Die Kartoffelsorte „Favorite“ macht ihrem Namen alle Ehre – sie gilt bei Hobbygärtnern und Großbauern als Spitzenreiter. Diese Sorte wurde speziell für die anspruchsvollen klimatischen Bedingungen vieler Regionen entwickelt und ist daher sehr anpassungsfähig. Sie zeichnet sich durch hohe Erträge, lange Haltbarkeit und weitere positive Eigenschaften aus. Für eine reiche Ernte ist jedoch die richtige Bewässerung und Düngung unerlässlich.
Wer hat diese Sorte entwickelt und wann?
Die Sorte wurde von mehreren Spezialisten des Bundeskartoffelforschungszentrums A. Lorkh gezüchtet. Folgende Spezialisten waren an der Entwicklung beteiligt:
- N. Gaitova;
- G. Sitnik;
- S. Ovechkin;
- A. Zhuravlev;
- S. Salyukov;
- A. Mityushkin;
- G. Grigoriev;
- E. Simakov.
Im Rahmen von Züchtungsforschungen wurden die Kartoffelsorten Udacha und Romantse gekreuzt. Favorit ist eine relativ neue Hybride, die 2014, mit ihrer Aufnahme in das staatliche Sortenregister, große Popularität erlangte.
Eigenschaften der Lieblingskartoffel
Ein Hauptmerkmal der Sorte Favorit ist die gute Vermarktbarkeit ihrer Knollen, die zwischen 80 und 96 % liegt. Der Stärkegehalt im Fruchtfleisch liegt zwischen 12,5 % und 16,5 %, was sie zu einer beliebten Wahl für eine Vielzahl von Gerichten macht.
Beschreibung der Pflanze und der Knollen
Der Strauch gilt als mittelgroß und erreicht eine Höhe von 50–60 cm. Die Triebe stehen aufrecht, sodass die Pflanze aufgrund ihres geringen Ausbreitungsdrangs nicht viel Platz benötigt. Weitere Merkmale dieser Sorte sind:
- Laub – dunkelgrün, mit leichter Behaarung an der Oberfläche und von mittlerer Größe;
- Stängel – verstärkt;
- Buschart – dazwischenliegend;
- Blütenstände – schneeweiß, ihre Blütenkrone ist hoch;
- Wurzelsystem – gut entwickelt, sowohl in der Tiefe als auch in der Breite, kraftvoll;
- Knollen – Sie wiegen zwischen 90 und 140 g und zeichnen sich durch ihre längliche Form aus;
- Farbe - Die Haut ist rötlich und das Fleisch cremefarben;
- Oberfläche - mit leichter Rauheit und kleinen, nicht sehr tiefen Augen;
- Anzahl der Wurzelgemüse unter einer Pflanze – von 7 bis 11-12 Stück.
- ✓ Resistenz gegen kurzzeitigen Frost bis zu -2°C aufgrund genetischer Merkmale.
- ✓ Hohe Regenerationsrate nach Beschädigung der Baumkronen durch Hagel oder Wind.
Geschmacksmerkmale und Zweck
Favorit zeichnet sich durch ein feines, geschmacksneutrales Aroma aus. Der Geschmack ist gut, denn die Sorte erhielt in Verkostungen eine Bewertung von 44-4,6.
Kartoffeln garen mäßig schnell und sind daher ein vielseitiges Gemüse. Sie eignen sich am besten zum Backen, Kochen, Schmoren und Braten.
Reifung und Produktivität
Favorit zählt zu den mittelfrühen Sorten, die Reifezeit variiert jedoch je nach Region. In den südlichen Regionen des Landes werden die Knollen nach 80 Tagen geerntet, in der Mitte des Landes nach 3 Monaten und in kälteren Gebieten dauert es 100–110 Tage.
Der Ertrag ist recht gut – im Durchschnitt werden 300 Zentner pro Hektar geerntet, mindestens 170-200 und maximal 420.
Klima und empfohlene Regionen
Züchter empfehlen den Anbau dieser Sorte in Zentralrussland, aber das heißt nicht, dass Favorit nicht auch für andere Regionen geeignet ist. Sie ist recht frosthart und wird daher von plötzlichen Frösten und ähnlichen Klimaschwankungen nicht beeinträchtigt.
Vor- und Nachteile der Sorte
Der Favorit hat sowohl positive als auch negative Eigenschaften, aber überwiegend die positiven:
Es gibt nur wenige Nachteile: Wird der Stammbereich übermäßig bewässert, tritt Krautfäule auf.
Landeregeln
Für den Kartoffelanbau sollten Sie Beete mit nährstoffreichem, fruchtbarem Boden wählen. Senkrechte Standorte mit stehendem Wasser sind ungeeignet. Obwohl sich die Sorte an verschiedene Bodentypen anpassen kann, gedeihen lehmige und sandige Lehmböden am besten. Der optimale pH-Wert des Bodens für Kartoffeln liegt im leicht sauren Bereich.
- ✓ Der pH-Wert des Bodens sollte für eine optimale Nährstoffaufnahme zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
- ✓ Die Tiefe der fruchtbaren Schicht beträgt mindestens 30 cm, um ausreichend Platz für die Entwicklung der Knollen zu bieten.
Die Vorbereitung des Geländes sollte im Voraus beginnen:
- Beim Umgraben im Herbst sollten Sie 4–7 kg Humus oder Kompost pro Quadratmeter Boden einarbeiten. Bei schweren Böden erhöhen Sie die Menge an organischem Material auf 10 kg.
- Es empfiehlt sich, Mineralstoffpräparate auf Kalium- und Phosphorbasis gemäß den Anweisungen des Herstellers hinzuzufügen.
- Im Frühjahr sollte der Boden erneut umgegraben und Ammoniumsulfat oder Ammoniumnitrat in einer Menge von 15-25 g pro Quadratmeter hinzugefügt werden, je nach Auslaugungsgrad des Bodens.
Kartoffeln werden Ende April oder Anfang Mai gepflanzt, wenn sich die Bodentemperaturen bei 10–14 Grad Celsius stabilisiert haben. Dabei sind einige Richtlinien zu beachten:
- Zunächst wird das Pflanzmaterial zum Keimen gebracht und mit Fungiziden (Fitosporin, Acrobat, Cuproxat oder einer Kaliumpermanganatlösung) desinfiziert.
- Die Pflanzung erfolgt nach folgendem Schema: Abstand zwischen den Pflanzen 30-35 cm, Abstand zwischen den Reihen 60-70 cm, Pflanztiefe 8-13 cm, je nach Größe der Knolle.
- Bei nährstoffarmen Böden sollte man in jedes Pflanzloch eine Handvoll organischen Düngers geben, um das Wachstum der Jungpflanzen zu beschleunigen.
Die übrigen Landeprozeduren sind Standard.
Zunehmende Nuancen und mögliche Schwierigkeiten
Beim Kartoffelanbau ist es wichtig, den Boden regelmäßig sowohl zwischen den Reihen als auch um jede einzelne Pflanze herum aufzulockern. Dies ist besonders nach Regen oder Bewässerung sinnvoll. Achten Sie darauf, die jungen Triebe nicht mit Erde zu bedecken.
Weitere wichtige Ereignisse:
- Hügel. Dieser Vorgang wird mindestens zweimal wiederholt. Manchmal ist es nötig, die Pflanzen ein drittes Mal anzuhäufeln. Diese Sorte erfordert eine besondere Vorgehensweise. Junge Pflanzen werden bis zum Niveau der ersten Blätter, einschließlich der freiliegenden Knollen, mit Erde bedeckt.
Unangehäufelte Wurzelgemüse verfärben sich grün, während angehäufelte Pflanzen aktiv Ausläufer (Stolonen) bilden, aus denen neue Kartoffeln wachsen. Dies führt zu einem höheren Ertrag. Der ideale Zeitpunkt zum Anhäufeln ist feuchtes Wetter oder der Tag nach einem Regenguss. Wichtige Schritte:- Der erste Schritt besteht darin, den unteren Teil des Busches auszugraben und gleichzeitig den Boden aufzulockern, sobald die Pflanze eine Höhe von 20 cm erreicht hat.
- Das zweite Mal erfolgt die Anhäufelung während der Knospenphase der Pflanze.
- Bewässerung. In Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist keine zusätzliche Bewässerung nötig. In gemäßigten Klimazonen benötigt die Pflanze jedoch regelmäßige Bewässerung. Die erste Bewässerung erfolgt 10 Tage nach dem Einpflanzen der Knollen. Anschließend genügen je nach Witterung ein bis zwei Bewässerungen während der Wachstumsperiode. Der empfohlene Wasserverbrauch liegt bei 25–50 Litern pro Quadratmeter.
Um Sonnenbrand zu vermeiden, ist es wichtig, die Blätter nicht zu benetzen. Tropfbewässerung gilt als beste Methode. Die letzte Bewässerung, falls erforderlich, sollte einen Monat vor der Ernte erfolgen. - Topping. Nach dem Anhäufeln und dem Erscheinen der ersten Triebe wird Nitrophoska hinzugegeben. Während der Knospenphase werden Phosphor- und Kaliumverbindungen sowie zerkleinerte Holzkohle beigemischt. Organische Mischungen (Kuhmist oder Vogelkot) sind ebenfalls vorteilhaft.
- Auflockern und Unkraut jäten. Diese beiden Arbeitsschritte sind für einen erfolgreichen Kartoffelanbau unerlässlich. Unkraut, das das Feld befällt, entzieht den Pflanzen Nährstoffe. Die erste Auflockerung sollte eine Woche nach dem Pflanzen erfolgen, um die Keimung anzuregen.
Krankheiten und Parasiten
Trotz guter Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge wird gelegentlich Folgendes beobachtet:
- Krautfäule. Die häufigste Krankheit bei der Kartoffelsorte Favorit. Der Pilz befällt zunächst das grüne Laub und anschließend die Kartoffeln. Symptome sind bräunliche Flecken auf der Oberseite und weißliche Flecken auf der Unterseite. Anschließend faulen die Blätter und Wurzeln. Zur Behandlung werden Arcerid, Oxychom und Ridomil Gold eingesetzt.
- Alternaria. Die Krankheit äußert sich durch dunkelbraune oder schwarze Flecken auf den Blattspreiten, die sich im Verlauf der Erkrankung rasch ausbreiten. Zur Bekämpfung der Infektion wird das chemische Mittel Arcerid eingesetzt.
- Fusarium-Welke. Die Krankheit tritt häufiger im Süden des Landes auf, da Trockenheit und Hitze für ihre Entwicklung notwendig sind. Zu den Symptomen gehören helle Flecken auf der Blattoberseite und braune Flecken mit einem rosafarbenen Schimmer auf der Unterseite. Die Behandlung erfolgt mit Fungiziden.
- Kartoffelkäfer (Colorado). Zur Insektenbekämpfung werden die Pflanzen manuell gesammelt und mit Prestige, Actellic, Aktara oder Spinosad behandelt.
- Drahtwurm. Decis, Karate und ähnliche Produkte werden gegen Käfer und deren Larven verschrieben.
Ernte und Lagerung von Knollen
Es wird empfohlen, Favorit-Kartoffeln erst bei Erreichen der technischen, nicht der biologischen Reife zu ernten. Dies gewährleistet eine längere Haltbarkeit der Ernte. Hinweise zur Ernte und Lagerung:
- Nach dem Ausgraben sollten die Kartoffeln zum Trocknen an einem schattigen und gut belüfteten Ort ausgelegt werden;
- Die Trocknungszeit hängt vom Zustand des Wurzelgemüses ab – wenn es trocken ist (es hatte vorher nicht geregnet), dann reichen 3 Stunden aus;
- Ungeeignete Proben werden vor der Lagerung aussortiert;
- Die optimale Temperatur für die Aufbewahrung beträgt 3-4 Grad, die Luftfeuchtigkeit 70 bis 80%.
- Der beste Platz ist eine verglaste Loggia, ein Keller oder ein Untergeschoss;
- Behälter – Netzsäcke, Holzkisten mit Belüftungslöchern.
Rezensionen
Die Sorte „The Favorite“ macht ihrem Namen alle Ehre, mit einer Ausnahme: Die Triebspitzen sind anfällig für Krautfäule. Um dies zu vermeiden, genügt es jedoch, die richtigen Anbaumethoden zu befolgen und Knollen und Sträucher im Frühjahr mit Fungiziden zu behandeln. Ansonsten hat sich die Sorte als außergewöhnlich gut erwiesen.



















