Die Kumach-Kartoffel ist eine wunderbare Sorte mit schönen und schmackhaften rosa Knollen. Hobbygärtner schätzen diese Speisekartoffel wegen ihrer guten Vermarktbarkeit, ihres hervorragenden Geschmacks und ihres hohen Ertrags. Die Kumach-Sorte wurde speziell für den Anbau in den zentralen Regionen Russlands, insbesondere auf Schwarzerde, entwickelt.
Beschreibung des Busches
Die Sträucher sind kräftig, halbaufrecht wachsend und erreichen eine Höhe von 60–70 cm. Ihre Blätter sind groß und dunkelgrün. Die Blüten sind rötlich oder bläulich-violett. Jeder Strauch bildet etwa 13–17 große bis mittelgroße Knollen.
Beschreibung von Wurzelgemüse
Eine einzelne Kartoffel wiegt 100–220 g. Die Knollen sind oval, gleichmäßig geformt, mit glatter Oberfläche und rosa Schale mit kleinen Augen. Das Fruchtfleisch ist cremig und behält beim Kochen seine Farbe.
Zuchtgeschichte
Die Kartoffelsorte Kumach wurde Anfang des 21. Jahrhunderts im A.G. Lorkh Federal Potato Research Center entwickelt und schnell in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Auf der Landwirtschaftsausstellung „Goldener Herbst 2014“ wurde sie als besonders zum Braten und Backen geeignete Sorte der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute ist diese heimische Sorte weit über die Grenzen Russlands hinaus verbreitet.
Zweck und Geschmack
Kumach-Kartoffeln sind bei Hobbygärtnern im In- und Ausland wegen ihres einzigartigen, leicht süßlichen Geschmacks beliebt. Diese Sorte eignet sich hervorragend für Bratkartoffeln und Pommes frites – sie wurde speziell zum Frittieren und Backen gezüchtet. Auch für Kartoffelpüree sind sie bestens geeignet.
Kumach-Kartoffeln verkochen recht schnell und sind daher für Suppen nicht zu empfehlen. Rosa Kartoffeln haben einen hohen Stärkegehalt von 12–18 %. Aufgrund dieser Eigenschaft wird diese Sorte in der Lebensmittelindustrie häufig zur Stärkegewinnung verwendet.
Für und Wider
Die Kartoffelsorte Kumach erfreut sich zu Recht großer Beliebtheit bei Großbauern, Hobbygärtnern und Endverbrauchern. Sie bietet viele Vorteile und wird daher vielen anderen Sorten vorgezogen. Allerdings hat die Kumach-Sorte auch einige Nachteile, über die man im Vorfeld Bescheid wissen sollte.
Vorteile:
Nachteile:
Sortenmerkmale
Die Kartoffelsorte Kumach ist ertragreich. Ihr maximaler Ertrag liegt bei 700–720 Zentnern pro Hektar, was maximal einer Tonne pro Hektar entspricht. Diese Sorte liefert stabile Erträge, die kaum von Trockenheit oder starker Blüte beeinflusst werden.
Wie werden Knollen für die Pflanzung vorbereitet?
Vor dem Pflanzen werden die Knollen in einer Kaliumpermanganatlösung desinfiziert (1 g Pulver in 10 Litern Wasser gelöst). Die Saatkartoffeln werden 30–40 Minuten in der rosa Lösung eingeweicht. Unmittelbar vor dem Pflanzen werden die Knollen mit Holzasche bestreut.
- ✓ Verwenden Sie zum Anpflanzen nur gesunde Knollen ohne Anzeichen von Krankheiten.
- ✓ Die optimale Knollengröße für die Pflanzung beträgt 50-60 g, was einen besseren Ertrag gewährleistet.
Es wird empfohlen, jede Knolle mehrmals quer einzuschneiden – dies fördert die Bildung neuer Triebe. Vor dem Pflanzen können Kartoffeln auf 25 °C bis 27 °C erwärmt oder bei 12 °C bis 15 °C vorgekeimt werden. Die erste Methode dauert eine Woche, die zweite einen Monat.
Landemerkmale
Die richtige Pflanzung ist die halbe Miete beim Anbau von Kumach-Kartoffeln. Es ist wichtig, nicht nur den Pflanzort, sondern auch das Pflanzmaterial sorgfältig auszuwählen und vorzubereiten:
Besonderheiten beim Anbau der Kumach-Sorte:
- Der Bereich sollte gut beleuchtet sein; es wird empfohlen, die Kartoffeln von Norden nach Süden zu pflanzen, damit jeder Strauch die notwendige Menge Sonnenlicht erhält.
- Als beste Vorpflanzen für rote Kartoffeln eignen sich Getreide, Hülsenfrüchte und Flachs. Flächen, die zuvor von zweihäusigen Pflanzen (Sauerampfer, Spinat, Spargel u. a.) besiedelt waren, sind absolut ungeeignet.
- Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern beträgt 60 cm, der Reihenabstand ab 40 cm. Die Knollen dürfen maximal 15 cm tief gepflanzt werden. Es wird empfohlen, etwas Vogelkot auf den Boden der Pflanzlöcher zu geben.
Pflegenuancen
Die Menge und Qualität der Kumach-Kartoffelernte hängt maßgeblich von der Sorgfalt, der Regelmäßigkeit und der Einhaltung der agrartechnischen Anforderungen ab.
Besonderheiten bei der Pflege von Kumach-Kartoffeln:
- Diese Kartoffelsorte verträgt Bewässerung gut und ist wenig anfällig für Staunässe. In Trockenperioden benötigen die Pflanzen mehr Wasser. In einem gemäßigten Klima reichen drei Bewässerungen pro Saison aus. Gießen Sie direkt an die Wurzeln oder in den Reihen. Die empfohlene Wassermenge pro Kartoffelpflanze beträgt 3 Liter.
- Um hohe Erträge zu erzielen, ist Dünger notwendig. Die Menge hängt von der Bodenqualität und den persönlichen Vorlieben des Gärtners ab. Ein typischer Düngeplan sieht wie folgt aus:
- Die erste Düngung erfolgt während der grünen Wachstumsphase. Am besten eignet sich eine Mischung aus Kompost und Harnstoff.
- Die zweite Düngung dient der Anregung der Blütenbildung; hierfür eignet sich Kaliumsulfat vermischt mit Asche.
- Die dritte Düngung erfolgt während der Wurzelbildung; hierbei empfiehlt sich die Zugabe von Kaliumsuperphosphat. Viele Gärtner sind der Ansicht, dass eine einmalige Düngung der Sorte Kumach für eine gute Ernte ausreicht. Die empfohlene Menge an organischem Dünger beträgt 2 Liter pro Kartoffelpflanze. Vermeiden Sie die Verwendung von organischem Dünger während der Blüte, da dieser das Unkrautwachstum fördert und Knollenkrankheiten verursachen kann.
Düngeplan für maximalen Ertrag- Die erste Düngung sollte 2 Wochen nach der Keimung mit einer Königskerzenlösung (1:10) erfolgen.
- Die zweite Düngung erfolgt zu Beginn der Knospenbildung mit einem komplexen Mineraldünger.
- Die dritte Düngung erfolgt während der Phase der aktiven Knollenbildung mit Phosphor-Kalium-Düngemitteln.
- Kartoffeln brauchen lange zum Keimen, daher wachsen schon innerhalb einer Woche, noch bevor die Kartoffeln sprießen, Unkräuter. Um die Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu gewährleisten, wird der Boden aufgelockert und gleichzeitig das Unkraut entfernt. Das Auflockern erfolgt bei warmem, trockenem Wetter. Diese Anbaumethode fördert die Bildung großer Kartoffeln.
- Um den Ertrag zu steigern, sollten Kartoffelpflanzen zweimal angehäufelt werden. Beim ersten Mal wird die Erde bis zu den Stängeln hochgeharkt, sobald diese 14–15 cm hoch sind, und beim zweiten Mal kurz vor der Blüte. Dabei ist darauf zu achten, die jungen Stängel nicht zu beschädigen.
- Um Nematodenbefall vorzubeugen, werden Kartoffeln mit Tiazon besprüht. Anzeichen für den Befall sind Blattkräuselung und Fleckenbildung, Stängelverkrümmung und verzögerte Blüte. Da Tiazon giftig ist, müssen die Knollen 3–4 Wochen vor dem Pflanzen behandelt werden. Auch Kuh- oder Vogelkot kann zur Nematodenbekämpfung eingesetzt werden.
Wie erntet man es und wo lagert man es?
Neue Kartoffeln können geerntet werden, sobald die Pflanzen zu blühen beginnen. Zur Lagerung erfolgt die Ernte später – der genaue Zeitpunkt hängt von den jeweiligen klimatischen Bedingungen ab.
Die ausgegrabenen Knollen werden sortiert, beschädigte Exemplare werden aussortiert. Lagerfähige Kartoffeln werden mit Kupfersulfat (2 g in 10 Litern gelöst) behandelt. Die Lagerung erfolgt dunkel, trocken und bei Temperaturen zwischen 2 und 4 °C.
Rezensionen
Die Kumach-Kartoffel ist eine wirklich interessante Sorte, die sich sowohl für Hobbygärtner als auch für Landwirte eignet. Diese Sorte ist nicht nur schmackhaft, sondern auch optisch ansprechend, und die gute Vermarktbarkeit ihrer Knollen fördert ihren kommerziellen Anbau.




