Die Kartoffelsorte Karatop ist bei Anfängern und erfahrenen Agronomen gleichermaßen beliebt, da sie deren Sorteneigenschaften wie Krankheitsresistenz und hohe Erträge schätzt. Sie zeichnet sich durch ein reichhaltiges Nährstoffprofil und einen hervorragenden Geschmack aus. Für die Entwicklung großer Knollen ist die richtige Pflege unerlässlich.
Geschichte der Auswahl
Erfahrene deutsche Züchter des Großunternehmens Norika Nordring-Kartoffelzucht und Vermehrungs-GmbH entwickelten die Sorte Karatop. Die Arbeiten begannen 1994, und bereits 1998 war die neue Ernte bereit für den breiten Einsatz.
Eigenschaften von Kartoffeln
Die Sorte Karatop zeichnet sich durch hohe Erträge, geringen Pflegeaufwand und Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Witterungsbedingungen aus. Sie besitzt viele positive Eigenschaften.
Beschreibung der Pflanze und der Knollen
Die Pflanzen sind mittelhoch, mit aufrechten Trieben und robustem Laub. Besondere Merkmale:
- Die Blätter sind mittelgroß, grün mit leicht gewellten Rändern.
- Die Knollen sind oval-rund und klein, sie wiegen etwa 60 bis 100 Gramm. Im Kern befinden sich typischerweise Knollen unterschiedlicher Größe. Ihre Oberfläche ist glatt bis leicht rau und hat einen gelblichen Schimmer.
- Die Augen liegen flach, praktisch an der Oberfläche, was das Schälen der Kartoffeln erleichtert.
- Das Fleisch ist hellcremefarben bis cremefarben.
Der Stärkegehalt der einzelnen Gemüsesorten liegt zwischen 10,5% und 15%.
Geschmacksmerkmale und Zweck
Diese Gemüsesorten haben einen ausgezeichneten Geschmack, lassen sich aber aufgrund ihres hohen Stärkegehalts nicht gut kochen. Sie sind jedoch lange haltbar. Die Knollen eignen sich ideal für leichte Kochgerichte und Suppen und können auch gebraten werden.
Chemische Zusammensetzung, Spurenelemente und Vitamine
Karatop-Kartoffeln haben einen Stärkegehalt von etwa 11 bis 15 %, was eine schnelle Reifung begünstigt. Diese Eigenschaft macht sie jedoch ungeeignet für die Herstellung von Chips und Kartoffelpulver.
Reifezeit und Ertrag
Karatop ist eine frühreife Sorte. Der gesamte Reifeprozess der Knollen dauert in der Regel 60 bis 75 Tage, und die Kartoffeln können nach 40 bis 45 Tagen zur Probenahme geerntet werden.
Die Erträge variieren je nach Standort erheblich. So liegen beispielsweise in der nordwestlichen Region die durchschnittlichen Erträge zwischen 198 und 436 Zentnern pro Hektar, während sie in der mittleren Wolgaregion zwischen 184 und 271 Zentnern pro Hektar liegen.
Krankheitsresistenz
Diese Sorte zeichnet sich durch eine hohe Resistenz gegen Krankheiten wie Kartoffelkrebs, Mosaikvirus und Goldälchen aus. Zu den wichtigsten Schädlingen, auf die man achten sollte, gehören der Kartoffelkäfer und die Krautfäule.
Welche Regionen eignen sich am besten und welche klimatischen Anforderungen müssen gestellt werden?
Die Pflanze eignet sich für den Anbau in ganz Russland. Laut staatlichem Register gedeiht sie am besten in folgenden Agrarregionen: Nordwesten, Wolga-Wjatka, Mittlere Wolga und Westsibirien.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile der Sorte
Bei der Entwicklung dieser Sorte stellten sich die deutschen Züchter die Aufgabe, sicherzustellen, dass stark Immunitättet-Pflanzen. Ihre Bemühungen waren erfolgreich, denn Karatop hat viele Vorteile:
Zu den Nachteilen dieser Sorte zählen Gärtner:
Worin besteht der Unterschied zu anderen Sorten?
Karatop weist zahlreiche Unterschiede zu anderen Sorten auf. Zu den wichtigsten kulturellen Merkmalen gehören:
- Schnelle Reifung. Kartoffeln sind nach 40 bis 45 Tagen zum Verzehr geeignet und nach 60 Tagen vollständig ausgereift.
- Anspruchslos im Boden. Die Pflanze gedeiht problemlos in fast jedem Boden, bevorzugt aber leichte, sandige Böden.
- Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beschädigung. Die Knollen sind schnittfest und behalten auch während des Transports ihr marktfähiges Aussehen.
- Langzeitlagerung. Die Geschmackseigenschaften gehen erst bei der nächsten Ernte verloren.
- Hervorragende äußere Eigenschaften. Das Gemüse ist kugelförmig, hat eine glatte Oberfläche und eine feste, gelbe Haut.
- Einfache Verarbeitung. Kartoffeln lassen sich leicht schälen und kochen.
Diese Eigenschaften hängen maßgeblich von der korrekten und sorgfältigen Einhaltung der Empfehlungen für Anbau und Pflege der Pflanze ab.
Landemerkmale
Beginnen Sie die Vorbereitungen für die Aussaat, sobald Sie im Herbst das Beet umgraben. Befolgen Sie die Empfehlungen erfahrener Agronomen:
- Wählen Sie das Pflanzgut im Voraus aus und achten Sie dabei auf einheitliche Größe, etwas größer als ein Hühnerei. Lassen Sie die Knollen einen Monat vor dem Pflanzen in einem dunklen, gut beleuchteten Raum keimen und sortieren Sie sie anschließend erneut aus, um nicht gekeimte Knollen zu entfernen.
- Beschädigtes Gemüse sollte nicht zur Anpflanzung verwendet werden, da es die Ernte negativ beeinflussen und sogar im Boden verfaulen kann, bevor die Triebe erscheinen.
- Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, behandeln Sie Kartoffeln mit einer Lösung aus Kaliumpermanganat oder Kupfersulfat.
Kartoffelanbauprogramm:
- Der Reihenabstand sollte mindestens 50 cm und höchstens 80 cm betragen, um ein einfaches Anhäufeln zu gewährleisten.
- Der Abstand zwischen den Sträuchern im Beet beträgt 30 bis 50 cm.
- Die Pflanzlöcher sollten 15-20 cm tief sein. Bevor die Knollen in die Löcher gesetzt werden, füllen Sie diese zu einem Drittel mit Holzasche und Humus.
Um die Bearbeitung zu erleichtern und die Erntequalität nicht zu beeinträchtigen, sollten die Beete nicht zu dicht bepflanzt werden. Nach dem Pflanzen die Furchen sorgfältig harken und großzügig wässern. Bei sachgemäßer Pflanzung sind die ersten Triebe innerhalb von 10 Tagen zu erwarten.
Pflegenuancen
Die richtige Pflege ist für einen guten Ertrag unerlässlich. Schenken Sie Ihren Pflanzen etwas Aufmerksamkeit und befolgen Sie diese landwirtschaftlichen Praktiken:
- Bewässerung. Vor der Blüte sollten die Beete mindestens einmal alle 7 Tage gegossen werden; bei heißem Wetter je nach Bodendurchlässigkeit 3-4 Mal pro Woche. Nach der Blüte sollte bei starker Trockenheit auf zweimal wöchentlich oder öfter gegossen werden, da diese Sorte Hitze schlecht verträgt.
- Topping. Düngen Sie die Pflanzen gleichzeitig mit dem Gießen, um eine schnelle Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln zu gewährleisten. Verwenden Sie Kalium- und Phosphordünger. Wenn der Boden bereits gedüngt wurde oder ausreichend nährstoffreich ist, ist eine zusätzliche Düngung möglicherweise nicht erforderlich.
- Auflockern und Unkraut jäten. Den Boden mehrmals umgraben, um die Kruste zu entfernen und Sauerstoff an die Knollen zu bringen. Unkraut regelmäßig entfernen, damit es nicht mit den Knollen um Nährstoffe konkurriert.
Für diese Kultur sind zwei Anhäufelungen erforderlich. Die erste Anhäufelung sollte erfolgen, wenn die Pflanzen 20–25 cm hoch sind; die Erdoberfläche sollte mindestens 15 cm hoch sein. Wiederholen Sie den Vorgang nach 14–21 Tagen, bis die Pflanzen in Reihen dicht beieinander stehen. Die Höhe der Anhäufelungen beeinflusst die Anzahl der Ausläufer mit Knollen.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Die Pflanze weist eine gewisse Resistenz gegen Nachtschattenkrankheiten auf, ist aber dennoch anfällig. Sie kann von Krautfäule und dem Kartoffelkäfer befallen werden. Zur Bekämpfung von Krankheit und Schädling wenden Sie folgende Methoden an:
- Zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers können Insektizide wie Karate, Fastak und ähnliche eingesetzt werden. Achten Sie bei der Anwendung dieser Produkte darauf, dass deren Verderbniszeit kürzer ist als die Kartoffelwachstumsperiode.
- Um der Krautfäule vorzubeugen, wird eine rechtzeitige Ernte empfohlen. Fällt die Phase des intensiven Knollenwachstums mit der Entwicklung des Pilzes zusammen, sollten Fungizide wie Ridomil, Revus und andere eingesetzt werden.
Behandeln Sie die Stängel und den Boden um den Strauch herum monatlich mit einer Lösung aus Kupfersulfat oder Kaliumpermanganat.
Ernte und Lagerung
Kartoffeln sollten bei trockenem Wetter geerntet werden, um eine Verunreinigung der Knollen zu vermeiden. Verwenden Sie eine Schaufel oder eine Mistgabel, um die Kartoffeln vorsichtig aus der Erde zu graben. Entfernen Sie nach der Ernte die Erde von den Kartoffeln und lassen Sie sie einige Stunden in der Sonne trocknen.
Befolgen Sie diese Richtlinien, um sicherzustellen, dass Frische und Nährwert länger erhalten bleiben:
- Wählen Sie einen kühlen, dunklen Ort.
- Die ideale Temperatur liegt bei etwa 4-8 °C. Die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle: Sie sollte hoch sein, etwa 90 %, um ein Austrocknen der Knollen zu verhindern.
- Bei der Lagerung der Ernte sollte direkter Kontakt mit Sonnenlicht vermieden werden, da dies zum Auftreten grüner Exemplare und zur Bildung schädlicher Substanzen führen kann.
Kontrollieren Sie Gemüse regelmäßig auf Beschädigungen oder Anzeichen von Fäulnis und entfernen Sie beschädigte Wurzeln, um die Ausbreitung des Verderbs zu verhindern.
Welche Schwierigkeiten könnten beim Anbau auftreten?
Die Pflege ist unkompliziert. Wichtig ist eine regelmäßige Bewässerung, die für eine reiche Ernte unerlässlich ist. Ist ein direkter Wasserzugang nicht möglich oder schwierig, empfiehlt es sich, große Behälter zum Auffangen von Regenwasser bereitzuhalten oder diese regelmäßig aufzufüllen, um die Beete anschließend mit einer Gießkanne zu bewässern.
Wenn Wasser zur Verfügung steht, kann ein automatischer Rasensprenger, der in den Beeten aufgestellt wird, die Arbeit deutlich erleichtern. Dieses einfache Gerät sorgt dafür, dass die Kartoffeln stets ausreichend Feuchtigkeit erhalten.
Rezensionen
Die Kartoffelsorte Karatop überzeugt unter vielen Sorten durch ihre Zuverlässigkeit, ihren hervorragenden Geschmack und ihre einfache Anzucht. Ihre Krankheitsresistenz, frühe Reife und lange Haltbarkeit machen sie zur idealen Wahl für den privaten und gewerblichen Anbau. Die richtige Pflege ist dabei unerlässlich.





