Die Kartoffelsorte Labella zeichnet sich durch frühe Knollenreife aus und ist für den direkten Verzehr geeignet. Sie ist einfach anzubauen, gut transportierbar und lange haltbar, resistent gegen die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge und trägt reichlich Früchte. Einziges Problem ist die Knollenfäule. Sie wird sowohl in Privatgärten als auch in großen landwirtschaftlichen Betrieben angebaut.
Geschichte der Auswahl
Die Kartoffelsorte Labella wurde im Rahmen eines niederländischen Züchtungsprogramms von Den Harting BV entwickelt. Die Sortenprüfung begann 2008. 2011 wurde die Sorte im staatlichen Sortenregister eingetragen und für die landwirtschaftliche Nutzung zugelassen. International ist sie unter dem Namen Labella bekannt.
Beschreibung des Aussehens der Pflanze
Der Strauch gilt als mittelgroß. Die Krone ist kompakt und nicht ausladend, die Triebe wachsen halb aufrecht. Die Blätter sind recht groß und unregelmäßig geformt. Ihre Farbe ist ein klassisches Grün. Die Blüten sind klein und purpurrot.
Merkmale, Verbraucher- und Geschäftsqualitäten
Labella zeichnet sich durch eine hervorragende Marktfähigkeit von bis zu 94 % aus. Auch die Haltbarkeit ist exzellent: Etwa 96–98 % der Ernte bleiben bis zum Frühjahr ohne Qualitätsverlust erhalten.
Charakteristische Merkmale von Kartoffeln:
- bilden - oval-länglich;
- Gewicht - von 80 bis 105 g, es werden aber auch größere Exemplare gefunden;
- Haut - glatt und raffiniert, sodass wenig Abfall entsteht;
- Schalenfarbe – Rot;
- Zellstofffarbe – gelb-cremefarben;
- Augen - wenige an Zahl, rot, klein, von mittlerer Tiefe;
- Zellstoff – Kompakt, schwer verdaulich, kein Wassergehalt.
Kartoffeln sind reich an pflanzlichem Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen und daher ein ideales Lebensmittel für den menschlichen Verzehr. Darüber hinaus enthalten sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind kalorienarm – nicht mehr als 100 kcal pro Portion.
Labella wird häufig in der Küche verwendet – für verschiedene Suppen, Beilagen, Vorspeisen und Salate. Beim Kochen behalten die Knollen ihre Form und zerfallen nicht.
Kartoffeln eignen sich auch zur Herstellung von Pommes frites, Chips und Kuchen. Ihr Stärkegehalt liegt unter 15,9 %. Das Produkt schmeckt hervorragend und erhielt von Testern 4,6 von 5 Punkten.
Eigenschaften von Kartoffeln
Labella besitzt hervorragende Eigenschaften, die Gärtner und Landwirte im Voraus kennen sollten.
Wann reift es?
Labella ist eine frühreife Sorte. Vom Pflanzen bis zur vollständigen Ernte der Knollen vergehen 80 bis 90 Tage. Diese Zeitspanne kann je nach Klima variieren: Im Süden reifen die Knollen etwas früher, in raueren Klimazonen später.
Produktivität
Sie zeichnet sich durch hohe Erträge aus. Im Durchschnitt können 175 bis 265 Zentner pro Hektar geerntet werden. In der industriellen Landwirtschaft kann dieser Wert bis zu 345 Zentner erreichen.
Wachstumsregionen
Diese Sorte wird für den Anbau in folgenden Regionen empfohlen:
- Zentral;
- Zentrale Schwarzerde;
- Wolga-Wjatka;
- Nordkaukasisch;
- Ferner Osten.
In den letzten Jahren hat sich das Anbaugebiet von Labella deutlich erweitert, und mittlerweile findet man diese rötlich-rosa Knollen in fast allen Teilen Russlands.
Krankheitsresistenz
Die Sorte Labella zeichnet sich nicht nur durch ihren hohen Ertrag, sondern auch durch ihre Resistenz gegen viele gängige Krankheiten und Schädlinge aus. Sie ist resistent gegen Krebs, Goldzystennematoden, Kräuselkrankheit, Kohlhernie und Schorf. Sie weist eine mittlere Anfälligkeit für Krautfäule auf.
Der Kartoffelkäfer kann mäßige Schäden verursachen, aber das Risiko seines Auftretens auf Kartoffelfeldern kann minimiert werden, indem Nachtschattengewächse in einem beträchtlichen Abstand angebaut werden.
Für und Wider
Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Sorte zählen ihr hoher Ertrag und die frühe Reifezeit, sodass man bereits im Frühsommer und im Süden sogar schon im Frühjahr junge Kartoffeln genießen kann. Labella besitzt aber auch weitere positive Eigenschaften:
Es wurden keine besonderen Nachteile festgestellt, aber einige Landwirte geben an, dass vorbeugende Behandlungen gegen Schädlinge notwendig seien.
Landemerkmale
Die Kartoffelpflanzung sollte im Süden am 15. April und in anderen Regionen am 10. Mai beginnen. Diese Kartoffelsorte ist sehr trockenheitsresistent, verträgt aber keinen Frost. Schon ein leichter Temperatursturz in der Nacht auf -2 bis -3 °C kann die Pflanzen abtöten.
Die Sorte Labella sollte nach etablierten Methoden angebaut werden:
- Die zuvor ausgewählten Knollen werden aus dem Lager genommen und vor dem Einpflanzen drei Wochen lang in der Sonne gelagert.
- Das ausgewählte Material wird geprüft und mit Desinfektionslösungen auf Basis von Mangan- oder Kupfersulfat behandelt.
- Beim Pflanzvorgang werden Kartoffelsamen unterschiedlicher Größe verwendet, die gesund sein müssen.
- Es wird empfohlen, große Knollen zu schneiden und diese anschließend mit Holzasche zu behandeln.
- Bevor sie in die Erde vergraben werden, müssen sie eine halbe Stunde lang in Wachstumsstimulanzien wie Epin, Zircon, Potane oder Bioglobin eingeweicht werden.
- Kartoffeln gedeihen besonders gut in leichten und nährstoffreichen Böden wie Lehm oder sandigem Lehm. Schwere Böden werden mit Flusssand, Torf oder Sägemehl angereichert. Sind sie arm an organischer Substanz und Mineralien, werden sie im Herbst umgegraben und mit Mist angereichert.
- Im Frühjahr sollte erneut gepflügt werden. Um zu saure Böden zu neutralisieren, werden gelöschter Kalk, Dolomitmehl oder Asche hinzugefügt. Der optimale pH-Wert für Kartoffeln liegt zwischen 5,2 und 5,8.
- Die Pflanzlöcher für die Kartoffeln werden 7–9 cm tief ausgehoben. Die Knollen werden in einem Abstand von 35–45 cm zueinander gesetzt, und die Beete haben einen Abstand von 65–75 cm.
Empfehlungen zur Pflanzenpflege
Die Pflegeverfahren sind standardisiert und umfassen Folgendes:
- Labella ist trockenheitsverträglich und benötigt daher nur in längeren Hitzeperioden Wasser. Jede Pflanze sollte 12 bis 15 Liter Wasser erhalten.
- Um die Wurzelpflanzen mit Sauerstoff zu versorgen und Unkraut zu entfernen, ist es notwendig, regelmäßig zu lockern und zu jäten.
- Das Anhäufeln fördert die Bildung zusätzlicher Ausläufer, erhöht die Anzahl und Qualität der Knollen und schützt vor Spätfrösten. Das erste Anhäufeln erfolgt, wenn der Strauch 16–18 cm hoch ist; der Damm sollte etwa 9 cm hoch sein. Der Vorgang wird nach der Blüte wiederholt.
- Kartoffelpflanzen werden wie folgt gedüngt:
- Die erste Düngung erfolgt bei der Pflanzung (Harnstoff oder Rastvorin gemäß der Gebrauchsanweisung);
- das zweite Mal – während der Knospenbildung (Kaliumsulfat, Holzasche);
- die dritte – im Stadium der Blütenaktivierung (Königskerze, Harnstoff).
Ernte und Lagerung
Sonnige, trockene Tage eignen sich ideal zum Ausgraben der Knollen. Damit die Kartoffeln nach dem Ausgraben nicht zu lange liegen bleiben, ist es wichtig, dass die letzte Bewässerung oder der letzte Regen mindestens zwei Wochen zurückliegt. Lassen Sie die Kartoffeln einige Stunden im Beet liegen.
Dann wird eine Selektion vorgenommen: Ganze Knollen werden zur Lagerung unter einem Vordach oder in einem belüfteten Raum gebracht, beschädigte oder kranke Knollen werden für den späteren Verzehr oder die Weiterverarbeitung aufbewahrt.
Speicherfunktionen:
- Für die Lagerung von Kartoffeln eignet sich ein trockener, gut belüfteter Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. In einer Wohnung kann dies beispielsweise ein Keller oder ein Balkon sein, wo die Kartoffeln mit einem atmungsaktiven Netz abgedeckt werden.
- Wenn die Besitzer planen, die Kartoffeln in der nächsten Saison zum Anpflanzen zu verwenden, werden die Saatkartoffeln aussortiert und separat gelagert.
- Die optimale Lagertemperatur für Kartoffeln liegt zwischen 2 und 5 Grad Celsius. Unterhalb dieser Temperatur sind Kartoffeln anfällig für Krankheiten und die Umwandlung von Stärke in Zucker beeinträchtigt ihren Geschmack. Temperaturen über 5 Grad Celsius hingegen können Infektionen und die Bildung von Augen begünstigen.
- Die ideale Luftfeuchtigkeit für die Lagerung von Kartoffeln liegt zwischen 85 und 90 %, aber bei einer Luftfeuchtigkeit unter 70 % verlieren die Knollen ihre Elastizität und werden weich.
- Kartoffeln können lose in einem Hangar auf Holzregalen oder Paletten gelagert werden, was eine notwendige Luftzirkulation von unten ermöglicht, und zwar in einer Schichtdicke von höchstens 1 m.
Methoden zur Bekämpfung und Vorbeugung von Krankheiten/Schädlingen
Trotz Resistenz gegen Krankheitserreger und Insekten können gelegentlich Probleme auftreten. Hauptursachen sind unsachgemäße Anbaumethoden, ungünstige Witterungsbedingungen usw. Worauf Sie achten sollten:
- Tabakmosaikläsion. Auf den Blättern der Pflanze sind kleine, gelbliche, runde oder elliptische Flecken zu sehen. Mit der Zeit führen diese Flecken zu Verformungen und Einrollungen der Blattspreite. Die Infektion kann durch Kartoffelblattläuse oder infiziertes Saatgut erfolgen.
Infolge einer Virusinfektion verlangsamt sich das Pflanzenwachstum, die Blätter vertrocknen und die Früchte beginnen zu faulen. Zur Bekämpfung des Virus wird eine Behandlung mit Fitosporin-Lösung eingesetzt. - Drahtwurm. Ein Insekt, das Nutzpflanzen bedroht und Ihre Ernte vollständig vernichten kann. Drahtwürmer bevorzugen vernachlässigte, saure Böden mit hohem Unkrautbefall. Dieser Schädling frisst die Kartoffelschale und das Fruchtfleisch. Zum Schutz vor Drahtwürmern können Sie Prestige oder Provotox verwenden.
- Scoop. Dieser Schädling ist eine Motte, die ihre Eier auf den Blättern der oberirdischen Pflanzenteile ablegt. Aus den Eiern schlüpfen Raupen, die Stängel und Blätter fressen und in die Knollen eindringen. Zur Bekämpfung von Erdraupen werden Fitoverm oder ähnliche Produkte empfohlen.
- Kartoffelkäfer. Sie befällt häufig Kartoffeln. Am besten sammelt man die Käfer und Larven von Hand, aber es können auch spezielle Insektizide (davon gibt es eine große Auswahl) verwendet werden.
Rezensionen von Gärtnern
Die Kartoffelsorte Labella zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit, ihren hohen Ertrag und ihre Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge aus. Sie verträgt trockene Sommer problemlos und benötigt keine häufige Bewässerung – ein bedeutender Vorteil für viele Gärtner und Landwirte.





