Die Gourmet-Kartoffel gehört zu einer Gruppe exotischer Sorten mit ungewöhnlicher Fruchtfleischfarbe, die sich beim Kochen verändern kann. Dies ist jedoch nicht ihr Hauptvorteil – sie besitzt viele positive Eigenschaften. Sie ist leicht anzubauen, reift mittelfrüh und ist sehr gesund. Allerdings erzielt sie keine hohen Erträge.
Geschichte der Auswahl
Der Ursprung der violetten Kartoffel ist nach wie vor ein wissenschaftliches Rätsel. Biologen vermuten, dass diese ungewöhnliche Sorte ihren Ursprung in Südamerika hat, möglicherweise in Ländern wie Bolivien oder Peru. Bislang gibt es jedoch keine Informationen darüber, wie die Gourmet-Kartoffel gezüchtet wurde, und sie ist nicht im russischen Staatsregister aufgeführt. Auch Angaben zum Erzeuger fehlen.
Wie sieht die ungewöhnlichste Kartoffel aus?
Beim Anblick des Gourmand-Strauchs würde man vielleicht nicht sofort vermuten, dass darunter Kartoffeln von einer besonderen Farbe wachsen. Die Pflanze hat jedoch durchaus ihre eigenen charakteristischen Merkmale.
Busch
Diese mittelgroße Sorte erreicht eine maximale Höhe von 65–70 cm. Sie zeichnet sich durch ein robustes Wurzelsystem, kräftige, aufrechte Triebe und mittelgroßes Laub aus. Die Blätter sind ungewöhnlich klein und grün mit smaragdgrünem Schimmer. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind die schneeweißen Blüten mit vollständig schwarzen Staubblättern.
Knollen
Das Ungewöhnlichste an der Gourmand-Sorte ist die Farbe ihres Fleisches, das sich durch einen violettblauen Farbton mit weißlichen Adern auszeichnet. Beim Kochen oder Braten verändert es seine Farbe und wird fast schwarz, kann aber auch einen lilavioletten Farbton in verschiedenen Nuancen annehmen.
Beschreibung von Wurzelgemüse:
- Zellstoffstruktur – dicht und ölig (überhaupt kein wässriger Anteil);
- bilden - rund-oval;
- Oberfläche - leicht glänzend;
- Gewicht - 80-100 g oder etwas mehr;
- Haut - dicht, mit leichtem Netz;
- Augen - kleine Größe, mittleres Vorkommen;
- Schalenfarbe – Dunkelviolett.
Eigenschaften von Kartoffeln
Kartoffeln sind sehr gut vermarktbar – 90 % ihrer Haltbarkeit bleiben bis zum Frühjahr erhalten. Kartoffelknollen enthalten über 16 % Stärke.
Geschmackseigenschaften und chemische Zusammensetzung der Sorte
Gourmetkartoffeln sind reich an Antioxidantien, die sich äußerst positiv auf die Gesundheit auswirken. Dieses einzigartige Produkt fördert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern besitzt auch verjüngende Eigenschaften.
Nicht weniger wichtig sind die folgenden Eigenschaften von Kartoffeln mit violettem Fruchtfleisch:
- hat eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System bei arterieller Hypertonie und Arteriosklerose;
- verbessert die Sehschärfe;
- hemmt die Entwicklung bösartiger Neubildungen;
- normalisiert den Stoffwechsel;
- führt bei Patienten mit Diabetes nicht zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.
Violette Kartoffeln besitzen ein einzigartiges Aroma und behalten beim Kochen ihre Form. Diese Sorte hat einen unverwechselbaren Geschmack, der beim Kochen ein leicht nussiges Aroma entwickelt und der Kartoffel eine fast schwarze Farbe verleiht.
Das violette Kartoffelpüree, das sich hervorragend zum Kochen und Backen eignet und eine leuchtende Farbe besitzt, wird mit Sicherheit die Aufmerksamkeit von Familie und Gästen auf sich ziehen.
Reifezeit
Die Sorte Gourmet zählt zu den mittelfrühen Kartoffeln. Von der Keimung bis zur Ernte vergehen 90 bis 100 Tage. Die Knollen reifen gleichzeitig, was die Ernte vereinfacht. Die ersten Kartoffeln können sechs Wochen nach dem vollständigen Keimen geerntet werden. Die Haupternte erfolgt im August.
Produktivität
Die Gourmet-Kartoffelsorte hat einen geringen Ertrag. Pro Quadratmeter können bis zu 3,5–4 kg Knollen geerntet werden. Im kommerziellen Anbau werden 35–40 Tonnen Kartoffeln pro Hektar geerntet.
Anbaugebiete
Die Sorte Gourmand gedeiht am besten an sonnigen Standorten, die jedoch vor kalten Winden geschützt sind, da sie selbst den geringsten Luftzug nicht verträgt.
Kartoffeln gedeihen im Halbschatten. Diese Sorte eignet sich für den Anbau in fast ganz Deutschland, gedeiht aber am besten in den zentralen und südlichen Regionen.
Krankheitsresistenz
Die Kartoffelsorte Gourmand besitzt eine ausgezeichnete Immunität gegen verschiedene Krankheiten. Sie ist resistent gegen Schorf und Krautfäule. Kartoffeln sind weniger resistent gegen Pilzkrankheiten und Krautfäule.
Zum Schutz der Pflanzen ist die Einhaltung der Fruchtfolgeregeln wichtig. Zu den Kartoffelschädlingen zählen insbesondere der Kartoffelkäfer, Maulwurfsgrillen und Drahtwürmer, die eine besondere Gefahr darstellen.
Marktfähigkeit, Transportierbarkeit und Haltbarkeit
Gourmand-Knollen lassen sich etwa fünf Monate lagern, ohne ihr ansprechendes Aussehen oder ihre medizinischen Eigenschaften zu verlieren. Dank ihrer dichten Schale sind sie problemlos über weite Strecken transportierbar, ohne dass die Gefahr von Beschädigungen besteht.
Frost- und Trockenresistenz
Diese Sorte gedeiht im Süden und in gemäßigten Klimazonen problemlos, ist jedoch anfällig für wiederkehrenden Frost und reift im kurzen Sommer nicht vollständig aus. Staunässe verträgt die Kartoffel nicht, aber auch Trockenheit ist unerwünscht.
Für und Wider
Die Vielfalt hat viele positive Eigenschaften, aber auch negative.
Landemerkmale
Am besten sät man die Samen im späten Frühjahr, idealerweise in der ersten Maihälfte. Es empfiehlt sich, die Wurzeln vorzukeimen, damit sie mindestens zwei bis drei Triebe von etwa zwei bis drei Zentimetern Länge bilden. Kaufen Sie die Samen nur bei seriösen Anbietern.
- ✓ Achten Sie darauf, dass die Samen mindestens 2-3 Triebe mit einer Länge von 2-3 cm haben.
- ✓ Überprüfen Sie die Samen auf Beschädigungen und Anzeichen von Fäulnis.
Die Knollen sollten keinerlei Beschädigungen wie Risse, Schnitte oder Fäulnis aufweisen. Am besten pflanzt man die Knollen im Ganzen, ohne sie zu zerschneiden.
Diese Kulturpflanze zeichnet sich durch eine kurze Vegetationsperiode und hohe Temperaturansprüche aus. Die Knollen sollten gepflanzt werden, solange die Lufttemperatur nicht unter 10–12 °C fällt.
Die Gourmet-Sorte bevorzugt mäßig saure und gut durchlüftete Böden. Passen Sie den Boden gegebenenfalls an, um optimale Bedingungen zu schaffen, indem Sie diese Empfehlungen befolgen:
- Diese Sorte bevorzugt torfige, lehmige oder sandige Lehmböden. Bei sandigen Böden sollte der Boden mit organischen Düngemitteln wie Mist oder Humus angereichert werden.
- Zur Auflockerung schwerer Lehmböden eignen sich Torf, Flusssand, verrottetes Heu oder Sägemehl. Um die Belüftung der obersten Substratschicht zu gewährleisten, wird während der gesamten Vegetationsperiode Mulch aufgebracht.
- Kartoffeln gedeihen am besten an sonnigen Standorten. In südlichen Regionen werden sie jedoch mit Netzen vor Überhitzung geschützt oder die Beete im Schatten von Sträuchern angelegt.
- Kartoffeln vertragen keine übermäßige Feuchtigkeit. In Gebieten mit häufigen und starken Regenfällen empfiehlt es sich, Kartoffeln an Hängen mit guter Drainage anzubauen.
Anleitung zur Zubereitung der Knollen:
- Zuerst werden die Samen ausgewählt;
- Anschließend erfolgt die Desinfektion mit Fitosporin oder Bordeauxbrühe für 40-60 Minuten;
- Anschließend werden die Samen an einem gut beleuchteten Ort bei einer Temperatur von mindestens +14-17 °C und unter regelmäßiger Bewässerung mit sauberem Wasser alle 3-4 Tage zum Keimen gebracht.
- Wenn die Triebe eine Länge von 10 mm erreichen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Knollen bereit zum Einpflanzen sind.
- Sprossen, die diese Länge überschreiten, sollten gekürzt und schwache Sprossen entfernt werden.
- Vor dem Einpflanzen der Samen in die Erde empfiehlt es sich, diese in einer Lösung von Zircon oder Epin einzuweichen;
- Zwei bis drei Tage vor dem Einpflanzen werden die Knollen ins Freie gebracht und im Halbschatten platziert, damit sie sich an die neuen Bedingungen gewöhnen können.
Im ausgewählten Bereich werden 7–10 cm tiefe Löcher im Abstand von 35–45 cm gegraben, der Reihenabstand beträgt 55–65 cm. Die kleinen Knollen werden in Abständen von 25–35 cm gepflanzt.
Landwirtschaftsexperten schlagen eine ungewöhnliche Methode zum Kartoffelanbau vor: selbstgebaute Freiluftkäfige aus Holzbrettern oder Ziegelsteinen. Ihre Abmessungen sind:
- Höhe - 20-25 cm;
- Breite - 90-100 cm.
Als Grundlage für die Sadaqah werden Stroh, Heu oder frisch geschnittenes Gras verwendet, die mit einer Schicht Kompost und Erde bedeckt werden.
Besonderheiten:
- Beim Pflanzen von Kartoffelknollen wird der Boden nicht aufgelockert, da er am Grund organische Substanz enthält und am besten ungestört bleibt. Es wird lediglich die Oberfläche flach bearbeitet.
- Im Käfig werden zwei Reihen mit Löchern angeordnet.
- Die Kartoffeln werden in einem Schachbrettmuster gepflanzt.
- Asche und feines Pulver aus Hühnereierschalen werden auf die Samen gegeben und wieder mit Erde bedeckt.
- Sobald die Keimlinge erscheinen, werden die Pflanzen mit Stroh oder Heu abgedeckt, um sie vor der Sonne zu schützen und die Feuchtigkeit zu erhalten.
Pflegehinweise
Gourmand benötigt besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Feuchtigkeit: Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser können schädlich sein. Bei unzureichenden Niederschlägen ist mindestens zweimaliges zusätzliches Gießen während der Wachstumsperiode erforderlich.
Die Kartoffeln sollten wie folgt befeuchtet werden:
- Zu Beginn der Vegetationsperiode, vor dem Erscheinen der Sämlinge, wird kein Wasser benötigt;
- Die erste Bewässerung sollte erfolgen, sobald die Keimlinge zu erscheinen beginnen;
- Während der Blütezeit muss besonders auf eine ausreichende Bewässerung geachtet werden;
- Wenn es während der Zeit der Knollenbildung nicht regnet, ist eine zusätzliche Bewässerung erforderlich.
Weitere Pflegemaßnahmen:
- Es ist ratsam, Bewässerung und Düngung zu kombinieren. Befeuchten Sie zunächst den Boden und düngen Sie anschließend gemäß der Gebrauchsanweisung, um Verbrennungen der Knollen zu vermeiden. Zu den besten Düngemitteln für Gurman-Kartoffeln zählen Superphosphat, Salpeter, Harnstoff, Kaliumchlorid und Nitrophoska.
- Nach jeder Bewässerung oder jedem starken Regen sollte der Boden vorsichtig aufgelockert werden. Die Arbeiten sollten sich auf die oberste Bodenschicht beschränken, um die Wurzeln und die Jungkartoffeln nicht zu beschädigen.
- Mulchen verhindert nicht nur das Austrocknen des Oberbodens, sondern fördert auch die Feuchtigkeitsspeicherung und hemmt so das Unkrautwachstum. Dadurch reduziert sich der Jätaufwand in diesen Beeten, und sobald die oberirdischen Pflanzenteile ausgewachsen sind, ist Jäten gar nicht mehr nötig. Zum Mulchen eignen sich Grasschnitt oder samenlose Unkräuter.
- Das Anhäufeln ist für Kartoffeln entscheidend, da es das Wurzelwachstum anregt, das Austrocknen von Boden und Stängeln verhindert und den Ertrag steigert. Frühes Anhäufeln von Gurmand-Kartoffeln schützt sie in instabilen Klimazonen vor unerwarteten Kälteeinbrüchen.
Ernte und Lagerung
In südlichen Regionen ist die Ernte abgeschlossen, sobald die Knollen voll ausgereift sind, etwa 100 Tage nach der Pflanzung. Die Knollen werden in einer einzigen Schicht auf einer ebenen Fläche ausgelegt und 10–15 Tage lang an einem hellen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort gelagert. Anschließend werden sie in Holzkisten oder Netzsäcke gelegt und in einem Raum mit einer Temperatur von etwa 4–5 °C gelagert.
Methoden zur Bekämpfung und Vorbeugung von Krankheiten/Schädlingen
Diese Kartoffelsorte besitzt ein starkes Immunsystem; dennoch stellen Virusinfektionen eine ernsthafte Bedrohung für diese Pflanze dar. Es empfiehlt sich, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, die einfache Schritte umfassen:
- Unkraut und Pflanzenreste zeitnah entfernen und vernichten;
- Die Hauptüberträger von Viruserkrankungen sind Insekten, daher ist die Behandlung von Kartoffeln mit Insektiziden die wirksamste Schutzmethode;
- Es ist wichtig, die Regeln der Fruchtfolge einzuhalten.
Gärtnerrezensionen zur Gourmet-Kartoffel
Die Kartoffelsorte Gourmand ist einzigartig und bietet zahlreiche Vorteile. Trotzdem hat sie sich noch nicht durchgesetzt. Dies liegt an Vorurteilen gegenüber mehrfarbigen Kartoffelsorten, die oft mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder anderen künstlichen Produktionsmethoden in Verbindung gebracht werden. Diese Bedenken sind jedoch unbegründet – die Gourmand wurde mithilfe traditioneller Züchtungsmethoden entwickelt.












