Die Zwiebelsorte „Stuttgarter Riesen“ zeichnet sich durch saftiges Fruchtfleisch und einen würzigen Geschmack aus und ist ein Paradebeispiel deutscher Züchtungskunst. Diese Zwiebel wird typischerweise als Knolle gezogen und im Sommer zur Ernte von Frühlingszwiebeln ausgepflanzt. Der Anbau dieser Zwiebel hat seine ganz eigenen Besonderheiten.
Beschreibung der Sorte
Die Sorte Stuttgarter Riesen zeichnet sich durch eine mittlere Reifezeit aus. Reife Zwiebeln sind rund, leicht abgeflacht und von einer dichten, leicht glänzenden Hülle umgeben. Ihre Farbe variiert von Beige bis Gelborange, manchmal mit einem bräunlichen Schimmer. Das durchschnittliche Gewicht einer einzelnen Zwiebel liegt zwischen 90 und 160 g. Auf nährstoffreichen Böden und bei ausreichender Bewässerung können die Zwiebeln bis zu 250 g wiegen.
Die dicht anliegenden Schuppen im Kopf gewährleisten eine ausgezeichnete Haltbarkeit, sodass er gut gelagert werden kann und lange frisch bleibt. Die Federn sind lang, dicht und saftig, von einer schönen, satten dunkelgrünen Farbe und mit hervorragendem Geschmack.
Der Stuttgarter Riesen ist relativ pflegeleicht und passt sich gut den Wetterbedingungen verschiedener Regionen Russlands an. Der Anbau im Gewächshaus zur Blattgemüseernte in der kalten Jahreszeit ist ebenfalls sehr beliebt und rentabel. Die Reifezeit dieses Gemüses variiert je nach Klima leicht.
Dank ihrer hervorragenden Sorteneigenschaften und einfachen Anbautechniken erfreut sich diese Sorte wohlverdienter Beliebtheit. Sie wird nicht nur in Russland, sondern weltweit angebaut. Die Stuttgarter Riesenzwiebel zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Ertrag bis zu 8,5 kg pro 1 m²;
- ansprechende Präsentation;
- wunderbarer Geschmack;
- hoher Gehalt an Vitamin C, B1, B2, B6, PP, E;
- lange Haltbarkeit;
- ausreichende Frostbeständigkeit;
- Resistenz gegen häufige Krankheiten.
Die Zwiebelsorte Stuttgarter Riesen eignet sich ideal für eine Vielzahl von Gerichten, zum Einmachen, Trocknen und Einfrieren. Frisch hat sie einen klassischen, scharfen Geschmack und ein würziges Aroma, das in der russischen Küche unverzichtbar ist.
Merkmale des Anbaus
Es wird nicht empfohlen, Stuttgarter Riesenzwiebeln mehrere Jahre lang am selben Standort anzubauen; besser ist es, den Standort jede Saison zu wechseln.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen, um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.
- ✓ Der Boden muss gut durchlässig sein, um Staunässe und Fäulnis der Zwiebeln zu verhindern.
Für den Anbau dieses Gemüses eignen sich gut gedüngte, fruchtbare Böden am besten. Eine Besonderheit dieser Sorte ist, dass sie selbst auf kargen, ausgelaugten Böden eine gute Ernte liefert. Die Knollen fallen zwar kleiner aus, behalten aber ihren vollen Geschmack.
Es wird empfohlen, Zwiebeln im Garten an Stellen anzupflanzen, an denen zuvor folgende Pflanzen angebaut wurden:
- Tomaten;
- Gurken;
- Hülsenfrüchte;
- Kohl;
- Rettich;
- Zucchini.
Allerdings ist es nicht ratsam, Zwiebeln nach Kartoffeln in denselben Gebieten anzubauen, da sie schlecht wachsen und Nährstoffe fehlen.
Für die Aussaat dieser Kulturpflanze können Sie entweder den Herbst oder das Frühjahr wählen.
Es gibt 3 klassische Methoden, Zwiebeln zu pflanzen:
- Aus SamenDiese Methode wird in Herbst- und Frühjahrsaussaat unterteilt.
- SämlingeDie Samen werden im Haus vorgezogen und später in die Gartenbeete verpflanzt.
- SevkomKleine Zwiebeln werden im Frühjahr, Spätsommer oder Frühherbst im Freien gepflanzt. Winterzwiebeln bilden in der Regel größere Zwiebeln, sind länger haltbar und widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Insektenbefall als Sommerzwiebeln.
Anzucht aus Samen
Winterzwiebeln, die aus Samen gezogen werden, haben eine kurze Reifezeit – 65–70 Tage ab dem Erscheinen der ersten Triebe. Diese Kultur kann deutlich früher geerntet werden als bei einer Aussaat im Frühjahr.
- Um die Keimfähigkeit der Samen zu testen, legen Sie sie für einige Tage in ein feuchtes Tuch.
- Behandeln Sie die Samen mit einem Fungizid, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Härten Sie die Samen ab, indem Sie sie vor der Aussaat eine Woche lang unterschiedlichen Temperaturen aussetzen.
Säen Sie die Samen im Frühherbst oder Spätsommer, etwa ab dem 20. August, damit die Pflanzen genügend Zeit zum Wachsen und Überwintern mit einem gut entwickelten Wurzelsystem haben. Dies hilft ihnen, Fröste zu überstehen und nach dem Einsetzen wärmerer Temperaturen schnell zu wachsen. Im Herbst gepflanzte Zwiebeln schießen seltener.
Die Frühjahrsaussaat kann im April beginnen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.
Um die kleinen Samen beim Aussäen besser vom Boden zu unterscheiden, können sie mit losem Kalk vermischt werden. Dies erleichtert die gleichmäßige Verteilung der Pflanzen in den Beeten.
Die Vorgehensweise zur Vorbereitung der Winter- und Frühjahrsaussaat ist dieselbe:
- Weichen Sie die Samen einen Tag lang in zimmerwarmem Wasser ein. Dadurch wird die Keimung deutlich beschleunigt.
- Nach dem Einweichen die Samen an der Luft trocknen lassen, indem man sie auf einer Papierserviette oder einem sauberen Handtuch ausbreitet.
- Ziehen Sie dünne Furchen in den Boden, 2-3 cm tief, mit einem Reihenabstand von 15 cm. Befeuchten Sie den Boden anschließend mäßig.
- Die Zwiebeln in Furchen pflanzen. Versuchen Sie, das Pflanzgut gleichmäßig im Loch zu verteilen, etwa eine Pflanze pro 2 cm. Bestreuen Sie die Oberfläche leicht mit trockener Erde.
- Unmittelbar nach der Aussaat sollte der Boden nicht bewässert werden, damit sich keine Kruste an der Oberfläche bildet.
- Nach der Keimung sollten die Pflanzen vereinzelt werden, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben. Die Zwiebeln sollten in einem Abstand von 7–10 cm gepflanzt werden.
Anzucht aus Sämlingen
Stuttgarter Riesen können im zeitigen Frühjahr vorgezogen werden. Die Sämlinge sollten an einem hellen Ort bei Zimmertemperatur gehalten werden. Sobald der Gartenboden 15 Grad Celsius erreicht hat, können sie ins Freiland gepflanzt werden. Diese Methode ermöglicht eine frühere Ernte als die Aussaat im Frühjahr.
Entstehen aus Zwiebelstecklingen
Bei der Pflanzung von Steckzwiebeln beträgt die Reifezeit der Zwiebeln 100 bis 112 Tage ab dem Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Triebe.
Für beste Ergebnisse wählen Sie mittelgroße und kleine Steckzwiebeln, die gleichmäßig gefärbt und unbeschädigt sind. Vor dem Pflanzen sollten die Steckzwiebeln Folgendes beachten:
- Sie werden sortiert, getrocknet und sorgfältig auf Schädlinge und Krankheiten untersucht. Die Ernte hängt von der Qualität des Pflanzguts ab.
- Um die Keimung zu aktivieren, sollten Sie die Bohnen einen Tag lang in warmem Wasser einweichen.
- Vor dem Einpflanzen die Pflanzen mit einer Lösung aus Kochsalz und Kaliumpermanganat desinfizieren. Dazu 2 Esslöffel Salz in 5 Litern Wasser auflösen und die Lösung mit Kaliumpermanganat hellrosa färben.
Setzen Sie die Steckzwiebeln im Gartenbeet im Abstand von 10–15 cm und bedecken Sie sie je nach Größe der Zwiebeln vorsichtig 3–5 cm tief. Lassen Sie zwischen den Reihen etwa 20 cm Platz.
Zwiebeln für Blattgemüse anbauen
Stuttgarter Riesenzwiebeln werden nicht nur als Zwiebeln, sondern auch wegen ihrer Frühlingszwiebeln angebaut. Ihr dichtes, saftiges, farbintensives Grün zeichnet sich durch einen pikanten, würzigen Geschmack und ein unverwechselbares Aroma aus.
Man kann sowohl Steckzwiebeln als auch reife Zwiebeln pflanzen, um grüne Triebe zu erhalten. In diesem Fall:
- Beim Pflanzen sollten Sie an der Triebspitze kreuzförmige Einschnitte an jeder Zwiebel vornehmen;
- Die Blumenzwiebeln werden sehr dicht in die Beete gepflanzt, praktisch ohne Lücken.
- Sie praktizieren außerdem die kontinuierliche Aussaat, indem sie breite Reihen mit dazwischenliegenden Wegen anlegen, um die Fortbewegung über das Feld zu erleichtern.
Pflege der Ernte
Obwohl Zwiebeln nur geringe Pflegeansprüche haben, muss man die Pflanzen pflegen, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Zwiebelbeete müssen regelmäßig von Unkraut befreit und aufgelockert werden, damit die Pflanzen genügend Licht und Luft zum Wachsen erhalten.
Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Vermeiden Sie es, die Erde längere Zeit austrocknen zu lassen, da dies den Geschmack der Zwiebeln und des Blattgemüses beeinträchtigen kann. Unzureichende Feuchtigkeit lässt die Pflanzen ungesund aussehen, und das Fruchtfleisch sowie das Blattgemüse werden zäh und übermäßig bitter.
Häufig treten Anzeichen eines geschwächten Zustands einer Pflanze aufgrund eines Mangels an bestimmten Mikronährstoffen auf:
- Stickstoffmangel: Das Gefieder wird blass, ungesund und schlaff;
- Kaliummangel: Die Pflanze welkt allmählich und wird weich;
- Phosphormangel: Die Zwiebel verdunkelt sich und trocknet aus, beginnend an der Blattspitze, und trocknet schließlich vollständig aus.
Zur Nährstoffversorgung des reifenden Gemüses wird ein traditioneller Komplex aus organischen und chemischen Düngemitteln verwendet:
- Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, dem Boden verrotteten Kuhmist oder Vogelkot beizumischen. Achten Sie jedoch darauf, dass das organische Material nicht frisch ist und keine Anzeichen von Insektenbefall aufweist.
- Nach 14 bis 6 Tagen, sobald die ersten Triebe erscheinen, wird dem Boden Stickstoffdünger zugegeben, um die Entwicklung der grünen Masse zu verbessern.
- Nach 30 Tagen ist es Zeit für die zweite Düngung. Die Pflanzen werden mit einem Stickstoff-Phosphor-Präparat mit Kaliumzusatz gedüngt.
- Im Stadium der beginnenden Kopfbildung kann dem Boden in den Beeten eine Kalium-Phosphor-Mischung zugesetzt werden.
- Nach der Ernte empfiehlt es sich, die Fläche mit Gründüngung zu besäen, um die fruchtbare Schicht wiederherzustellen.
Krankheiten und Schädlinge
Die häufigsten Probleme beim Anbau und der Lagerung von Stuttgarter Riesenzwiebeln entstehen durch Zwiebelfäule, Halsfäule und Falschen Mehltau.
Zwiebelfliegen legen ihre Eier in Zwiebelknollen ab und verursachen dadurch Schäden und Fäulnis. Dieser Schädling lässt sich mit folgenden Mitteln bekämpfen:
- Behandlung mit Desinfektionslösungen;
- den Boden mit Asche und Tabakstaub bestreuen;
- abwechselnde Beete mit Zwiebeln und Karotten, deren Geruch die Schädlinge vertreibt;
- Das Umgraben des Bodens im Herbst führt dazu, dass schädliche Insekten und ihre Larven im Winter erfrieren.
Halsfäule und Mehltau sind häufige Pilzkrankheiten, die Zwiebeln während der Lagerung befallen. Um dies zu verhindern, sollten die Zwiebeln vor der Lagerung gründlich getrocknet und sortiert werden. Zudem ist auf optimale Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen im Lagerraum zu achten.
Pflanzen mit Krankheitsanzeichen sollten verbrannt werden, um die Pilzsporen abzutöten. Eine vorbeugende Behandlung des Pflanzguts mit Fungiziden vor Beginn des Wachstumszyklus wird ebenfalls empfohlen.
Ernte und Lagerung
Bei sachgemäßer Lagerung über längere Zeit behält die Zwiebelsorte Stuttgarter Riesen ihre wertvollen Eigenschaften. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt des Fruchtfleisches bleibt den ganzen Winter über hoch.
Die Sorte Stuttgarter Riesen reift je nach Pflanzzeitpunkt und Witterungsbedingungen im Frühherbst bis Mitte Herbst. Zwiebeln sollten nur bei trockenem Wetter und nach Prüfung der Wettervorhersage geerntet werden.
Bei der Ernte ist es wichtig, die Ähren nicht mit dem Spaten zu beschädigen oder zu zerdrücken. Beschädigte Stellen können während der Lagerung zu Fäulnis führen.
Der nächste Ernteschritt ist die hochwertige Trocknung. Die Zwiebeln werden auf belüfteten Gitterrosten oder einer trockenen, ebenen Fläche ausgebreitet. Die Trocknung dauert 7 bis 12 Tage. Die Zwiebeln sollten regelmäßig umgerührt werden, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.
Zwiebeln sollten trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Frische Luft muss vorhanden sein. Die Lagertemperatur kann zwischen 2 und 12 Grad Celsius liegen, bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 %. Plötzliche Temperaturschwankungen sind unbedingt zu vermeiden. Zwiebeln können in Netzen, Gemüsekisten, Körben, Zöpfen oder Nylonstrümpfen aufbewahrt werden.
Der Anbau von Stuttgarter Riesenzwiebeln ist für Hobbygärtner einfach und unkompliziert, und durch richtige Ernte und Lagerung lässt sich eine ganzjährige Versorgung mit diesem schmackhaften und gesunden Gemüse sicherstellen.

