wird im Frühjahr vorbereitet. Der Boden wird umgegraben, gedüngt und gegebenenfalls mit gelöschtem Kalk entsäuert oder mit Sand oder Humus aufgelockert.
- Der Standort sollte eben, sonnig und warm sein und frei von Zugluft, starkem Wind und stehender Feuchtigkeit.
- Saatgut (sofern es nicht vom Hersteller für die Aussaat vorbereitet wurde) wird in Kaliumpermanganat desinfiziert, anschließend gewaschen und etwa 20 Minuten in warmem Wasser eingeweicht. Danach wird es 24 Stunden lang in einem Wachstumsstimulator eingeweicht, erst dann kann die Aussaat erfolgen.
- In den Beeten werden im Abstand von 20 cm Furchen für die Aussaat angelegt. Diese werden großzügig bewässert, und sobald das Wasser eingezogen ist, werden die Samen gleichmäßig in einer Tiefe von 0,5–2 cm (je nach Bodendichte) ausgesät. Die Aussaatmenge beträgt 0,4–0,6 g pro Quadratmeter. Anschließend werden die Samen mit Erde bedeckt, leicht angedrückt und mit einer Sprinkleranlage bewässert.
Wie pflegt man?
Für den Anbau großer und saftiger Wurzelgemüse ist regelmäßige Pflege unerlässlich. Die Solomon-Hybride benötigt die übliche Pflege – Gießen, Düngen, Auflockern des Bodens, Mulchen und Jäten.
Pflegemerkmale:
- Die erste Ausdünnung erfolgt zwei Wochen nach dem Auflaufen. Nach drei Wochen werden die Karotten erneut ausgedünnt.
- Die Bewässerung sollte mäßig erfolgen und Wetter und Niederschlag berücksichtigen; Staunässe ist zu vermeiden. Bei Regen empfiehlt es sich, für eine Drainage der Beete zu sorgen. Sobald die Wurzelgemüse die sortenspezifische Größe erreicht haben, wird die Bewässerung eingestellt.
- Der Boden wird regelmäßig aufgelockert und gemulcht. Gleichzeitig mit dem Auflockern wird auch gejätet, wobei sämtliches Unkraut entfernt wird.
- Karottenbeete werden dreimal pro Saison gedüngt. Der Dünger wird nach der Bewässerung ausgebracht. Zunächst wird die Kultur mit Stickstoffdünger versorgt, um das Blattwachstum anzuregen.
Im Dreiblattstadium werden Karotten mit Ammoniumnitrat oder organischem Material (Gülle, Geflügelmist) gedüngt. Anschließend werden organische Düngemittel hinzugefügt, und die Karotten erhalten ausschließlich Kalium-Phosphor-Verbindungen, die das Wurzelwachstum fördern.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Die Solomon-Hybride besitzt eine gute Immunität, verträgt aber keine Staunässe. Daher ist sie anfällig für verschiedene Fäulnisarten. Diese Hybride ist außerdem anfällig für Blattfleckenkrankheit.
Um Schäden vorzubeugen, werden Karottenpflanzen mit Oxychom, Fundazol oder einer 1%igen Bordeauxbrühe besprüht. Verfaulte, kranke Wurzeln werden herausgezogen und vernichtet.
Die größten Schädlinge für Salomonen-Karotten sind Möhrenfliegen, Blattflöhe und Erdraupen. Ein Aufguss aus Tabak, Knoblauch und Zwiebelschalen kann helfen, sie zu bekämpfen. Bei starkem Befall können Insektizide wie Actellic eingesetzt werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, wann die Karotten gespritzt werden und wann sie tatsächlich verzehrt werden.
Ernte
Die mittelfrühe Salomonenkarotte ist Ende August oder Anfang September erntereif. Graben Sie die Wurzeln bei trockenem Wetter vorsichtig aus, damit die langen Karotten nicht abbrechen.
Rezensionen
Die Salomon-Karotte ist eine vielversprechende Sorte für Sibirien. Sie wird all jene begeistern, die große Wurzelgemüse und klassische Nantes-Karotten lieben. Diese Hybride garantiert eine reiche Ernte, sofern sie regelmäßig und ausreichend bewässert wird.




