Die Monastyrskaya-Karotte zählt ohne Übertreibung zu den beliebtesten Sorten unter unseren Hobbygärtnern. Sie erfreut sich derselben Nachfrage wie beispielsweise die bekannten Sorten Nantes und Shantenay. Diese spät reifende Karotte zeichnet sich durch ihren feinen Geschmack aus, ist gut lagerfähig und bietet viele weitere Vorteile.
Zuchtgeschichte
Die Monastyrskaya-Karotte gehört zur Sorte Flakke. Sie wurde von den Züchtern S.F. Gavrish, V.V. Morev und anderen der Firma Gavrish entwickelt. Diese Sorte ist vielseitig verwendbar und wurde 2013 für den Anbau zugelassen.
Beschreibung der Sorte
Die Monastyrskaya-Karotte bildet eine halboffene Rosette aus mittellangen, dunkelgrünen, mäßig eingeschnittenen Blättern. Die orangefarbenen Wurzeln erreichen eine Länge von 25 cm und einen Durchmesser von 4–5 cm. Sie sind länglich-kegelförmig und enden zugespitzt. Das Wurzelinnere ist orange. Die Wurzeln wiegen 90–150 g.
- ✓ Der hohe Gehalt an Zucker (7,6 %) und Carotin (10,6 mg pro 100 g) macht diese Sorte besonders wertvoll für die Ernährung.
- ✓ Kälte- und krankheitsresistent, daher ideal für die Winteraussaat.
Geschmack und Verwendungszweck von Wurzelgemüse
Die Monastyrskaya-Karotte hat ein zartes, saftiges und angenehm aromatisches Fruchtfleisch. Diese Sorte eignet sich für den täglichen Verzehr und als Ergänzung zu Diätkost. Ihr hervorragender Geschmack ist auf den hohen Zuckergehalt (7,6 %) und den hohen Trockenmassegehalt (12,1 %) zurückzuführen. Der Carotingehalt beträgt 10,6 mg pro 100 g Rohmaterial.
Wurzelgemüse eignet sich hervorragend für Säfte, Pürees und Karottenpuffer. Es findet auch breite Verwendung in Vorspeisen, Hauptgerichten, Suppen sowie Fleisch- und Gemüsegerichten. Klosterkarotten sind zum Frischverzehr, zum Einmachen und Einfrieren geeignet.
Produktivität und Reifezeit
Die Monastyrskaya-Karotte ist eine spät reifende Sorte. Von der Keimung bis zur technischen Reife benötigt sie 130–140 Tage. Der Ertrag dieser Sorte liegt bei 3,2–5,6 kg/m². Im kommerziellen Anbau werden 300–575 Zentner Karotten pro Hektar geerntet.
Diese Karottensorte eignet sich für die Aussaat im Frühjahr und Winter. Sie zeichnet sich durch eine hohe Marktfähigkeit – von 83 % bis 90 % – aus und ist recht resistent gegen Krankheiten, Kälte und Insektenschädlinge.
Für und Wider
In den letzten zehn Jahren, in denen die Sorte Monastyrsky angebaut wurde, haben Gärtner und Experten ihre Vorzüge sehr zu schätzen gelernt. Bevor man diese oder eine andere Karottensorte anbaut, ist es ratsam, sich mit allen Vor- und Nachteilen vertraut zu machen.
An dieser wunderbaren Sorte wurden keine Mängel festgestellt.
Auswahl eines Standorts
Monastyrskaya-Karotten gedeihen am besten an hellen, ebenen Standorten ohne Staunässe. Sie wachsen optimal in lockeren, fruchtbaren Böden wie sandigem Lehm oder leichtem Lehm. Diese Sorte eignet sich gut für den Anbau nach Kohl, Tomaten, Zwiebeln, Gurken und Frühkartoffeln.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden.
Aussaattermine
Der Zeitpunkt für die Karottenpflanzung hängt von den klimatischen und wetterbedingten Bedingungen der jeweiligen Region ab. In gemäßigten Zonen werden Karotten typischerweise zwischen Ende April und Anfang Mai gepflanzt.
Spät reifende Karotten können auch im Herbst, von Ende Oktober bis Mitte November, gepflanzt werden. Diese Option ist sehr praktisch, da die Gartenarbeit im Herbst in der Regel weniger Arbeit macht als im Frühjahr.
Die Monastyrskaya-Karotte ist, wie Karotten im Allgemeinen, winterhart. Man sollte die Aussaat jedoch nicht überstürzen, da die Keimung bei Temperaturen von +3 bis +4 °C sehr lange dauert. Sobald sich der Boden auf +20 °C erwärmt hat, erscheinen die Sämlinge bereits nach 8–10 Tagen.
Pflanzdiagramm
Karottensamen keimen sehr schwer, da sie viele ätherische Öle enthalten, die die Keimung hemmen. Falls die Sämlinge nicht vom Hersteller vorgekeimt wurden, müssen Sie sie selbst 24 Stunden lang in heißem Wasser (40 bis 50 °C) einweichen.
Wechseln Sie alle zwei bis drei Stunden das Einweichwasser der Samen, um die ätherischen Öle zu entfernen, und füllen Sie es anschließend mit heißem Wasser auf. Trocknen Sie die Samen danach, damit sie sich leichter aussäen lassen.
Wie man Klosterkarotten aussät:
- Die Pflanzbeete werden im Voraus vorbereitet. Im Herbst, oder einige Wochen vor der Aussaat, wird der Boden umgegraben und mit Dünger und anderen notwendigen Bestandteilen angereichert, um die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und/oder den pH-Wert anzupassen. Doppelsuperphosphat und Kaliumsulfat werden beim Umgraben mit einer Menge von 30 bzw. 20 mg pro Quadratmeter eingearbeitet.
- Im vorbereiteten Bereich werden Rillen gezogen und die Samen hineingesät. Sie werden 1 cm tief gepflanzt. Der Abstand zwischen benachbarten Rillen beträgt 20 cm.
- Der Abstand zwischen benachbarten Pflanzen sollte 5–7 cm betragen. Um jedoch eine vollständige Bedeckung zu gewährleisten, werden die Samen dichter ausgesät. Überschüssige Sämlinge werden entfernt und die Pflanzungen ausgedünnt.
Pflegehinweise
Die Sorte Monastyrsky ist, wie Karotten im Allgemeinen, eine anspruchslose Kulturpflanze, aber um eine gute Ernte zu erzielen, empfiehlt es sich, grundlegende landwirtschaftliche Praktiken zu befolgen.
So pflegen Sie Monastyrskaya-Karotten:
- Die Pflanzen werden während der Vegetationsperiode zweimal ausgedünnt. Zuerst im 1- bis 2-Blatt-Stadium, wobei ein Abstand von 1–2 cm zwischen benachbarten Pflanzen eingehalten wird. Die zweite Ausdünnung erfolgt im 3- bis 4-Blatt-Stadium, diesmal mit einem endgültigen Abstand von 5–7 cm.
- Die Bewässerung sollte mäßig erfolgen, da die Wurzelgemüse sonst wässrig werden und an Haltbarkeit verlieren. Bei kühlem und feuchtem Sommerwetter ist Gießen gar nicht nötig. Bei heißem und trockenem Wetter hingegen ist es unerlässlich; empfohlen wird eine Bewässerung alle zwei Wochen. Pro Quadratmeter werden 7–10 Liter Wasser benötigt.
- Düngemittel werden sparsam eingesetzt, da die Kulturpflanze empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen (mineralische Düngemittel) reagiert. Ein typisches Düngeschema sieht wie folgt aus:
- Vor der Aussaat Doppelsuperphosphat und Nitrophoska in einer Menge von 15 g pro Quadratmeter ausbringen. Das Granulat wird auf dem Boden verteilt und anschließend eingearbeitet.
- Bei der Aussaat wird den Beeten Holzasche beigemischt – 100 g pro laufendem Meter.
- Im Frühjahr und Herbst wird nährstoffarmen Böden Humus in einer Menge von 5–6 kg pro Quadratmeter zugeführt. Er wird auf der Fläche verteilt und anschließend eingearbeitet. Dieses Verfahren reichert den Boden nicht nur mit Stickstoff an, sondern lockert ihn auch auf.
Die oben genannten Düngemittel reichen für die gesamte Wachstumsperiode aus. Karotten benötigen im Sommer keine zusätzliche Düngung.
Frischer Mist sollte nicht als Dünger für Karotten verwendet werden, da er die Haltbarkeit des Wurzelgemüses negativ beeinflusst und dazu führt, dass es schnell verfault.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Um zu verhindern, dass Karotten sich kräuseln, faulen oder wurmartig befallen werden, ist es wichtig, sie vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Die Möhrenfliege gilt dabei als der gefährlichste Schädling, und auch Blattläuse können eine Bedrohung für die Ernte darstellen.
Geeignete Vorbeugemaßnahmen können Insektenbefall verhindern. Dazu gehören regelmäßiges Gießen, mäßige Düngung, sachgemäße Pflege und das Vermeiden von Überbelegung. Bei einem Schädlingsbefall können Fufanon-Nova, Inta-Vir und andere Insektizide eingesetzt werden.
Unter den Krankheiten, die die Monastyrskaya-Karotte befallen, sind Pilzinfektionen (Phoma, Alternaria und verschiedene Fäulnisarten) am häufigsten. Diese werden typischerweise durch ungünstige (feuchte) Witterung und grobe Verstöße gegen die Anbaupraktiken verursacht.
Wie man Feldfrüchte erntet und konserviert
Karotten sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Frost kann zwar den Geschmack mancher Wurzelgemüse wie Pastinaken verbessern, doch das gilt nicht für Karotten. Nach dem Einfrieren verlieren sie ihren ursprünglichen Geschmack.
Karotten erntet man am besten abends. Dann werden die tagsüber in den Blättern gespeicherten Nährstoffe in die Wurzeln transportiert. Morgens enthalten Karotten weniger Zucker.
Bei Karotten, die zur Lagerung bestimmt sind, werden die Triebspitzen auf 3 cm Länge gekürzt. Dies sollte unmittelbar nach der Ernte erfolgen, da die Feuchtigkeit schnell über die Blätter verdunstet und die Karotten welken. Die Karotten werden im Keller in mit Sand gefüllten Kisten gelagert. Diese Sorte ist bis zu 9 Monate haltbar.
Rezensionen
Es ist kein Wunder, dass die Monastyrskaya-Karotte zu den fünf besten spätreifenden Sorten zählt. Sie vereint alles, was Gärtner an diesem vitaminreichen Wurzelgemüse schätzen: hervorragenden Geschmack, lange Haltbarkeit und einen hohen Vitamingehalt. Wenn Sie Karotten benötigen, die bis zum Frühjahr haltbar sind, ist die Sorte Monastyrskaya genau das Richtige für Sie.








