Die Polar Cranberry-Karotte ist eine rundwurzelige Sorte, die speziell für Regionen mit rauem Klima entwickelt wurde. Benannt nach ihrer Ähnlichkeit mit einer Wildbeere, wächst und reift diese frühe Karotte während des kurzen Sommers im Norden.
Beschreibung der Pflanzen und Wurzelgemüse
Die Pflanze sieht unscheinbar aus, mit grünen, gefiederten Blättern. Die Wurzeln hingegen sind recht ungewöhnlich: Sie sind rundlich, ähnlich wie Radieschen. Ihr Durchmesser erreicht 3–5 cm. Jede Wurzel wiegt 40–60 g. Sie sind leuchtend orange, glatt und haben kleine Augen.
Merkmale der Sorte
Diese Sorte gilt als ultrafrühreif und reift in etwa 65 Tagen. Die ersten Wurzeln können bereits im Juli geerntet werden. Der Ertrag hängt von den Anbaubedingungen und der Pflege ab und liegt zwischen 3,5 und 4,5 kg pro Quadratmeter. Die Sorte ist recht resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, winterhart und robust.
Geschmack und Zweck
Polar Cranberry-Karotten haben saftiges, knackiges Fruchtfleisch mit einem leicht süßen Geschmack. Sie sind reich an Carotin, Ballaststoffen und Zucker und dadurch nicht nur schön anzusehen, sondern auch lecker und gesund. Das Carotin verleiht ihnen ihre leuchtend orange Farbe.
Runde Karotten sind bei Kindern sehr beliebt, die sie gerne roh essen. Die farbenfrohen Knollen eignen sich auch zum Einmachen, für Salate, Suppen und Hauptgerichte. Ganze Karotten sind zudem ideal für Winterkonserven und verleihen diesen ein besonderes und appetitliches Aussehen. Diese Sorte lässt sich auch gut einfrieren.
Für und Wider
Wie pflanzt man richtig?
Die Anpflanzung erfolgt nach gängigen landwirtschaftlichen Praktiken und unter Berücksichtigung des regionalen Klimas. Die optimale Temperatur für Wachstum und Entwicklung von Karotten liegt zwischen 15 und 25 °C.
Landeeigenschaften:
- Die Aussaat erfolgt von April bis Mai. Die Samen keimen bei Temperaturen von +3…+4°C. Für Karotten sind das sehr niedrige Temperaturen.
- Säen Sie die Samen je nach Bodenart 0,5–2 cm tief. Je dichter und schwerer der Boden, desto flacher die Pflanztiefe. Polar Cranberry-Karotten gedeihen am besten in sandigem Lehm, lehmigem Ton und Torfböden. Der optimale pH-Wert liegt bei neutral (6–7).
- Der Boden wird im Herbst vorbereitet. Er wird umgegraben und mit Dünger und Bodenverbesserungsmitteln angereichert. Bei sauren Böden werden Holzasche, Kalk und Dolomitmehl hinzugefügt. Schwere Böden werden mit grobem Sand aufgelockert.
- Im Frühjahr wird der Boden mit einem Rechen aufgelockert und 2–3 cm tiefe Furchen für die Aussaat gezogen. Der Abstand zwischen den Furchen beträgt 20 cm. Der Furchenboden wird mit einem Brett verdichtet und bewässert; sobald das Wasser eingezogen ist, werden die Samen ausgesät.
- Die Samen im Abstand von 2–4 cm aussäen. Sie können sie auch dichter aussäen, müssen sie dann aber später trotzdem vereinzeln. Für kleine Samen eignen sich alle gängigen Aussaatmethoden (z. B. mit Sägemehl vermischen, auf Toilettenpapier kleben usw.). Die Furchen mit Erde füllen und leicht andrücken.
- Bei Gefahr von wiederkehrendem Frost sollten die Sämlinge mit Plastikfolie oder einem anderen Abdeckmaterial abgedeckt werden. Sobald die Sämlinge keimen, kann die Abdeckung entfernt werden.
Pflegehinweise
Für eine gute Ernte großer, leuchtend grüner und süßer Wurzelgemüse ist eine gewisse Sorgfalt erforderlich.
So pflegen Sie Karotten:
- Sie bewässern Die Beete sollten mäßig bewässert werden, damit der Boden nie austrocknet. Staunässe ist zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Bei Trockenheit wachsen und entwickeln sich Wurzelgemüse schlecht, was den Ertrag negativ beeinflusst.
Es wird empfohlen, einmal wöchentlich zu gießen. Die empfohlene Wassermenge beträgt 10 Liter pro Quadratmeter. Zu viel Wasser führt zur Bildung zahlreicher Seitenwurzeln, wodurch die Karotten geschmacklos und unansehnlich werden. - Ausdünnen Die Pflanzung erfolgt zweimal: Beim ersten Mal, wenn die Pflanzen 1–2 Laubblätter gebildet haben, mit einem Abstand von 1,5–2 cm zwischen den einzelnen Pflanzen. Das zweite Ausdünnen erfolgt im Büschelstadium, wenn die Pflanzen 3–4 Laubblätter ausgebildet haben. Der endgültige Pflanzabstand beträgt dann 5–6 cm.
- Sie lockern den Boden Nach jedem Gießen sollten die Beete gejätet werden. Anhäufeln wird empfohlen, um zu verhindern, dass die oberirdischen Teile der Wurzelgemüse grün werden. Unkraut kann mit Herbiziden wie Gezagard, Reglon Super oder ähnlichen Produkten bekämpft werden.
- Düngung. Um eine reiche und gleichzeitig schmackhafte Karottenernte zu erzielen, muss der Boden mehrmals gedüngt werden – sowohl bei der Bodenvorbereitung als auch während des Wachstums. Hier ist ein Beispiel für einen Düngeplan:
- Im Herbst werden beim Umgraben 50 g Doppelsuperphosphat und 30 g Kaliumsulfat pro Quadratmeter hinzugefügt.
- Vor der Aussaat (im Frühjahr) 30 g Doppelsuperphosphat und 20 g Nitrophoska pro Quadratmeter hinzufügen. Das Granulat wird auf der Fläche verteilt und eingeharkt.
- Während der Aussaat wird Holzasche in die Furchen gegeben – eine Handvoll pro laufendem Meter.
Diese Düngermenge ist ausreichend; im Sommer ist keine zusätzliche Düngung nötig. Werden Karotten auf nährstoffarmen und verdichteten Böden angebaut, sollten 5–6 kg Humus pro Quadratmeter ausgebracht werden.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Die Sorte Polar Cranberry besitzt eine recht gute Immunität, aber wenn die landwirtschaftlichen Praktiken nicht eingehalten werden – beispielsweise durch Unterbrechung der Fruchtfolge, übermäßige Bewässerung oder dichte Anpflanzung – können Karotten von verschiedenen Krankheiten befallen werden, am häufigsten von Pilzkrankheiten wie Phoma, Cercospora, Mehltau oder Alternaria (Trockenfleckenkrankheit und Schwarzfleckenkrankheit).
Zur Bekämpfung von Pilz- und Bakterieninfektionen werden Aufgüsse aus Schöllkraut, Brennnessel, Schachtelhalm oder anderen Kräutern verwendet. Auch Kupferoxychlorid und Bordeauxbrühe, verschiedene chemische Fungizide wie Skor, Rovral oder deren Analoga sowie Biofungizide wie Trichodermin, Fitosporin-M usw. kommen zum Einsatz.
Zu den gefährlichsten und häufigsten Karottenschädlingen zählen die Möhrenfliege, der Karottenblattfloh, die Gartenmotte, der Wurzelgallennematode und die Maulwurfsgrille. Um diese Insekten zu bekämpfen, ist es wichtig, die richtigen Anbaumethoden zu befolgen: Karotten frühzeitig aussäen, sie rechtzeitig vereinzeln, den Boden auflockern und – am wichtigsten – nach dem Auflaufen spritzen. Verwenden Sie Aktara, Decis und andere Insektizide.
Ernte und Lagerung von Feldfrüchten
Karotten sollten vor dem ersten Frost geerntet werden, da gefrorene Wurzeln an Geschmack verlieren. Da die Sorte Polar Cranberry frühreif ist, gestaltet sich die Ernte in der Regel unkompliziert. Es empfiehlt sich, die Karotten abends zu ernten, da sie dann am süßesten sind; morgens geerntete Karotten enthalten weniger Zucker.
Der Reifegrad von Wurzelgemüse lässt sich am Zustand des oberirdischen Teils erkennen. Sobald die unteren Blätter absterben, sind die Karotten erntereif. Die Ernte sollte nur bei trockenem Wetter erfolgen. Die ausgegrabenen Karotten werden einige Zeit im Freien getrocknet, jedoch nicht in der prallen Sonne, sondern unter einem Sonnenschutz.
Die Haltbarkeit frühreifender Polar-Cranberry-Karotten ist gering. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Sommerkarotten, die zum Verzehr, Einmachen, Einfrieren und Trocknen verwendet werden. Runde Karotten hingegen können grundsätzlich im Keller gelagert werden; unter günstigen Bedingungen halten sie sich problemlos mehrere Monate.
Rezensionen
Die Polar Cranberry-Karotte wird Gärtner mit einer Vorliebe für ungewöhnliche Sorten begeistern. Runde Karotten sind zudem bei Kindern stets beliebt und sehen, wenn sie konserviert werden, im Ganzen wunderschön aus. Wer jedoch klassische, große Karotten bevorzugt, wird diese einzigartige Sorte mit ihren Wurzeln, die etwa so groß sind wie ein großer Rettich, wahrscheinlich nicht zu schätzen wissen.




